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Non-Person

Grenzen des Humanen in Literatur, Kultur und Medien

Edited by Stephanie Catani and Stephanie Waldow

Mit dem Begriff der Non-Person nimmt der Band rechtliche, medizinische, politische und gesellschaftliche Inklusions- wie Exklusionsverfahren in den Blick, die über das Mensch-Sein, den Personenstatus und seine Grenzen bestimmen.
Der Band versucht den Begriff der Person vor dem Hintergrund seiner breiten interdisziplinären Semantik zu definieren und nimmt spezifisch ästhetische Figurationen von Non-Persons in den Blick. Medial vermittelte wie literarisch imaginierte Non-Persons lassen sich etwa dort untersuchen, wo sie als Grenzgänger geltende Binäroppositionen sichtbar machen und deren identitätsstabilisierendes wie -destabilisierendes Potenzial kritisch befragen. Besondere Brisanz erfährt der Begriff durch weltweite Flucht- und Migrationsbewegungen, die nicht erst im 21. Jahrhundert die Frage nach der menschenrechtlichen Situation Flüchtender, Staatenloser und Asylsuchender dringlich werden lassen.

Ungeheurer Atlantik

Absenz und Wiederkehr in ausgewählten atlantischen Poetiken des 20. Jahrhunderts

Eleonore Zapf

Während der Atlantik in der Antike als unüberwindbar galt, verwandelte er sich im Zeitalter der modernen Globalisierung in einen transmarinen Raum der ständigen Bewegung und Aushandlung verschiedener kultureller Konzepte. Doch auch in diesem aufgeklärten Kontext behält der Atlantik in der poetischen Phantasie noch immer Merkmale des Ungeheuren.
Das Verdrängte taucht auf unheimliche Weise wieder auf und konfrontiert die Kulturgeschichte mit ihrer vergessenen Vergangenheit. Der Band erweitert US-amerikanische Ansätze der Atlantic Studies um spanische, lusitanische und karibische Sichtweisen und analysiert atlantische Texte von Fernando Pessoa, Édouard Glissant, Derek Walcott und Manuel Padorno.

Akzessorische Fragen im kanonischen Prozess

Eine Untersuchung anhand der Rechtsprechung der Römischen Rota

Johannes Klösges

Das kirchliche Prozessrecht manifestiert sich in einem detailreichen Normenkomplex, der nur selten in den Blick wissenschaftlicher Untersuchung gerät. Grund genug, einigen Detailfragen Raum zu geben, die gleichzeitig paradigmatische Problemanzeigen für den gegenwärtigen Zustand kirchlicher Rechtskultur darstellen.
Neben der eigentlichen Hauptsache können im kanonischen Prozess auch so genannte akzessorische Fragen auftreten, die von der Hauptsache abhängig sind, aber eine eigene richterliche Entscheidung verlangen. Die auf derartige Fragen fokussierte Untersuchung der Rechtsprechung der Römischen Rota offenbart einen höchst bedenklichen Zustand des geltenden Prozessrechts. Ist der Untergang des kanonischen Prozesses längst besiegelt?

An den Rändern des Lebens

Träume vom Sterben und Geborenwerden in den Künsten

Edited by Mauro Fosco Bertola and Christiane Solte-Gresser

Literarisch-künstlerische Traumerzählungen und Traumbilder finden höchst originelle Ausdrucksformen, um das Abwesende, Unvorstellbare oder nicht realistisch Erzählbare zu vergegenwärtigen. In diesem Band werden Träume in Literatur, Kunst, Musik und Film von der Antike bis zur Gegenwart untersucht, bei denen die leibliche und sinnliche Erfahrung von den Grenzen des Lebens im Mittelpunkt steht.
Dieser im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs „Europäische Traumkulturen“ entstandene Band liefert einen wichtigen Beitrag zur Literatur-, Kultur- und Mediengeschichte des Traums. Den gemeinsamen Fokus bilden Phänomene des geträumten Geborenwerdens und Sterbens, ihre komplexen künstlerischen Realisierungen und die damit verbundenen Wissensdiskurse.

