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Die praktische Notwendigkeit des Guten

Handlungstheoretische Ethikbegründung im Ausgang von Gewirth und Korsgaard

Christoph Bambauer

In der jüngeren praktischen Philosophie sind verschiedene Theorien entwickelt worden, die das Problem der Rechtfertigung von praktischer Normativität mittels Rekurs auf handlungstheoretische Reflexionen zu lösen versuchen. In vorliegender Studie werden diese Theorien kritisch rekonstruiert.
Im Mittelpunkt der Analysen stehen vor allem die beiden Ansätze von Alan Gewirth und Christine Korsgaard. Sie dienen als Ausgangspunkte für weiterführende Argumente, die für die allgemeine Tragfähigkeit der Idee praktischer Ethikbegründungen entwickelt werden.

Ediert von Jan Gehrmann, Ruben Langer and Andreas Niederberger

Ist die drohende Klimakatastrophe überhaupt noch abwendbar – und mit welchen politischen Mitteln? Extreme Dürre, Hungersnöte, Massenmigration und die exorbitanten Folgekosten des Klimawandels – all das ist Teil der wissenschaftlichen Diskussion über die möglichen Konsequenzen des anthropogenen Klimawandels.
Diese Prognosen werfen zahlreiche normativ-ethische Fragen auf: Wer trägt eigentlich die Verantwortung für den Klimawandel? Was sind die Kosten und wie sollen sie gerecht verteilt werden? Lassen sich die dringend erforderlichen Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausemissionen überhaupt im Rahmen nationaler Demokratien durchsetzen oder bedarf es starker internationaler Institutionen mit besonderen Machtbefugnissen?
Der Band macht wichtige Beiträge zur Klimaethik erstmals in deutscher Sprache zugänglich. Neben zentralen Texten aus der internationalen Forschung finden sich die Debatte weiterführende Originalbeiträge.

Das Leben beenden

Über die Ethik der Selbsttötung

Héctor Wittwer

Serie:

Ediert von Martin Dabrowski, Judith Wolf and Karlies Abmeier

Redaktion Arnd Küppers, Christian Müller, Joachim Wiemeyer and Marianne Heimbach-Steins

Umweltpolitik im Bereich von Energie, Boden und Wachstum gehört zu den Kernfragen nationaler und internationaler Politik. Wie können globale, gerechte und nachhaltige Lösungen aussehen?
In diesem Sammelband der Reihe „Sozialethik konkret“ wird die vielschichtige Problematik einer globalen und gerechten Umweltpolitik aufgegriffen und aus der Sicht unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen diskutiert. Im Diskurs der verschiedenen Wissenschaften sollen eine ausgewogene Beurteilung der Thematik erreicht, Vorschläge zur konkreten Gestaltung von Reformprozessen und konkrete Ausgestaltungen der Umweltpolitik erarbeitet und offene und weiterführende Fragestellungen identifiziert werden.

Fichte und seine Zeit

Kontext, Konfrontationen, Rezeptionen

Serie:

Ediert von Matteo Vincenzo d'Alfonso, Carla De Pascale, Erich Fuchs and Marco Ivaldo

Mit dem Ausdruck „Fichte und seine Zeit“ können die letzten Jahre des 18. und das erste Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts bis zur Völkerschlacht von 1813 überschrieben werden: die ertragreichsten Jahre im Schaffen und Wirken Fichtes. Fichte erarbeitete das System der Wissenschaftslehre keineswegs in Selbstisolierung und ohne Rücksicht auf die spekulativen Anregungen, die er von dem ihn prägenden geistigen und kulturellen Milieu erhielt. Die Jahre des Übergangs vom 18. zum 19. Jahrhundert sind auch diejenigen, in welche man die Geburt der ‚romantischen Bewegung‘ ansetzt, deren Vaterschaft man wohl Fichte zusprechen muss, obzwar er bald von vielen seiner Schülern verleugnet wurde. Diese Jahre machen zugleich einen entscheidenden Zeitabschnitt in der deutschen Geschichte aus, welcher große Veränderungen – sowohl in staatlich-institutioneller als auch in gesellschaftlicher Hinsicht – mit sich gebracht hat und der mit den Eroberungskriegen Napoleons zu Ende geht, welche eine Zäsur in der deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts bewirkt haben. Die Absicht vorliegenden Buches ist es, das Geflecht der unterschiedlichen Fragestellungen, die mit dem Stichwort „Fichte und seine Zeit“ verbunden sind, in Betracht zu nehmen und ihre internen Zusammenhänge und ihre Geschlossenheit deutlich zu machen. Das Ziel ist daher, nicht nur die einzelnen Themen in ihrem Entstehen, Aufblühen, Sich-Entfalten zu verfolgen, sondern näher zu verstehen, wie Fichtes Gedanke gerade dank dem intellektuellen und wissenschaftlichen Austausch und der Auseinandersetzung mit ‚seiner Zeit‘ bzw. seinen Zeitgenossen gereift und selbstbewusst geworden ist.

