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Series:

Edited by Norvella P. Carter and Michael Vavrus

In Intersectionality of Race, Ethnicity, Class, and Gender in Teaching and Teacher Education, the editors bring together scholarship that employs an intersectionality approach to conditions that affect public school children, teachers, and teacher educators. Chapter authors use intersectionality to examine group identities not only for their differences and experiences of oppression, but also for differences within groups that contribute to conflicts among groups. This collection moves beyond single-dimension conceptions that undermines legal thinking, disciplinary knowledge, and social justice. Intersectionality in this collection helps complicate static notions of race, ethnicity, class, and gender in education. Hence, this book stands as an addition to research on educational equity in relation to institutional systems of power and privilege.

Bildung und soziale Bewegung

Die brasilianische Landlosenbewegung und das Weltsozialforum als Räume für Bildungsprozesse

Series:

Benjamin Bunk

Soziale Bewegungen sind zentrale Akteure unserer Zeit. In und durch Soziale Bewegungen findet Bildung statt, wie anhand zweier Modelle aufgezeigt wird.
Wie findet Bildung in Sozialer Bewegung statt? Die brasilianische Landlosenbewegung »Movimento dos Sem Terra« und das Weltsozialforum repräsentieren zwei Modelle, anhand derer diese Frage beantwortet werden kann. Eine bildungstheoretische Perspektive betrachtet Soziale Bewegungen vor allem als soziale Praxis, an der Menschen teilhaben und durch sie in ihrer Biographie geprägt werden. Dieser sozial-anthropologische Zugang steht innerhalb der Bewegungsforschung neben Ansätzen, die primär nach den gesellschaftlichen Ursachen oder politischen Wirkungen Sozialer Bewegungen fragen. Als kollektive, gestaltbare und sich selbst bildende Akteure kommt den Sozialen Bewegungen eine wichtige Rolle in der Vermittlung zwischen Bildung und Kultur zu.

Kant als Pädagoge

Einführung mit zentralen Texten

Thomas Mikhail

Zweifellos hat kaum ein Denker die abendländische Philosophie und Geistesgeschichte so maßgebend geprägt wie Immanuel Kant. In der Pädagogik kommt ihm dagegen keine annähernd tragende Bedeutung zu. Im Gegensatz zu Rousseau und Herbart schafft es Kant nur selten, in den Rang eines pädagogischen Klassikers gehoben zu werden. Dies mag mit der Sperrigkeit seiner Texte, dem Gewicht auf philosophischen Fragen oder dem Eigentümlichen seiner Denkungsart zusammenhängen.
Dennoch macht sich der vorliegende Einführungsband zur Aufgabe, die Bedeutung Kants für die Pädagogik herauszuarbeiten. Dazu widmet er sich zentral der Transzendentalphilosophie und versucht, deren Kern anschaulich und verständlich freizulegen, um Bezüge aus Kants theoretischer und praktischer Philosophie für die Pädagogik als Erziehungslehre und Wissenschaft herzustellen.

Die Texte sind so gewählt, dass sie pädagogisch Relevantes aus dem gesamten Werk des Königsberger Denkers bieten und nicht bloß dessen Pädagogikvorlesung entnommen sind.

Pädagogisch handeln

Theorie für die Praxis

Thomas Mikhail

Ist alles, was den Umgang mit Kindern und Jugendlichen betrifft bzw. in Familie und Schule geschieht, bereits pädagogisch? Wohl kaum! Aber woher weiß man, ob man pädagogisch handelt? Oder woran erkennt man, ob in einer Situation pädagogisch gehandelt wird? Wie lässt sich pädagogisches von anderem Handeln unterscheiden und abgrenzen?
Die vorliegende Untersuchung gibt Antwort auf diese Fragen – nicht nur für Eltern, Erzieher und Lehrer, sondern auch für die Bildungsforschung. Schließlich ist diese stets neu mit der Frage konfrontiert, ob ihr Untersuchungsgegenstand überhaupt mit Pädagogik zu tun hat. Der Autor sieht Pädagogik als eine Handlungswissenschaft an, die sich um die theoretische Analyse und Aufklärung pädagogischer Praxis bemüht. Sie muss sagen können, was pädagogische Praxis ist, und dies begründen. Und vor allem muss sie orientierende Grundsätze für pädagogisches Handeln in Familie und Schule formulieren. Neben der Bestimmung der Maßgaben und Kriterien für pädagogisches Handeln kommt es insbesondere auf deren Legitimation an, auf deren Grundlage eine Handlung zu Recht pädagogisch zu nennen ist.

Lehren und Lernen

Wege zum Wissen

Lutz Koch

Reformpädagogik

Eine Einführung

Ralf Koerrenz

»Reformpädagogik« dient in Wissenschaft und Öffentlichkeit sowohl zur Bezeichnung von pädagogischen Traditionen als auch von gegenwärtigen Herausforderungen in Schule und sozialpädagogischen Handlungsfeldern.
Fünf Zugänge ermöglichen das Verständnis von Reformpädagogik. Erstens wird gefragt, ob und wie das »Reform«-Motiv für das Verständnis pädagogischer Kernphänomene wie Erziehung und Bildung interpretiert werden kann. Zweitens geht es um die Folgen, die eine solche systematische Zugangsweise für die Deutung von Traditionen und Kulturen der Pädagogik hat. »Reformpädagogik« wird - drittens - historisch als Antwort auf den Modernisierungsschub im Gefolge der Aufklärung gedeutet. Hier geht es um die Einlösung der Ansprüche auf Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit ebenso wie die Klärung der unterschiedlichen Realisierungs-formen menschlicher Vernunft. Der vierte Zugang widmet sich der »klassischen« Reformpädagogik im ersten Drittel des 20. Jh.. Die Einführung mündet in Überlegungen zur Gegenwart der Reformpädagogik, die zwischen einer publizistischen Dramatisierung und einer realen Alltäglichkeit schwankt.

