Edited by Heidrun Alzheimer, Sabine Doering-Manteuffel, Daniel Drascek and Angela Treiber

Es ist vor allem Kroatiens Küstenlandschaft mit ihren über 1.000 vorgelagerten Inseln, die sich bei Reisenden seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einer hohen Beliebtheit erfreuen.
Jenseits der stereotypen Urlaubsbilder, die sich meist auf einen schmalen Küstenstreifen in den Sommermonaten fokussieren, stellt der massenhafte Tourismus jedoch auch eine große Herausforderung dar. Nicht nur ökonomisch, sondern auch sozio-kulturell hat sich seit der staatlichen Souveränität Kroatiens im Jahre 1991 viel verändert.

Der kleine Film

Mikrohistorie und Mediengeschichte

Linda Waack

Der kleine Film legt keine Ontologie des Mediums nahe, sondern eine Möglichkeit das Kleine als historiografische und filmtheoretische Größe zu thematisieren.
Das Buch befasst sich mit drei Sammlungen von Amateuraufnahmen aus der Zeit des Nationalsozialismus und konfrontiert sie mit Siegfried Kracauers Geschichte – Vor den letzten Dingen – mehrere verschollene Gegenstände, die zu der Frage führen, wie sich das Kleine im historiografischen Prozess zum Großen positionieren lässt. Kracauers methodisches Grundproblem des Maßstabs wird in Varianten durchgespielt: vom Einzelding zur Geschichte, vom Gelegenheitsbild zum Filmmotiv, vom Aufsatz zur Filmtheorie und zuletzt vom kleinen Film zur kulturgeschichtlichen Mikrologie. Dabei geht es nicht um Kleinigkeitskrämerei, sondern um das, was bleibt, wenn die großen Schauplätze der Filmgeschichte in den Hintergrund treten.

Mensch und Gott

Eine Religionsphilosophie. Aus dem Schwedischen übersetzt und herausgegeben von Christian Tapp, unter Mitarbeit von Elisa Neuschulz

Rainer Carls

Edited by Christian Tapp

Rainer Carls bietet in diesem Lehrbuch eine Philosophische Theologie von einem klassisch katholischen Standpunkt. Religion und Glaube werden aus der Perspektive der Vernunft in den Blick genommen.
Wichtige Fragen des Buches sind, wie wir über Gott sprechen können, ob es ihn gibt und was wir darüber wissen können. Gottesbegriffe wie der des allervollkommensten Wesens, der ersten Ursache oder des absoluten Geistes werden vorgestellt und diskutiert. Schließlich werden Aspekte von Gottes Beziehung zur Schöpfung besprochen: sein Verhältnis zum Bösen in der Welt, zur Freiheit des Menschen und zur Weltgeschichte. Ein längeres Kapitel zur Geschichte der natürlichen Theologie rundet die Darstellung ab.

Non-Person

Grenzen des Humanen in Literatur, Kultur und Medien

Series:

Edited by Stephanie Catani and Stephanie Waldow

Mit dem Begriff der Non-Person nimmt der Band rechtliche, medizinische, politische und gesellschaftliche Inklusions- wie Exklusionsverfahren in den Blick, die über das Mensch-Sein, den Personenstatus und seine Grenzen bestimmen.
Der Band versucht den Begriff der Person vor dem Hintergrund seiner breiten interdisziplinären Semantik zu definieren und nimmt spezifisch ästhetische Figurationen von Non-Persons in den Blick. Medial vermittelte wie literarisch imaginierte Non-Persons lassen sich etwa dort untersuchen, wo sie als Grenzgänger geltende Binäroppositionen sichtbar machen und deren identitätsstabilisierendes wie -destabilisierendes Potenzial kritisch befragen. Besondere Brisanz erfährt der Begriff durch weltweite Flucht- und Migrationsbewegungen, die nicht erst im 21. Jahrhundert die Frage nach der menschenrechtlichen Situation Flüchtender, Staatenloser und Asylsuchender dringlich werden lassen.

Panentheism and Panpsychism

Philosophy of Religion Meets Philosophy of Mind

Edited by Godehard Brüntrup, Benedikt Paul Göcke and Ludwig Jaskolla

Panpsychism has become a highly attractive position in the philosophy of mind. On panpsychism, both the physi-
cal and the mental are inseparable and fundamental features of reality. Panentheism has also become immensely popular in the philosophy of religion.
Panentheism strives for a higher reconciliation of an atheistic pantheism, on which the universe itself is causa sui, and the ontological dualism of necessarily existing, eternal creator and contingent, finite creation. Historically and systematically, panpsychism and panentheism often went together as essential parts of an all-embracing metaphysical theory of Being. The present collection of essays analyses the relation between panpsychism and panentheism and provides critical reflections on the significance of panpsychistic and panentheistic thinking for recent debates in philosophy and theology.

