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Gerechter Krieg

Ideengeschichtliche, rechtsphilosophische und ethische Beiträge

Serie:

Ediert von Michael Quante and Dieter Janssen

Spätestens seit der Beteiligung deutscher Soldaten am Kosovo-Krieg im Jahr 1999 hat ein verstärktes Nachdenken über die Problematik der Ethik militärischer Einsätze auch in Deutschland begonnen. Angesichts der Greuel und Massaker in vielen Teilen der Welt hat sich ein strikter, jede Form der Gewaltausübung ablehnender Pazifismus als unbefriedigende Haltung gegenüber diesen Schrecken erwiesen. Es stellt sich jedoch die Frage, was eine sinnvolle Alternative sein könnte. Die Wiederbesinnung auf Theorien gerechter Krieg e stellte sich als eine der möglichen Antworten heraus. Mit Beiträgen von: Matteo Fornari, Otfried Höffe, Dieter Janssen, James Turner Johnson, Ulrike Kleemeier, Frank Köhler, Barbara Merker, Michael Quante, Ludwig Siep, Suzanne Uniacke.

Herausforderung Islam

Christliche Annäherungen

Klaus von Stosch

Gehört der Islam zu Europa? Wie soll sich der Westen zum Islam verhalten? Nicht nur der Westen, auch die christliche Theologie tut sich schwer mit dem Islam. Sie schwankt zwischen einem rein religionskundlichen Blick von außen und einer sich rechtfertigenden Abwehrhaltung, die im Grunde nur die Überlegenheit des eigenen Glaubens beweisen will.

Beide Alternativen sind verfehlt. Christliche Theologie ist vielmehr aufgerufen, ehrlich herauszufinden, ob und unter welchen Bedingungen sie den muslimischen Glauben würdigen kann, ohne ihre eigenen Wahrheiten zu verraten. Wie und unter welchen Umständen kann beispielsweise die Rezitation des Korans auch aus christlicher Sicht als Wort Gottes verstanden werden, und können auch Christen in Muhammed einen Menschen sehen, der in den Spuren der Propheten wandelt?

Das vorliegende Buch will genau das leisten: Eine christliche Würdigung des Islams, die gerade die Verschiedenheit beider Religionen als Wert zu entdecken vermag. Es möchte so zu einer Begegnung mit dem Islam einladen, die nicht nur Verstehen, sondern Liebe will – einer Begegnung, die uns hilft, uns selbst im Anderen neu zu entdecken und tiefer zu verstehen.

Mimesis und Figura

Mit einer Neuausgabe des »Figura«-Aufsatzes von Erich Auerbach

Serie:

Hanna Engelmeier and Friedrich Balke

Der erste Band der Reihe Medien und Mimesis, hier in zweiter, korrigierter Auflage, entfaltet das Spannungsverhältnis zwischen mimetischer Wirklichkeitsdarstellung und ihrer geschichtsphilosophischen Deutung.

Mit seiner 1938 entwickelten Figuraldeutung stellt Erich Auerbach ein Modell zur Verfügung, das literarische Mimesis als eine „vorausdeutende Gestalt des Zukünftigen“ zu begreifen erlaubt. Dieses Spannungsverhältnis zwischen einer Mimesis des Alltäglichen und ihrer geschichtsphilosophischen Deutung hat Konsequenzen weit über die Literaturgeschichte hinaus. Der Band macht Auerbachs Figura-Aufsatz zum ersten Mal mit der deutschen Übersetzung der zahlreichen fremdsprachigen Belegstellen verfügbar und etabliert ihn als zentralen Text einer Theorie minderer Mimesis.

Problemfall "Jungen"

Wie Sie Ihre Jungs unterstützen und stark machen

Serie:

Frank Beuster

Logik und Rhetorik der Erkenntnis

Zum Verhältnis von wissenschaftlicher und ästhetischer Weltauffassung

Serie:

Gottfried Gabriel

Logik versus Rhetorik – Das Buch rückt einen Konflikt in den Blick, der das Selbstverständnis des abendländischen Denkens wesentlich mitgeprägt hat. Vor diesem Hintergrund läßt sich die gegenwärtige (an F.Nietzsche orientierte) 'postmoderne' Rückkehr der Rhetorik als ein Aufbegehren gegen logisches Denken in 'scharf begrenzten Begriffen' (G. Frege) begreifen. Mit der rhetorischen Wende geht eine Kritik des Rationalitätsbegriffs einher, in der die anthropologische Frage nach dem angemessenen Verhältnis des Menschen zur Welt – im Widerstreit von wissenschaftlicher und ästhetischer Weltauffassung – aufgeworfen wird. In historisch-systematischen Untersuchungen zu Themen wie 'Logisches und analogisches Denken', 'Nonsense-Poesie', 'Rätsel', 'Witz und Scharfsinn', 'Fakten und Fiktionen', 'Beispiel und Begriff' wird den Motiven beider Weltauffassungen nachgegangen mit dem Ziel, den Widerstreit aufzuheben und logische und rhetorische Erkenntnisformen als einander ergänzend zur Anerkennung zu bringen.

