Friedrich Kittler ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Denker von internationalem Rang. Seine Arbeiten zur Literatur- und Kulturwissenschaft, zur Technik- und Kriegsgeschichte, Philosophie, Mathematik und Musik und vor allem der von ihm begründeten historischen Medienwissenschaft wurden bis heute in über ein Dutzend Sprachen übersetzt. Während er für die Einen längst zum Kanon der Maîtres-penseurs zählt, bleibt er für Andere ein enfant terrible, dessen provokanter Zugriff auf unser Geistes- und Kulturerbe nach wie vor irritiert. Unbestritten aber ist, dass Kittlers Schreiben und Reden über vier Dekaden die akademische Welt gründlich verändert hat.
Sein reichhaltiger Nachlass, der im Deutschen Literaturarchiv Marbach zusammengeführt und gepflegt wird, bildet die Grundlage für die Herausgabe seiner Werke. Die Medien, in denen und über die er gearbeitet hat, sollen spezifisch zum Tragen kommen. Das Programm seiner Gesammelten Werke lautet: »Gesammelte Schriften, Stimmen, Hard- und Software«. Die bei Wilhelm Fink erscheinenden »Gesammelten Schriften« umfassen alle zu Lebzeiten publizierten Texte und Unveröffentlichtes aus dem Nachlass sowie ausgewählte Vorlesungen und Interviews; unter »Stimmen« sollen auf audiovisuellen Medien Vorlesungen, Seminare und Interviews zugänglich gemacht werden; unter »Hard- und Software« sollen Schaltpläne und Source-Codes dokumentiert, erschlossen und auf einem Server zugänglich gemacht werden.
Die Edition der »Gesammelten Schriften« wird voraussichtlich dreizehn Monografien, dreizehn Aufsatz- und drei Interviewbände enthalten. Der Editionsplan geht auf Absprachen zurück, die Friedrich Kittler noch zu Lebzeiten mit seiner Frau Susanne Holl und seinem Verleger Raimar Zons getroffen hat. Als Gesamtherausgeber konnte Martin Stingelin gewonnen werden, der auch den ersten, jetzt im Frühjahr erscheinenden Band (Der Traum und die Rede) ediert. Im Herbst 2014 erscheint Musik und Mathematik II, »Roma aeterna«, aus dem Nachlass herausgegeben und kommentiert von Gerhard Scharbert.


Monographien:

1. Hebbels Einbildungskraft
2. Der Traum und die Rede
3. Aufschreibesysteme 1800/1900
4. Grammophon Film Typewriter
5. Optische Medien
6. Eine Kulturgeschichte der Kulturwissenschaft
7. Unsterbliche
8. Musik und Mathematik I.1, »Aphrodite«
9. Musik und Mathematik I.2, »Eros«
10. Musik und Mathematik II (Nachlass), »Roma aeterna«
11. Musik und Mathematik III und IV (Nachlass)
12. Philosophien der Literatur
13. Radio

This series addresses the understanding of the Early Modern Period (broadly defined) vis-à-vis educational thought. The writings of prominent intellectuals regarding issues of educational theory, addressed to princes, kings, popes and emperors throughout this period, were highly influential. They exerted significant influence on educational institutions and practices over the centuries, and they are highly revealing of shifts in values, anthropology, methodology, the natural sciences, and culture. Such shifts have shaped our “modern” vision of the world. Few of these writings have received appropriate attention, and, more importantly, adequate consideration given the period's complexity.
Therefore, the series will include studies on historical accounts of how educational institutions should function in theory, rather than those which focus primarily on how educational institutions functioned in practice. The result will amount a novel library of commented editions and English translations of the milestones of early modern educational theory as well as broad surveys tracing the development of educational thought in Europe and wherever these ideas were influential.
EUHORMOS is an international book series intended for monographs and collective volumes on classical antiquity. Specifically, it welcomes manuscripts related to the concept of ‘anchoring innovation’ by classical scholars of all disciplines from all over the world. All books will be published in Open Access (online) as well as in print. The series publishes book-length studies (single-authored or edited) of ancient innovations and their societal perceptions and valuations, in particular in connection with their ‘anchoring’, the various ways in which ‘the new’ could (or could not) be connected to what was already familiar. ‘The new’ is not restricted to the technical or scientific domains, but can include the ‘new information’ imparted by speakers through linguistic means, literary innovation, political, social, cultural or economic innovation, and new developments in material culture. EUHORMOS is one of the results of the Dutch so-called Gravitation Grant (2017), awarded to a consortium of scholars from OIKOS, the National Research School in Classical Studies. See https://www.ru.nl/oikos/anchoring-innovation.
EUHORMOS is the Homeric term for a harbour ‘in which the anchoring is good’. Under this auspicious title, we aim to publish a book series striving to afford ‘good anchorage’ to studies contributing to a better understanding of ‘anchoring innovation’ in Greco-Roman Antiquity.
The Islamic Translation Series aims to make scholarly Arabic texts from a wide range of disciplines available to an international, English-language readership. Comprising parallel English-Arabic texts, volumes in this series are suitable for specialists, students and all those interested in the intellectual traditions of the Islamic world.
This series was previously published by Brigham Young University Press.
This Open Access book series is published in conjunction with the Max Planck Institute for European Legal History.

