Non-Person

Grenzen des Humanen in Literatur, Kultur und Medien

Series:

Edited by Stephanie Catani and Stephanie Waldow

Mit dem Begriff der Non-Person nimmt der Band rechtliche, medizinische, politische und gesellschaftliche Inklusions- wie Exklusionsverfahren in den Blick, die über das Mensch-Sein, den Personenstatus und seine Grenzen bestimmen.
Der Band versucht den Begriff der Person vor dem Hintergrund seiner breiten interdisziplinären Semantik zu definieren und nimmt spezifisch ästhetische Figurationen von Non-Persons in den Blick. Medial vermittelte wie literarisch imaginierte Non-Persons lassen sich etwa dort untersuchen, wo sie als Grenzgänger geltende Binäroppositionen sichtbar machen und deren identitätsstabilisierendes wie -destabilisierendes Potenzial kritisch befragen. Besondere Brisanz erfährt der Begriff durch weltweite Flucht- und Migrationsbewegungen, die nicht erst im 21. Jahrhundert die Frage nach der menschenrechtlichen Situation Flüchtender, Staatenloser und Asylsuchender dringlich werden lassen.

Panentheism and Panpsychism

Philosophy of Religion Meets Philosophy of Mind

Series:

Edited by Godehard Brüntrup, Benedikt Paul Göcke and Ludwig Jaskolla

Panpsychism has become a highly attractive position in the philosophy of mind. On panpsychism, both the physi-
cal and the mental are inseparable and fundamental features of reality. Panentheism has also become immensely popular in the philosophy of religion.
Panentheism strives for a higher reconciliation of an atheistic pantheism, on which the universe itself is causa sui, and the ontological dualism of necessarily existing, eternal creator and contingent, finite creation. Historically and systematically, panpsychism and panentheism often went together as essential parts of an all-embracing metaphysical theory of Being. The present collection of essays analyses the relation between panpsychism and panentheism and provides critical reflections on the significance of panpsychistic and panentheistic thinking for recent debates in philosophy and theology.

Series:

Edited by Michael Quante, Douglas Moggach and Nadine Mooren

Der Band versammelt philosophische Beiträge, die den Theorietyp des Autonomieperfektionismus in historischer und systematischer Perspektive beleuchten.

Im Zuge von Kants Kritik an früheren perfektionistischen Ethikentwürfen (insbesondere die von Gottfried Wilhelm Leibniz und Christian Wolff) entsteht ein neuer Theorietyp, der nicht wie die früheren Konzeptionen auf die Beförderung von Glück (Eudaimonie) abzielt, sondern auf die Beförderung von Freiheit, die Bedingungen ihrer Ausübung sowie eine Bestimmung der Grenzen staatlicher Interventionen. Die Beiträge beschäftigen sich in historisch-systematischer Absicht mit Positionen des 18. und 19. Jahrhunderts und bieten Darstellungen zu Fichte, Schiller, Humboldt, Hegel, den Britischen Idealisten und anderen Autoren.

Die praktische Notwendigkeit des Guten

Handlungstheoretische Ethikbegründung im Ausgang von Gewirth und Korsgaard

Christoph Bambauer

In der jüngeren praktischen Philosophie sind verschiedene Theorien entwickelt worden, die das Problem der Rechtfertigung von praktischer Normativität mittels Rekurs auf handlungstheoretische Reflexionen zu lösen versuchen. In vorliegender Studie werden diese Theorien kritisch rekonstruiert.
Im Mittelpunkt der Analysen stehen vor allem die beiden Ansätze von Alan Gewirth und Christine Korsgaard. Sie dienen als Ausgangspunkte für weiterführende Argumente, die für die allgemeine Tragfähigkeit der Idee praktischer Ethikbegründungen entwickelt werden.

Quelle und Prinzip

Rhetorische Grundlagen, poetische Konzepte, philologische Metaphorik, 1700-2000

Marcel Lepper

Die Konjunktur von Ressourcenfragen in den Philologien gibt Anlass, einen Schritt zurückzutreten und nach der älteren Metapher zu fragen: nach der rhetorischen, poetischen und philologischen »Quelle«.
Etabliert sich die »Quelle« als Terminus im engeren Sinne tatsächlich erst in den verwissenschaftlichten Philologien des 19. Jahrhunderts? Wie stark überlagert der romantische und postromantische Leitdiskurs alternative Quellenverständnisse? Je genauer man hinsieht, desto deutlicher erweist sich die Quellenmetapher als hintergründig, vielschichtig, problematisch. Wo verflacht die Rede von der Quelle in der Metaphernvergessenheit der Hilfswissenschaften? Wo wird das Versprechen der Unerschöpflichkeit zur Zumutung und Bedrohung? An welcher Stelle kommt das Ressourcenverständnis als Gegenszenario ins Spiel?

