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Zwischen Schein und Sein

Die Magieproblematik aus der Perspektive früher Hochkulturen

Hubert Roeder and Frank Roegke

Edited by Hubert Roeder and Frank Röpke

Inwieweit ist »Magie« eine tragfähige Kategorie für Altertumswissenschaften? Kann die Ägyptologie ohne einen solchen Begriff auskommen? Was vermag eine solche Kategorie für die Erforschung neuzeitlich-moderner Texte zu leisten?
Vorbelastet durch die ethisch-religiösen Ideale der antiken Traditionen ist »Magie« eine ebenso populäre wie diffuse Kategorie. Obwohl die jüngere Forschung betont, dass es sich bei »Magie« nur bedingt um eine eigenständige operative Kategorie handelt und die Rede davon oftmals nur ein Zugeständnis an den konventionellen Sprachgebrauch ist, wird »Magie« in der Ägyptologie und anderen Altertumswissenschaften weiterhin inflationär und undifferenziert bemüht. Ziel des vorliegenden Tagungsbandes ist eine kritische interdisziplinäre Diskussion insbesondere des traditionellen ägyptologischen Magiebegriffes.

Imitationen

Systematische Zugänge zu einem kulturellen Prinzip des Mittelalters

Series:

Edited by Michael Grünbart, Gerald Schwedler and Jörg Sonntag

Imitation und Mimesis sind epochenübergreifende Kulturphänomene. Doch wie erkennt, analysiert oder bewertet man das Imitieren im Mittelalter? Der Band präsentiert unterschiedliche fachdisziplinäre Methoden und Ansätze und erläutert diese an einschlägigen Beispielen.
Imitieren kann für das Mittelalter als bislang unterschätzte, höchst komplexe Kulturtechnik angesehen werden, deren Potential nicht nur darin lag, Traditionen zu konservieren, sondern durchaus Innovationen hervorzubringen.

Monumenta Illustrata

Raumwissen und antiquarische Gelehrsamkeit

Series:

Edited by Dietrich Boschung and Alfred Schäfer

Bereits zur Zeit der europäischen Renaissance, lange vor der Ausrufung eines spatial turn in den Kulturwissenschaften, wurde das wechselseitige Verhältnis von Raum und Wissen als Analysekategorie eingeführt. Der Band demonstriert das mit Untersuchungen zu den archäologischen Landeskunden des 15. bis 17. Jahrhundert.
In der geographisch-historischen Betrachtung erschlossen sich im 15. Jahrhundert Raumkonzepte, die wiederum auf das eigene Selbstverständnis zurückwirkten. Der vorliegende Band geht in Fallstudien zu landeskundlichen Forschungen der frühen Neuzeit der Geschichte des Raumwissens nach. Dabei kommt Flavio Biondos Italia Illustrata (erschienen 1474) ein besonderes Interesse zu, da das Werk in vielen Bereichen Europas ähnliche Untersuchungen angeregt hat, etwa in Spanien, Skandinavien, der Schweiz und im Rheingebiet.

Das Erzählen in frühen Hochkulturen

II. Eine Archäologie der narrativen Sinnbildung

Series:

Edited by Hubert Roeder

Ein Meer und seine Heiligen

Hagiographie im mittelalterlichen Mediterraneum

Edited by Nikolas Jaspert, Christian A. Neumann and Marco di Branco

Stürme, Piraten, Orientierungslosigkeit, fremde Küsten – solche Motive begegnen uns in Erfahrungsberichten und literarischen Darstellungen von Schiffsreisen in verschiedenen kulturell-religiösen Kontexten des Mittelmeerraumes. Der Band enthält Beiträge zu komplexen Beziehungen zwischen Religion, Frömmigkeit und Meer aus der Sicht u.a. von Kunstgeschichte, Archäologie oder Byzantinistik.
Relevanz kam Kräften zu, die Rettung und Schutz vor den Gefahren des Meeres versprachen. Für viele mediterrane Beziehungen spielten Heiligenverehrung in Texten, Bildern und anderen Medien eine bedeutende Rolle. Schutzheilige wurden durch ihre Geschichten oder Martyrien mit maritimen Wagnissen und dem Meer im Allgemeinen in Verbindung gebracht und um Hilfe angerufen. In unterschiedlichen Milieus, unter Kauf- und Seeleuten oder Küstenbewohnern, erfuhren diese Heiligen besondere Verehrung.

