Schuld und Sünde

Eine notwendige Klärung mit C.S. Lewis und Josef Pieper

Edited by Berthold Wald and Thomas Möllenbeck

Ein Schuldiger wird immer gesucht, wenn etwas geschehen ist, was nicht sein sollte. Warum ist von Sünde und vom Sünder hingegen kaum die Rede? Hier besteht Klärungsbedarf.
In allen Kulturen waren die Menschen mit dem Faktum eigener und fremder Schuld konfrontiert. Das Wissen darum wird greifbar in der Praxis der Strafe. Bestrafung setzt Schuld voraus, und Schuld die Freiheit des Handelns. Sünde scheint dagegen kein Phänomen der inneren Erfahrung zu sein. Und doch wäre das eigentlich Schlimme der Schuld erst mit dem Ausdruck »Sünde« benannt. Schuld gegen Menschen wäre dann zugleich Verfehlung gegen Gott. Ist das so, ist alle Schuld auch Sünde, weil uns die Erfahrung von Schuld nötigt, von Gott zu sprechen? Diese und weitere Fragen im Umkreis von Schuld und Sünde werden heute kaum gestellt – Anlass genug, eine notwendige Klärung mit C. S. Lewis und Josef Pieper zu versuchen.

Edited by Ralf Koerrenz, Friederike von Horn and Friederike von Horn

The Lost Mirror traces cultural patterns in which the interpretation of learning and education was developed against the backdrop of Hebrew thought.

The appreciation of learning is deeply rooted in the Hebrew way of thinking. Learning is understood as an open and history-conscious engagement of man with culture. The consciousness of history is shaped by the motif of the unavailability of the “other” and the difference to this “other”. This “other” is traditionally remembered as “God”, but may also be reflected in the motifs of the other person or the other society. The Lost Mirror reminds us
of a deficit, which is that in our everyday thinking and everyday action, we usually hide, forget and partly suppress the meaning and presence of the unavailable other. The book approaches this thinking through portraits of people such as Hannah Arendt, Leo Baeck, Walter Benjamin, Agnes Heller, Emanuel Levinas, and others.

Zwischen Schein und Sein

Die Magieproblematik aus der Perspektive früher Hochkulturen

Hubert Roeder and Frank Roegke

Edited by Hubert Roeder and Frank Röpke

Inwieweit ist »Magie« eine tragfähige Kategorie für Altertumswissenschaften? Kann die Ägyptologie ohne einen solchen Begriff auskommen? Was vermag eine solche Kategorie für die Erforschung neuzeitlich-moderner Texte zu leisten?
Vorbelastet durch die ethisch-religiösen Ideale der antiken Traditionen ist »Magie« eine ebenso populäre wie diffuse Kategorie. Obwohl die jüngere Forschung betont, dass es sich bei »Magie« nur bedingt um eine eigenständige operative Kategorie handelt und die Rede davon oftmals nur ein Zugeständnis an den konventionellen Sprachgebrauch ist, wird »Magie« in der Ägyptologie und anderen Altertumswissenschaften weiterhin inflationär und undifferenziert bemüht. Ziel des vorliegenden Tagungsbandes ist eine kritische interdisziplinäre Diskussion insbesondere des traditionellen ägyptologischen Magiebegriffes.

Hidden Dimensions

Explorationen zur Latenz und Aktualität tabuartiger Normen.

Edited by Kristiane Hasselmann

Westliche Gesellschaften geben sich heute in weiten Bereichen betont als tabufrei. Doch die gleichen Gesellschaften sind durchzogen von impliziten Verhaltensmaßgaben, die unser Fühlen, Denken und Handeln reglementieren und vorgeben, was tolerierbar ist und was als schamlos, bedrohlich und »sittenwidrig« zu gelten hat.
Was heute noch tabuartig wirksam ist, liegt selten offen zutage; es verbirgt sich in den kultur- und mentalitätengeschichtlichen Latenzzonen einer Gesellschaft, kann jedoch unter dem Einfluss sozio-kultureller und ästhetischer Ereignisse sichtbar werden. Aus den Reaktionen, die solche Ereignisse hervorrufen, lassen sich kollektiv unbewusste Prozesse und Wertsetzungen indiziell ableiten. Diese Form des Indizienschlusses macht nicht nur derzeitige gesellschaftliche Meidezonen ablesbar. In ihm werden auch die Auswirkungen einer Wandlung der historischen Dialektik von Tabu und Tabubruch sicht- und reflektierbar.

