Nach Titel durchsuchen

Charles Taylor

Perspektiven der Erziehungs- und Bildungsphilosophie

Ediert von Nicole Balzer, Jens Beljan and Johannes Drerup

Charles Taylor gehört zu den bedeutendsten Philosophen der Gegenwart. Er hat die öffentliche Debatte über grundlegende Probleme liberaler Demokratien international sehr stark beeinflusst.
In diesem Band werden wichtige Beiträge der Philosophie Taylors aus der Sicht der Erziehungs- und Bildungsphilosophie diskutiert und für die Klärung pädagogischer Probleme in modernen Gesellschaften genutzt. Eingeleitet wird der Band durch ein längeres Interview, in dem Taylor seine Perspektiven auf zentrale erziehungs- und bildungsphilosophische Fragestellungen vorstellt.

Perspektiven der Philosophie

Neues Jahrbuch. Band 45 – 2019

Serie:

Ediert von Georges Goedert and Martina Scherbel

Perspektiven der Philosophie. Neues Jahrbuch eröffnet Forschern, denen die philosophische Begründung des Denkens wichtig ist, eine Publikationsmöglichkeit. Wir verstehen uns nicht als Schulorgan einer philosophischen Lehrmeinung, sondern sehen unsere Aufgabe darin, an der Intensivierung des wissenschaftlichen Philosophierens mitzuwirken. Besonders fördern wir den wissenschaftlichen Nachwuchs und laden ihn zur Mitarbeit ein. Beitragende sind Paola-Ludovika Coriando, Dagmar Fenner, Jutta Georg, Georges Goedert, Boris Hogenmüller, Christian E. W. Kremser, Rolf Kühn, Lucie Lebreton, Thorsten Lerchner, Rosa Maria Marafioti, Rudi Ott, Birger P. Priddat, Harald Seubert und Thorsten Streubel,

Sachgerecht - menschengerecht - gesellschaftsgerecht

Texte von Johannes Schasching SJ. Herausgegeben und eingeleitet von Christian Spieß

Ediert von Christian Spieß

Johannes Schasching SJ (1917–2013) gehörte zu den profiliertesten Vertretern der katholischen Soziallehre des
20. Jahrhunderts und hat maßgeblich zur Erneuerung der katholischen Sozialverkündigung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil beigetragen.
Schasching verstand es beispielhaft, die christlichen Sozialwissenschaften mit der Praxis des Sozialkatholizismus und mit der kirchlichen Sozialverkündigung zu verknüpfen. Der vorliegende Band versammelt Texte aus dem Nachlass und gibt einen Einblick in die Denk- und Argumentationsweise des Jesuitenpaters, dessen Anliegen vor allem die Analyse der gesellschaftlichen Wirklichkeit und die Wahrnehmung der Lebenswirklichkeiten der Menschen war.

Selbstentwürfe

Kulturelle Narrative des Selbst in der deutschsprachigen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Corinna Schlicht

Zur Wiedervorlage

Eichendorffs Texte und ihre Poetologien

Ediert von Claudia Liebrand and Thomas Wortmann

Zu behaupten, dass die Eichendorff-Forschung boomt, wäre gewagt. Das hat viele Gründe. Manche Texte Eichendorffs gelten gemeinhin als ‚ausinterpretiert‘, andere Texte stoßen bei germanistischen Rezipienten auf Zurückhaltung – auch derjenigen, die Eichendorff nicht für einen randständigen Romantiker, sondern für ein Schwergewicht der deutschen Literatur halten.
Der Band plädiert mit Nachdruck für eine erneute Auseinandersetzung mit Eichendorffs Œuvre. Dazu richtet er einerseits den Blick auf Texte, die die Forschung bislang nur am Rande interessiert haben, andererseits unternimmt er den Versuch, auch häufig interpretierte Texte und Topoi einer Revision zu unterziehen.

Koloniale Tiere

Mensch-Tier-Konstellationen in der politischen Philosophie der Neuzeit

Iris Därmann

Wolf, Tiger und Löwe gehören zu den prominenten Tierfiguren der politischen Zoologie. Die politische Philosophie von Hobbes, Locke und Rousseau mit ihren signifikanten Verschiebungen der Mensch-Tier-Grenze sowie der Grenze zwischen (kriegerischem) Naturzustand einerseits, Gesellschaftsvertrag und Staatsgründung andererseits, hat diesen Tierfiguren eine kolonial aufgeladene Bühne bereitet.
Hobbes war Stockholder der Virginia Company, Locke Stockholder der Royal African Company. Beide waren mit den kolonialen Reiseberichten, den Siedlungshandbüchern und Konvoluten der ersten Aktiengesellschaften der Welt samt den in den Texten gebrauchten Tiermetaphern wohlvertraut. In den Gründungsnarrativen der politischen Philosophie der Neuzeit gehen totemistische Fremderfahrungen einher mit antiken Kulturentstehungslehren, der römischen Gladiatur, der damnatio ad bestias sowie den neuzeitlichen Tierhetzen und Menagerien. Steht für Hobbes und Locke die koloniale Befehls- und Gehorsamsproduktion im Vordergrund, so versucht Rousseau in seiner imaginären Ethnographie den Standpunkt der Tiere und der Indigenen einzunehmen.

