Browse results

Arbeit am Bild

Christoph Schlingensief und die Tradition

Series:

Edited by Peter Scheinpflug and Thomas Wortmann

Das enfant terrible und die Tradition? Ein Sammelband widmet sich Christoph Schlingensiefs Umgang mit medialen, ästhetischen und genrehistorischen Traditionslinien.
Die ‚Arbeit am Bild‘ erklärte Christoph Schlingensief retrospektiv zu seinem zentralen ästhetischen Prinzip. Und tatsächlich präsentieren sich seine Projekte gleichermaßen als Bildproduktions- wie Bildzerstörungsmaschinerien. Der vorliegende Sammelband unternimmt eine interdisziplinäre Kontextualisierung des Œuvres und befragt Schlingensiefs Werk konsequent auf seine medien-, kultur- und genrehistorischen Bezüge. In den Fokus rückt damit erstmals in einem umfassenden Sinne Schlingensiefs produktives Verhältnis zur Tradition.

Edited by Stefanie Diekmann and Volker Wortmann

Wenn die Apparate aus dem täglichen Umfeld verschwinden, tauchen sie an anderer Stelle wieder auf: als Objekte der Reminiszenz, als Gegenstand der künstlerischen Erforschung und der musealen Inszenierung.
Die neuere Mediengeschichte erscheint als eine Geschichte der Dematerialisierung. Sukzessive Auflösung der verschiedensten Medienapparate im Zuge der Digitalisierung, Ausdünnung der materialen Hardware und Reduktion von Schnittstellen. Wenn aber die Gegenwart der Mediennutzung von einem umfassenden Rück- und Abbau des Apparativen bestimmt wird, so findet dieser Abbau seine Gegenbewegung in einer Konjunktur von Inszenierungen des Apparativen, die ihre Schauplätze abseits des Technikmuseums im Kunstmuseum, im Programmkino und auf der Theaterbühne haben. Vor diesem Hintergrund perspektiviert der Begriff der „Attraktion“ sowohl die Exposition und Mise en scène von Apparaturen als auch eine Zäsur innerhalb der Aufmerksamkeitsökonomie.

Ballons

Medien und Techniken früher Luftfahrten

Hannah Zindel

Ballons beleuchtet die Geschichte der Luftfahrt in einem neuen Blickwinkel. Das Buch widmet sich den Medien und Techniken früher Luftfahrten und zeigt auf, dass Ballons zentrale Schauplätze meteorologischer, fotografischer und ingenieurtechnischer Wissensproduktion im 19. Jahrhundert waren.
Von den ersten Aufstiegen mit Montgolfièren 1783 bis zu den erfolgreichen Fahrten mit lenkbaren Luftschiffen um 1900 wurde mit Ballons die Atmosphäre erkundet, die Erdoberfläche beobachtet und die Flugtechnik verbessert. Hannah Zindel folgt Ballonfahrten innerhalb und außerhalb wissenschaftlicher Institutionen in Frankreich, England und der Schweiz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie vertieft die epistemischen Eigenheiten eines nicht zu steuernden Luftfahrzeugs und zeichnet nach, wie sich Ballons von schiffbrüchigen Abenteuervehikeln zu schwebenden Observatorien wandelten.

Bild und Spiel

Medien der Ungewissheit

Markus Rautzenberg

In einer Welt voller Ungewissheit sind Medien Techniken zu deren Bewältigung. In diesem Buch werden die medialen Konfigurationen Bild und Spiel daher über ihren jeweiligen Umgang mit Ungewissheit in Beziehung gesetzt. Diese Arbeit geht davon aus, dass die Auseinandersetzung mit Ungewissheit mehr denn je den geistigen Problemhorizont der Gegenwart bestimmt und auch zukünftig bestimmen wird. Die Rolle der Medien besteht dabei unter anderem darin, die paradoxe Erfahrung, dass alles kontingent ist, außer der Kontingenz selbst, in einen Umgang mit Ungewissheit zu transformieren, in dem letztere zwar nicht getilgt, aber eben „umgänglich“ gemacht wird. Hier liegt der Einsatzpunkt des Buches: Formen des Wissensgenerierung, die sich des Spiels bedienen, um mit Kontingenz umzugehen.

