Browse results

You are looking at 1 - 10 of 715 items for :

  • Literature and Cultural Studies x
  • Search level: Titles x
Clear All
Literatur und Repräsentation in der politischen Moderne
Author:
Die demokratische Stimmabgabe – handelt es sich hierbei um eine irrelevante Metapher? Oder sollte man sie beim Wort nehmen, um nach der Beziehung zwischen der Stimmabgabe in Repräsentativdemokratien und den „stummen Stimmen“ der modernen Literatur zu fragen?
Das Buch antwortet hierauf mit einem transdisziplinär erweiterten, post-poststrukturalistischen Repräsentationskonzept, das Erkenntnisse der Sozial-, Rechts- und Geschichtswissenschaften mit aktuellen Literatur- und Kulturtheorien verbindet. Diese Grundlage eröffnet neue, bei den Umbruchsjahrzehnten um 1800 ansetzende Perspektiven auf die Relation zwischen ästhetischer und politischer Repräsentation (Darstellung/ Stellvertretung) und auf zentrale Etappen in der Geschichte der politischen Ästhetik von Kollektivität. Materialien der Verwaltungs-, Bildungs-, Theater-, Popularkultur- und Literaturgeschichte heranziehend, nimmt die Studie chorisch katechisierende Schulkinder, idiosynkratische Theatergänger und lärmempfindliche Kinobetreiber ebenso in den Blick wie literarische Positionen von Friedrich Schiller bis zu Elias Canetti, Anton Kuh, Felix Salten und Franz Kafka.
Rhetorische Grundlagen, poetische Konzepte, philologische Metaphorik, 1700-2000
Author:
Die Konjunktur von Ressourcenfragen in den Philologien gibt Anlass, einen Schritt zurückzutreten und nach der älteren Metapher zu fragen: nach der rhetorischen, poetischen und philologischen »Quelle«.
Etabliert sich die »Quelle« als Terminus im engeren Sinne tatsächlich erst in den verwissenschaftlichten Philologien des 19. Jahrhunderts? Wie stark überlagert der romantische und postromantische Leitdiskurs alternative Quellenverständnisse? Je genauer man hinsieht, desto deutlicher erweist sich die Quellenmetapher als hintergründig, vielschichtig, problematisch. Wo verflacht die Rede von der Quelle in der Metaphernvergessenheit der Hilfswissenschaften? Wo wird das Versprechen der Unerschöpflichkeit zur Zumutung und Bedrohung? An welcher Stelle kommt das Ressourcenverständnis als Gegenszenario ins Spiel?
Poetologie und Politik bei Alfred Döblin und Leonhard Frank
Author:
Die literarische Ohnmacht eröffnet den Körper als Schauplatz politischer, gesellschaftlicher und historischer Kräfte und formuliert so einen Gegenwartskommentar, der Fragen nach dem Recht und seiner Neuordnung diskutiert. Besonders geeignet für die Untersuchung der Ohnmacht als Epochensignatur sind das Frühwerk Alfred Döblins und das Werk Leonhard Franks: Die programmatisch und ästhetisch einander nahen Autoren, die Mitglieder der 'Sektion für Dichtkunst' der Preußischen Akademie der Künste waren, entwickeln poetologische Einsätze der Ohnmacht zur Darstellung gesellschaftlicher Umbrüche: In den Szenen der körperlichen Ohnmacht verdichten sich die Katastrophen und Krisen des 20. Jahrhunderts. Untersucht werden neben historischen Zeugnissen literarische Texte, u. a. Döblins 'Die drei Sprünge des Wang-lun. Chinesischer Roman' (1916), Franks Erzählung 'Die Kriegskrüppel' (1917) und sein Roman 'Die Jünger Jesu' (1949) mit seinen beiden Theateradaptionen.
Seine Entstehung und seine Bearbeitung durch Burkard Waldis und Matthäus Schultes
Author:
Erstmals wird eine umfassende Druckgeschichte von Kaiser Maximilians I. „Theuerdank“ geboten, die sowohl jeden einzelnen Druck als auch die jeweilige Textfassung im Vergleich zur Originalfassung detailliert analysiert. Darüber hinaus konzentriert sich die Studie auf die Genese des „Theuerdank“, indem einerseits nach den Inspirationsquellen gefragt und andererseits die drucktechnische Realisation des Erstdrucks untersucht wird. Maximilian selbst war für die Konzeption des Werkes verantwortlich. Als Geschenk für ausgewählte Persönlichkeiten sollte es nicht nur der Idealisierung und Memoria nach seinem Ableben dienen, sondern auch zur Bindung an seine Person zu Lebzeiten beitragen. Nach dem Erstdruck 1517 auf Papier und Pergament erschienen in der Zeit von 1519 bis 1693 elf weitere Druckausgaben, die sich in der Konzeption, nach ihrem Text und durch ihre Rahmentexte unterscheiden, sodass sich der „Theuerdank“ bis 1693 der Öffentlichkeit stets in einem neuen Gewand präsentierte.
Translated and introduced by Nigel Harris and Sharon van Dijk
The 183 letters which Huldrych Zwingli and Johannes Oecolampadius exchanged between 1522 and 1531 are a major resource for students of the Swiss Reformation. They have, however, been largely neglected because they have hitherto been available only in the original Latin. This volume translates them all into modern English, along with explanatory notes and a substantial introduction. The book as a whole proposes and initiates a significant re-assessment of several aspects of early Reformation history, such as the extent of Oecolampadius’s contribution, the precise nature of his relationship with Zwingli, and the strong connections that existed between the reformers of Zürich, Basel and Strasbourg.
Author:
This book examines the interrelationships between trauma, time, and narrative in the novel “The Journey” (1962) by the scholar, novelist, poet, and Holocaust survivor H. G. Adler. Drawing on Paul Ricœur’s philosophy of time and studies of time in literature, Julia Menzel analyzes how Adler’s novel depicts the experience of time as a dimension of Holocaust victims’ trauma. She explores the aesthetic temporality of “The Journey” and presents a new interpretation of the literary text, which she conceives of as a modern “Zeit-Roman” (time novel).