Serie:

Ediert von Thomas Spitzley

Dass Willensschwäche ein Problem sein kann, weiß wohl jeder; aber warum und inwiefern ist Willensschwäche ein philosophisches Problem und was ist Willensschwäche eigentlich genau? Traditionellerweise ist Willensschwäche in der Moralphilosophie und in der Handlungstheorie diskutiert worden: Wie kann es sein, dass ich einem Moralurteil aufrichtig zustimme und doch nicht entsprechend handle, und wie kann es sein, dass ich nicht diejenige Handlungsalternative wähle, für die ich die besseren Gründe habe, sondern eine andere? Klassische Antworten auf diese Fragen stammen in der Antike von Platon und Aristoteles und in jüngerer Zeit von R. M. Hare und D. Davidson. Neben diesen vier klassischen Texten enthält der Band sechs weitere Texte aus den vergangenen 25 Jahren. Darin werden nicht nur alternative Erklärungen vorgeschlagen, sondern das Phänomen der Willensschwäche wird auch in einem größeren, über Fragen der Handlungstheorie und Moralphilosophie hinausgehenden Kontext erörtert und von anderen, verwandten Phänomenen abgegrenzt. Den Abschluss des Bandes bilden zwei Texte, in denen (nicht ganz ernst gemeinte, aber durchaus erhellende) Therapievorschläge gemacht werden

Projekt Erziehung

Ein Lehr- und Lernbuch

Winfried Böhm, Sabine Seichter and Ernesto Schiefelbein

Angesichts einer ungewissen Zukunft und eines nicht mehr vorgegebenen, sondern vom einzelnen selbst zu bestimmenden Lebenssinns wird eine Erziehung immer fragwürdiger, die den Menschen in erster Linie für Zwecke abrichten und auf Funktionen vorbereiten will. Daher erscheint es dringend notwendig, das Projekt Erziehung von der Idee der mündigen Person her neu zu entwerfen. Statt die europäische Tradition von Antike, Christentum und Aufklärung preiszugeben, wird diese im Hinblick auf aktuelle Probleme und Herausforde-rungen der Zukunft projiziert.
Zehn der wichtigsten Grundfragen der Erziehung werden in diesem grundlegenden Band aufbereitet, der sich als Aufforderung zu eigenem kritischen Nachdenken versteht.
Das inzwischen weltweit erprobte Lehr- und Lernbuch wurde für ein breites deutschsprachiges Publikum überarbeitet und neugefasst. Es wendet sich an alle an Erziehung Interessierten und eignet sich gleichermaßen für die erziehungswissenschaftlichen Bachelor- und Masterstudiengänge, für das Lehramtsstudium sowie als Lernbuch für das individuelle Selbststudium.

Descartes im Rückspiegel

Der Leib-Seele-Dualismus und das naturwissenschaftliche Weltbild

Bernhard Lauth

Der cartesische Dualismus ist heute eine extrem unpopuläre Position. Das gilt sowohl für die Neurowissenschaften und die Psychologie als auch für den Grossteil der philosophischen Literatur zur Philosophie des Geistes. Lauth zeigt, dass es - schon bei Descartes selbst - durchaus divergierende Lesarten des Leib-Seele-Dualismus gibt, die sich sehr deutlich durch ihre ontologischen Voraussetzungen und Konsequenzen unterscheiden. Im Mittelpunkt des Buches steht die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine dualistische Ontologie in unser modernes naturwissenschaftliches Weltbild integriert werden kann.

Qualia

Ausgewählte Beiträge

Ediert von Heinz-Dieter Heckmann and Sven Walter

Lassen sich phänomenale Bewußtseinszustände wie Wahrnehmungen, Empfindungen, Emotionen usw. in das naturwissenschaftliche Weltbild integrieren, oder haben wir Grund zu der Annahme, daß sich diese mentalen Zustände wegen der mit ihnen verbundenen subjektiven Erlebnisperspektive prinzipiell nicht auf physikalische Zustände – etwa neuronale Zustände – zurückführen lassen? Über diese Frage hat es in den letzten beiden Dekaden im angelsächsischen Raum eine intensive und kontroverse philosophische Debatte gegeben, deren wichtigste Stationen in diesem Band erstmalig in deutscher Übersetzung dokumentiert werden.

Die Zeigestruktur der Erziehung

Grundriss der Operativen Pädagogik

Klaus Prange