Edited by Michael Quante, Douglas Moggach and Nadine Mooren

Der Band versammelt philosophische Beiträge, die den Theorietyp des Autonomieperfektionismus in historischer und systematischer Perspektive beleuchten.

Im Zuge von Kants Kritik an früheren perfektionistischen Ethikentwürfen (insbesondere die von Gottfried Wilhelm Leibniz und Christian Wolff) entsteht ein neuer Theorietyp, der nicht wie die früheren Konzeptionen auf die Beförderung von Glück (Eudaimonie) abzielt, sondern auf die Beförderung von Freiheit, die Bedingungen ihrer Ausübung sowie eine Bestimmung der Grenzen staatlicher Interventionen. Die Beiträge beschäftigen sich in historisch-systematischer Absicht mit Positionen des 18. und 19. Jahrhunderts und bieten Darstellungen zu Fichte, Schiller, Humboldt, Hegel, den Britischen Idealisten und anderen Autoren.

Edited by Dietrich Boschung and François Queyrel

Hatte sich die Forschung zum antiken Porträt traditionell um die Darstellungen berühmter Personen bemüht, so rückten im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts die Bildnisse der Vielen, der historisch Unwichtigen und Unbekannten, ins Interesse der Forschung. Mit ihnen beschäftigen sich die Beiträge dieses Bandes.
In vielen Gattungen der antiken Grabplastik waren Darstellungen der Verstorbenen und ihrer Angehörigen üblich, so dass Bildnisköpfe in diesem Bereich seriell gearbeitet und zu einem Massenphänomen wurden. Die Untersuchungen lokaler Gruppen, die hier vorgelegt werden, vermögen ein Spektrum von Unterschieden aufzuzeigen, in denen die jeweiligen Identitäten und Traditionen evident werden.

Quelle und Prinzip

Rhetorische Grundlagen, poetische Konzepte, philologische Metaphorik, 1700-2000

Marcel Lepper

Die Konjunktur von Ressourcenfragen in den Philologien gibt Anlass, einen Schritt zurückzutreten und nach der älteren Metapher zu fragen: nach der rhetorischen, poetischen und philologischen »Quelle«.
Etabliert sich die »Quelle« als Terminus im engeren Sinne tatsächlich erst in den verwissenschaftlichten Philologien des 19. Jahrhunderts? Wie stark überlagert der romantische und postromantische Leitdiskurs alternative Quellenverständnisse? Je genauer man hinsieht, desto deutlicher erweist sich die Quellenmetapher als hintergründig, vielschichtig, problematisch. Wo verflacht die Rede von der Quelle in der Metaphernvergessenheit der Hilfswissenschaften? Wo wird das Versprechen der Unerschöpflichkeit zur Zumutung und Bedrohung? An welcher Stelle kommt das Ressourcenverständnis als Gegenszenario ins Spiel?

Euler Renato Westphal

The purpose of this study about theological aspects of culture and social ethics is to investigate the relation between the theological tradition arising from Luther and the cultural immateriality which is culturally expressed in material progress and work.
It is necessary to remember that it was Protestant theology itself that enabled this secularization process. Protestantism and modernity with its secularization proposal are processes that condition one another. Paul Tillich calls modernity and secularization the “Protestant Era” in the context of the Western culture of economic progress. It was mainly the theological tradition of the Enlightenment that separated the kingdom of the right from the kingdom of the left, law and gospel, creation and redemption, in such a way that the scope of creation became so autonomous that it dismissed the justification through the work of Christ, the gospel.

Ungeheurer Atlantik

Absenz und Wiederkehr in ausgewählten atlantischen Poetiken des 20. Jahrhunderts

Series:

Eleonore Zapf

Während der Atlantik in der Antike als unüberwindbar galt, verwandelte er sich im Zeitalter der modernen Globalisierung in einen transmarinen Raum der ständigen Bewegung und Aushandlung verschiedener kultureller Konzepte. Doch auch in diesem aufgeklärten Kontext behält der Atlantik in der poetischen Phantasie noch immer Merkmale des Ungeheuren.
Das Verdrängte taucht auf unheimliche Weise wieder auf und konfrontiert die Kulturgeschichte mit ihrer vergessenen Vergangenheit. Der Band erweitert US-amerikanische Ansätze der Atlantic Studies um spanische, lusitanische und karibische Sichtweisen und analysiert atlantische Texte von Fernando Pessoa, Édouard Glissant, Derek Walcott und Manuel Padorno.