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Michael Haneke

Einführung in seine Filme und Filmästhetik

Susanne Kaul and Jean-Pierre Palmier

Hanekes Filme sind preisgekrönt und umstritten. Sie sind formbewusst gestaltet und stellen auf provokative Art moralisch brisante Themen dar. Die erzählten Geschichten sind sowohl realistisch als auch modellhaft. Sie bieten keine offensichtlichen psychologischen Erklärungen und gesellschaftlichen Lösungen für die dargebotenen Charaktere und deren Konflikte.
Dieses Buch erklärt die Formstrenge sowie die Medienreflexivität der Filme Hanekes und diskutiert auch die Fragen nach der Gewaltdarstellung und der moralischen Wirkung.
Alle Filme Hanekes, bis hin zu Happy End, werden analysiert. Darüber hinaus werden auch die frühen Fernsehfilme Hanekes und seine Operninszenierungen in den Blick genommen. Die Interpretationen liefern Informationen zu den Produktions- und Rezeptionshintergründen der Filme sowie eingehende Analysen der Handlung und der audiovisuellen Gestaltung. Jedes Film-Kapitel wird zudem mit einer exemplarischen Szenenanalyse abgeschlossen.
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Disasters of War

Perceptions and Representations from 1914 to the Present

Experiences of war and violence are engraved in historical memory for generations, influencing individual as well as collective attitudes in different conflicts.
Starting with World War I, the contributions in this volume examine such complex interrelationships using concrete examples, such as the presentation of soldiers and veterans in modern German art, the theatre of Brecht and Heiner Müller as well as representations of war in film and literature. The authors focus on the perception and cultural processing of war and violence and reveal astonishing examples of their aftereffects in the period from 1914 to the present.
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Ästhetik des Performativen und Kontemplation

Zur Relevanz eines kulturwissenschaftlichen Konzepts für die Systematische Theologie

Sibylle Trawöger

Ein konkretes Performativitätskonzept – die „Ästhetik des Performativen“ – wird hinsichtlich ihrer Relevanz für die (Grundlagenreflexion der) Theologie erschlossen.

Der Begriff „Performativität“ wird bereits als „umbrella term“ bezeichnet, worin die implizite Gefahr mitschwingt, dass das Performative aufgrund seiner umspannenden Offenheit für die prägnante Analyse von Phänomenen an Kraft verlieren könnte. Eine verantwortliche Arbeit mit dem Performativen verlangt also, die vielfältigen Ausdifferenzierungen der unterschiedlichen Performativitätskonzepte wahrzunehmen und den spezifischen Kontext des jeweils zur Anwendung gebrachten Konzeptes mitzubedenken. Dem versucht die vorliegende Arbeit gerecht zu werden, indem sie die „Ästhetik des Performativen“ genau beleuchtet.
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Alterität

Das Verhältnis von Ich und dem Anderen

Karen Gloy

Our occidental culture, determined by tradition of the ego or the self , has fallen in oblivion of the other person, or the other in general. In accordance with Heidegger’s forgetfulness of being we can speak of the forgotten other.
Since 2015 the flood of aliens spill over Europe, we are being forced to think again about the problems of the other.
In this book I discuss all forms and aspects of the other, beginning with the other in interpersonal discourse (Hegel, Buber), succeeded by the mirage other according to Lacan’s psychology (l’ego c’est l’autre) , followed by the total other in negative theology. Further, the sub- and hyperrational other is discussed as can found in genuine ethnics and in the metaphoric of language only. The book ends with the discussion of the transhuman other as it is intended by the modern technology.
The books appeals to critical thinking people of the western pattern of philosophy.

Unsere westliche Kultur ist, bedingt durch die Tradition, eine Ich-zentrierte, die den Anderen und das Andere weitgehend vernachlässigt hat. Mit den sich 2015 über Europa ergießenden Flüchtlingsströmen und der Begegnung mit den Fremden trat das Problem grundsätzlich wieder auf die Tagesordnung und forderte das Nachdenken über die Anderen und das Andere heraus. Im vorliegenden Buch steht das Andere in allen Facetten zur Disposition: angefangen von dem Anderen im intersubjektiven und interpersonalen Diskurs (Hegel und Buber), über das Andere im Spiegelbild und in der Psychologie, wie Lacan es versteht mit seiner These „l’ego c’est un autre“ , weiter über das ganz Andere, wie es in der negativen Theologie begegnet, das sub- und hyperrationale Andere, wie es nur noch an der Denkweise von Naturethnien studiert werden kann sowie in der Metaphorik der Sprache, bis zum Post- und Transhumanen, auf das die moderne Technik- und Technologieentwicklung zusteuert.
Das Buch ist für Leser gedacht, die kritisch auf die einseitige Akzentuierung des Ego (des Selbst) in der westlichen Welt reflektieren. Wie Heidegger von einer Seinsvergessenheit sprach, so kann man bezüglich unserer Kultur von einer Alteritätsvergessenheit sprechen.
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Konrad Vössing

