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Epiphanien

Religiöse Erfahrungen in deutschsprachiger Prosa der ästhetischen Moderne

Serie:

Hendrick Heimböckel

Seit den frühen Schriftzeugnissen ist die religiöse Erfahrung ein wesentlicher Topos von Literatur: in kosmologischen und prophetischen Texten über philosophische Dialoge bis hin zu Epos, Drama und Lyrik.
In der deutschsprachigen Prosa der Romantik zeichnet sich ein Funktionswandel von religiösen Erfahrungen ab, der sich durch die ästhetische Moderne zieht. Diesen Auswirkungen widmet sich die hier vorliegende Studie anhand der systematischen Analyse von Epiphanien in deutschsprachiger Prosa der Romantik und der 1920er bis 1950er Jahre.

Gespielte Träume und Traumspiele

Traumdarstellungen in der Dramatik des 20. und 21. Jahrhunderts

Serie:

Kristina Höfer

Der Traum hält für das Drama seit jeher ein besonderes Potenzial bereit. In Theaterstücken kann ein Traum erzählt, szenisch präsentiert oder als übergreifender Darstellungsmodus eingesetzt werden. Er eignet sich zur Motivierung der Handlung genauso wie zur dramatischen Selbst-bespiegelung oder als Formprinzip.
Ausgehend von August Strindbergs Ett drömspel (1902) untersucht die literaturwissenschaftliche Studie auf der Basis eines breiten Textkorpus Traumdarstellungen in Theatertexten ab 1900. In detaillierten Einzel-analysen repräsentativer Traumspiele von Werner Fritsch, Emine Sevgi Özdamar und Peter Handke zeigt das Buch zudem die selbstreflexiven und intertextuellen Dimensionen von dramatischen Traumdarstellungen auf und spürt dem engen Zusammenhang von Traum und Memoria nach.

Die Entstehung modernistischer Ästhetik und ihre Umsetzung in die Prosa in Mexiko

Die Verarbeitung der französischen Literatur des fin de siècle

Serie:

Andreas Kurz

Das vorliegende Buch zeichnet die Herausbildung einer Dekadenzästhetik der Jahrhundertwende im Mexiko des Porfiriats nach. Aus historischen Gründen konnte es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Mexiko nicht zur Entstehung einer der europäischen Bewegung vergleichbaren Romantik kommen. Erst mit einer Verspätung von etwa 50 Jahren wurden bis dahin vernachlässigte Tendenzen der französischen und deutschen Romantik rezipiert. Diese Aufnahme fiel zeitlich mit dem Erfolg der französischen Literatur nach Baudelaire zusammen. Eine Mischung diverser Ismen, die in Mexiko als homogener dekadenter oder im weitesten Sinne moderner Block verstanden wurden, führte zur Durchsetzung des Modernismo im Lande, der sich nicht zuletzt in den beiden großen Zeitschriften der Bewegung – Revista Azul und Revista Moderna- manifestierte. Die Besprechung dieser beiden Organe, sowie die Analyse der wichtigsten erzählerischen Werke des Modernismo in Mexiko bilden den Kern des Buches, das auch ein Beispiel für Saids „Reise der Ideen“ bereitstellen möchte. Der Modernismo als erste unabhängige literarische Bewegung Lateinamerikas wird als eigentliche Romantik des Kontinents interpretiert, die erst durch die Internationalisierung der Kultur und –in Mexiko- die komplexe soziale und politische Konstellation der belle époque unter Porfirio Díaz möglich wurde.

Europa in Grande Sertão: Veredas

Grande Sertão: Veredas in Europa

Serie:

Stefan Kutzenberger

Grande Sertão: Veredas ist einer der großen Romane der Moderne, der in seiner Materie und Sprache dabei brasilianischer nicht sein könnte. Eigens nach „Europa in Grande Sertão: Veredas“ zu suchen, scheint deshalb ein gewagtes Unternehmen. Stefan Kutzenberger zeigt jedoch, dass die europäische Tradition diesem brasilianischen Nationalepos nicht nur einzelne Themen und Motive wie Pakt und Teufel liefert, sondern dass auch die christliche Weltsicht Riobaldos aus Europa stammt und dort vor allem aus der religiösen Philosophie Søren Kierkegaards. An Hand dessen Theorie der Wiederholung soll Riobaldos ewige Frage nach seiner Schuld endlich beantwortet werden.
Eine kurze Geschichte der Rezeption von João Guimarães Rosas Werk in Deutschland und eine kritische Analyse der berühmten deutschen Übersetzung von Curt Meyer-Clason zeichnen den Weg von „Grande Sertão: Veredas in Europa“, vor allem im deutschsprachigen Raum, nach. Der hier erstmals veröffentlichte Briefwechsel zwischen Guimarães Rosa und dem Kiepenheuer & Witsch Verlag schafft einen unmittelbaren Einblick in das Verlagswesen der 60er Jahre, das mit einer nahezu unschuldigen Begeisterung auf der Suche nach dem exotischen Lateinamerika war.

