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Rationis Imago

Descartes' Dichten, Träumen, Denken

Jakob Moser

Zum Abschluss seines Studiums entwirft Descartes ein Thesenblatt. Darin dichtet er eine Allegorie seines Bildungsweges, die unser Bild vom Begründer des modernen Rationalismus irritiert.
Für den klassischen Descartes gilt allein das rationale Denken als unbezweifelbare Quelle aller Wissenschaft. Dahingegen schöpfte er in seinem frühsten Text, der Widmung seines Thesenblatts von 1616, aus den Quellen der Musen, der antiken Poesie und Mythologie. Wenige Jahre später erblickte er in seinen Träumen eine Anthologie römischer Dichter und deutet sie als Verheißung seiner künftigen Philosophie. Die intuitive Einbildungskraft der Dichter überflügelt das deduktive Denken der Philosophen. Ausgehend vom Thesenblatt zeichnet Moser ein ungewöhnliches Portrait des jungen Descartes, um es schlaglichtartig mit seinen späteren Werken zu kontrastieren. Die nackte Vernunft erscheint dabei immer wieder neu im Kleid der Imagination.

Die Erschaffung des heidnischen Götterhimmels durch Boccaccio

Die Quellen der Genealogia Deorum Gentilium in Neapel

Serie:

Peter Schwertsik, Peter Schwertsik and Peter Roland Schwertsik

Anlässlich des 700. Geburtstags von Giovanni Boccaccio beschäftigt sich Peter Roland Schwertsik mit dessen Abstammungssagen der antiken Götter. Dabei entdeckt er, dass Boccaccios rätselhafte Hauptquelle Theodontius auch die Basis eines Manuskripts seines Freunds Zanobi da Strada bildet.
In seiner Studie zu Boccaccios Genealogia Deorum Gentilium untersucht Schwertsik die zeitgenössischen Quellen dieses Hauptwerks des italienischen Nationaldichters. Darunter befindet sich auch der mysteriöse Theodontius, dessen historische Existenz sehr umstritten ist. Schwertsik identifiziert eine Handschrift als in enger Verbindung mit Theodontius stehend, ediert sie in ihren wesentlichen Teilen und verortet sie in der Überlieferungsgeschichte.

Rousseau-Brevier

Schlüsseltexte und Erläuterungen

Karlfriedrich Herb and Bernhard H. F. Taureck

2012 jährt sich Jean-Jacques Rousseaus Geburtstag bereits zum 300. Mal – dennoch sind seine Gedanken heute aktuell wie nie. So zieht uns sein vielschichtiges Œuvre in seinen Bann. Rousseau ist ein rätselhafter Denker, den es noch zu entdecken gilt.
Fast scheint es, als habe Rousseau mit seinem Leben und Werk die Geschichte des modernen Menschen geschrieben. Viele unserer Gewissheiten und Zweifel tragen seine Handschrift.
Dass alle Gewalt vom Volk ausgeht, hat Rousseau in die Verfassung der modernen Demokratie eingeschrieben. Keiner hat wie er die Freiheit des Individuums zur Grundlage aller Aufklärung gemacht. Sein Lob der Natur hat der Ökologie die Stichworte geliefert und unseren Glauben an den Fortschritt bis ins Mark erschüttert. Anders als ihm nachgesagt wurde, proklamierte Rousseau allerdings keine Rückkehr zum Naturzustand. Die Revolution hat er vorausgesagt und möglicherweise mit entfacht, doch ohne an ihre Verheißungen zu glauben.
In seiner Skepsis und Nüchternheit ist er uns heute näher als in seinen Hoffnungen auf Demokratie und auf den Einklang des Menschen mit der Natur.
Das Rousseau-Brevier lässt den faszinierenden Denker in neuer deutscher Übersetzung selbst zu Wort kommen und bietet zudem ungewohnte Zugänge zu den wichtigsten Fragen und Antworten seines Werkes, den Grundthemen seines Denkens und seiner Persönlichkeit. Denn so aktuell die rousseauschen Ideen sind, so wenig sind seine Texte bekannt. Erläutert werden Rousseaus Zivilisationskritik, die politische Philosophie, seine pädagogische Anthropologie und seine Autobiographie – für alle, die Rousseau entdecken oder sich ein neues Bild von ihm machen möchten.
Dabei zeigt sich der seltsame Zauber seiner Wirkungsgeschichte sowie die überraschende und andauernde Aktualität seiner Vorschläge.
Rousseaus Fragen sind zu seinem 300. Geburtstag immer noch unsere eigenen.

