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Igor’ Stravinskijs Theater der Zukunft

Das Choreodrama "Le Sacre du printemps" im Spiegel der 'Theaterreform um 1900'

Leila Zickgraf

Igor’ Stravinskijs Le Sacre du printemps gilt als Meilenstein der Musik- und Tanzgeschichte. Gleichwohl hat die Wissenschaft einen Schlüsselaspekt zum Verständnis des Werkes bislang übersehen: die ‚Theaterreform um 1900‘.
Leila Zickgraf zeigt erstmals, dass Stravinskij mit dem Sacre sein höchst eigenes ‚Theater der Zukunft‘ verwirklichte. Durch die Rhythmen seiner Komposition versetzte er Tänzer wie Publikum in einen körperlich erfahrbaren Rausch, wodurch er die Zuschauer ins Bühnengeschehen integrierte. Mit seiner interdisziplinären Ausrichtung sowie seiner umfassenden Quellenerschließung leistet das Buch einen wichtigen Forschungsbeitrag zu einem noch immer ungenügend ausgeleuchteten Meisterwerk.

Bewegungsfiguren

Über die Bewegung der Strichfigur in der Zeichnung und ihre Bedeutung für den Zeichentrickfilm

Pirkko Rathgeber

Wie kommt die Bewegung ins Bild? An Beispielen seit der Renaissance erkundet der Band eine der fundamentalen Fragen der Kunst und liefert damit zugleich einen Beitrag zu einem neuen Verständnis des Zeichentrickfilms.

Die Strichfigur ist seit der Höhlenmalerei eines der grundlegenden Bilder unserer Kulturgeschichte. Weniger bekannt ist, dass diese Figur seit der Proportions- und Bewegungslehre der Renaissance als zentrales handwerkliches und theoretisches Mittel zur Entwicklung der figürlichen Bewegung im Bild fungiert und bis heute in verschiedenen Disziplinen genutzt wird.
Der Band diskutiert theoretische Reflexionen zu Zeit und Bewegung im Bild, um die zeichnerische Konstruktion von Bewegung seit Leonardo und Dürer nachzuvollziehen. Die Beobachtung der gezeichneten Bewegung erlaubt eine neue Annäherung an die Bewegung im Zeichentrickfilm. Zahlreiche, teilweise erstmals publizierte Bildbeispiele zeigen die bewegte Strichfigur über die Jahrhunderte.

Berührung

Taktiles in Kunst und Theorie

Ediert von Carolin Meister and Kristin Marek

Berührung beschreibt ein Verhältnis zur Welt. Sie durchkreuzt die Aufteilung der Sinne ebenso, wie die Trennung von Subjekt und Objekt. Welche Potenziale und Problemstellungen ergeben sich daraus? Wie steht es um Formen der Berührung und Bedingungen des Taktilen in Kunst und Theorie?
Kunst betrachten heißt gemeinhin Distanz bewahren: sich dem Sehsinn überlassen, Abstand halten. Das ist nicht nur eine Schulung in Disziplin, die in den bürgerlichen Institutionen der Kunstausstellung eingeübt, sozial kontrolliert und längst auch technisch gesichert wird. Abstand zum Betrachter ist der Ausstellungskunst selbst eingeschrieben. Doch nicht erst seit technische Medien der Berührung und interaktive Ausstellungsformate die Museen erobert haben, stellt sich die Frage nach den Potenzialen des Taktilen in der Kunst.

Serie:

Ediert von Henriette Hofmann, Gerald Wildgruber, Barbara Schellewald and Sophie Schweinfurth

Die Dynamik von Enthüllen/Verbergen charakterisiert sowohl vormoderne Bildpraktiken wie eine Eigentümlichkeit vormoderner Bildbegriffe, die sich aus dem Spannungsfeld von Präsenz und Entzug herleiten.
Der Band perspektiviert erstmals interdisziplinäre Beiträge aus dem Feld der Vormoderne im Hinblick auf die für unterschiedliche Bildphänomene entscheidende Dynamik von Enthüllen/Verbergen und präsentiert so unterschiedliche Zugänge, die das Thema für die Vormoderne als ein zentrales Moment fruchtbar machen: für Bildpraktiken in ihren unmittelbaren sozialen, religiösen und historischen Zusammenhängen ebenso wie für die begriffsgeschichtliche Relevanz von Enthüllen/Verbergen, die letztlich darüber entscheidet, was im jeweiligen, kulturellen Kontext Bild ist oder sein kann.

