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Winfried Böhm and Sabine Seichter

Das unentbehrliche Nachschlagewerk Wörterbuch der Pädagogik liegt nun völlig neu überarbeitet vor. Erstmals seit über zehn Jahren wurde es auf den aktuellen Stand erziehungswissenschaftlicher Forschung gebracht.
Es bietet Studierenden, Erziehungswissenschaftlern und allen pädagogisch Interessierten mit über 2.500 Einträgen zu Fachbegriffen, Theorien, Methoden, Erziehungs- und Bildungsinstitutionen, Geschichte, Personen, Forschungspositionen, Bundesländern und Staaten, Schulfächern und Didaktiken kompaktes Wissen und zuverlässige Hilfe in Studium und Beruf. Ausgewählte und vollständig erneuerte Literaturhinweise liefern eine kompetente Orientierung, unterstützen bei der Erschließung neuer Themenfelder sowie bei der Ausarbeitung von Referaten und Hausarbeiten.

Alle Bände auch als digitale Ausgabe erhältlich

Christiane Thompson and Sabrina Schenk

Ediert von Christiane Thompson and Sabrina Schenk

Die Frage, was die Wirklichkeit zu einer pädagogischen macht, war für die moderne Pädagogik von Anfang an ein Problem, was sich beispielhaft an der irritierenden Fremdheit des Kindes bei Rousseau zeigt. Eine pädagogische Reflexion, die sich – mit Kant gesprochen – zwischen Zwang und Freiheit in der Erziehung bewegt, steht nicht auf einem Grund selbstgewisser Erkenntnis und Praxis. Sie vollzieht sich in Zwischenwelten.
Sollte es indes zutreffen, dass sich in der fortgeschrittenen Moderne die Erfahrungen der Ungewissheit und Grundlosigkeit vertiefen, so könnte ein Modus des pädagogischen Denkens im »Zwischen« leitend sein bei der Erschließung und Analyse der pädagogischen Wirklichkeiten, in denen wir leben. In diesem Sinn erproben die Beiträge des Bandes ein doing theory als Navigieren in pädagogischen Möglichkeitsräumen – unter den Maßgaben der Problematisierung und Irritation pädagogischer Selbstverständlichkeiten.

Theorie der Bildung

Eine humanwissenschaftliche Grundlegung

Erhard Wiersing

Dieses Buch von der Menschenbildung ist Theorie, will auch nur Theorie sein und thematisiert Praxis nur insoweit, als sie Gegenstand der Theorie ist und damit ihrer Aufklärung dient. Es ist der im heutigen Wissenschaftsraum erstmals unternommene Versuch, das Phänomen Menschenbildung nicht allein erziehungswissenschaftlich, sondern umfassend humanwissenschaftlich zu begründen.
Neben der Grundwissenschaft der Pädagogik werden deshalb die Beiträge auch aller jener Wissenschaften konstitutiv in diese Grundlegung einbezogen, die Bildung zumindest in bestimmten Aspekten zu ihrem Gegenstand haben. Hierzu zählen vor allem die Beiträge der Epistemologie, der Bewußtseins- und Kulturphilosophie, der allgemeinen und der bereichsspezifischen Anthropologie(n), der Linguistik einschließlich der Kommunikationstheorien, der Ur- und Frühgeschichte, der Ethnologie, der Zivilisationstheorie, der Soziologie, der Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie, der Evolutionsbiologie, der Humanethologie und der Neurowissenschaften.
Unter Bildung wird dabei jener alles umfassende Wirkungs- und Handlungszusammenhang verstanden, in dem das menschliche Individuum vom Anbeginn seines Lebens bis zu seinem Tode geformt wird und sich selbst formt. Der Gegenstand dieses Buches ist deshalb zunächst alles das, was sich hauptsächlich der Naturgeschichte des Menschen unter Einschluß seiner Kulturalität verdankt, also Entwicklung, Personalisation, Spracherwerb, Sozialisation und (En-)Kulturation, und dann das, was der Mensch unter historisch-kulturellen und -gesellschaftlichen Bedingungen im lebensweltlichen Umgang und durch bewußt intendierte und verantwortete Erziehung, Unterweisung und Selbstbildung lernend erwirbt und gebraucht. Konzeptionell ist dabei das so vielgestaltige Bildungsphänomen einer personalistischen Theorie verpflichtet. Trotz der Vielzahl seiner Aspekte hat so dieses Buch von der Menschenbildung einen fest umrissenen Gegenstand, ist Bildung das eine und ganze Thema von deren Theorie und beansprucht damit ihr Autor, ein Grunddokument zu einer neuen Wissenschaft von der Bildung vorgelegt zu haben.