"Nicht alles ist erlaubt. Nicht alles ist verboten"

Die deutsch-israelischen Beziehungen in den Geisteswissenschaften (1950-1990)

Serie:

Irene Aue-Ben-David and Sharon Livne

Ediert von Irene Aue-Ben-David

Die Studie präsentiert erstmals die Anfänge der entstehenden wissenschaftlichen Kontakte zwischen Israel und Deutschland in den Geisteswissenschaften aus israelischer Perspektive.
Die Autorinnen fragen nach den Folgen dieser Zusammenarbeit mit Deutschland für die israelischen Geisteswissenschaften – am Beispiel der Disziplinen Germanistik und Deutschen Geschichte.
Im Zentrum der Untersuchung stehen dabei die Universitäten Tel Aviv, Jerusalem und Haifa. Dem jeweiligen Schritt zur Aufnahme von Kontakten mit deutschen wissenschaftlichen Einrichtungen gingen komplexe Aushandlungen innerhalb der Universitäten voraus.

Ernesto Grassi in München

Aspekte von Werk und Wirkung

Ediert von Sonja Asal and Annette Meyer

Mit Ernesto Grassi widmet sich der Band einem schillernden Gelehrten der Nachkriegszeit, der als bedeutender Stichwortgeber in den intellektuellen Debatten der jungen Bundesrepublik gelten darf. Die Beiträge leuchten verschiedene Aspekte seines Werkes, aber auch Grassis Rolle als akademischer Lehrer und Herausgeber aus.

Der Philosoph Ernesto Grassi (1902–1991) gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zu den bekanntesten und einflussreichsten Professoren der Ludwig-Maximilians-Universität München. Der Band arbeitet verschiedene Aspekte seiner intellektuellen Biographie heraus und leistet damit einen Beitrag zum akademischen Selbstverständnis der jungen Bundesrepublik. Im Vordergrund stehen Grassis Wirken in München, seine Auseinandersetzung mit der deutschen Philosophie, seine Versuche zur Neukonstituierung einer bürgerlichen Öffentlichkeit im Nachkriegsdeutschland und seine internationale Ausstrahlung.

Gewaltsames Wissen

Szenographien der Desubjektivierung

Serie:

Ediert von Adam Czirak and Barbara Gronau

Konstitution sowie Destitution von Subjekten ist auf die strukturbildende Kraft von Szenen angewiesen. Welche inszenatorischen Elemente sind an Bildung und Destabilisierung, ja Auslöschung des Subjekts beteiligt? Welches Wissen wird darin produziert?
In einem interdisziplinären Ansatz konturiert der Band das Verhältnis von Wahrnehmung und Wissen, Politik und szenischer Öffentlichkeit entlang der Schwerpunkte Tribunal, Folter und künstlerischen Verfahren der Selbstverletzung. So wie Tribunale an der Schnittstelle von Rechtsperformanz und Theatralität operieren, ist in der Folter die Verletzung des Subjekts Teil eines Gefüges aus Geheimhaltung, Offenbarung, Mitwisserschaft. Eperimentell erprobte und szenisch aufgeführte Desubjektivierung in künstlerischen Verfahren zeigen kulturelle und gesellschaftliche Restriktionen ebenso wie Vorstellungen über das Subjekt und dessen Grenzen.

Liberalismus und soziale Gerechtigkeit

Zur politischen Philosophie von Rawls, Nozick und Hayek

Jochen Ostheimer

Soziale Gerechtigkeit ist ein kontrovers diskutierter Leitbegriff im politischen Diskurs. Der Band erarbeitet eine weiterführende Klärung durch eine hermeneutische Analyse einflussreicher zeitgenössischer liberaler Ansätze von John Rawls, Robert Nozick und Friedrich August von Hayek.
Der sinnvolle Bezugspunkt des Konzepts sozialer Gerechtigkeit ist die Gesellschaft als Ganze und nicht nur der Sozialsektor. Es sind daher nicht primär ökonomische (Um-)Verteilungen in den Blick zu nehmen, sondern die gesellschaftliche Institutionenordnung, die die Verteilung der vielgestaltigen sozialen Güter bedingt. Um diese Vielfalt angemessen zu erfassen, ist soziale Gerechtigkeit in ihrer Ausdeutung als Verteilungsgerechtigkeit plural zu konzipieren.