Edited by Govert J. Buijs and Simon Polinder

International relations are in constant turbulence. Globalisation, the rise and fall of superpowers, the fragilization of the EU, trade wars, real wars, terrorism, persecution, new nationalism and identity politics, climate change, are just a few of the recent disturbing developments. How can international issues be understood and addressed from a Christian faith perspective? In this book answers are presented from various Christian traditions: Neo-calvinism, Catholic social teaching, critical theory and Christian realism. The volume offers fundamental theological and Christian philosophical perspectives on international relations and global challenges, case studies about inspiring Christian leaders such as Robert Schuman, Dag Hammarskjöld, Abraham Kuyper and prophetic critiques of supranational issues.

Counter-Terrorism Financing

International Best Practices and the Law

Series:

Nathalie Rébé

In Counter-Terrorism Financing: International Best Practices and the Law, Nathalie Rébé, offers a new comprehensive framework for CTF worldwide and reviews the strengths and weaknesses of current regulations and policies.
Both accessible, interesting and engaging in how it approaches chronic problems of Counter-Terrorism Financing, this book provides general understanding of this topic with a literature review and a gap-analysis based on CTF experts’ advices, as well as a very detailed analysis of current international regulatory tools.
Nathalie Rébé’s ‘all-in’one’ CTF manual is innovative in this field and provides answers for the international community to fight terrorism financing together more effectively, using a set of standards which promotes strong and diligent cooperation between countries concerning reporting, information exchange and gathering, as well as enforcement.

From Easter to Holy Week

The Paschal Mystery and Liturgical Renewal in the Twentieth Century

Series:

Laura E. Moore

The story of the twentieth-century Liturgical Movement is, more than anything else, about the rediscovery and renewed understanding of the fundamental reality of the Paschal Mystery and of the Paschal identity of the Church. This identity is expressed and celebrated whenever the Body of Christ – every member – welcomes new members in the waters of baptism and feasts with them in the Eucharist, especially as these are celebrated during Holy Week.

This book explores this rediscovery, first in the Roman Catholic Church and then in the Episcopal Church and other Churches of the Anglican Communion, and looks in particular at how both grassroots and official work played a role in renewing and restoring the liturgical celebrations of Holy Week.

Helga Esselborn-Krumbiegel

Koloniale Tiere

Mensch-Tier-Konstellationen in der politischen Philosophie der Neuzeit

Iris Därmann

Wolf, Tiger und Löwe gehören zu den prominenten Tierfiguren der politischen Zoologie. Die politische Philosophie von Hobbes, Locke und Rousseau mit ihren signifikanten Verschiebungen der Mensch-Tier-Grenze sowie der Grenze zwischen (kriegerischem) Naturzustand einerseits, Gesellschaftsvertrag und Staatsgründung andererseits, hat diesen Tierfiguren eine kolonial aufgeladene Bühne bereitet.
Hobbes war Stockholder der Virginia Company, Locke Stockholder der Royal African Company. Beide waren mit den kolonialen Reiseberichten, den Siedlungshandbüchern und Konvoluten der ersten Aktiengesellschaften der Welt samt den in den Texten gebrauchten Tiermetaphern wohlvertraut. In den Gründungsnarrativen der politischen Philosophie der Neuzeit gehen totemistische Fremderfahrungen einher mit antiken Kulturentstehungslehren, der römischen Gladiatur, der damnatio ad bestias sowie den neuzeitlichen Tierhetzen und Menagerien. Steht für Hobbes und Locke die koloniale Befehls- und Gehorsamsproduktion im Vordergrund, so versucht Rousseau in seiner imaginären Ethnographie den Standpunkt der Tiere und der Indigenen einzunehmen.

"Nicht alles ist erlaubt. Nicht alles ist verboten"

Die deutsch-israelischen Beziehungen in den Geisteswissenschaften (1950-1990)

Irene Aue-Ben-David and Sharon Livne

Edited by Irene Aue-Ben-David

Die Studie präsentiert erstmals die Anfänge der entstehenden wissenschaftlichen Kontakte zwischen Israel und Deutschland in den Geisteswissenschaften aus israelischer Perspektive.
Die Autorinnen fragen nach den Folgen dieser Zusammenarbeit mit Deutschland für die israelischen Geisteswissenschaften – am Beispiel der Disziplinen Germanistik und Deutschen Geschichte.
Im Zentrum der Untersuchung stehen dabei die Universitäten Tel Aviv, Jerusalem und Haifa. Dem jeweiligen Schritt zur Aufnahme von Kontakten mit deutschen wissenschaftlichen Einrichtungen gingen komplexe Aushandlungen innerhalb der Universitäten voraus.