Moving Spaces

Creolisation and Mobility in Africa, the Atlantic and Indian Ocean

Series:

Edited by Marina Berthet, Fernando Rosa and Shaun Viljoen

Moving Spaces: Creolisation and Mobility in Africa, the Atlantic and Indian Ocean addresses issues of creolisation, mobility, and migration of ideas, songs, stories, and people, as well as plants, in various parts of Africa, the Atlantic and the Indian Ocean worlds. It brings together Anglophone, Francophone and Lusophone specialists from various fields – anthropology, geography, history, language & literary studies – from Africa, Brazil, Europe, and the Indo-Pacific. It is a book which, while opening new perspectives, also intriguingly suggests that languages are essential to all processes of creolisation, and that therefore the latter cannot be understood without reference to the former. Its strength therefore lies in bringing together studies from different language domains, particularly Afrikaans, Creole, English, French, Portuguese, and Sanskrit.

Contributors include Andrea Acri, Joaze Bernardino, Marina Berthet, Alain Kaly, Uhuru Phalafala, Haripriya Rangan, Fernando Rosa, António Tomás and Shaun Viljoen.

Roads Through Mwinilunga

A History of Social Change in Northwest Zambia

Series:

Iva Peša

Roads through Mwinilunga provides a historical appraisal of social change in Northwest Zambia from 1750 until the present. By looking at agricultural production, mobility, consumption, and settlement patterns, existing explanations of social change are reassessed. Using a wide range of archival and oral history sources, Iva Peša shows the relevance of Mwinilunga to broader processes of colonialism, capitalism, and globalisation. Through a focus on daily life, this book complicates transitions from subsistence to market production and dichotomies between tradition and modernity. Roads through Mwinilunga is a crucial addition to debates on historical and social change in Central Africa.

Anfangen und Aufhören

Kulturwissenschaftliche Zugänge zum Ersten und Letzten

Edited by Stefan Neuhaus and Petra Kindhäuser

Edited by Yvonne Delhey, Rolf Parr and Kerstin Wilhelms

Wie wird in autofiktionalen Texten die eigene Lebensgeschichte als utopische Erzählung gestaltet? Der Band widmet sich dieser Frage hinsichtlich der gesellschaftlichen, raumzeitlichen und medialen Dimension der utopischen Autofiktion.
Die Utopie-Forschung hat sich schon seit längerer Zeit von idealisierten Zukunftsvisionen verabschiedet und diskutiert Utopie unter anderem als ‚Impuls‘, ‚Methode‘ oder als ein ‚Bewusstsein‘, das sich nicht mit dem bestehenden Sein identifiziert. Hier setzt der Band an und fragt speziell nach dem Utopischen in autofiktionalen Lebensentwürfen.

Rechtsgefühl

Subjektivierung in Recht und Literatur um 1800

Florian Schmidt

Rechtsgefühl – Das menschliche Herz wird zum metaphorischen Quell des Rechts und rückt im gleichen Zug in den Fokus von Regierungs- und Erziehungstechnologien.
Der Mensch wird im 18. Jahrhundert juridisch als Träger von Rechten und anthropologisch nicht nur als vernünftiges, sondern vor allem auch als empfindsames Wesen entworfen, das sich sowohl moralisch als auch rechtlich vom Vermögen des Gefühls leiten lassen kann und soll. Florian Schmidt arbeitet in seiner interdisziplinär angelegten Studie die wechselseitige Bezogenheit von Recht und Gefühl in literarischen, juridischen und philosophischen Texten um 1800 heraus und profiliert das Rechtsgefühl als ein für die Subjektbildung in der Moderne zentrales Konzept.

A Decade of Tanzania

Politics, Economy and Society 2005-2017

Kurt Hirschler and Rolf Hofmeier

Tanzania is widely recognized as a rather exceptional case of an African country that has seen political continuity and stability for more than five decades and has not experienced any major conflicts as has been the case elsewhere on the continent. Major political transformations – such as the transformation from a socialist one-party state to a market-oriented multi-party system – were initiated from above and controlled by the Revolutionary Party CCM, which has ruled the country since it gained independence in 1961. Despite its peaceful development and steady economic growth rates over the past 15 years, Tanzania has remained a low-income country with a huge majority of its people living in poverty.

This volume contains the original country chapters on Tanzania from the Africa Yearbook. Politics, Economy and Society South of the Sahara, covering the period 2005 – 2017. It embraces the entire 10-year presidency of President Kikwete and the first two years under the current President Magufuli.