Browse results

Berkeleys Immaterialismus wird in der Geschichte der Philosophie gerne als Beispiel für ein besonders abstruses, kontraintuitives metaphysisches System angesehen. Das Buch zeigt, dass das Gegenteil zutreffend ist: Gerade Berkeley entwickelt protophänomenologische Ideen, die weit in das zwanzigste Jahrhundert vorausweisen.
In Abweichung zu den dominanten Auslegungen von Berkeleys Schriften schlägt Hartmann einen Perspektivwechsel vor, um das Werk Berkeleys dezidiert metapherntheoretisch zu lesen und zu interpretieren. Auf diese Weise bringt Hartmann evident zur Darstellung, dass man dem Werk von Berkeley eine – bisher übersehene – epochale Bedeutung für die Philosophie und die Aufklärung zusprechen kann: Unter Zuhilfenahme der metaphorologischen Studien Hans Blumenbergs wird im Buch detailliert aufgezeigt, dass sich in Berkeleys Gesamtwerk ein ausgesprochen modernes, regelrecht ökologisches Mensch-Welt-Verhältnis auffinden lässt, welches weder bisher mit Berkeley noch mit der Epoche der Aufklärung in Verbindung gebracht wird.
Ein philosophischer Versuch zur Systematisierung der empirischen Erforschung des Geistes von Tieren
Author: Martin Böhnert
Wie wissen wir, ob Tiere denken können? In Erweiterung der bisherigen Debatte um Mensch-Tier-Verhältnisse analysiert dieser Band die Bedingungen und Kontexte der naturwissenschaftlichen Gewinnung unseres Wissens von Tieren.
Die aktuellen Diskussionen innerhalb der Tierphilosophie drehen sich um die drei zentralen Fragen, ob wir Tieren einen Geist zuschreiben können, worin der Unterschied zwischen Menschen und Tieren besteht und wie sich Menschen gegenüber Tieren verhalten sollen. Unser Wissen über Tiere ist meist von der empirischen Forschung übernommen. Die Methoden, Theorien und Kontexte der empirischen Forschung wurden bislang nicht zum Gegenstand gemacht. Diese Lücke will der Band mit dem zentralen Konzept der methodologischen Signaturen schließen, das den systematischen Vergleich von Forschungsansätzen anhand deren fundamentalen methodologischen, ontologischen und epistemologischen Vorannahmen erlaubt.
Zur Idee und Ethik von Gamification
Series Editors: Julian Nida-Rümelin and Ulla Wessels
Gamification, smarte Technologien und eine persistente digitale Erreichbarkeit führen dazu, dass immer mehr Lebensbereiche mit Aspekten von Spielen angereichert werden. Doch was zeichnet das Spiel eigentlich aus? Und ist es überhaupt möglich und ethisch legitim, das ganze Leben in ein Spiel zu verwandeln?
Vor dem Hintergrund einer humanistischen Anthropologie, die dem Menschen zutraut und zugleich zumutet, selbst Autor*in des eigenen Lebens zu sein, wird Gamification als durchaus problematische Manipulationsstrategie beschrieben, die kaum etwas mit dem Spiel zu tun hat und deren Einsatz nur unter bestimmten Bedingungen ethisch legitim ist. Denn, verabschieden wir uns nicht ein Stück weit von unserem Menschsein, wenn wir uns zurücklehnen und unser Leben in die Hände gamifizierter Anwendungen und Systeme legen, die uns durch ihre Spielmechanismen und Algorithmen gewissermaßen darauf programmieren, erwünschte Verhaltensweisen an den Tag zu legen? Schließlich sollten wir als autonome Subjekte in der Lage sein, selbst herauszufinden und umzusetzen, was wir für richtig und erstrebenswert halten.