Transkulturelle Beziehungen

Spanien und Österreich im 19. und 20. Jahrhundert

Serie:

Ediert von Marisa Siguán and Karl Wagner

Der vorliegende Band versammelt die Arbeiten von spanischen und österreichischen Literaturwissenschaftlern, die im Rahmen eines von Marisa Siguán (Universität Barcelona) und Karl Wagner (Universität Wien) geleiteten bilateralen Forschungsprojekts intertextuelle und interkulturelle Beziehungen zwischen österreichischer und spanischer Literatur im 19. und 20. Jahrhundert erforscht haben.
Die Beiträge des Bandes konzentrieren auf folgende symptomatische Aspekte der literarisch-kulturellen Entwicklung in Spanien und Österreich:
- auf Differenzen, Besonderheiten und unterschiedliche Prozesse, die Epochenbegriffe wie Realismus und Fin de siècle nachhaltig transformiert haben.
- auf das dynamische Verhältnis von Zentrum und Peripherie in den literarischen Manifestationen, das in besonderer Weise vergleichende Kultur-Analysen herausfordert.
- auf Bewältigungsversuche des Horrors der Geschichte in der Literatur beider Länder, die ein fundamentales Thema für die Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts darstellt. Dabei interessiert insbesondere auch die Frage, inwieweit sich bei den Tätern und deren Nachfahren ein Bewusstsein von dem gebildet hat, was sie taten; Versuchen, die Monstrosität der je eigenen Vergangenheit revisionistisch zu verharmlosen und mit einer selbstzufriedenen Geschichtslosigkeit kompatibel zu machen, gilt besondere kritische Aufmerksamkeit.

Schwindelerfahrungen

Zur kulturhistorischen Diagnose eines vieldeutigen Symptoms

Serie:

Ediert von Rolf-Peter Janz, Fabian Stoermer and Andreas Hiepko

Kaum eine Erfahrung dürfte ein bündigeres Resümee der Befindlichkeiten der Gegenwartskultur, ihrer Verunsicherungen und Verlockungen, ihrer Erwartungen und Zweifel geben als jene des Schwindels, in der Angst und Lust nah beieinander liegen und Taumel und Täuschung zweideutig ineinander spielen.
Folgt man dem Schwindel als einem Leitsymptom der kulturhistorischen Diagnose, so stößt man in den ästhetischen und wissenschaftlichen Diskursen, in denen Schwindelerfahrungen zumal in den letzten zwei Jahrhunderten thematisiert und inszeniert wurden, auf jene irritierenden Herausforderungen an den Gleichgewichtssinn moderner Subjekte, die den Weg der Modernisierung von ihren emphatischen Anfängen bis zur Enttäuschung in der Posthistoire begleitet haben.
Dieser Band versammelt Annäherungen an vielfältigen Schwindelphänomene aus der Sicht der Medizin, der Kulturgeschichte, der Literatur- und Filmwissenschaft.

Serie:

Ernst Grabovszki

Welche Möglichkeiten der Kooperation zwischen Vergleichender Literaturwissenschaft und Sozialgeschichte gibt es? Selbst wenn der Zenit der Sozialgeschichte als modisdcher Orientierung in der Literaturwissenschaft – im speziellen der Germanistik – überschritten ist, können sozialgeschichtliche Fragestellungen noch lange nicht als überholt gelten. Das beweisen nicht nur die zeitgenössische theoretische Diskussion, sondern auch die aktuellen Problemstellungen der (Vergleichenden) Literaturwissenschaft. Diese Arbeit umreißt die Entstehung und die Programmatik der Sozialgeschichte innerhalb der Geschichtswissenschaft in Deutschland, Frankreich und den USA und untersucht jene Nahtstellen, an denen Sozialgeschichte und Komparatistik sinnvoll kooperieren können: Die Methode des Vergleichs, die Mentalitätsgeschichte, die Imagologie, die Historische Anthropologie, die Ethnographie, der New Historicism und schließlich Weltliteratur unter den Vorzeichen der Globalisierung werden als interdisziplinäre Projekte beschrieben.

Serie:

Ediert von Norbert Bachleitner

Anhand einer Reihe von Fallstudien setzt der Band ein erweitertes Konzept von Rezeptionsgeschichte in die Praxis um. Nach diesem Konzept umfaßt die Erforschung der Rezeptionsgeschichte die buchhandelsgeschichtlichen Grundlagen, die Übersetzungen und Bearbeitungen, die Aufnahme auf der Bühne und die literarische Kritik ebenso wie die verschiedenen Formen der produktiven Rezeption. Die Beiträge behandeln Leipzig als Vermittlungszentrum englischsprachiger Literatur, wichtige Rezensionsorgane wie das Magazin für die Literatur des Auslandes und das vielfältige kritische Echo auf (Autor(inn)en wie Maria Edgeworth, Lady Sidney Morgan, Byron, Thomas Moore, Mary Elizabeth Braddon, George Eliot und William Morris; Übersetzungen und Bearbeitungen einzelner Werke von Daniel Defoe, Jane Austen, Charlotte Brontë, Dickens, Wilkie Collins, George Eliot, Dante Gabriel Rossetti, Swinburne und Oscar Wilde; die Rezeption von Arthur Wing Pinero, Shaw, Wilde und Galsworthy im Wiener Theater der Jahrhundertwende; und schließlich die produktive Auseinandersetzung Heines, Charles Sealsfields sowie der Verfasser von historischen und Staatsromanen mit britischen Vorgängern und Modellen.