Klaus Mollenhauer

Vordenker der 68er – Begründer der emanzipatorischen Pädagogik. Eine Biografie

Alex Aßmann

Klaus Mollenhauer war nicht nur einer der bedeutendsten Erziehungswissenschaftler der Nachkriegszeit, sondern auch ein wichtiger Impulsgeber der deutschen Studentenbewegung.
Er gilt als Begründer der emanzipatorischen Pädagogik – einer gesellschaftskritischen Orientierung pädagogischer Theorie –, die landläufig in engem Zusammenhang mit der antiautoritären Erziehung der 68er gesehen wird. Mollenhauer, der ähnlich wie z.B. Jürgen Habermas nicht der 68er-Generation angehörte, sondern zur Generation der Flakhelfer, stammte aus einem reformpädagogischen Elternhaus und geriet über die Heimkampagne der späten 60er-Jahre in die Vorgeschichte der RAF-Gründung hinein. Seine Biografie ist die eines Mannes, der als Junge für das Hitlerregime in den Krieg musste, der als Universitätsprofessor Impulse für die bundesdeutschen Liberalisierungsprozesse der 60er- und 70er-Jahre setzte und der als renommierter Theoretiker der Ästhetik starb.

Helmuth Peukert

Ediert von Ottmar John and Norbert Mette

Angesichts krisenhafter Entwicklungen im globalen Ausmaß nimmt Helmut Peukert eine Neubestimmung des Bildungsbegriffs vor, die sich von der Sorge um eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen leiten lässt.
Jede nachwachsende Generation steht vor der Frage, ob die bestehende Lebensform für sie zukunftsfähig ist. Diese Frage hat sich aufgrund der Auflösung bisheriger Deutungs- und Orientierungsmuster infolge der sich ständig beschleunigenden Modernisierung zugespitzt. Daher bedarf es dringlich der intergenerationellen Suche nach neuen Weisen des Zusammenlebens und eines nachhaltigen Umgangs mit der Mitwelt. Nicht zuletzt Erziehung und Bildung stehen vor der Herausforderung, zu einem dafür notwendigen Bewusstseinswandel beizutragen. Als grundlegende Leitorientierung dafür kristallisiert sich eine »Ethik intersubjektiver Kreativität im Horizont universaler Solidarität« heraus.

Nachlese

Biographisches - Erwachsenenbildung und Volkshochschule - Pädagogische Positionen und Impulse - Würdigungen - Nachkriegszeit - Philosophische Reflexionen und Kulturphilosophie

Serie:

Wilhelm Flitner

Diese »Nachlese« beschließt als 12. Band die »Gesammelten Schriften« und dokumentiert in über 100 Beiträgen die erstaunliche Breite des Denkens und Wirkens dieses Pädagogen und Kulturphilosophen über acht Jahrzehnte.
Die Spannweite des Denkens und Wirkens Wilhelm Flitners reicht von den Anfängen der Erwachsenenbildung nach dem Ersten Weltkrieg bis zur Funk- und Fernuniversität nach 1945; sie umfasst Würdigungen bedeutender Zeitgenossen und kulturphilosophische Studien, darunter Beiträge zu einer unveröffentlicht gebliebenen Festschrift für Karl Jaspers aus dem Jahre 1943. Umfangreiche Erläuterungen und ergänzende Materialien sowie eine Gesamtbibliographie von Flitners Veröffentlichungen machen diesen Band zu einem wertvollen Arbeitsinstrument auch zur Erschließung des Gesamtwerks dieses Klassikers der Pädagogik des 20. Jahrhunderts.

