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Charles Taylor

Perspektiven der Erziehungs- und Bildungsphilosophie

Ediert von Nicole Balzer, Jens Beljan and Johannes Drerup

Charles Taylor gehört zu den bedeutendsten Philosophen der Gegenwart. Er hat die öffentliche Debatte über grundlegende Probleme liberaler Demokratien international sehr stark beeinflusst.
In diesem Band werden wichtige Beiträge der Philosophie Taylors aus der Sicht der Erziehungs- und Bildungsphilosophie diskutiert und für die Klärung pädagogischer Probleme in modernen Gesellschaften genutzt. Eingeleitet wird der Band durch ein längeres Interview, in dem Taylor seine Perspektiven auf zentrale erziehungs- und bildungsphilosophische Fragestellungen vorstellt.

Ediert von Michael Quante, Hiroshi Goto, Tim Rojek and Shingo Segawa

Der Band bringt deutsche wie japanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, die sich dem Begriff der Person in seinen Dimensionen und vielfältigen Debattenkontexten sowie seinen historischen Prägungen widmen.
Die Beiträge des Bandes gehen den historischen Konturen sowie systematischen Potenzialen des Begriffs nach. So werden die zahlreichen Kontexte theoretischer wie praktischer, klassischer wie zeitgenössischer Philosophie explizit, für die der Begriff der Person eine zentrale Rolle spielt.

Die Begriffsanalyse im 21. Jahrhundert

Eine Verteidigung gegen zeitgenössische Einwände

Nicole Rathgeb

Die „Ordinary Language-Philosophie“, nach der die klassischen Probleme der theoretischen Philosophie nicht substanzieller, sondern begrifflicher Natur sind, gilt heute in weiten Teilen der analytischen Philosophie als überholt. Zu Unrecht, wie Nicole Rathgeb argumentiert. Sie verteidigt sie gegen Paul Grice, eine Reihe von zeitgenössischen Autoren und Experimentelle Philosophen. Dabei geht es insbesondere darum, Argumente gegen die Existenz begrifflicher Wahrheiten zu entkräften, zu zeigen, wie wir auf der Grundlage unserer Sprachkompetenz nicht-triviale Erkenntnisse gewinnen können, und dafür zu argumentieren, dass wir in der Philosophie nicht auf Umfragen oder andere empirische Studien zurückgreifen müssen.

Tabea Rohr

Frege ist bekannt für seinen Versuch, die Arithmetik aus der Logik herzuleiten. Wenn Logik die Grundlage der Arithmetik ist, so muss die Logik selbst eine Wissenschaft mit eigenen Inhalten sein.
Die Autorin zeigt, wie es Frege gelingt, logische Zeichen zu eigenständigen Begriffen aufzuwerten, der Logik dadurch einen eigenen Inhalt zuzusprechen und diesen von den Inhalten anderer Wissenschaften abzugrenzen. Dabei wird deutlich, dass Frege sich schwer damit getan hat, vom Kantischen Diktum abzuweichen, dass Logik nur ein negativer Probierstein der Wahrheit sei. Die Suche nach dem Grund dafür, dass Frege sich zu einer inhaltlichen Konzeption gezwungen fühlt, führt in die Geometriegeschichte des 19. Jahrhunderts, vor deren Hintergrund die Anfangsparagraphen der Grundlagen der Arithmetik neu interpretiert werden.

Gottlob Freges „Grundgesetze der Arithmetik“

Ein Kommentar des Vorworts, des Nachworts und der einleitenden Paragrafen

Rainer Stuhlmann-Laeisz

In seinem Hauptwerk Grundgesetze der Arithmetik stellt Gottlob Frege sein Logizistisches Programm – ausgearbeitet in der Philosophie der Mathematik – dar. Er leitet die Axiome der Arithmetik allein mit Beweismitteln der Logik aus logischen Wahrheiten, den Grundgesetzen der Arithmetik, ab.
Rainer Stuhlmann-Laeisz leitet ein in Gottlob Freges Philosophie der Logik und der Mathematik und kommentiert das Vorwort, das Nachwort sowie die einleitenden Paragrafen der „Grundgesetze“. Ebenfalls aufgenommen in den Band sind in leicht überschaubarer Zuordnung die kommentierten Fregeschen Texte. Das Buch ist auch für die akademische Lehre in den Anfangssemestern geeignet.