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Streit um die Freiheit

Philosophische und theologische Perspektiven

Der Streit um ein angemessenes Verständnis von Freiheit ist heute aktueller denn je. Der Band führt prominente Ansätze aus Philosophie und Theologie zusammen und leistet einen innovativen Beitrag zur interdisziplinären Klärung eines drängenden Problems.

„Freiheit“ ist ein Schlüsselbegriff für Philosophie und Theologie. Gleichwohl stehen die fachspezifischen Debatten häufig nahezu berührungslos nebeneinander. Das Buch will diese Sprachlosigkeit überbrücken und bündelt die Ergebnisse zweier Fachtagungen zu Kernproblemen des Freiheitsbegriffs. Internationale Expert*innen stellen ihre Zugänge und Positionen vor und ermöglichen so eine Diskursanreicherung.
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Körperbild und Bildkörper

Die "Technological Reliquaries" von Paul Thek und die christliche Reliquientradition

Lena Tacke

Paul Theks Werkgruppe der „Technological Reliquaries“ rekurriert auf die Bildsprache von Reliquie und Reliquiar, bricht aber mit deren traditioneller Gestaltungsform. Die künstlerische Bedeutungsverschiebung ist aufschlussreich für ein zeitgemäßes theologisches Verständnis der Reliquienverehrung.

Der US-amerikanische Künstler Paul Thek (1933–1988) stellt seine Werke in die Rezeptionsgeschichte der christlichen Reliquientradition. Die Werke gestalten die Verflechtung von Bild und Körper neu und bringen dadurch die aktuellen Körper- und Bilddiskurse von Theologie und Kunst miteinander ins Gespräch. Die Kunstwerke zeigen sich als fruchtbar für das theologische Nachdenken über Reliquie und Reliquiar, ebenso wie die theologische Perspektive zu einem vielschichtigen Verständnis der Werke Paul Theks beiträgt.
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Internationalisierung des Lehramtsstudiums

Modelle, Konzepte, Erfahrungen

Warum sollte man gerade im Lehramtsstudium ins Ausland gehen? Der Band zeigt neue bildungspolitische und pädagogische Perspektiven als Antwort auf globale Herausforderungen.

Eine intensivere Internationalisierung der Lehrerbildung wird nicht nur vom DAAD und der Hochschulrektorenkonferenz gefordert, sondern ist inzwischen ein Allgemeinplatz in der bildungspolitischen Debatte. Auch in dem stark von föderalen bildungspolitischen Interessen geprägten deutschen Lehrerbildungssystem muss man den zunehmenden Mobilitätsansprüchen und komplexen multikulturellen Lebens- und Arbeitskontexten des 21. Jahrhunderts entsprechen.
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Catholicism and Religious Freedom

Renewing the Church in the Second Vatican Council

Karl Gabriel, Christian Spieß and Katja Winkler

Just about fifty years ago, in its declaration on religious freedom at the Second Vatican Council, the Catholic Church programmatically dispensed with political coercion as a means of enforcing its claim to truth. This act of self-imposed restriction with regard to religious claims to truth is exceptional in the history of religions. It is still extremely difficult to explain even today how such a traditional institution as the Catholic Church could have altered its position so fundamentally. In this volume the authors dispute how the Church came to its position, what the reasons and motives were for its repositioning, what shape this process of change took, and the steps involved in the change: What were the characteristics, circumstances and dynamics of the path of Catholicism to recognizing religious freedom?
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Series:

Douglas R. Underwood

In (Re)using Ruins, Douglas Underwood presents a new account of the use and reuse of Roman urban public monuments in a crucial period of transition, A.D. 300-600. Commonly seen as a period of uniform decline for public building, especially in the western half of the Mediterranean, (Re)using Ruins shows a vibrant, yet variable, history for these structures.
Douglas Underwood establishes a broad catalogue of archaeological evidence (supplemented with epigraphic and literary testimony) for the construction, maintenance, abandonment and reuses of baths, aqueducts, theatres, amphitheatres and circuses in Italy, southern Gaul, Spain, and North Africa, demonstrating that the driving force behind the changes to public buildings was largely a combined shift in urban ideologies and euergetistic practices in Late Antique cities.