Die Studie untersucht die Wechselbeziehungen zwischen Trauma, Zeit und Erzählung in dem Roman „Eine Reise“ (1962) des Wissenschaftlers, Schriftstellers, Dichters und Holocaust-Überlebenden H. G. Adler. Unter Bezugnahme auf Paul Ricœurs Zeitphilosophie und die literaturwissenschaftliche Zeitforschung analysiert Julia Menzel, wie Adlers Roman traumatische Zeiterfahrungen der Opfer des Holocaust zur Darstellung bringt. Sie erkundet die ästhetische Eigenzeit von „Eine Reise“ und eröffnet eine neue Lesart des literarischen Texts, den sie als modernen Zeit-Roman begreift.
Author:
Im Mittelpunkt der Studie steht die Rekonstruktion des Schreibverfahrens in Lichtenbergs Sudelbüchern, in denen der Physiker, Philosoph und Literat von 1765 bis zu seinem Tod 1799 Notizen verschiedenster Art zusammentrug. Das „Buch, in das ich alles eintrage“, wird Schauplatz einer Evidenzerzeugung, wie sie zwischen Descartes und Kant Programm war. Im Schreibverfahren Lichtenbergs erreicht die Zeit der Evidenz einen Höhepunkt, sie stößt aber auch an ihre Grenze.
Ältere Arbeiten Campes sind in diesem Buch mit neuen zu einer in sich geschlossenen Studie zusammengefügt. Das methodische Konzept der „Schreibszene“, mit dem Autorschaft und Kreativität in Wissenschaft und Literatur neu zu durchdenken sind, wird an literarischen Aufsätzen und Experimentalberichten erprobt. Im Fokus stehen aber Lichtenbergs Sudelbücher: Hier ist exemplarisch zu beobachten, wie etwas, das wohl nie als Werk geplant war, für uns heute aber Lichtenbergs wichtigstes Werk darstellt, Gestalt annimmt.
Author:
This monograph spotlights women writers’ contributions to the philosophy of German Romanticism. Dorothea Mendelssohn Veit Schlegel, Rahel Levin Varnhagen, Karoline von Günderrode, and Bettina Brentano von Arnim suggested a new vision for an emancipated community of women that develops through philosophical discourse of Progressive Universal Poetry. Their personal, fictionalized, and literary letters reinvent and retheorize the Romantic notions of sociability, symphilosophy, and sympoetry, as theorized by men, and retheorize the concepts of love. They provided a model for shaping intellectual and cultural life in the modern world while challenging rigid dichotomies of classs, gender, and ethnicity.