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  • 19th & 20th Century Philosophy x
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Musik und Mathematik II

Roma aeterna. 1. Sexus, 2. Virginitas

Friedrich Kittler

Edited by Gerhard Scharbert

Mit diesem Band liegt der letzte von Friedrich Kittler noch selbst bearbeitete Teil des monumentalen Projektes Musik und Mathematik vor.
Neben umfangreichen Kapiteln und dem vollständigen Plan einer inhaltlichen Gesamtgliederung existieren viele Reflexionen, Notizen und Exzerpte zum Themenkreis der römischen Weltepoche, die hier zum ersten Mal ediert werden. Es entsteht vor dem Auge des Lesers eine in weiten Teilen völlig neue, weil konsequent medien- und alphabetgeschichtlich orientierte Lesart römischer Eigenart(en), die jede vorschnelle und pauschale Rede von griechisch-römischer Antike, also unserer Bildungstradition, infragestellt. Kittler breitet eine Fülle an philologischen und archäologischen Fakten aus, die für Fragen wie die nach der Kreuzigung Jesu Christi überraschende, aber hochplausible Antworten gestatten. In einer detaillierten kulturwissenschaftlichen Gesamtschau wird deutlich, warum sich schließlich das Römische Reich im Christentum nicht auflöste, sondern verewigte: Römer wie Christen fallen vor der virginitas in die Knie, sind vereint in der Zurückweisung der geschlechtlichen Liebe als mimesis der Götter. Der Band stellt den Text dem dokumentarischen Abdruck der Notizen, Miszellen und Exzerpte voran; der Kommentar beschränkt sich dabei auf notwendige Nachträge, Ergänzungen und Erläuterungen. Der Graben zwischen dem thematischen Arbeitsjournal des zweiten Teils und dem formulierten Text gewährt einen letzten Blick in Kittlers Werkstatt.

Ethan Taubes, Tanaquil Taubes and Susan Taubes

Edited by Thomas Macho and Johannes Steizinger

Der zweite Band der Edition der Schriften von Susan Taubes umfasst ihre 1956 abgeschlossene, bisher unveröffentlichte Dissertation Der abwesende Gott. Eine Studie über Simone Weil sowie ihre Aufsätze und Rezensionen, die zwischen 1951 und 1959 in renommierten Zeitschriften wie The Journal of Religion oder The Review of Metaphysics erschienen sind.
Ausgehend von den Grundlinien der Moderne untersucht Susan Taubes in ihren philosophischen Schriften Gnosis und Tragödie als kulturgeschichtliche Konstellationen und spürt verschwiegene Verbindungen zwischen jüdischer Erfahrung und deutscher Philosophie auf. Sie entwirft eine Theorie der Tragödie (Das Wesen der Tragödie, 1953), erschließt Die gnostischen Grundlagen von Heideggers Nihilismus (1954) und kommentiert Das Rätsel Simone Weil (1956). Methodisch zwischen Religionsphilosophie und Kulturwissenschaft angesiedelt, wird in Susan Taubes’ theoretischen Arbeiten aus der kritischen Auseinandersetzung mit Themen wie Entfremdung und Revolte, Nihilismus und Theologie einer Kulturtheorie der Moderne skizziert.

Ernst Bloch’s Speculative Materialism

Ontology, Epistemology, Politics

Series:

Cat Moir

In Ernst Bloch’s Speculative Materialism: Ontology, Epistemology, Politics, Cat Moir offers a new interpretation of the philosophy of Ernst Bloch. The reception of Bloch’s work has seen him variously painted as a naïve realist, a romantic nature philosopher, a totalitarian thinker, and an irrationalist whose obscure literary style stands in for a lack of systematic rigour. Moir challenges these conceptions of Bloch by reconstructing the ontological, epistemological, and political dimensions of his speculative materialism. Through a close, historically contextualised reading of Bloch’s major work of ontology, Das Materialismusproblem, seine Geschichte und Substanz (The Materialism Problem, its History and Substance), Moir presents Bloch as one of the twentieth century’s most significant critical thinkers.

Series:

Edited by Andrés Quero-Sánchez

The book contains the proceedings of the conference ‘A Clearing of the German Forest: Mysticism, Idealism and Romanticism’ (»Eine Lichtung des deutschen Waldes: Mystik, Idealismus und Romantik«) (May, 19–21, 2016, Dominican Convent, Erfurt), including contributions by some of the most important representatives in this field (Jens Halfwassen, Theo Kobusch, Johann Kreuzer, José Sánchez de Murillo, Glenn A. Magee, Markus Vinzent, Rudolf K. Weigand,  Christian Danz, Markus Enders, et al.). The volume presents articles concerning the relationship of Fichte, Hegel, Hölderlin and Schelling with the most characteristic German mystics. The conference was organized in the context of the research project ‘A Historical, Philological and Systematic Study on Mystical Reason and its Reception in Schelling’s Works’, funded by the German Research Foundation.