Kritisches Erbe

Dokumente zur Rezeption von James Joyce im deutschen Sprachbereich zu Lebzeiten des Autors. Ein Lesebuch

Serie:

Ediert von Wilhelm Füger

The vast body of material documenting the strong and controversial echo that James Joyce's oeuvre found in the German-speaking countries already in the author's life-time has so far never been fully registered, let alone collected and made easily accessible to a wider public. This deplorable gap of information is filled by the present volume, which reprints - from their original sources and in most cases for the first time - more than 250 texts of various kinds and provenience (reviews, articles, and essays from a wide spectrum of newspapers, periodicals, contemporary studies), thus providing an indispensable complement to a standard source-book of Joyce studies, namely Robert Deming's pertinent anthology in the Critical Heritage Series. Since, in addition to illustrating a considerable part of the early stages of reception that the works of one of the most important and influential author of our century met with outside the English-speaking world, the documents assembled here clearly mirror the immediate reactions of Joyce's contemporaries to the challenge inherent in his new mode of viewing reality and thereby the major shifts in the changing spirit of the period, they are of interest not only to Joyceans, students of English, German, and comparative literature, but also to historians and cultural critics in general.

Das ungewöhnlich breite und kontroverse Echo, das James Joyces Oeuvre bereits zu Lebzeiten des Autors im deutschen Sprachbereich gefunden hat, ist bislang nirgends bibliographisch vollständig erfasst, geschweige denn editorisch erschlossen und in Anthologieform bequem zugänglich gemacht worden. Diese flagrante Informationslücke schließt der vorliegende Band, indem er erstmals alle markanten einschlägigen Dokumente versammelt und damit allen Literaturinteressierten die Möglichkeit bietet, sich auf der Grundlage einer umfassenden Lektüre der Originaltexte ein fundiertes eigenes Urteil über Art und Gründe des wechselvollen Verlaufs dieses Rezeptionsprozesses zu bilden. Konkret nachvollziehbar wird so, wie sich im Wettstreit konkurrierender und weithin interdependenter Diskurse ein ebenso facetten- wie variantenreiches Joyce-Bild herauskristallisiert, das zudem nicht selten mehr vom Geist seiner Konstrukteure und ihrer Zeit zeugt als von den spezifischen Charakteristika der Joyceschen Werke. Deshalb sind die hier versammelten Materialien nicht nur für Anglisten, Germanisten und Komparatisten, sondern darüber hinaus auch für Kultur- und Zeithistoriker von generellem Interesse. Eingeleitet wird der Band durch einen konzisen Überblick über den Verlauf und die Ergebnisse dieses Meinungsbildungsprozesses sowie des maßgeblichen Forschungsstandes dazu. Diverse Appendices sowie ein ausführliches Personen-, Werk- und Sachregister bieten ergänzende Detailinformationen zu ausgewählten Sonderaspekten.

Lyrik "made in USA"

Vermittlung und Rezeption in der Bundesrepublik

Serie:

Agnes C. Mueller

This is the first book to analyze fully the West German mediation and reception of American poetry following World War II. Contrary to expectations, it shows that, despite some serious and thoughtful attempts by German authors at mediating contemporary US-poetry to a West German audience shortly after the war, a broad reception was only successful in the late 1960s, concurrent with the student protests and the discovery in Germany of the beat generation. This development is surprising when compared to Germany's much earlier and enthusiastic reception of American prose, film, and mass culture.
The study explores some of the cultural, political, and literary reasons for the delay in poetry mediation and reception - especially in the reception of William Carlos Williams's poems. It describes how poets such as Robert Creeley, Charles Olson, Gregory Corso, Allen Ginsberg, Lawrence Ferlinghetti, and especially Frank O'Hara, Ted Berrigan, Anne Waldman, and John Giorno had and continue to have a significant impact on contemporary German writers and audiences following successful mediation in anthologies by Hans Magnus Enzensberger (1960), Walter Höllerer (1961), and especially Rolf Dieter Brinkmann (1968).
The book will be of interest to Germanists in both Germany and the US because it is the first study of an important but neglected aspect of German literary history between 1945 and 1989. Additionally, the author conducted interviews with significant figures of Germany's contemporary literary scene (Hans Magnus Enzensberger, Peter Hamm and Michael Krüger) which are transcribed and attached in the Appendix. This study will be equally important for scholars and students of Comparative Literature, since it not only deals with two national literatures, but is especially concerned with cross-literary and cross-cultural relations. Finally, the book should also be well received by scholars of American Studies both in Europe and in the US, since it adds significantly to our understanding of the USA in its global context.