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Non-Person

Grenzen des Humanen in Literatur, Kultur und Medien

Edited by Stephanie Catani and Stephanie Waldow

Mit dem Begriff der Non-Person nimmt der Band rechtliche, medizinische, politische und gesellschaftliche Inklusions- wie Exklusionsverfahren in den Blick, die über das Mensch-Sein, den Personenstatus und seine Grenzen bestimmen.
Der Band versucht den Begriff der Person vor dem Hintergrund seiner breiten interdisziplinären Semantik zu definieren und nimmt spezifisch ästhetische Figurationen von Non-Persons in den Blick. Medial vermittelte wie literarisch imaginierte Non-Persons lassen sich etwa dort untersuchen, wo sie als Grenzgänger geltende Binäroppositionen sichtbar machen und deren identitätsstabilisierendes wie -destabilisierendes Potenzial kritisch befragen. Besondere Brisanz erfährt der Begriff durch weltweite Flucht- und Migrationsbewegungen, die nicht erst im 21. Jahrhundert die Frage nach der menschenrechtlichen Situation Flüchtender, Staatenloser und Asylsuchender dringlich werden lassen.

Ungeheurer Atlantik

Absenz und Wiederkehr in ausgewählten atlantischen Poetiken des 20. Jahrhunderts

Eleonore Zapf

Während der Atlantik in der Antike als unüberwindbar galt, verwandelte er sich im Zeitalter der modernen Globalisierung in einen transmarinen Raum der ständigen Bewegung und Aushandlung verschiedener kultureller Konzepte. Doch auch in diesem aufgeklärten Kontext behält der Atlantik in der poetischen Phantasie noch immer Merkmale des Ungeheuren.
Das Verdrängte taucht auf unheimliche Weise wieder auf und konfrontiert die Kulturgeschichte mit ihrer vergessenen Vergangenheit. Der Band erweitert US-amerikanische Ansätze der Atlantic Studies um spanische, lusitanische und karibische Sichtweisen und analysiert atlantische Texte von Fernando Pessoa, Édouard Glissant, Derek Walcott und Manuel Padorno.

An den Rändern des Lebens

Träume vom Sterben und Geborenwerden in den Künsten

Edited by Mauro Fosco Bertola and Christiane Solte-Gresser

Literarisch-künstlerische Traumerzählungen und Traumbilder finden höchst originelle Ausdrucksformen, um das Abwesende, Unvorstellbare oder nicht realistisch Erzählbare zu vergegenwärtigen. In diesem Band werden Träume in Literatur, Kunst, Musik und Film von der Antike bis zur Gegenwart untersucht, bei denen die leibliche und sinnliche Erfahrung von den Grenzen des Lebens im Mittelpunkt steht.
Dieser im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs „Europäische Traumkulturen“ entstandene Band liefert einen wichtigen Beitrag zur Literatur-, Kultur- und Mediengeschichte des Traums. Den gemeinsamen Fokus bilden Phänomene des geträumten Geborenwerdens und Sterbens, ihre komplexen künstlerischen Realisierungen und die damit verbundenen Wissensdiskurse.

Anfangen und Aufhören

Kulturwissenschaftliche Zugänge zum Ersten und Letzten

Edited by Stefan Neuhaus and Petra Kindhäuser

Edited by Yvonne Delhey, Rolf Parr and Kerstin Wilhelms

Wie wird in autofiktionalen Texten die eigene Lebensgeschichte als utopische Erzählung gestaltet? Der Band widmet sich dieser Frage hinsichtlich der gesellschaftlichen, raumzeitlichen und medialen Dimension der utopischen Autofiktion.
Die Utopie-Forschung hat sich schon seit längerer Zeit von idealisierten Zukunftsvisionen verabschiedet und diskutiert Utopie unter anderem als ‚Impuls‘, ‚Methode‘ oder als ein ‚Bewusstsein‘, das sich nicht mit dem bestehenden Sein identifiziert. Hier setzt der Band an und fragt speziell nach dem Utopischen in autofiktionalen Lebensentwürfen.