Series:

Edited by Alfred Schäfer

Wenn es keine letzten Sinnbestimmungen mehr gibt, dann stellt sich die Frage, warum bestimmte Bedeutungen, Ordnungsvorstellungen und ihnen entsprechende Praktiken dennoch scheinbar als selbstverständlich gelten.
Eine Begründung, die auf rationaler Basis das Vernünftige vom Unvernünftigen, das Sinnvolle vom Sinnlosen, das Wahre vom Unwahren trennt, ist kaum noch vorstellbar, wenn die Kriterien für eine Abgrenzung selbst umstritten bleiben. Aber dominante oder hegemoniale Sinnordnungen bleiben dennoch umstritten: Sie müssen ihre Akzeptanz und Bindungskraft gegen konkurrierende Perspektiven immer wieder neu hervorbringen und verteidigen. Dies mag einerseits durch die Abgrenzung gegenüber dem als »unvernünftig« oder »sinnlos« Etikettierten geschehen; andererseits wird es aber auch darauf ankommen, für die eigene »Vernünftigkeit« zu werben. Es wird autorisierende Verführungsstrategien geben, die auf unterschiedliche Weise die Bindung an das scheinbar Selbstverständliche sichern sollen.

Erziehung als Wissenschaft

Ovide Decroly und sein Weg vom Arzt zum Pädagogen

Series:

Annika Blichmann

Der belgische Reformpädagoge Ovide Decroly (1871-1932) leistet mit seinen Forschungen einen herausragenden Beitrag für eine Erziehung als Wissenschaft.
Der studierte Arzt mit einem Schwerpunkt auf Nervenheilkunde stützt sich dabei vor allem auf empirische und experimentelle Verfahrensweisen wie systematische Beobachtungen, Intelligenztests oder nachprüfbare Experimente.
Diese wendet er zunächst in einer Schule für psychisch und physisch retardierte Kinder an und erarbeitet ein pädagogisches Konzept, das er in seiner 1907 gegründeten Schule für gesunde Kinder erprobt. Dabei steht auf inhaltlicher Ebene das Interesse des Kindes unter Berücksichtigung psychologischer und pädagogischer Aspekte ebenso im Vordergrund wie auch der sogenannte methodische Dreischritt auf didaktischer Ebene.
International gesehen ist Decroly ein wichtiger Vertreter der weltweiten Organisation »New Education Fellowship« und leitet dort bis zu seinem Tod die belgische Sektion.

Erinnern und Tradieren

Kulturelles Gedächtnis als pädagogische Herausforderung

Sabine Krause

Pädagogen sollen Erinnerung, Erinnerungskulturen und Traditionen so vermitteln, dass an diese angeknüpft, aber die Gestaltung der Zukunft nicht vorweggenommen wird.
Dabei wird auf einen Kanon aus Traditionen und Erinnerungen verwiesen, der vorgegeben, jedoch nicht fixiert ist. Wie kann eine Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit gelingen, die Vergangenes und seinen Einfluss auf die Gegenwart anerkennt, es jedoch nicht die Zukunft bestimmen lässt? Wer entscheidet, was und wie erinnert werden kann und muss? Welche Möglichkeiten der Weitergabe von Wissen und sozialem Miteinander gibt es? Und wie hängt dies mit einem kulturellen oder kollektiven Gedächtnis zusammen? Diesen und anderen Fragen wird im vorliegenden Buch bildungstheoretisch nachgespürt.

Der Wert der Bildung

Menschliche Entfaltung jenseits von Knappheit und Konkurrenz

Renate Girmes

Vom »Baum der Erkenntnis« zu essen, war keine Sünde, sondern eine Ermächtigung. Erkennend schaffen Menschen je individuell Welt/en. Um eine gemeinsame Welt teilen zu können, müssen sie miteinander bezogen auf die Welt interagieren. Das ist der Kern des Generationsverhältnisses und mithin von Bildung und Erziehung.
Menschen tragen durch ihre Selbstermächtigung keine Schuld, aber sie sind einander etwas »schuldig«, nämlich Zuwendung füreinander und für die menschliche Welt auf der Erde. Bildung eröffnet die Chance, dass Menschen sich ihres schöpferischen Potenzials und ihrer Verantwortung bewusst werden und sie zu nutzen verstehen. Wenn das gelingt, entsteht der Wert der Bildung. Das geht nicht? Als Steve Jobs das I-Phone vorstellte, sagte er: We re-invented the phone. Wir dachten alle zu wissen, was ein Telefon kann und haben erfahren, welche ungeahnten Möglichkeiten sich wissensbasierten neu eröffnen ließen. Eine neue Erfahrung und ein neuer Begriff von Bildung sind ebenso möglich - auf der Grundlage einer wissen(schaft)s-basierten Re-Vision der Bildungskonzepte und Bildungspraxen. Dazu macht das vorliegende Buch Vorschläge und Mut: Let’s re-invent education.