Belebungskünste

Praktiken lebendiger Darstellung in Literatur, Kunst und Wissenschaft um 1800

Ediert von Nicola Gess, Annette Kappeler and Agnes Hoffmann

Um 1800 entstand die Idee der ,lebendigen Darstellung‘ als Schlüsselbegriff in der ästhetischen Theorie und Praxis, der eine neue Popularität von Lesegesellschaften, deklamatorischen Veranstaltungen, öffentlichen Aufführungen von Tableaux vivants und vielen anderen Formen der Kunst- und sogar Wissenschaftsvermittlung auslöste.
Der vorliegende Band untersucht das neue Interesse an ästhetischer Lebendigkeit aus praxeologischer Sicht und nimmt z. B. das Werk von Ludwig Tieck, E.T.A. Hoffmann oder Johann Gottfried Herder in den Blick.

Blanchot und das Bild

Bilder und Begriffe nach Maurice Blanchot

Ediert von Barbara Filser and Kristin Marek

In den Schriften Maurice Blanchots, der maßgebliche französische Philosophen unserer Zeit geprägt hat, finden sich auch zahlreiche bildtheoretische Überlegungen. Der Band versammelt Beiträge, die seinem Denken des Bildes nachgehen und es für Analysen fruchtbar machen.
„Anwesende Abwesenheit“, „enthüllender Schleier“, „Ähnlichkeit, die nichts gleicht“ … – so lauten einige der Beschreibungen des Bildlichen bei Maurice Blanchot. Ihre Verschränkung von begrifflichen Gegensätzen lässt sie ebenso rätselhaft wie faszinierend erscheinen. Diesen überraschenden Wendungen, den Metaphern und Modellen für Bild und Bildlichkeit, die sich in den theoretischen Schriften und den Romanen des französischen Literaten und Literaturkritikers aufspüren lassen, widmet sich dieser Band.

Bild und Latenz

Impulse für eine Didaktik der Bildlatenz

Ediert von Anja Pompe

Bilder spielen in allen Schulfächern immer schon eine zentrale Rolle. Die intellektuellen Energien, die in den Bildungs- und Erziehungswissenschaften aufgewendet werden, um Fragen des Einsatzes von Bildern zu beantworten, wirken daher beachtlich.
Eingeklammert bleiben dabei bisher jedoch Phänomene der Unsichtbarkeit, obwohl sie grundlegend für alles Bildliche sind. Denn sie gehören zu jener Dimension, die wir als „latent“ bezeichnen. Eine Auseinandersetzung mit den Funktionen von Bildern in Lehrkontexten kann deshalb nur erfolgreich sein, wenn die philosophischen Debatten über „Latenz“, die zwischen dem Zeitalter der Aufklärung und dem frühen 21. Jahrhundert stattgefunden haben, Eingang in die bildungswissenschaftliche Theoriebildung finden.

Kulturtechnik Malen

Die Welt aus Farbe erschaffen

Ediert von Ludger Schwarte, Charlotte Warsen and Meret Kupczyk

Älter noch als das Rechnen, Schreiben und Lesen gehört Malerei zu den elementarsten Kulturtechniken.
Malend erschuf der Mensch Sehweisen und Weltanschauungen aus Farbe und entwickelte die Basis graphischer und bildlicher Systeme.
Welche Dimension gewinnt menschliche Wirklichkeit erst durch die Möglichkeit von Malerei? Entlang der Wände jungpaläolithischer Höhlen, durch den von der Interaktion mit Farbe geprägten Alltag der Maya, bis zu heutigen Malverfahren, die der Farbe neue Funktionen und Wirkungen entlocken, folgen die Beiträge der Arbeit des Menschen mit Farbe und fragen nach ihren lebensweltlichen Zusammenhängen und ihrer epistemischen, kulturellen und politischen Bedeutung.
Die Orientierung am Begriff der Kulturtechnik soll dabei eine neuartige Sichtweise auf die Malerei ermöglichen, die sie nicht nur im Rahmen kunstgeschichtlicher Entwicklungen betrachtet, sondern allgemeiner nach der Rolle des Malens in der Herausbildung kultureller Räume fragt.

Atmosphäre

Über die Wirklichkeit von Bildern

Gernot Böhme

Deixis Raum Latenz

Wie Bilder die Möglichkeit ihrer Erscheinung zeigen

Günter Figal