Rechtsgefühl

Subjektivierung in Recht und Literatur um 1800

Florian Schmidt

Rechtsgefühl – Das menschliche Herz wird zum metaphorischen Quell des Rechts und rückt im gleichen Zug in den Fokus von Regierungs- und Erziehungstechnologien.
Der Mensch wird im 18. Jahrhundert juridisch als Träger von Rechten und anthropologisch nicht nur als vernünftiges, sondern vor allem auch als empfindsames Wesen entworfen, das sich sowohl moralisch als auch rechtlich vom Vermögen des Gefühls leiten lassen kann und soll. Florian Schmidt arbeitet in seiner interdisziplinär angelegten Studie die wechselseitige Bezogenheit von Recht und Gefühl in literarischen, juridischen und philosophischen Texten um 1800 heraus und profiliert das Rechtsgefühl als ein für die Subjektbildung in der Moderne zentrales Konzept.

An Azanian Trio

Three East African Arabic Historical Documents

Edited by James McL. Ritchie and Sigvard von Sicard

This work consists of the translation and annotation of three East African Arabic / Swahili manuscripts together with the original texts. They cover aspects of the history of the coast from the early Himyaritic period up to the beginning of the 20th century. By the use of earlier, in some cases hitherto unused Arabic sources, the authors of the texts have contributed to a fuller picture of the East African coastal history. The texts relate directly to works on East African coastal history that have appeared since the latter part of the 19th century. They are presented against the background of general Arabic and Islamic history. The annotations indicate, and some case stress, significant hints and references to matters that need to be borne in mind, along with archeological and other evidences.

Atong Texts

Glossed, Translated and Annotated Narratives in a Tibeto-Burman Language of Meghalaya, Northeast India

Series:

Seino van Breugel

Atong Texts by Seino van Breugel consists of a collection of 37 glossed, annotated and translated narratives in the Atong language (Tibeto-Burman) of Meghalaya, India, presented in phonemic standard orthography. This testimony of cultural and linguistic heritage of the Atongs, who are members of the Garo Tribe, complements the author’s Grammar of Atong, also published by Brill.
Each text is preceded by a systematic literary analysis. The photos in the appendix provide a visual impression of the environment in which the stories are told. This book is of great value to Tibeto-Burmanists, general linguists, discourse analysts and everyone interested in the languages, history and folklore of Northeast-India in general, and Meghalaya in particular.

'Stringing Coral Beads': The Religious Poetry of Brava (c. 1890-1975)

A Source Publication of Chimiini Texts and English Translations

Series:

Edited by Alessandra Vianello, Lidwien Kapteijns and Mohamed Kassim

This book presents fifty-one didactic and devotional Sufi poems (with English translations) composed by the ulama of Brava, on Somalia’s Benadir coast, in Chimiini, a Bantu language related to Swahili and unique to the town. Because the six ulama-poets, among whom two women, guided local believers towards correct beliefs and behaviours in reference to specific authoritative religious texts, the poems allow insight into their authors’ religious education, affiliations, in which the Qādiriyyah and Aḥmadiyyah took pride of place, and regional connections. Because the poems refer to local people, places, events, and livelihoods, they also bring into view the uniquely local dimension of Islam in this small East African port city in this time-period.

Le Queer Impérial

Male homoerotic desire in francophone colonial and postcolonial literature

Series:

Julin Everett

In Le Queer Impérial Julin Everett explores the taboo subject of male homoerotic desire between black Africans and white Europeans in francophone colonial and postcolonial literatures. Everett exposes the intersection of power and desire in blanc-noir relationships in colonial and postcolonial black Africa and postimperial Europe. Reading these literatures for their portrayals of race, gender and sexuality, Everett begins a conversation about personal and political violence in the face of forbidden desires.