Die Beiträge stammen von Elena Alessiato (Greifswald/Turin), Marco Bazzan (Toulouse), Carla De Pascale (Bologna), , Faustino Fabbianelli (Parma), Luca Fonnesu (Pavia), Erich Fuchs (Eichenau/München), Jonas Gralle (Freiburg), Laurent Guyot (Toulouse), Tamás Hankovszky (Budapest), Silvan Imhof (Bern), Marco Ivaldo (Neapel), Jindřich Karàsek (Prag), Hans Georg von Manz (München), Monica Marchetto (Palermo), Hitoshi Minobe (Tokyo), Alessandro Novembre (Lecce), Ernst-Otto Onnasch (Utrecht), Francisco Prata Gaspar (São Paulo/München), Manuel Roy (Montréal), Irene Sacchi (Berlin), Stefan Schick (Pentling/Regensburg), Jürgen Stahl (Leipzig), Nobukuni Suzuki (Tokyo), Hartmut Traub (Mühlheim/Ruhr), Martin Vrabec (Hradec Kralove)


Ethik und Ästhetik bei Fichte und Sartre

Eine vergleichende Studie über den Zusammenhang von Ethik und Ästhetik in der Transzendentalphilosophie Fichtes und dem Existenzialismus Sartres

Serie:

Lucia Theresia Heumann

Fichte wie auch später Sartre gewinnen vergleichbare Resultate auf der theoretischen Ebene hinsichtlich der ethischen Fundierung der Intersubjektivität im Selbstbewusstsein. Die Rolle der Ästhetik wird von beiden Denkern aufgrund ethischer Implikationen so bestimmt, dass sie die durch sie bestimmte Intersubjektivität auf praktischer Ebene zum Vorschein bringt. Die Ästhetik stellt bei beiden Autoren nicht einen Selbstzweck dar, sondern spielt eine herausragende Rolle für die Bildung der Menschen. Sartre wie auch Fichte brauchen die Ästhetik, um die Ethik zu fundieren. Während Sartre ein unmittelbar lebensbezogenes ästhetisches Denken hat, in dem er ethische Aspekte in seiner Literatur anhand konkreter Beispiele verarbeitet, geht es Fichte in seinen Ausführungen zur Ästhetik vornehmlich um die Frage nach der Bedingung der Möglichkeit des ästhetischen Bewusstseins und darum, dieses als Voraussetzung des ethischen Bewusstseins zu bestimmen.
Sartres Ethik offenbart sich vor allem in seinem ästhetischen Schaffen. Dem ästhetischen Moment in Sartres Ethik kommt die zentrale Aufgabe für die Entwicklung des ethischen Individualismus des Menschen und der gesamten Menschheit zu. Die Analogie zu Fichtes transzendentalkritischem Idealismus liegt in der Fundierungsrolle der Ästhetik für die Ethik in beiden philosophischen Konzeptionen, woraus eine aussagefähige Ethik in Sartres Existenzphilosophie resultiert. So zeigt sich In Sartres Literatur der direkte Wechselbezug zwischen praktischer Ethik und produktiver Ästhetik. Die Funktion der Ästhetik wird von Sartre dadurch bestimmt, dass in seinem Konzept mittels der Ästhetik die Vermittlung zwischen theoretischer und praktischer Vernunft geleistet wird.