Humane Ökologie

Gesellschaftliche Fragmentierungen - Pädagogische Suchbewegungen

Ediert von Michael Obermaier

Humanökologisch orientierte Pädagogik sieht Menschen als Akteure in vielfältigsten Lebenskontexten unserer spätmodernen Gesellschaft. Sich hier zurecht zu finden, verantwortlich mitzugestalten und selbst zu entfalten - das markiert die Persönlichkeitsbildung ein Leben lang.
Basierend auf den pädagogischen Grundkategorien Erziehung, Bildung, Lernen thematisiert die vorliegende Festschrift heterogene, bisweilen auch auseinander driftende Anspruchsfelder wie Familie, Elementarpädagogik, Schule, Erwachsenenbildung, interkulturelle, ökologische, politisch-ethische Bildung und die neue Kulturtechnik des Digitalen. Erst im behutsamen Ausbalancieren dieser Diversität auf sinnhaftes Gelingen hin vermag dann der Einzelne seine humane Gestalt zu gewinnen.

Gedächtnis. Kulturgedächtnis. Gedächtsniskultur

Aufzeichnungen in schulpädagogischer Absicht

Jörg Ruhloff and Fritz Bärmann

Ediert von Jörg Ruhloff

Das Gedächtnis ist keine psychische Eigenschaft unter anderen, sie ist das Wesen des Psychischen selbst – so Derrida. Ohne Gedächtnis gibt es keine Kultur – ohne Kultur kein Gedächtnis!

Gedächtnis ist in gewisser Hinsicht alles, was wir als individuelle psychische und als kulturelle Wesen sind. Von dieser Voraussetzung geleitet wendet sich das Buch dem Rätsel des Gedächtnisses zu. In narrativem Stil verbindet es die Erfahrungen eines Lehrers und Theoretikers der Schulpädagogik mit weit ausgreifenden Studien zur Theorie des Gedächtnisses in der Vergangenheit und zur Gedächtnisforschung der Gegenwart. Ausführlich werden die Gedächtnisvorstellungen von Klassikern der Moderne nachvollzogen. Ein schulpädagogischer Fragehorizont hält die Erträge dieser Studien zwanglos zusammen, insofern Schule und Unterricht zentrale Orte von Gedächtniskultur und damit zugleich die wichtigsten Institutionen des Kulturgedächtnisses sind.

Ediert von Sabine Seichter, Birgitta Fuchs and Winfried Böhm

Handbuch der Erziehungswissenschaft

Band II: Teilband 1: Schule. Teilband 2: Erwachsenenbildung/Weiterbildung

Serie:

Christiane Hof, Volker Ladenthin, Thomas Fuhr, Wilfried Plöger, Wilhelm Wittenbruch, Stephanie Hellekamps, Arnim Kaiser and Philipp Gonon

Ediert von Christiane Hof, Thomas Fuhr, Wilhelm Wittenbruch, Stephanie Hellekamps, Wilfried Plöger and Phillip Gonon

Das Handbuch der Erziehungswissenschaft will im Rahmen disziplinbezogener Bände Übersichten über Einzelbereiche verschaffen, wobei die übergreifenden Zusammenhänge sichtbar bleiben. Es will die relevanten erziehungswissenschaftlichen Problemstellungen, Standpunkte und Tendenzen in integrativer Sicht auf Lösungsansätze und zukunftweisende Perspektiven hin befragen. Die einzelnen Artikel werden in leicht verständlicher Sprache verfasst und sind als Erstinformation für Studierende und interessierte Laien gedacht.
Dem Handbuch liegen folgende Leitgesichtspunkte zugrunde: Gegenstand sind Erziehungs- und Bildungsprozesse von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Kontext unserer modernen Welt mit ihren erhöhten Anforderungen an Lernprozesse – ein Leben lang. Entsprechend versteht sich Erziehungswissenschaft als praxisbezogene Disziplin, in der es stets auch um die Frage nach dem »guten«, lebenswerten Leben geht. Sie weiß sich verankert in Philosophie und historisch- systematischem Denken und abgestützt durch das reichhaltige Potential der Human- und Sozialwissenschaften.
Gegenüber einer in der Pädagogik häufig anzutreffenden ideologischen Verfestigung soll der Modellcharakter und die Perspektivität einer jeden Theorie aufgewiesen werden. Im Einzelnen bedeutet dies: Offenheit für Pluralität und diverstheoretische Positionen.