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Wolfgang Funk

Ediert von Oliver Dimbath and Michael Heinlein

Jeweils ausgehend von einem aktuellen Ereignis oder Phänomen wird anschaulich in die Grundlagen der Geschlechtersoziologie eingeführt. Diskussionen über das Thema ›Gender‹ und das Verhältnis der Geschlechter sind seit jeher ein Leitprinzip des gesellschaftlichen und kulturellen Selbstverständnisses. Ihre theoretische wie praktische Neuverhandlung sind dabei sowohl Spiegel wie Antrieb eines Wandels im Gesellschaftsbild.

Gender / Queer Studies

Eine Einführung

Nina Degele

Ediert von Nina Degele and Christian Dries

Deutsche Frauenlieder des fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts

Authentische Stimmen in der deutschen Frauenliteratur der Frühneuzeit oder Vertreter einer poetischen Gattung (das Frauenlied)?

Albrecht Classen

Diese Edition präsentiert zum ersten Mal sogenannte Frauenlieder des fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts, die, soweit es sich heute noch sagen läßt, wahrscheinlich in der Tat von Frauen verfaßt wurden. Diese Frauenlieder, weitgehend in Liederbüchern enthalten, haben bis heute praktisch noch nicht die Aufmerksamkeit der Forschung auf sich gelenkt, was ihrer Entdeckung ein besonderes Gewicht verleiht. Obwohl uns bisher noch der letzte Beweis für die Behauptung fehlt, daß Frauen als die Verfasserinnen bezeichnet werden können, weil die Lieder alle anonym aufgezeichnet wurden, weisen doch sowohl die Liedinhalte als auch die Selbstbezeichnungen der Sängerinnen darauf hin, daß dies der Fall gewesen sein wird. Die Edition beruht auf umfangreichen Archivforschungen und bietet Frauenlieder, die uns entschieden dazu drängen, die Rolle von Frauen im frühneuzeitlichen literarischen Diskurs über Liebe neu zu interpretieren. Wie immer man die Gattung beurteilen wird, so liegt doch fest, daß diese Frauenlieder an erster Stelle für ein weibliches Publikum gedacht waren, das mit diesen Texten seine individuelle Anliegen, Sorgen, Erfahrungen und Hoffnungen auszudrücken vermochte. Diese Anthologie demonstriert zudem, daß die mittelhochdeutsche Liedgattung Frauenlied eine erstaunlich lange Tradition bis weit in die Frühneuzeit erlebte, obwohl die hier vorgestellten Liedtexte einen entschiedenen, vielleicht als typisch weiblich zu bezeichnenden Tonfall und ein neuartiges Selbstbewußtsein reflektieren.

Das Heilige im Profanen

Eine qualitative Studie zu religiösen Orientierungen von Frauen aus der charismatisch-evangelikalen Bewegung

Ulrike Popp-Baier

In diesem Band wird die religiöse Kultur einer charismatischen Frauengruppe psychologisch analysiert. Partizipierende Beobachtungen, Dokumentenanalysen und narrative Interviews bilden den methodischen Zugang zu den religiösen Deutungen des Alltags und der eigenen Lebensgeschichte. Die Analysen zeigen, daß die Bekehrung zur charismatisch-evangelikalen Variante des christlichen Fundamentalismus die Konstruktion eines Erfahrungs- und Erwartungsraums erlaubt, welcher sich durch einen Zuwachs an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten auszeichnet. Alltagspraktisch bieten sich dadurch u.a. Möglichkeiten der Rationalisierung von Entscheidungen und der Bewältigung von Kontingenzen. Lebenspraktisch können durch die religiöse Strukturierung von Erfahrungen deren personale, soziale und leibliche Dimensionen wieder akzentuiert und zu einer stringenten Lebensform verbunden werden. Dazu gehören auch ritualisierte Formen narrativer Selbstthematisierung, welche die Konstruktion einer kohärenten Biographie erlauben. Eine feministisch-kritische Interpretation derartiger Lebensgeschichten zeigt, daß manche dieser Erzählungen auch als Emanzipationsgeschichten gelesen werden können.
Gegenstandstheoretische Überlegungen zum Religionsbegriff und der methodische Entwurf einer kulturpsychologischen Religionsforschung bilden den metatheoretischen Kontext dieser empirischen Studie. Dabei wird das Konzept einer Religionspsychologie als hermeneutischer Kulturanalyse theoretisch ausgearbeitet und zugleich empirisch erprobt.

Schauspielerinnen im Europa des 18. Jahrhunderts

Ihr Leben, Ihre Schriften und Ihr Publikum

Ruth B. Emde

Das Theater des 18. Jahrhunderts war Schauplatz für Auseinandersetzungen, deren Ergebnisse bis heute unsere Wahrnehmung von Kunst, Wirklichkeit, Illusion, Natur und der Geschlechterrollen bestimmen. In diesen Auseinandersetzungen spielten Schauspielerinnen die größte Rolle, denn der Bruch zwischen Realität und Fiktion sollte in der Physis und Psyche der Schauspielerin aufgehoben werden. Für die literarischen, ästhetischen und moralischen Diskurse des 18. Jahrhunderts gehören daher die Schriften von und über Schauspielerinnen zu den wichtigsten, jedoch bislang nicht berücksichtigten Forschungsgrundlagen. Sie kommen in dieser Untersuchung erstmals als kontroverse Standpunkte in jenen Diskussionen zum Sprechen, in denen die Begriffe Frauen und Fiktion aus einem Machtinteresse miteinander verknüpft wurden.
Um dieses alte Machtinteresse in ein aktuelles Erkenntnisinteresse zu verwandeln, wird hier nicht mehr nach einer historischen Wahrheit gefragt, sondern nach der Fiktionalität von Texten, nicht die soziale Realität soll rekonstruiert werden, vielmehr die unterschiedlichen Betrachtungsweisen von Wirklichkeit und Illusion. Und es wird nicht danach gefragt, wie Männer und Frauen waren oder sein sollten, sondern nach den Rollen, die sie einander streitig machten. Als Antagonisten treten Väter und Töchter auf, Herrscher und Untertaninnen, Gelehrte und Prinzipalinnen, Feuilletonisten und Tragödinnen, Liebhaber und Künstlerinnen, Zensoren und Rebellinnen, die Kirche und Wanderschauspielerinnen, der Harlekin und die Tragödie.
Schauspielerinnen nahmen nicht nur gegenüber einer unaufgeklärten Öffentlichkeit eine kritische Haltung ein, sondern auch einer Öffentlichkeit, die sich selbst für aufgeklärt hielt. Der Kampf der Schauspielerinnen um ihre Selbstbestimmung war allerdings mit ihrer Lebensspanne erschöpft und am Ende des 18. Jahrhunderts bis auf weiteres für alle Frauen verloren. Zweihundert Jahre später ist es Zeit, sich ihre Ziele, ihre Konflikte, ihren Protest und ihre Erkenntnisse zu vergegenwärtigen.

Amazonen der Literatur

Studien zur deutschsprachigen Frauenliteratur der 70er Jahre

Margret Brügmann

Ediert von Jan Aler and Charlotte van Praag

Die Bedeutung der Zeit in den Romanen von Marguerite Duras

Unter bes. Berücksichtigung des Einflusses von Faulkner und Hemingway

H. Steinmetz-Schünemann