Serie:

Ediert von Christoph Asmuth and Wilhelm Metz

Serie:

Ediert von Hermann-Josef Scheidgen, Norbert Hintersteiner and Yoshiro Nakamura

Der Begriff „Globalisierung“ wird zunehmend nicht nur in den Disziplinen der Ökonomie und der Kommunikationswissenschaft diskutiert, sondern auch in den Gesellschafts- und Erziehungswissenschaften sowie insbesondere in der Interkulturellen Philosophie. Der Diskurs über Globalisierung verläuft dabei
teilweise analog demjenigen über Inter- und Multikulturalität.
Die Beiträge dieses Bandes geben ein breites Spektrum wieder. Sie reichen von der Konstatierung der Globalisierung als einer Rahmenbedingung, zu der man sich als Wissenschaftler reflexiv oder reaktiv zu verhalten habe, über die Analyse diverser Teilaspekte und über visionäre Einforderungen utopischer Globalisierungsauslegungen bis zur Negierung ihrer erkenntnistheoretischen Bedeutung. Das Gemeinsame dieser Vielfältigkeit ist die Bestimmung des Globalen als eines Szenarios der Begegnung.

Diskurs und Befreiung

Studien zur philosophischen Ethik von Karl-Otto Apel und Enrique Dussel

Serie:

Hans Schelkshorn

Die europäische Diskursethik und die lateinamerikanische Philosophie der Befreiung artikulierten Anfang der 70er Jahre das weitverbreitete Bedürfnis nach grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen. Inzwischen stoßen allerdings diskurstheoretische Vernunftmoralen und neomarxistische Befreiungsphilosophien nicht nur im postmodernen Denken auf tiefe Skepsis. Vor dem Hintergrund wachsender sozialer Ungleichheit in Nord und Süd und der zunehmenden Macht populistischer bzw. fundamentalistischer Strömungen scheint es gegenwärtig jedoch durchaus angebracht zu sein, mögliche Errungenschaften der Diskurs- und Befreiungsethik in einer präzisen und zugleich kritischen Auseinandersetzung mit ihren theoretischen Grundlagen zu rekonstruieren und damit vorschnellen Abschiedsreden nochmals ins Wort zufallen. In einer vorsichtigen, die universalistische Orientierung prinzipiell bewahrenden Rekontextualisierung der Moraltheorien von Karl-Otto Apel und Enrique Dussel werden einerseits Möglichkeiten für gegenseitige Korrekturen und Ergänzungen zwischen Diskurs- und Befreiungsethik, andererseits aber auch Perspektiven für eine interkulturell orientierte Ethik als Fundament einer Kritischen Theorie der globalen sozialen Frage analysiert.

Serie:

Ediert von R.A. Mall and Notker Schneider

Der fünfte Band der Reihe trägt den Titel Ethik und Politik aus interkultureller Sicht. Neben einer begrifflichen, methodischen und inhaltlichen Klärung, was aus interkultureller Sicht bedeutet, werden in den verschiedenen Beiträgen ethische und politische Ansätze im heutigen Weltkontext der Philosophie erörtert. Interkulturell orientiertes philosophisches Denken weist alle Zentrismen zurück, ohne jedoch die jeweilige kulturelle Sedimentiertheit in Frage zu stellen. Folgerichtig wird so auch ein jeder Monismus abgelehnt. Das heutige Angesprochensein der Kulturen verlangt von uns, von den beiden Fiktionen einer totalen Identität und völligen Differenz unter den ethischen und politischen Modellen Abschied zu nehmen. Die These von der Überlappung zielt auf das Wahrnehmen von grundsätzlichen Ähnlichkeiten und erhellenden Differenzen in den Ansätzen. Wer einen Pluralismus bejaht, muß auch bereit sein, im Geiste der Toleranz die unterschiedlichen Ansätze zur Ethik und Politik ernst zu nehmen. Wer den Konsens zu sehr betont, liebäugelt mit irgendeinem Identitätsmodell, vernachlässigt den Kompromiß. Tatsache ist jedoch, daß gerade Kompromisse zur Konfliktlösung beitragen. So sind die Beiträge dieses Bandes dem Ziel gewidmet, sowohl eine theoretische Begründung als auch eine praktische Bewältigung der interkulturellen Verständigung in Ethik und Politik zu leisten.