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  • History of Linguistics & Philosophy of Language x
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Origen, Wisdom, and the Logic of Interpretation
In Learning the Language of Scripture, Mark Randall James offers a new account of theological interpretation as a sapiential practice of learning the language of Scripture, drawing on recently discovered by the influential early theologian Origen of Alexandria (2nd-3rd c. C.E). Widely regarded as one of the most arbitrary interpreters, James shows that Origen’s appearance of arbitrariness is a result of the modern tendency to neglect the role of wisdom in scriptural interpretation. James demonstrates that Origen offers a compelling model of a Christian pragmatism in which learning and correcting linguistic practice is a site of the transformative pedagogy of the divine Logos.
Die Beiträge des Bandes verstehen „Krise“ als einen zentralen Bestandteil kultureller und gesellschaftlicher Institutionen – und gleichermaßen als Ursprung und Effekt von Erzählungen: Einerseits müssen Krisenphänomene narrativ hergestellt, medien-, gattungs- und disziplinspezifisch in Szene gesetzt werden, andererseits dient die Kulturtechnik des Erzählens – nicht nur im engeren Sinne einer talking cure – der Überwindung von und dem Lernen aus Krisen. Dabei stellen Krisen in Erzählprozessen als Ereignis meist den Zeitpunkt unmittelbar vor einem Wendepunkt dar: Krisen erfordern Entscheidungen.
Es gilt die kulturkonstitutiven Potentiale der Zerstreuung zu erforschen, weil sie unser Orientierungswissen in Frage stellen und die ‚Ordnung des Diskurses‘ karnevalistisch subvertieren.

Ausgangspunkt des Bands Ästhetik und Politik der Zerstreuung ist die Annahme, dass die eigentlich produktive Instanz von Kultur ein anonymer Prozess diskursiver Zerstreuung und Zerstreutheit ist, dem als entgegengesetzte Operationen Formen von Sammlung und Konzentration entgegenwirken. Während letztere die Funktionen der Hierarchisierung, Totalisierung und Identifizierung übernehmen, also Ordnung stiften in Bereichen, die eigentlich vom Prinzip der Dispersion gekennzeichnet sind, interessieren sich die Beiträge des vorliegenden Bands für ebenjene Momente kultureller Produktion, in denen das Prinzip der Zerstreuung entfesselt wird, Schlupflöcher findet, Grenzen überwindet und Fluchtlinien eröffnet. Angeregt von Überlegungen der Dortmunder Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Ute Gerhard widmen sie sich in exemplarischen Studien den Praktiken, Räumen, Dingen, Diskursen, Subjekten und Subjektivitäten der Zerstreuung und tragen so dazu bei, deren spezifische Ästhetik und Politik genauer zu konturieren.
Author: EunHee Lee
The Logic of Narratives is a linguistic study of narrative discourse that contextualizes the ‘logical’ rather than the ‘stylistic’ aspect of narratives within the range of current issues in the interdisciplinary study of narratives being conducted in linguistics, philosophy, literature, cognitive science, and Artificial Intelligence. The book quantitatively analyzes naturally occurring narratives randomly selected from the British National Corpus (BNC) as well as James Joyce’s (1882-1941) The Dead (1914) and Fredrik Backman’s (1981-) A Man Called Ove (2012). Discourse Representation Theory (DRT) formalization (Kamp and Reyle, 1993) is employed and enriched with the representations and interpretations of perspective/point of view, genre differences, coherence relations, and episodes, which are called in the book Perspectival DRT (PDRT).
Eichendorffs Texte und ihre Poetologien
Zu behaupten, dass die Eichendorff-Forschung boomt, wäre gewagt. Das hat viele Gründe. Manche Texte Eichendorffs gelten gemeinhin als ›ausinterpretiert‹, andere Texte stoßen bei germanistischen Rezipientinnen und Rezipienten auf Zurückhaltung – auch derjenigen, die Eichendorff nicht für einen randständigen Romantiker, sondern für ein Schwergewicht der deutschen Literatur halten. Der Band plädiert mit Nachdruck für eine erneute Auseinandersetzung mit Eichendorffs Œuvre. Dazu richtet er einerseits den Blick auf Texte, für die sich die Forschung bisher nur selten interessiert hat, andererseits unternimmt er den Versuch, auch häufig interpretierte Texte und Topoi einer Revision zu unterziehen.
