Ich ist zwei andere

Jeff Walls Diptychon aus Bildern und Texten

Series:

Steffen Siegel

Mechanische Verlebendigung

Ästhetische Erfahrung im Kino

Series:

Chris Tedjasukmana

Filme kommen durch eine mechanische Bewegung zustande, doch erst durch die Körper der Zuschauer werden sie lebendig. Mehr noch: Die ästhetische Erfahrung im Kino enthält das Potenzial, unsere Aufmerksamkeit auf das unscheinbare Off der Geschichte zu lenken – als Erfahrung verlorener Möglichkeiten.
Vor dem Hintergrund neuerer Philosophien des Lebens skizziert das Buch aus film-, medien- und kulturtheoretischer Sicht eine alternative Genealogie des Kinos am Leitfaden der Erfahrung. Mechanische Verlebendigung widmet sich Filmen u.a. von Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Hito Steyerl und Todd Haynes, die den Verlust von politischen Lebensformen nach 1968 thematisieren. Die Kinoerfahrung wird dabei zum Ereignis, in dem die einstigen sozialen Bewegungen nach ihrer Stillstellung verlebendigt werden.

Die neue amerikanische Fernsehserie

Von Twin Peaks bis Mad Men

Edited by Claudia Lillge, Jörn Glasenapp, Elisabeth K. Paefgen and Dustin Breitenwischer

Das Bekenntnis, ›seriensüchtig‹ oder gar ein ›Serienjunkie‹ zu sein, gilt schon längst als Indiz für anspruchsvolle Unterhaltung und anregenden Kulturgenuss.
Sogenannte ›Qualitätsfernsehserien‹ oder auch ›Autorenserien‹ machen mittlerweile selbst diejenigen süchtig, die dem Fernsehen gegenüber stets als immun galten – aus Gründen, denen der vorliegende Band nachspürt. Er widmet sich 13 Serien, die in den letzten Jahren von sich reden gemacht haben, darunter The Sopranos, Six Feet Under, The Wire, Deadwood und Gilmore Girls. Zu großen Fernseherzählungen bietet er ausführliche Lektüren.

Organisierte Phantasie

Medienwelten im 21. Jahrhundert - 30 Positionen

Edited by Jochen Hörisch and Uwe Kammann

Jederzeit, überall, auf jedem Gerät, und das global in Fast-Echtzeit: Die modernen Kommunikationstechniken setzen die alten medialen Grenzziehungen und Beschränkungen außer Kraft. Und damit auch die überkommenen Beziehungen zwischen Medienproduzenten und Mediennutzern. Ein neues Netz der Selbst- und Weltvergewisserung entsteht – mit unvorstellbar vielen Knoten.
Dieser Band bietet eine Orientierung in einer neuen Situation, die von rasanter Beschleunigung gekennzeichnet ist. Statt nach einem linearen Verständnis zu suchen, wählt er die Vielfalt multi-perspektivischer Zugänge. Er führt Köpfe und Kenner des medialen Geschehens zusammen, die höchst individuell unterschiedlichste Segmente und Aspekte der modernen Medienwelten beschreiben, analysieren, einordnen, kommentieren – von der Ethik über die Rollenfunktionen und Kreativitätsräume bis zur Neuvermessung von Aufklärungshorizonten. Medientheorie, Medienpraxis, Medienkritik ergeben ein offenes Gebilde aus Modellen, Optionen und Visionen – ein Kaleidoskop, das produktiv ist und produktiv macht. Mit Beiträgen von Alexander Kluge, Klaus Staeck, Norbert Bolz, Peter Weibel, Gundolf Freyermuth, Friedrich Krotz, Bettina Reitz, Barbara Sichtermann, Johanna Haberer, Norbert Schneider, Mike Sandbothe und Peter Sloterdijk.

Werner Faulstich

Edited by Werner Faulstich

Edited by Lorenz Engell, Oliver Fahle, Vinzenz Hediger and Christiane Voss

Edited by Nick Webber and Daniel Riha

Edited by Paul Jerry, Nancy Tavares-Jones and Sue Gregory

Abschied vom Aktionsbild

Der italienische Neorealismus und das Kino der Moderne

Jörn Glasenapp

Der fotografische Essay

Ein Hybrid aus Bild, Text und Film

Catharina Graf

Das Phänomen des Bildes ist in vieler Munde - und vor aller Augen.
Bilder, insbesondere Fotografien, sind in der heutigen Gesellschaft allgegenwärtig. Ermöglicht hat dies das Genre des fotografischen Essays. Die Erfindung der Fotografie hat zur Erschaffung einer riesigen Industrie geführt, die sich alleine der Produktion und Verbreitung von Bildern widmet. Dieser Industrie entspringt ein Bildvolumen, das in der Geschichte seinesgleichen sucht - Bildagenturen verarbeiten jeden Tag mehrere Tausend Fotografien, in digitalen und analogen Archiven weltweit lagern Milliarden von Bildern. Diese Bilder sind in den Alltag der heutigen Menschen integriert. Ermöglicht hat diesen Siegeszug des Bildes das Genre des fotografischen Essays, ein Genre, das Bild und Text mit filmischen Mitteln zu einem unschlagbaren Ausdrucksmittel kombiniert.