Breaking Down BREAKING BAD

Dramaturgie und Ästhetik einer Fernsehserie

Series:

Christine Lang and Christoph Dreher

Mit BREAKING BAD ist dem Creator und Showrunner Vince Gilligan eine bahnbrechende Innovation gelungen: mit der haarsträubenden Story von einem unscheinbaren Chemielehrer, der von der Not getrieben zum Drogenkoch und zur lebenden Gangsterlegende mutiert, werden die Möglichkeiten der Langform-Erzählung zur Schilderung einer extremen Entwicklung einer Figur maximal genutzt.
Das Buch befasst sich in unterschiedlichen Essays mit den dramaturgischen und erzählerischen Eigenschaften der Fernsehserie, die neue Maßstäbe auf dem Gebiet des Scriptwriting aufstellt. Implizite Dramaturgie, popkulturelle Referenzialität, extreme Figurenentwicklung und metaphorisches Erzählen – Stichworte und Themen, die in diesen Analysen eine zentrale Rolle spielen. Der Bericht von einem Besuch am Set von BREAKING BAD in Albuquerque gibt Einblicke in Arbeitsweisen und Haltungen des Creators und seines Teams.

Edited by Adam L. Brackin and Natacha Guyot

The Digital Wunderkammer

10 Chapters on the Iconic Turn

Edited by Hubert Burda

The digitisation of images has yielded another push. Via television and the Internet, images today can be received simultaneously throughout the world. The Internet represents the first individualized medium, in that every person has the option to load their own images.
The mechanical generation of images, in this sense technical images that come about in the computer in line with constantly updated algorithms, has fundamentally changed the importance of the image.
But what, actually, are images? What function do they have in their respective contexts? Which images still fulfill the traditional concept of an image, as shaped by art history, and how does that concept need to change in order that the phenomenon of the »Iconic Turn« can be analysed at all? What significance does this abundance of new images have for our perception?

Easier than Painting

Die Filme von Andy Warhol

Series:

Edited by Henning Engelke and Marc Siegel

Easier Than Painting nimmt das filmische Werk von Andy Warhol erstmals in seiner gesamten Breite in den Blick. Das Buch versammelt namhafte Autoren aus Filmwissenschaft, Kunstgeschichte und Kulturwissenschaft, die sich aus einer Reihe ergänzender Perspektiven dem Werk nähern.
Warhols lange verborgen gebliebene Filme sind möglicherweise der wichtigste Teil seines Werkes, denn seine ästhetische Konzeption scheint generell auf den Film ausgerichtet: Zwischen 1963 und 1968 konzentrierte er sich vornehmlich auf dieses Medium. Es entstanden etwa 600 Filme.
Ihr Spektrum reicht von den Screen Tests berühmter Kunst- und Kulturpersönlichkeiten über die frühen minimalistischen Filme und experimentellen Narrative bis zu den kommerziell ausgerichteten Filmen der späten 1960er Jahre. Der Band zielt auf eine umfassende Neubewertung von Warhols Filmen.

Das filmische Universum

Schriften zur Ästhetik des Kinos

Series:

Etienne Souriau

Edited by Guido Kirsten

Mit Das filmische Universum liegen erstmals sämtliche filmästhetische Schriften Étienne Souriaus auf Deutsch vor. Der Band erweist Souriau als historischen Kinogänger und systematischen, hoch aktuellen Denker des Films.
Als Erfinder so zentraler Begriffe wie dem der Diegese und dem des Profilmischen, gehört Souriau zu den einflussreichsten Filmtheoretikern seiner Zeit. Mit den Übersetzungen werden die gesammelten Vorträge, Artikel, Buchkapitel und Lexikoneinträge, die er dem Film gewidmet hat, einer deutschsprachigen Leserschaft zugänglich. Darin geht es unter anderem um das Konzept des filmischen Universums, einen systematischen Vergleich des Films mit anderen Künsten und den Stellenwert der Tiere im Film. Ergänzt werden Souriaus Schriften um ein Vorwort des Übersetzers und Herausgebers Guido Kirsten sowie eine Würdigung Souriaus als Filmtheoretiker durch Christian Metz.