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Deutsch-afrikanische Diskurse in Geschichte und Gegenwart

Literatur- und kulturwissenschaftliche Perspektiven

Series:

Edited by Michael Hofmann and Rita Morrien

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt Deutschland, seinen ‘Platz an der Sonne’ zu erobern. Während die deutsche Kolonialgeschichte in Afrika jedoch ein vergleichsweise kurzes Intermezzo bleibt, das nach dem Ersten Weltkrieg mit den Versailler Verträgen seinen unrühmlichen politischen Abschluss findet, floriert der Afrika-Diskurs auf literarischer und kultureller Ebene bis in die Gegenwart hinein und läuft anderen Projektionsräumen des Fremden/Exotischen – gerade in der jüngsten Vergangenheit – den Rang ab. Wie haben sich deutsche Diskurse über Afrika und Afrikaner vom späten 19. bis in das 21. Jahrhundert entwickelt? Und was wird aus den tradierten Projektionen und negativen wie positiven Stereotypisierungen im Zeitalter der Globalisierung, des Multikulturalismus und weltweiter Migrationsbewegungen?
Die vorliegende Aufsatzsammlung liefert ein in diesem Facettenreichtum bisher nicht gegebenes Spektrum: Afrikanische und deutsche Wissenschaftler befragen nicht nur Literatur (darunter auch afrikanische und afrodeutsche Texte) im engeren Sinne, sondern werten auch historische Bild- und Textdokumente zur Situation von schwarzen Kriegsgefangenen während des Ersten Weltkrieges aus, beschäftigen sich mit der Darstellung des ‘Katastrophenkontinents’ in der Gegenwartskunst und in den populären Medien (journalistische Berichterstattung, Dokumentarisches, Spielfilm) und rekonstruieren die Geschichte afrikanischer Germanisten in Deutschland.

Innovation durch Wissenstransfer in der Frühen Neuzeit

Kultur- und geistesgeschichtliche Studien zu Austauschprozessen in Mitteleuropa

Series:

Edited by Johann Anselm Steiger, Sandra Richter and Marc Föcking

Es ist üblich geworden, die Jahrhunderte von etwa 1300 bis 1800 als Beginn der Moderne zu preisen - als Beginn, der durch Begriffe wie 'Innovation' und 'Fortschritt' gekennzeichnet wird. Dieses Buch prüft diese Einschätzung, indem es einen doppelten Zugang vorschlägt: Es verbindet historiographische Fallstudien mit systematischen Debatten über die Frühe Neuzeit. Im Blick auf die Frage der Innovation präsentiert es einige der konfliktreichsten Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen des Wissenstransfers: Theologie (Martin Luther), Astronomie (Die Rezeption des Aristoteles, Tycho Brahe), Buchhandel (Griechenland und Europa) und Literatur (Christian Weise). Im Ergebnis plädiert das Buch für einen vorsichtigen Gebrauch des Begriffs der Innovation - bis in das späte 18. Jahrhundert meinte Erneuerung häufig in erster Linie 'Renovatio'. Um ein Wort Hans Blumenbergs aufzugreifen: Die Legimität der Frühen Neuzeit findet sich weder in ihrer mittelalterlichen Vorgeschichte noch in der Moderne, sondern nur in der Epoche selbst.

Justitiabilität und Rechtmäßigkeit

Verrechtlichungsprozesse von Literatur und Film in der Moderne

Series:

Edited by Claude D. Conter

Das Recht ist eine wesentliche Entstehungsbedingung moderner Literatur. Unter diesem Gesichtspunkt ist Literatur als justitiabel, als Gegenstand der Gerichte und des Rechts zu begreifen. Die Literaturgeschichte ist demnach auch entlang von Verrechtlichungsprozessen zu beschreiben: Die Zensur, das Urheberrecht und das Persönlichkeitsrecht sind dabei nur drei Beispiele aus einer Vielzahl rechtlicher Bestimmungen, die prägenden und nachhaltigen Einfluss auf die Entstehung und Wirkung von Literatur haben.
Im vorliegenden Sammelband gehen Literatur- und Filmwissenschaftler ebenso wie Juristen diesem komplexen Verhältnis nach: In 15 Fallanalysen zur deutschsprachigen Literatur von der Aufklärung bis zur Gegenwart sowie zum Film und zum Comic stellen sie besonders markante und aufschlussreiche Beispiele für das wechselseitige Bedingungsverhältnis von Literatur und Recht dar. Dabei wird vielfältig erkennbar, dass und wie Literatur in das juristische Gebiet hineinwirkt und dass der juristische Rahmen unabdingbar zum Verständnis literarischer Texte und literatursoziologischer Prozesse ist.