Mensch und Gott

Eine Religionsphilosophie. Aus dem Schwedischen übersetzt und herausgegeben von Christian Tapp, unter Mitarbeit von Elisa Neuschulz

Serie:

Rainer Carls

Ediert von Christian Tapp

Rainer Carls bietet in diesem Lehrbuch eine Philosophische Theologie von einem klassisch katholischen Standpunkt. Religion und Glaube werden aus der Perspektive der Vernunft in den Blick genommen.
Wichtige Fragen des Buches sind, wie wir über Gott sprechen können, ob es ihn gibt und was wir darüber wissen können. Gottesbegriffe wie der des allervollkommensten Wesens, der ersten Ursache oder des absoluten Geistes werden vorgestellt und diskutiert. Schließlich werden Aspekte von Gottes Beziehung zur Schöpfung besprochen: sein Verhältnis zum Bösen in der Welt, zur Freiheit des Menschen und zur Weltgeschichte. Ein längeres Kapitel zur Geschichte der natürlichen Theologie rundet die Darstellung ab.

Die praktische Notwendigkeit des Guten

Handlungstheoretische Ethikbegründung im Ausgang von Gewirth und Korsgaard

Christoph Bambauer

In der jüngeren praktischen Philosophie sind verschiedene Theorien entwickelt worden, die das Problem der Rechtfertigung von praktischer Normativität mittels Rekurs auf handlungstheoretische Reflexionen zu lösen versuchen. In vorliegender Studie werden diese Theorien kritisch rekonstruiert.
Im Mittelpunkt der Analysen stehen vor allem die beiden Ansätze von Alan Gewirth und Christine Korsgaard. Sie dienen als Ausgangspunkte für weiterführende Argumente, die für die allgemeine Tragfähigkeit der Idee praktischer Ethikbegründungen entwickelt werden.

Agenskausalität

Eine ontologische Studie

Georg Gasser

Wir handeln, um gezielt in den Lauf der Welt einzugreifen und diesen zu verändern. Als handelnde Wesen verstehen wir uns als unmittelbare kausale Urheber solcher Veränderungen. Agenskausalität greift diese Intuition der unmittelbaren kausalen Urheberschaft auf.
Viele Philosophen sind allerdings der Ansicht, dass ein solches Kausalitätskonzept rätselhaft, obskur und unverständlich ist. In diesem Buch wird Agenskausalität auf die ontologischen Voraussetzungen hin untersucht. Es wird dafür argumentiert, dass diese Form der Verursachung kohärent ausbuchstabiert werden kann, wenn entsprechende ontologische Rahmenbedingungen mitberücksichtigt werden. Dabei ist Agenskausalität aber nicht auf freies menschliches Handeln zu beschränken, sondern allgemein auf Subjekte anzuwenden, die „von sich aus“ tätig werden können.

Fregesche Variationen

Essays zu Ehren von Christian Thiel

Ediert von Matthias Wille

2017 beging der Philosoph und Wissenschaftshistoriker Christian Thiel seinen 80. Geburtstag, der seit mehr als einem halben Jahrhundert im Besonderen die internationale Fregeforschung maßgeblich mitgestaltet hat.
Zu seinen Ehren veranstalteten Freunde, Weggefährten und Schüler ein wissenschaftliches Kolloquium, das aus der Vielfalt an Fregeschen Themen schöpfte. Dieser Band vereint die Essays, die aus diesem Anlass verfasst wurden.

Ediert von Jan Gehrmann, Ruben Langer and Andreas Niederberger

Ist die drohende Klimakatastrophe überhaupt noch abwendbar – und mit welchen politischen Mitteln? Extreme Dürre, Hungersnöte, Massenmigration und die exorbitanten Folgekosten des Klimawandels – all das ist Teil der wissenschaftlichen Diskussion über die möglichen Konsequenzen des anthropogenen Klimawandels.
Diese Prognosen werfen zahlreiche normativ-ethische Fragen auf: Wer trägt eigentlich die Verantwortung für den Klimawandel? Was sind die Kosten und wie sollen sie gerecht verteilt werden? Lassen sich die dringend erforderlichen Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausemissionen überhaupt im Rahmen nationaler Demokratien durchsetzen oder bedarf es starker internationaler Institutionen mit besonderen Machtbefugnissen?
Der Band macht wichtige Beiträge zur Klimaethik erstmals in deutscher Sprache zugänglich. Neben zentralen Texten aus der internationalen Forschung finden sich die Debatte weiterführende Originalbeiträge.