Author: Stefan Lang
Was ist Selbstbewusstsein? Entgegen der weit verbreiteten Ansicht, dass Selbstbewusstsein ein Fall von intentionalem und repräsentationalem Bewusstsein ist, entwickelt dieses Buch ein alternatives Modell: Selbstbewusstsein ist ein Phänomen sui generis und besteht in einem performativen Akt.
Lässt sich Selbstbewusstsein mit den begrifflichen Mitteln intentionaler und repräsentationaler Theorien des Selbstbewusstseins vollständig erklären? Die provokante These dieser Untersuchung lautet: Intentionales Selbstbewusstsein setzt präreflexives Selbstbewusstsein voraus, das im Rahmen repräsentationaler Theorien nicht erklärt werden kann. Als neuer Leitbegriff der Theorie der Subjektivität wird der Begriff der Performativität vorgeschlagen.
The book is a volume of the collected works of sixteen different authors. They reflect the contemporary meaning of C. G. Jung’s theory on many fields of scientific activity and in a different cultural context: Japanese, South American and North American, as well as European: English, Italian and Polish. The authors consider a specific milieu of Jung’s theory and his influence or possible dialogue with contemporary ideas and scientific activity. A major task of the book will be to outline the contemporary—direct or indirect—usefulness and applicability of Jung's ideas at the beginning of the twenty-first century while simultaneously making a critical review of this theory.
In Deciphering Reality: Simulations, Tests, and Designs, Benjamin B. Olshin takes a problem-based approach to the question of the nature of reality. In a series of essays, the book examines the detection of computer simulations from the inside, wrestles with the problem of visual models of reality, explores Daoist conceptions of reality, and offers possible future directions for deciphering reality.

The ultimate goal of the book is to provide a more accessible approach, unlike highly complex philosophical works on metaphysics, which are inaccessible to non-academic readers, and overly abstract (and at times, highly speculative) popular works that offer a mélange of physics, philosophy, and consciousness.
Author: Brian Kemple
Ens Primum Cognitum in Thomas Aquinas and the Tradition presents a reading of Thomas Aquinas’ claim that “being” is the first object of the human intellect. Blending the insights of both the early Thomistic tradition (c.1380—1637AD) and the Leonine Thomistic revival (1879—present), Brian Kemple examines how this claim of Aquinas has been traditionally understood, and what is lacking in that understanding.

While the recent tradition has emphasized the primacy of the real (so-called ens reale) in human recognition of the primum cognitum, Kemple argues that this misinterprets Aquinas, thereby closing off Thomistic philosophy to the broader perspective needed to face the philosophical challenges of today, and proposes an alternative interpretation with dramatic epistemological and metaphysical consequences.

Author: Prakash Mondal
In Natural Language and Possible Minds: How Language Uncovers the Cognitive Landscape of Nature Prakash Mondal attempts to demonstrate that language can reveal the hidden logical texture of diverse types of mentality in non-humans, contrary to popular belief. The widely held assumption in mainstream cognitive science is that language being humanly unique introduces an anthropomorphic bias in investigations into the nature of other possible minds. This book turns this around by formulating a lattice of mental structures distilled from linguistic structures constituting the cognitive building blocks of an ensemble of biological entities/beings. This turns out to have surprising consequences for machine cognition as well. Challenging mainstream views, this book will appeal to cognitive scientists, philosophers of mind, linguists and also cognitive ethologists.
In The Sequential Imperative William Edmondson explains how deep study of linguistics – from phonetics to pragmatics – can be the basis for understanding the organization of behaviour in any organism with a brain. The work demonstrates that Cognitive Science needs to be anchored in a linguistic setting. Only then can Cognitive Scientists reach out to reconsider the nature of consciousness and to appreciate the functionality of all brains.

The core functionality of the brain – any brain, any species, any time – is delivery and management of the unavoidable bi-directional transformation between brain states and activity – the Sequential Imperative. Making it all work requires some general cognitive principles and close attention to detail. The book sets out the case in broad terms but also incorporates significant detail where necessary.
Der Wilensbegriff zwischen antiker Moralpsychologie und modernen Neurowissenschaften
Dieses Buch nimmt eine umfangreiche Erörterung des Willensbegriffs vor. Es beschreibt ausführlich die ideengeschichtlichen Entwicklungslinien verschiedener Willenskonzepte seit der Antike bis in die Gegenwart. Dabei liegt der Fokus darauf, ob eine Epoche überhaupt einen Willensbegriff hatte,und wozu sie ihn verwendete. Die Darstellung ist wesentlich einer systematischen Perspektive verpflichtet, die historische Entwicklungsstränge als Kontrastfolie nutzt, um gegenwärtige Willensansätze argumentativ zu diskutieren. Der ideengeschichtlich-systematische Überblick über verschiedene Willenskonzepte mündet in einer Präzisierung und Klärung, sowie letztlich einer Kritik der aktuellen Debatte um die Freiheit des Willens. Leitende Fragestellungen des Buches sind: Welche Funktionen und Stellungen nimmt der Begriff des ›Willens‹ – besonders in der Philosophie, Psychologie und den Neurowissenschaften – ein und wie verhalten sich diese Funktionen zur Alltagssprache in den lebensweltlichen Kontexten?