Mona Kirsch and Theresa Jäckh M.A.

Edited by Theresa Jäckh and Mona Kirsch

Aufgrund ihrer Lage im Herzen des Mittelmeers bildete die Insel Sizilien im Mittelalter einen zentralen Begegnungsraum verschiedener Kulturen. Insbesondere die Städte mit ihren Häfen waren Anlaufpunkte für Reisende und Händler.
Im Laufe des Mittelalters eroberten Byzantiner, Araber, die Normannen und Staufer, die Anjou und Aragonesen die Insel.
Aus der Perspektive verschiedener Disziplinen, der Geschichte, Islamwissenschaft, Kunstgeschichte, Archäologie und Byzantinistik, zeichnen die Beiträge ein Bild von den Möglichkeiten und Grenzen transkultureller Kommunikation in den sizilianischen Städten des Mittelalters.

Was wäre wenn?

Alternative Gegenwarten und Zukunftsprojektionen um 1914

Edited by Isabel Kranz

Was wäre, wenn der Erste Weltkrieg nicht stattgefunden hätte? Welche Zukunft wäre dann vielleicht unsere Vergangenheit geworden?
Betrachtet man geschichtliche Wendepunkte und fragt, wie die Dinge hätten anders verlaufen können, so öffnen sich mit den Parallelwelten der Vergangenheit zugleich mögliche Zukünfte. Der vorliegende Band widmet sich wissenschaftlichen, literarischen und künstlerischen Alternativszenarien unserer Gegenwart sowie vergangenen Zukunftsprojektionen um das Jahr 1914 und fragt nach deren Bedeutung für die Auseinandersetzung mit dominanten Geschichtsbildern. Hierzu wird der Begriff des Kontrafaktischen von geschichtswissenschaftlichen und literarischen Texten ausgehend auf Medien wie Film, Fotografie und Computerspiele ausgeweitet, die auf jeweils spezifische Weise die Fragen nach historischer Kontingenz und Determination neu stellen. Die Publikation ist Teil des Forschungsprojekts »Was Wäre Wenn?«, initiiert vom Goethe-Institut in Prag mit Unterstützung des Auswärtigen Amts in Berlin.

Eine neue Form von Akademie

"Poetik und Hermeneutik" – die Anfänge

Julia Amslinger

Die in den frühen 60er Jahren gegründete Forschungsgruppe »Poetik und Hermeneutik« hat maßgeblichen Anteil an der intellectual history der Bundesrepublik. Das vorliegende Buch ist die erste wissenschaftsgeschichtliche Monographie zu dieser bemerkenswerten ›Akademie‹.
Hans Robert Jauß, Hans Blumenberg und Clemens Heselhaus – allesamt ordentliche Professoren für Romanistik, Philosophie und Germanistik in Gießen – luden im Sommer 1963, achtzehn Jahre nach dem Ende der Nationalsozialistischen Diktatur einen Kreis von zwanzig Personen zu einem Kolloquium der besonderen Art an ihre Universität: dem ersten Treffen der Gruppe »Poetik und Hermeneutik«.
Das vorliegende Buch beschreibt entlang der Nachlässe von Hans Blumenberg, Hans Robert Jauß und anderer Teilnehmer die Anfangsphase der Forschungsgruppe. Der Traum einer forschenden Gemeinschaft wurde unter Ausschöpfung intellektueller, finanzieller, theoretischer, bürokratischer und medientechnischer Mittel in die Tat umgesetzt und gestaltete sich dann in der Realität gänzlich anders als geplant.

Die merowingischen Monetarmünzen als interdisziplinär-mediaevistische Herausforderung

Historische, numismatische und philologische Untersuchungen auf Grundlage des Bestandes im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin

Series:

Edited by Albrecht Greule, Maria Selig, Bernd Kluge and Jörg Jarnut

Anders als erzählende Quellen berichten uns merowingische Monetarmünzen für die Zeit von 585–670 von einer staatlichen Ordnung des Merowingerreiches: von der bisher nicht wahrgenommenen Funktionselite der Monetaren.
Der Band versammelt Münzabbildungen und Beschreibungen, sprachwissenschaftliche Kommentare zu allen Personennamen der Münzen des Berliner Bestandes, Kommentare zu merowingischen Hauptorten der Münzprägung sowie Einführungen in sprachgeschichtliche, politische, wirtschaftliche, rechtliche und kulturelle Bedingungen der Zeit in Gallien.