Browse results

You are looking at 1 - 10 of 687 items for :

  • Brill | mentis x
  • Search level: All x
  • Status (Books): Published x
Clear All
Begründung, Voraussetzungen, Kontroversen
Weniges scheint in der Medizinethik (und auch im Medizinrecht) so unstrittig wie das Prinzip der Informierten Einwilligung. Wie die Einwilligungs-Doktrin im Detail ethisch begründet und entsprechend praktisch ausbuchstabiert werden soll, ist aber umstritten. Johann S. Ach und Bettina Schöne-Seifert verteidigen in diesem Buch die These, dass ein adäquates Verständnis des Prinzips der Einwilligung erst dann gelingen kann, wenn man die folgende Frage plausibel beantwortet: Warum ist Autonomie wertvoll? Namhafte Expert:innen aus der Medizinethik und dem Medizinrecht kommentieren und diskutieren diesen Vorschlag.
Editor:
Die Medizin macht in unterschiedlichster Weise von Tieren Gebrauch. Sie werden unter anderem als Anschauungs- und Studienobjekte herangezogen, als Stellvertreter und Modelle genutzt oder als Diagnose-Instrumente und Heilmittel eingesetzt. „Tiere in der Medizin“ macht beispielhaft sichtbar, dass, wo und auf welch vielfältige Weise Tiere in der Medizin und der medizinischen Forschung eine Rolle spielen. Der vorliegende Band leistet damit zugleich einen Beitrag zur medizinhistorischen, wissenschaftstheoretischen und ethischen Reflexion der Mensch-Tier-Beziehung in der Medizin.
Ein Beitrag zum bioethischen Prinziplismus
Series:  ethica, Volume: 39
Wie verhalten sich die im Prinziplismus von Tom Beauchamp und James Childress aufgestellten bioethischen Prinzipien zu den kulturellen Besonderheiten verschiedener Kulturkreise? Das Zusammenspiel von universeller Geltung und kultureller Bedingtheit, nämlich den konkreten kulturellen Merkmalen des Individualismus und Kollektivismus, wird beispielhaft an der Türkei und Deutschland untersucht. Zudem werden konkrete Beispielfälle in den bioethischen Feldern „Organspende”, „Schwangerschaftsabbruch” und „Stammzellforschung” analysiert, um das Zusammenspiel der Merkmale der individualistischen und kollektivistischen Kulturen mit ethischen Prinzipien zu veranschaulichen. Vor diesem Hintergrund geht das Buch der Frage nach, ob die Idee der universellen Geltung der ethischen Prinzipien des Prinziplismus Ideal, Illusion oder Irrweg ist.
– oder: Warum es gut ist, sich selbst zu achten
Author:
Selbstachtung heißt, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Doch obwohl sie elementar für ein gelingendes Leben und unsere moralische Praxis ist, sind wir nicht zur Selbstachtung verpflichtet. Gegenüber anderen Menschen haben wir Achtungspflichten aufgrund des Gebots, nicht zu schaden, aufgrund ihrer moralischen Rechte und eventuell auch aufgrund besonderer Nahbeziehungen, in denen wir zu ihnen stehen. Auch wenn wir uns selbst gegenüber keine derartigen Pflichten haben, ist insbesondere die Moral innerhalb von Nahbeziehungen wichtig für unser Verständnis von Selbstachtung. An ihnen lässt sich nachvollziehen, dass zu unserer moralischen Praxis auch die persönlichen Haltungen gehören, in denen wir einander begegnen. Selbstachtung ist eine selbstreflexive Haltung, die wir unter bestimmten Bedingungen einnehmen können. Sie einzuüben ist notwendig, um mitbestimmen zu können, wer man ist und sein will, und um sich um seiner selbst willen wertschätzen zu können.
Überlegungen zu Philosophie und (Forschungs-)Praxis
Author:
Psychologie und Neurowissenschaft scheinen eine generelle Skepsis gegenüber dem freien Willen zu befördern: Sind unsere Entscheidungen nicht letztlich immer durch wissenschaftlich beschreibbare Faktoren festgelegt? In diesem Buch wird dagegen eine starke, libertarische Form von Willensfreiheit verteidigt: In vielen Situationen liegen offene Möglichkeiten vor uns, zwischen denen mit vernünftigen Gründen zu wählen ist. Diese grundsätzlich bestehende Freiheit kann unterminiert werden, etwa durch unbewusste Einflüsse oder sehr starke Antriebe wie Süchte oder Zwänge. Bei Urteilen darüber, ob und inwieweit das in konkreten Situationen der Fall ist, bleiben Spielräume für informierte Entscheidungen, die wiederum frei und verantwortlich getroffen werden müssen – im Alltag, aber auch etwa in Strafprozessen. Solche Urteile können durch wissenschaftliche Befunde gestützt, aber kaum erzwungen werden. Hier wirken die Perspektiven der diskursiven Vernunft und der empirischen Wissenschaften zusammen.
