Naviguer par titre

Konturierungen eines umstrittenen Themas
Volume Editor: Winfried Löffler
Ein aktueller Überblick zur Ideen- und Missbrauchsgeschichte eines schillernden Schlagworts, aber auch zu seinen Potenzialen als philosophisches Analysewerkzeug.
Die Wortgeschichte von „Weltanschauung“ ist kurz: Zwischen seinem ersten, eher beiläufigen Auftauchen bei Kant 1790, subjektivierenden Aufladungen in der Romantik und den inflationären Ideologisierungen und Politisierungen von „Weltanschauung“ im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert liegen nur 150 Jahre. Besonders sein Missbrauch durch NS-Ideologen hat das Wort in Verruf gebracht, es lebt aber u.a. im juristischen Sprachgebrauch fort und erlebt in der gegenwärtigen Religionskritik wieder etwas Konjunktur: Dort wird z.T. wieder eine naturalistische „wissenschaftliche Weltanschauung“ in Aussicht gestellt. Als philosophisches Analysewerkzeug hat das Wort aber Potenzial: „Weltanschauung“ könnte nicht nur für religiös-politische Bewertungen stehen, sondern auch für jenes implizite theoretische Koordinatensystem, das jeden Menschen in seinem Verstehen, Denken und Handeln leitet.
Philosophie auf der Grenze
Auteur : Jean-Pierre Wils
Erst kommt das Leben, dann der Tod, denken viele. Doch schon das Verweilen vor einem Grab eröffnet einen Dialog, der das Band zwischen dem Vergangenen und Gegenwärtigen spürbar werden lässt: Das Band der Kommunikation zwischen den Toten und den Lebenden scheint unzerreißbar. Der Tod – der eigene und der der anderen - ist eine Kategorie des Lebens, die jeden von uns zur Auseinandersetzung zwingt. Das Buch von Jean-Pierre Wils ist seit langer Zeit der erste, großangelegte Versuch einer Lehre vom Tod, einer Thanatologie, die ein umfassendes Panorama entfaltet: Todesarten, Todesangst, Todeszeitpunkt werden zum Thema ebenso wie die Frage nach der Unsterblichkeit, dem angemessenen Trösten und den Riten der Bestattung. Angesichts des Todes kommt die Philosophie an ihre Grenze – darum holt der Autor der Philosophie eine „Weggefährtin auf der Erkundungsfahrt zum Tod“ an die Seite, nämlich die Literatur. So wird das Buch zu einem einmaligen Grenzgang zwischen Philosophie und Literatur, zwischen Reflexion und Narration und beglaubigt den Satz von Saint-Exupéry: „Es wird aussehen, als wäre ich tot, und das wird nicht wahr sein.“
We live in a globalized world in which a person in Burkina Faso can identify with Star Wars heroes, and in which a New York trader drinks the same Starbucks coffee as his Taiwanese counterpart. How are individuals socialized in Rome, Bombay, and Tokyo? To answer this question, a unique investigation has been carried out using two scales of analysis usually tackled separately by global studies: the scale of the cosmopolitan world and its global narratives, imaginaries, iconographies; as well as the scale of everyday life and socialization to otherness. This two-fold perspective constitutes the innovative approach of this volume that endeavors to address an operationalization of the cosmopolitan perspective and reacts to current debates and new research findings.

With a Foreword by Natan Sznaider.

This book was first published in 2016 as Pluriel et commun. Sociologie d'un monde cosmopolite by Les Presses de Sciences Po, Paris.

Other editions: the book is also published in Italian as Plurale e comune. Sociologia di un mondo cosmopolita by Morlacchi editore, Perugia, 2018; and in Brazilian as Plural e comum. Sociologia de um mundo cosmopolita by Edições Sesc, Sao Paulo, 2018.