The volumes published in the Max Planck Studies in Global Legal History of the Iberian Worlds deal with legal-historical research on areas that interacted with the Iberian empires during the early modern and modern periods in Europe, the Americas, Asia and Africa. The focus of this series is global in the sense that it does not just limit itself to imperial spaces as such, but also looks at the globalisation of norms within the spaces that were in contact with these imperial formations. The global dimension is, moreover, underscored by the attention paid to the coexistence of a variety of normativities and their cultural translations at different times and in different places. The volumes thus decentre traditional research perspectives and are open to exploring various modes of normativity.

All of the monographs, edited volumes and text editions in the series are peer reviewed and published in print and online. Brill’s Open Access books are distributed free of charge in Brill’s E-Book Collections and can be found via DOAB, OAPEN and JSTOR.
Neue Studien zur Geschichte Polens und Osteuropas
Die Reihe präsentiert wissenschaftliche Monographien und herausragende Sammelbände mit neuesten Forschungen zur Geschichte Polens und Osteuropas. Die Publikationen verbinden Perspektiven der verschiedenen geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen bei der Betrachtung der Vergangenheit der Region. Obwohl der thematische Schwerpunkt der Reihe auf Polen und Osteuropa liegt, haben die Herausgeber das Ziel, diesen Teil Europas in einen breiteren Forschungskontexte zu stellen und dadurch auch anregend auf die Forschung zu ähnlichen Themen in Bezug auf andere Regionen des Kontinents zu wirken. In der Reihe FOKUS werden zudem exzellente Dissertationen vorgelegt, die im angesehenen Wettbewerb um den Wissenschaftlichen Förderpreis des Botschafters der Republik Polen in Deutschland
Schriftenreihe des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt
Editor: Iuditha Balint
Die von Iuditha Balint herausgegebene Reihe des Fritz-Hüser-Instituts fokussiert literatur- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen im Spannungsfeld von Literatur und Ökonomie: Erforscht werden dabei Darstellungen von ökonomischen Prozessen oder Phänomenen, von Ökonomie als gesellschaftliche Sphäre, von Ökonomien des Stils, der Rhetorik oder der Form; beleuchtet werden aber auch theoretische und methodische Überlegungen zum Zusammenhang von Ökonomie, Literatur und Kultur.
Philip Otto Runge war – neben Caspar David Friedrich – nicht nur der bedeutendste deutsche Maler der Frühro¬mantik, sondern auch einer der vielseitigsten Künstler des 19. Jahrhunderts, „ein Individuum, wie selten geboren“, wie Goethe sich über ihn äußerte. Seine Briefe, Schriften und auch kunstvollen Märchen werden in dieser kriti¬schen Ausgabe vorgelegt und kommentiert.
Die Ausgabe beginnt mit dem Briefband 1795–1803 und dem dazu gehörigen Kommentarband. Dokumentiert wird Runges Kontakt mit einer Vielzahl seiner bedeutendsten Zeitgenossen: Ludwig Tieck, Clemens Brentano, Johann Wolfgang von Goethe, Caspar David Friedrich sowie August von Klinkowström, um nur einige wenige zu nennen.
Die vorliegenden Bände bieten erstmals alle Briefzeugnisse und stellen die im Autograf erhaltenen Quellen text¬kritisch nach Maßgabe editionswissenschaftlichen Kriterien vor. Damit ersetzt diese Edition auch die von K. F. Degner 1940 unter völkischen Vorzeichen publizierte Ausgabe Philipp Otto Runge. Briefe in der Urfassung, die aufgrund von Unstimmigkeiten und Lesefehlern die Briefe keineswegs in der buchstabengetreuen Verfassung abdruckt. Runges eigenwillige Orthografie, Zeichensetzung und Grammatik wurde beibehalten und nicht, wie in den Editionen von H. v. Maltzahn, K. Privat, H. Gärtner und P. Betthausen modernisiert oder stillschweigend korrigiert, um seinen charakteristischen, spontanen Briefstil zu dokumentieren. Skizzen wurden berücksichtigt, erstmals wurden auch Mitteilungen anderer Briefschreiber, die sich auf demselben Bogen befinden, transkribiert und aufgenommen.
Die Hölderlin-Forschungen versammeln philosophische sowie literatur-, kultur-, musik- und theaterwissenschaftliche Studien zu einem Autor, dessen Werk in viele Bereiche ausgestrahlt und die Künste der Moderne stark geprägt hat. Die interdisziplinäre Reihe, in die auch englischsprachige Publikationen aufgenommen werden, wird herausgegeben von Violetta Waibel (Wien), Jörg Robert (Tübingen), Martin Vöhler (Thessaloniki). Dem Beirat gehören an: Anke Bennholdt-Thomsen (Berlin, Germanistik), Jakob Deibl (Wien, Theologie), Andreas Fahrmeir (Frankfurt a. M., Geschichte), John Hamilton (Cambridge, MA, Komparatistik), Alexander Honold (Basel, Germanistik), Johann Kreuzer (Oldenburg, Philosophie), Gerhard Kurz (Gießen, Germanistik), Anja Lemke (Köln, Germanistik), Patrick Primavesi (Leipzig, Theaterwissenschaft), Luigi Reitani (Udine, Germanistik).