Rechtsgefühl

Subjektivierung in Recht und Literatur um 1800

Series:

Florian Schmidt

Rechtsgefühl – Das menschliche Herz wird zum metaphorischen Quell des Rechts und rückt im gleichen Zug in den Fokus von Regierungs- und Erziehungstechnologien.
Der Mensch wird im 18. Jahrhundert juridisch als Träger von Rechten und anthropologisch nicht nur als vernünftiges, sondern vor allem auch als empfindsames Wesen entworfen, das sich sowohl moralisch als auch rechtlich vom Vermögen des Gefühls leiten lassen kann und soll. Florian Schmidt arbeitet in seiner interdisziplinär angelegten Studie die wechselseitige Bezogenheit von Recht und Gefühl in literarischen, juridischen und philosophischen Texten um 1800 heraus und profiliert das Rechtsgefühl als ein für die Subjektbildung in der Moderne zentrales Konzept.

Series:

Euler Renato Westphal

The purpose of this study about theological aspects of culture and social ethics is to investigate the relation between the theological tradition arising from Luther and the cultural immateriality which is culturally expressed in material progress and work.
It is necessary to remember that it was Protestant theology itself that enabled this secularization process. Protestantism and modernity with its secularization proposal are processes that condition one another. Paul Tillich calls modernity and secularization the “Protestant Era” in the context of the Western culture of economic progress. It was mainly the theological tradition of the Enlightenment that separated the kingdom of the right from the kingdom of the left, law and gospel, creation and redemption, in such a way that the scope of creation became so autonomous that it dismissed the justification through the work of Christ, the gospel.

Die Stimmen der Fächer hören

Fachprofil und Bildungsanspruch in der Lehrerbildung

Edited by Michaela Heer and Ulrich Heinen

Lehrerbildung ist in Deutschland zunächst und vor allem Sache des Fachstudiums. Die Fächer tragen den größten Teil der universitären Lehrerbildung. Ihr Fachprofil und ihr Bildungsanspruch prägen die berufliche Identität und das Handeln von Lehrerinnen und Lehrern grundlegend.
In der aktuellen Diskussion um die Lehrerprofessionalisierung haben die ausbildenden Fächer eigentümlicherweise kaum eine Stimme. Bei der Weiterentwicklung der Lehrerbildung bleiben sie ungehört und werden in ihren Bildungspotentialen unterschätzt. Der Sammelband erschließt die fachlichen Perspektiven der lehrerbildenden Wissenschaftsdisziplinen auf die Lehrerbildung.

War and Memorials

The Second World War and Beyond

Series:

Edited by Frank Jacob and Kenneth Pearl

With the end of the Second World War, all its violence, war crimes, and sufferings as well as the atomic threat of the Cold War period, societies began to gradually remember wars in a different way. The glorious or honorable element of the age of nationalism was trans-formed into a rather dunning one, while peace movements demanded an end of war itself.
To analyze these changes and to show how war was remembered after the end of the Second World War, the present volume assembles the work of international specialists who deal with this particular question from different national and international perspectives. The contributions analyze the role of soldiers, perpetrators, and victims of different conflicts, including the Second World War. They show which motivational settings led to the erection of war memorials reflecting the values and historical traditions of the second half of the 20th and the 21st centuries. Thus, this interdisciplinary volume explores how war is commemorated and how its actors and victims are perceived around the globe.

West-Eastern Mirror

Virtue and morality in the German-Chinese Dialogue

Series:

Edited by Ralf Koerrenz, Andreas Schmidt, Klaus Vieweg and Elizabeth Watts

West-Eastern mirror discusses the formative cultural traditions in Germany/Europe and China with a special focus on the increasingly important aspects of “Virtue and morality”.
At present, there are increasing difficulties in understanding the ‘other’ in their cultural framing. In view of the fact that economic or scientific exchange on an international level is a matter of necessity, in recent years the need to ensure the cultural prerequisites has become even more urgent. First, the title deals with the cultural influences in Europe (Judaism, Christianity, Enlightenment) and China (Confucianism, Taoism, Buddhism). In the second part, the focus encompasses a dialogue of European philosophy, with Rousseau, Herbart, Gadamer and Hegel.