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Serie:

Burkhard Moennighoff and Eckhardt Meyer-Krentler

Gefahr oder Risiko

Zur Geschichte von Kalkül und Einbildungskraft

Ediert von Georg Mein and Heiko Christians

Von Gefahren ist täglich die Rede. Doch die Kulturwissenschaften und Sozialwissenschaften beschäftigen sich hauptsächlich mit Form und Logik des Risikos. Das will dieser Band ändern, indem er eine kultur- und medienhistorische Genealogie der Gefahr und ihrer Vorstellungsräume im Verhältnis zum Risiko liefert.
Die Entstehung des Risikos und die Geschichte seiner kalkulativen Minimierung im frühneuzeitlichen Versicherungswesen sind gut erforscht. Aber wie steht es um die scheinbar existenzielle „Gefahr“? Sie gerät erst viel später, mit einem verhältnismäßig winzigen Kapitel in Clausewitzʼ posthumen Riesenwerk Vom Kriege (1832–1834), in den Fokus. Clausewitz erkennt, dass die Gefahr immer auch ein Wahrnehmungsproblem ist, ein ästhetisches Konstrukt, das angewiesen ist auf ein Bewusstsein für die technische Vermittlung der Eindrücke.

Serie:

Norbert Otto Eke and Alo Allkemper

Terror und Spiel

Probleme der Mythenrezeption

Serie:

Ediert von Manfred Fuhrmann

Welche Funktion, welche Realität hat Mythisches in nicht-mehr-mythischer Zeit? So lautet die zu Grunde liegende Frage dieses nun in dritter Auflage neuerscheinenden Klassikers aus der Reihe Poetik und Hermeneutik.
Mit Beiträgen von Hans Blumenberg, Jean Bollack, Manfred Fuhrmann, Jacob Taubes, Reinhart Herzog, Hans Robert Jauß, Rainer Warning, Ferdinand Fellmann, Odo Marquard, Reinhardt Habel, Ulrich Gaier, Harald Weinrich, Gerhard Hergt, Wolfgang Iser, Jurij Striedter, Miroslav Kacer, Karlheinz Stierle und Wolfhart Pannenberg.

Fichte und die Kunst

Fichte-Studien Jahrgang 25 – 2014/1 (Band 41)

Serie:

Ediert von Ives Radrizzani and Faustino Oncina Coves

Aspekte erzählender Prosa

Eine Einführung in Erzähltechnik und Romantheorie

Serie:

Jochen Vogt

Einübung in die Literaturwissenschaft

Parodieren geht über Studieren

Serie:

Harald Fricke and Rüdiger Zymner

Im Schatten der Literaturgeschichte

Autoren, die keiner mehr kennt? Plädoyer gegen das Vergessen

Serie:

Ediert von Jattie Enklaar, Hans Ester and Evelyne Tax

Schlägt man ein willkürliches Handbuch der deutschen Literatur aus dem 19. Jahrhundert auf, so begegnet man Namen, die nur noch wenige kennen. Eine solche Begegnung kann ein Schock sein. Was hat man nicht alles versäumt? Hat man das Glück, über eine (ur)großelterliche Bibliothek zu verfügen, ist man erstaunt, wenn man außer den Namen etablierter Klassiker, wie Goethe, Schiller, Heine oder Lenau, in weit größerer Zahl Werke antrifft, die der bürgerlichen Bildungstradition des 19. und des anfangenden 20. Jahrhunderts ihren Stempel aufgedrückt haben, manchmal sogar in zwanzigbändigen, schmucken Ausgaben. Da trifft man auf Namen wie Felix Dahn, Paul Heyse, Waldemar Bonsels, Otto Flake und Otto Roquette. An ihrer Seite treten im 19. Jahrhundert schon andere Autoren in Erscheinung, die den konservativen Kräften entgegenwirkten und sich energisch für eine neue Gesellschaft und eine neue Literatur einsetzten. Im 20. Jahrhundert ist eine ähnliche Entwicklung wahrzunehmen, anfangend mit den Expressionisten, unter denen es auch „Vergessene“ und „poetae minores“ gibt, die an der Geschichte ihrer Zeit aber mit neuer Innerlichkeit teil hatten und einen Ansturm gegen die Grenzen der tradierten Literatur unternahmen. Die Literaturgeschichte sichtet und beseitigt. Ob dieses Sichten und Unsichtbarmachen mit Recht geschehen ist, bildet die Kernfrage dieses Buches.

Der Dramatiker als Psychologe

Figur und Zuschauer in Schillers Dramen und Dramentheorie

Lothar Pikulik

Schillers dramatisches Schaffen, von Beginn an im Zeichen eines psychologischen Interesses, verfährt seit den Räubern nach der Methode, "die Seele gleichsam bei Ihren geheimsten Operationen zu ertappen". So konzentriert sich die Darstellung auf die Figur und deren Inneres, das sich verbal und gestisch äußert. Dabei agiert die Figur als Objekt dreifachen Beobachtens (Zuschauens): durch den Autor, den Mitspieler auf der Bühne, den Betrachter im Publikum. Zudem sind Schillers Figuren Zuschare ihrer selbst. - Das psychologische Rüstzeug gewinnt Schiller im Zuge seines Medizinstudiums an der Karlsschule, wo er besonders über den psychosomatischen Zusammenhang des Organismus instruiert wird. Psychologisches wissen wächst ihm sodann durch die Gefühlskultur des 18. Jahrhunderts (Empfindsamkeit) und durch das eigene Schaffen (als literarische Erfahrung) zu. Insofern er auch Einblicke ins Unbewußte (die "Nachtseite") seiner Figuren eröffnet, ergeben sich Beziehungen dieses Klassikers zur Romantik. - Wie als Psychologe im Drama versteht Schiller sich als Psychotherapeut in der Dramentheorie. Im Theater soll der Zuschauer von der Zerissenheit durch die moderne Zivilisation geheilt, durch das Erleben des "erhabenen" zur inneren Freiheit und menschlichen Würde erzogen werden.