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Herrliche Schwere

Bildkonzepte der Herrlichkeit Gottes nach Kunstwerken von Richard Serra

Serie:

Kristin Riepenhoff

Für das Erscheinen der Herrlichkeit Gottes hat die jüdisch-christliche Geschichte verschiedene Bildkonzepte entfaltet. Ihre gemeinsame Basis ist der alttestamentliche Herrlichkeitsbegriff, der ursprünglich auch die Grundbedeutung der physischen Schwere beinhaltet.
Durch Orientierung an den Arbeiten des Bildhauers Richard Serra, dem bildhaftes Experimentieren mit Gewicht und Schwere ein zentrales Anliegen ist, erschließt Riepenhoff neue Ansätze für das theologische Nachdenken über die Herrlichkeit Gottes als Schwere. Dabei geht es auch um die Frage nach der Entwicklung angemessener Interpretationsverfahren bildlich strukturierter Bedeutungen in theologischen Diskursen.

Serie:

Ediert von Heidrun Alzheimer, Sabine Doering-Manteuffel, Daniel Drascek and Angela Treiber

Es ist vor allem Kroatiens Küstenlandschaft mit ihren über 1.000 vorgelagerten Inseln, die sich bei Reisenden seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einer hohen Beliebtheit erfreuen.
Jenseits der stereotypen Urlaubsbilder, die sich meist auf einen schmalen Küstenstreifen in den Sommermonaten fokussieren, stellt der massenhafte Tourismus jedoch auch eine große Herausforderung dar. Nicht nur ökonomisch, sondern auch sozio-kulturell hat sich seit der staatlichen Souveränität Kroatiens im Jahre 1991 viel verändert.

Kulturtransfer um 1900

Rilke und Russland

Serie:

Ediert von Dirk Kemper, Elisabeth Cheauré, Dirk Kemper, Ulrich von Bülow and Jurij Lileev

Redaktion Aleksej Zerebin, Paweł Zajas and Weertje Willms

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts interessierten sich russische Schriftsteller und Intellektuelle intensiv für die deutsche Romantik, sogen sie auf und transformierten sie in etwas spezifisch Russisches. Ein Ergebnis dieses Transformationsprozesse war das slavophile Denken seit der Mitte des Jahrhunderts. In den Jahren um 1900 interessierten sich wiederum deutsche Schriftsteller und Intellektuelle intensiv für diese angeblich „genuin russische“ Slavophilie.
Thomas Mann etwa gewann daraus die geistige Grundlage für seine Betrachtungen eines Unpolitischen. Früher noch als Mann nahm Rilke begierig slavophiles Denken auf, das ihm vor allem von Lou Andreas-Salomé vor und während ihrer gemeinsamen Russlandreisen vermittelt wurde.

Mensch und Gott

Eine Religionsphilosophie. Aus dem Schwedischen übersetzt und herausgegeben von Christian Tapp, unter Mitarbeit von Elisa Neuschulz

Serie:

Rainer Carls

Ediert von Christian Tapp

Rainer Carls bietet in diesem Lehrbuch eine Philosophische Theologie von einem klassisch katholischen Standpunkt. Religion und Glaube werden aus der Perspektive der Vernunft in den Blick genommen.
Wichtige Fragen des Buches sind, wie wir über Gott sprechen können, ob es ihn gibt und was wir darüber wissen können. Gottesbegriffe wie der des allervollkommensten Wesens, der ersten Ursache oder des absoluten Geistes werden vorgestellt und diskutiert. Schließlich werden Aspekte von Gottes Beziehung zur Schöpfung besprochen: sein Verhältnis zum Bösen in der Welt, zur Freiheit des Menschen und zur Weltgeschichte. Ein längeres Kapitel zur Geschichte der natürlichen Theologie rundet die Darstellung ab.

Serie:

Ediert von Michael Quante, Douglas Moggach and Nadine Mooren

Der Band versammelt philosophische Beiträge, die den Theorietyp des Autonomieperfektionismus in historischer und systematischer Perspektive beleuchten.

Im Zuge von Kants Kritik an früheren perfektionistischen Ethikentwürfen (insbesondere die von Gottfried Wilhelm Leibniz und Christian Wolff) entsteht ein neuer Theorietyp, der nicht wie die früheren Konzeptionen auf die Beförderung von Glück (Eudaimonie) abzielt, sondern auf die Beförderung von Freiheit, die Bedingungen ihrer Ausübung sowie eine Bestimmung der Grenzen staatlicher Interventionen. Die Beiträge beschäftigen sich in historisch-systematischer Absicht mit Positionen des 18. und 19. Jahrhunderts und bieten Darstellungen zu Fichte, Schiller, Humboldt, Hegel, den Britischen Idealisten und anderen Autoren.