Der Band enthält die Akten der vom 19. bis 21. Mai im Kapitelsaal des Predigerklosters in Erfurt organisierten internationalen interdisziplinären Tagung »Eine Lichtung des deutschen Waldes: Mystik, Idealismus und Romantik«, mit Beiträgen von einigen der wichtigsten Forscher in diesem Gebiet (Jens Halfwassen, Theo Kobusch, Johann Kreuzer, José Sánchez de Murillo, Glenn A. Magee, Markus Vinzent, Rudolf K. Weigand,  Christian Danz, Markus Enders, usw.). Gesammelt werden in diesem Band die das Verhältnis von Fichte, Hegel, Hölderlin und Schelling zu den zentralen Autoren der deutschen Mystik betreffenden Aufsätze. Die Tagung fand im Kontext des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts »›Der ewige Begriff des Individuums‹: Eine historisch-philologische-systematische Untersuchung der mystischen Vernunft und deren Rezeption im Werk Schellings« statt.

Edited by Frauke Albersmeier, David Hommen and Christoph Kann

Ever since the rise of the so-called analytic school in 20th century philosophy, philosophical analysis has often been considered to be synonymous with conceptual analysis. However, criticism has also been levelled at the conceptual analysis procedures, which undermined confidence in the merits of conceptual analysis. As far as the clarification of concepts is concerned, explication is therefore sometimes proposed as an alternative means.
Combining historical and systematic perspectives, this volume collects new work on analytical and explicatory methods within 20th century philosophy. The contributions explore how clarificatory and reformatory methods of engaging with concepts have been construed and utilized by such different authors as Aristotle, Russell, Wittgenstein, Carnap or Mackie, marking out underappreciated congruencies and reevaluating historical disputes. They explore the role of analysis in metaphysics as well as metaethics and examine how methodological accounts relate to underlying ideas about concepts.

Die Horizonte der Lebenswelt

Sprachphilosophische Studien zu Husserls 'erster Phänomenologie der Lebenswelt'

Erik Norman Dzwiza-Ohlsen

Kaum jemand prägte den Begriff der Lebenswelt so nachhaltig wie Edmund Husserl. Doch wie entfaltete sich dieses Thema in seiner Philosophie? Und wie veränderte es die Prinzipien der Phänomenologie?
Ausgehend von den Logischen Untersuchungen erforscht Erik Norman Dzwiza-Ohlsen die Entstehungsbedingungen der Lebensweltthematik. Am Leitfaden der sog. ‚okkasionellen Ausdrücke‘ – wie ‚ich‘, ‚hier‘ oder ‚jetzt‘ – führt ihn sein Weg zu den zentralen Forschungsfeldern Husserls zwischen 1907 und 1913: Räumlichkeit, Zeitlichkeit, Personalität und Bedeutsamkeit. Die Analyse gipfelt im Postulat einer frühen ‚Göttinger Lebenswelt‘ der Ideen II (1912–1918), die den Ausarbeitungen rund um die berühmte, spätere ‚Freiburger Lebenswelt‘ der Krisis (1934–1937) gegenübergestellt wird. Damit dringt Erik Norman Dzwiza-Ohlsen zum systematischen Kern eines der erfolgreichsten, aber bis dato unschärfsten Begriffsbildungen des 20. Jahrhunderts vor, der auch im 21. Jahrhundert philosophisch unverzichtbar bleibt: der Lebenswelt.

Phänomenologie der absoluten Subjektivität

Eine Untersuchung zur präreflexiven Bewusstseinsstruktur im Ausgang von Edmund Husserl, Jean-Paul Sartre, Michel Henry und Jean-Luc Marion

Ulrich Dopatka

Der transzendentalen Subjektivität als sinngebender Instanz liegt in der Husserlschen Phänomenologie ein fundamentaler, der Reflexion nicht zugänglicher Bewusstseinsbereich zugrunde: die absolute Subjektivität.
Das basale Defizit der epistemisch ausgerichteten Phänomenologie Husserls ist die Unmöglichkeit einer unmittelbaren Selbstreferenzialität in Bezug auf das eigene Selbst-Bewusstsein. Ausgehend von einem ersten Zugang zur Präreflexivität bei Sartre wird auf Grundlage eines radikalisierten phänomenologischen Designs Michel Henrys und Jean-Luc Marions die Struktur dieser basalen Bewusstseinssphäre systematisch entwickelt.

Series:

Jerry H, Gill

Words, Deeds, Bodies by Jerry H. Gill concentrates on the interrelationships between speech, accomplishing tasks, and human embodiment. Ludwig Wittgenstein, J. L. Austin, Maurice Merleau-Ponty, and Michael Polanyi have all highlighted these relationships. This book examines the, as yet, unexplored connections between these authors’ philosophies of language. It focuses on the relationships between their respective key ideas: Wittgenstein’s notion of “language game,” Austin’s concept of “performative utterances,” Merleau-Ponty’s idea of “slackening the threads,” and Polanyi's understanding of “tacit knowing,” noting the similarities and differences between and amongst them.

Ästhetisches Verstehen

Zugänge zur Kunst nach Wittgenstein und Cavell

Jochen Schuff

Series:

Dan Swain

In None so Fit to Break the Chains Dan Swain offers an interpretation of Marx's ethics that foregrounds his commitment to working class self-emancipation and uses it as a guiding thread to interpret a number of different aspects of Marx’s ethical thought. This commitment is frequently overlooked in discussions of Marx's ethics, but it deeply influenced his criticism of capitalism, his approach towards an alternative, and his conception of his own role as activist and theorist.

Foregrounding self-emancipation offers new perspectives on various existing debates in the interpretation of Marx, such as the meanings of concepts like alienation, exploitation and utopianism, and can also offer insights into broader questions of the relationship between critical theory and practice.