Series:

Gerald Bär

Zum ersten Mal erörtert ein Buch das enigmatische Motiv des Doppelgängers, welches hier nicht nur in der deutschen Literatur untersucht wird, getrennt in Drama, Dichtung und Epik und unternimmt in einem breit angelegten Versuch den Brückenschlag zum (Stumm)film. Was in der bisher vorliegenden Sekundärliteratur nur angedeutet wurde, thematisiert dieses interdisziplinäre Werk, das auch auf Spaltungsphantasien in Malerei und Fotografie eingeht. Im Mittelpunkt stehen Facettenreichtum, Vieldeutigkeit und Langlebigkeit des fantastischen Doppelgänger-Motivs, welches sogar im literarischen Realismus oder durch die Erkenntnisse der Psychoanalyse kaum an Attraktivität verliert und sich im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit psychischer Phänomene auf der Leinwand eindrucksvoll zurückmeldet. Für Literatur- und Filmwissenschaftler ist diese Thematik genauso interessant, wie für philosophisch und psychoanalytisch geschulte Leser.

Ernst Thälmann

Mensch und Mythos

Series:

Edited by Peter Monteath

Diese Sammlung bietet eine breit angelegte Neubewertung des Lebens und der historischen Rolle von Ernst Thälmann, dem Vorsitzenden der Deutschen Kommunistischen Partei in der Zeit 1925 bis zu seiner Verhaftung von den Nazis 1933. Eine bedeutende Figur zu Lebzeiten - Thälmann war KPD-Führer während einer schicksalsschweren Zeit in der deutschen Geschichte - Thälmanns politische Rolle war keinesfalls auf die Zeit vor seinem Mord im Jahr 1944 begrenzt. In der DDR wurde er zum unangreifbaren Märtyrer im antifaschistischen Kampf erhoben.
Die Beiträge in der ersten Hälfte des Bandes unternehmen anhand erst neulich zugänglicher Materialien aus den Archiven eine kritische Auseinandersetzung mit der historischen Figur Thälmann, von seiner Jugend bis hin zu seiner Haftzeit. In der zweiten Hälfte richtet sich das Augenmerk auf die politisch motivierte Bildung und Instrumentalisierung des Thälmann-Mythos in der offiziellen Geschichtsschreibung, im Film, in Denkmälern und in der Kunst der DDR.
Der Band wird allen Wissenschaftlern, die auf den Gebieten moderne deutsche Geschichte und Geschichte der DDR arbeiten, von Interesse sein.
This collection offers a wide-ranging re-evaluation of the life and the influence of Ernst Thälmann, the leader of the German Communist Party from 1925 through to his arrest and imprisonment by the Nazis in 1933. Significant in the context of his own life-time - Thälmann was KPD leader through a fateful period of German history - Thälmann’s political influence was by no means confined to the period before his murder in 1944. In the GDR he was promoted to the status of unassailable martyr to the antifascist cause.
The contributions in the first half of the volume re-examine critically and on the basis of newly accessible archival material the historical figure of Thälmann, from his early years through to the period of his incarceration. The second half of the collection then turns to the GDR's politically motivated creation and manipulation of the Thälmann myth, as it found representation in official history, in film and in art.
The volume will be of interest to scholars working in the area of modern German or East German history.

Grenzgänge: Literatur und Kultur im Kontext

Beiträge für Hans Pörnbacher zum 60. Geburtstag und zum Abschied von der Universität Nijmegen

Series:

Edited by Guillaume van Gemert and Hans Ester