Veränderte Bewusstseinszustände in der deutschen Literatur des 19.–21. Jahrhunderts
Author:
Der Psychiater Arnold M. Ludwig veröffentlichte 1966 den Aufsatz „Altered States of Consciousness“ (Veränderte Bewusstseinszustände, kurz: ASC), der weit über die Grenzen seines Faches hinaus für Aufsehen sorgte. Darin definiert Ludwig anhand einer Kriterienliste Phänomene wie Luzide Träume, Hypnose, Trance, Rausch, außerkörperliche Erfahrung, mystische Schau, Ekstase u. a. als signifikante Abweichungen vom Konzept des Normalbewusstseins, welche die Verfasstheit des Individuums ebenso kreativ wie destruktiv zu dekonstruieren vermögen. Ludwigs Beschreibungen von ASC dienen bis in die Gegenwart als Einflussgröße natur- und kulturwissenschaftlicher Studien. Dieses Buch analysiert literarische Fallbeispiele von ASC mit dem Ziel, deren schöpferisches Potenzial für die Literatur ins Blickfeld zu nehmen.
Editor:
In seiner „Kritik der reinen Vernunft“ unterscheidet Immanuel Kant zwischen rationaler und historischer philosophischer Erkenntnis. Erkenntnis ist historisch, wenn man sich nach fremder Vernunft bildet, und rational, wenn man Erkenntnisse aus eigener Vernunft schöpft. Dazwischen liegt die historisch-rationale philosophische Geschichte der Philosophie. Die Beiträge in diesem Band machen sich alle drei Perspektiven zunutze. Unter den behandelten Themen sind formale Logik, das ‚Transzendentale‘, der Begriff des Begriffs, Begriffsanalyse und Sprachanalyse, Vernunft, Biomimetik, Idealismus, logische Analyse formaler und realer Gegenstände, Asylrecht und Umweltethik. Im Fokus stehen dabei Überlegungen zur Aktualität, Zukunftsrelevanz und zu Weiterentwicklungsmöglichkeiten der Theorien von Kant, Reinhold, Fichte, Schelling und Hegel.
Author:
Poetische Gerechtigkeit ist ein seit der Antike bekanntes und in der Aufklärung zum normativen Prinzip erhobenes Konzept, das in der Gegenwart weitgehend als obsolet abgetan wird und heute meist nur noch in populärliterarischen Werken präsent ist. Interpretationen, welche die poetische Gerechtigkeit verwerfen, operieren jedoch mit einem traditionellen, textorientierten Begriff und behandeln sie als Strukturelement des Plots. Im vorliegenden Buch wird das Konzept im kognitionstheoretischen Rahmen neu interpretiert und nicht mehr als Bestandteil der Handlung, sondern als Interpretation des Lesers verstanden, motiviert von verschiedenen kognitiven Dispositionen, wie z.B. dem ‚Rechtsgefühl‘, dem ‚Glauben an eine gerechte Welt‘ oder der ‚altruistischen Bestrafung‘. Diese Neuinterpretation wird anhand von Arthur Schnitzlers Verräter-Narrativen erprobt, in denen eine für die Zeit um 1900 typische psychologisierende Version von poetischer Gerechtigkeit rekonstruiert wird.
Author:
Dieses Buch untersucht den Wert von Wissen aus zweiter Hand aus epistemischer Sicht. Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Wissen aus zweiter Hand unter sonst gleichen Umständen epistemisch weniger wertvoll ist als Wissen aus erster Hand. Die Analyse der Funktion beider Begriffe zeigt, dass es fundamentale strukturelle Unterschiede zwischen Wissen aus erster Hand und Wissen aus zweiter Hand gibt, die dazu führen, dass Wissen aus zweiter Hand in das Wissensnetz der Besitzerin schlechter integriert wird. Wissen aus zweiter Hand muss von einem epistemischen Standort zum anderen transportiert werden. Hierbei geht die domänenspezifische Evidenz verloren. Die Besitzerin von Wissen aus zweiter Hand ist daher bezüglich der Einbettung ihres Wissens auf die Erstbesitzerin angewiesen. Sie befindet sich in einer epistemischen Abhängigkeit, die den Wert ihres Wissens mindert. Diese Unterscheidung kann vielfältige Phänomene in der Erkenntnistheorie und der Epistemologie testimonialen Wissens erklären.
Eine kommunikationstheoretische Erklärung
Author:
Sprachliche Ausdrücke haben Bedeutungen. Aber was sind diese Sachen, die wir „Bedeutung“ nennen? Warum haben sprachliche Ausdrücke genau die Bedeutungen, die sie haben? Und wie finden wir heraus, welche Bedeutungen sie jeweils haben? Um solche Fragen geht es im vorliegenden Buch. Um sie zu beantworten, muss der Zusammenhang zwischen sprachlichen Ausdrücken und Kommunikation in den Blick genommen werden. Sprachliche Ausdrücke haben Bedeutungen, weil wir damit kommunizieren. Dabei beeinflussen wir unsere Adressaten in einer besonderen Weise und rufen in ihnen bestimmte mentale Zustände hervor. Durch diese mentalen Zustände sind letztlich Bedeutungen unserer Äußerungen zu erklären. Um Bedeutungen zu erkennen, müssen wir aber nicht vorher schon eine Sprache beherrschen. Im Gegenteil: Kommunikation ist grundlegender als Sprache. Wir müssen zuerst kommunizieren, um unsere Muttersprache lernen zu können. Es wird gezeigt, wie Bedeutung durch Kommunikation erklärt werden kann und wie aus Kommunikation Sprache entsteht.