Die praktische Notwendigkeit des Guten

Handlungstheoretische Ethikbegründung im Ausgang von Gewirth und Korsgaard

Christoph Bambauer

In der jüngeren praktischen Philosophie sind verschiedene Theorien entwickelt worden, die das Problem der Rechtfertigung von praktischer Normativität mittels Rekurs auf handlungstheoretische Reflexionen zu lösen versuchen. In vorliegender Studie werden diese Theorien kritisch rekonstruiert.
Im Mittelpunkt der Analysen stehen vor allem die beiden Ansätze von Alan Gewirth und Christine Korsgaard. Sie dienen als Ausgangspunkte für weiterführende Argumente, die für die allgemeine Tragfähigkeit der Idee praktischer Ethikbegründungen entwickelt werden.

Quelle und Prinzip

Rhetorische Grundlagen, poetische Konzepte, philologische Metaphorik, 1700-2000

Marcel Lepper

Die Konjunktur von Ressourcenfragen in den Philologien gibt Anlass, einen Schritt zurückzutreten und nach der älteren Metapher zu fragen: nach der rhetorischen, poetischen und philologischen »Quelle«.
Etabliert sich die »Quelle« als Terminus im engeren Sinne tatsächlich erst in den verwissenschaftlichten Philologien des 19. Jahrhunderts? Wie stark überlagert der romantische und postromantische Leitdiskurs alternative Quellenverständnisse? Je genauer man hinsieht, desto deutlicher erweist sich die Quellenmetapher als hintergründig, vielschichtig, problematisch. Wo verflacht die Rede von der Quelle in der Metaphernvergessenheit der Hilfswissenschaften? Wo wird das Versprechen der Unerschöpflichkeit zur Zumutung und Bedrohung? An welcher Stelle kommt das Ressourcenverständnis als Gegenszenario ins Spiel?

Rechtsgefühl

Subjektivierung in Recht und Literatur um 1800

Serie:

Florian Schmidt

Rechtsgefühl – Das menschliche Herz wird zum metaphorischen Quell des Rechts und rückt im gleichen Zug in den Fokus von Regierungs- und Erziehungstechnologien.
Der Mensch wird im 18. Jahrhundert juridisch als Träger von Rechten und anthropologisch nicht nur als vernünftiges, sondern vor allem auch als empfindsames Wesen entworfen, das sich sowohl moralisch als auch rechtlich vom Vermögen des Gefühls leiten lassen kann und soll. Florian Schmidt arbeitet in seiner interdisziplinär angelegten Studie die wechselseitige Bezogenheit von Recht und Gefühl in literarischen, juridischen und philosophischen Texten um 1800 heraus und profiliert das Rechtsgefühl als ein für die Subjektbildung in der Moderne zentrales Konzept.

Die Stimmen der Fächer hören

Fachprofil und Bildungsanspruch in der Lehrerbildung

Ediert von Michaela Heer and Ulrich Heinen

Lehrerbildung ist in Deutschland zunächst und vor allem Sache des Fachstudiums. Die Fächer tragen den größten Teil der universitären Lehrerbildung. Ihr Fachprofil und ihr Bildungsanspruch prägen die berufliche Identität und das Handeln von Lehrerinnen und Lehrern grundlegend.
In der aktuellen Diskussion um die Lehrerprofessionalisierung haben die ausbildenden Fächer eigentümlicherweise kaum eine Stimme. Bei der Weiterentwicklung der Lehrerbildung bleiben sie ungehört und werden in ihren Bildungspotentialen unterschätzt. Der Sammelband erschließt die fachlichen Perspektiven der lehrerbildenden Wissenschaftsdisziplinen auf die Lehrerbildung.

Serie:

Ediert von Iuditha Balint and Thomas Wortmann

Die Beiträge des Bandes verstehen „Krise“ als einen zentralen Bestandteil kultureller und gesellschaftlicher Institutionen – und gleichermaßen als Ursprung und Effekt von Erzählungen: Einerseits müssen Krisenphänomene narrativ hergestellt, medien-, gattungs- und disziplinspezifisch in Szene gesetzt werden, andererseits dient die Kulturtechnik des Erzählens – nicht nur im engeren Sinne einer talking cure – der Überwindung von und dem Lernen aus Krisen. Dabei stellen Krisen in Erzählprozessen als Ereignis meist den Zeitpunkt unmittelbar vor einem Wendepunkt dar: Krisen erfordern Entscheidungen.