Hölderlins Theater der Zukunft
Author: Jörn Etzold
Hölderlins Texte eröffnen eine Bühne der Vielen und des Wandels. Das Buch zeichnet Hölderlins Suche nach einem anderen Zeitraum des Theaters in den Empedokles-Fragmenten, den „Anmerkungen“ zu Sophokles und in den chorischen „Gesängen“ nach. Hölderlin ist nicht am Theater gescheitert; er war nur nicht in der Lage, sich den Bedingungen anzupassen, denen das Theater seiner Zeit unterlag. Inmitten eines historischen Umbruchs sucht Hölderlin nach einer Bühne, auf der dargestellt werden kann, „daß keine Kraft monarchisch ist im Himmel und auf Erden“. Die Handlung des Trauerspiels Empedokles führt aus der Stadt Agrigent und ihrer politischen Bühne hinaus in die „Gegend am Aetna“ – in einen weiten, offenen Raum. Hier wird ein neuer Chor herbeigerufen, der von anderem, Nicht-Figürlichem, singen soll: von Winden, Strömen, Wolken, vom Zug der Vögel.
Robert Musil (1880–1942), der österreichische Autor, der mit dem Roman Der Mann ohne Eigenschaften (1930) bekannt wurde, war von Juni 1916 bis zum April 1917 zunächst Redakteur, dann ab Oktober 1916 Schriftleiter der Tiroler Soldaten-Zeitung. Mit diesem Band liegt nun erstmals eine Studie zur Aktivität Musils in der Tiroler Soldaten-Zeitung vor. Die Beiträge in diesem Band versuchen Musils Rolle als Schriftleiter der nationalistischen Artikel der Soldaten-Zeitung unter die Lupe zu nehmen und im Kontext seines publizistischen Werks zur verorten. Eine besondere Rolle spielt dabei die Diskussion der Autorschaft.
Welche Auswirkungen hat die Ausweitung des Erzählens auf die Galaxis eigentlich für das Erzählen selbst? Und inwiefern zeichnet die galaktische Einbildungskraft nicht nur verantwortlich für Umbrüche auf dem Feld des astronomischen Wissens, sondern auch auf dem Feld der literarischen Ästhetik? Der vorliegende Band nimmt sich dieser Fragen an und lässt dabei die Imagination des Außerirdischen in ihren historischen Verlaufsformen, ihrer epistemologischen Fundierung wie vor allem auch in ihrer poetischen Funktionalität sichtbar werden.
The volume proposes original semantic analyses on items marking grammatical aspect. The contributions deal with structurally divergent languages, setting to the fore some less studied forms coding aspect, revisiting or challenging certain conventionalized views on aspectual categories and shedding light on interactions between aspect and modality, another multifaceted semantic category. In doing so, the volume is intended to emphasize the diversity of aspectual systems and the fuzzy semantics of grammatical aspect and help the reader to make their own mind on a topic traditionally viewed as a subcategory of verbal aspect together with lexical aspect.

Contributors are Denis Apothéloz, Trang Phan and Nigel Duffield, Galia Hatav, Jens Fleischhauer and Ekaterina Gabrovska, Stephen M. Dickey, Adeline Patard, Laura Baranzini, Jaroslava Obrtelova.
Darstellungsformen der Imagination bei Shaftesbury, Condillac und Diderot
Die Imagination ist eine omnipräsente Kraft, die im Prozess des Schreibens und Lesens wirkt. Genau deshalb kann sie niemals Gegenstand einer reinen Theorie sein. Jeder Text über die Imagination setzt diese bereits ins Werk und ist daher performativ. Manuel Mühlbacher nimmt diese Beobachtung als Ausgangs-punkt, um die Geschichte der Imagination zwischen Rationalismus und Romantik neu zu erzählen. Im 18. Jahrhundert prägt sich ein Bewusstsein dafür aus, dass die Kraft der Imagination letztlich unentrinnbar ist – dass man ihr immer schon unterliegt, während man über sie reflektiert. Bei Shaftesbury, Condillac und Diderot, die im Zentrum der Untersuchung stehen, wird diese Einsicht programmatisch: Ihre Schreibverfahren führen vor, dass es keinen rationalen Standpunkt außerhalb der Imagination geben kann. Nimmt man die Dimension der imaginativen Kraft ernst, so gilt das Augenmerk der Lektüre nicht mehr begriffsgeschichtlichen Entwicklungen, sondern den rhetorischen und literarischen Darstellungsformen, in denen sich die Imagination manifestiert.