Serie:

Ediert von Andreas Keller, Elke Lösel, Ulrike Wels and Volkhard Wels

Gegenstand des Bandes ist das in der Forschung lange Zeit wenig beachtete, aber wichtige und extrem weite Feld der Kasualdichtung der Frühen Neuzeit. Die Kasualdichtung umfaßt als 'Gelegenheits'- oder anlaßgebundene Dichtung kleine Formen wie etwa Glückwunschgedichte, Trauergedichte, Reisegedichte oder Grabinschriften, aber auch 'große' Formen wie höfische Festspiele oder Ballette. Verhandelt werden in dem Band Fragen der Theorie, Poetik und Normierung von Kasualdichtung, sowohl aus historischer als auch moderner wissenschaftlicher Perspektive, genauso wie Überlegungen zur Gattungsspezifik (Lyrik, Drama, Schäferdichtung), zu sozialgeschichtlichen Aspekten (bürgerlicher Raum, Hof, Schule, Universität) und zu spezifisch regionalen Erscheinungsformen (Schlesien, Preußen, Bayern, Schweiz). Detaillierte Studien gelten etwa der Kasualdichtung von Wilhelm Ludwig Gleim, Anna Louisa Karsch, Andreas Tscherning, Andreas Gryphius, Johann Christian Günther, Johann Gottfried Schnabel, Heinrich Mühlpfort, Christian Gryphius, Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau, Johann von Besser, Gottlieb Wilhelm Rabener und Siegmund von Birken. Die Beiträge umfassen damit den Zeitraum von ca. 1500 bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Band, der sich vor allem an Germanisten, Historiker und Kunsthistoriker, die im Bereich der Frühen Neuzeit forschen, richtet, bildet den Stand der Forschung ab und stellt ein Kompendium neuerer Ansätze und Perspektiven dar.

Die dreifache Vollendung des Deutschen Idealismus

Schelling, Hegel und Fichtes ungeschriebene Lehre

Serie:

Wolfgang Janke

Die vorgelegte Summe des Hochidealismus ersetzt – der neuen Forschungs- und Quellenlage entsprechend – die alte Konstruktion vom Dreischritt, der von Fichtes Jenaer Wissenschaftslehre ausgeht, in die Naturphilosophie Schellings übergeht und in Hegels System vollendet aufgeht, durch die Gegenthese: Der Deutsche Idealismus ist die Begründung der Vernunftwissenschaft im Widerstreit von drei Vollendungsansprüchen, erhoben im Identitätssystem und der positiven Philosophie Schellings, in Hegels Onto-Theo-Logik und der ungeschriebenen Lehre Fichtes, d. i. den mündlichen Vortragszyklen nach 1800. Die eingehende Ausarbeitung dieses dreiseitigen Widerstreites hebt einen Vorrang heraus. Fichtes ungeschriebene Lehre ist die einzige der drei Vollendungsgestalten, die im Begreifen des Wahrheits- und Systemgrundes, des Absoluten, transzendentale Besinnung in absoluter Reflexion bewahrt und daher auch vorzüglich in der Lage ist, unser Zeitalter der Nichtbesinnung herauszufordern.

Sol et homo

Mensch und Natur in der Renaissance. Festschrift zum 70. Geburtstag für Eckhard Keßler

Serie:

Ediert von Thomas Ricklin, Helga Pirner-Pareschi and Sabrina Ebbersmeyer