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Dreizehn Jahre Istanbul (1937-1949) (2 vols)

Der deutsche Assyriologe Fritz Rudolf Kraus und sein Briefwechsel im türkischen Exil.

Edited by Jan Schmidt

The German Assyriologist Fritz Rudolf Kraus was an academic emigrant who was forced to leave Germany during the Nazi period. Kraus spent thirteen years in exile in Istanbul, where he was appointed cataloguer at the Archaeological Museum. During his exile he kept in touch with his family in Germany and with colleagues, in particular his former teacher, Benno Landsberger, who had moved to Ankara in 1935. The selection of his voluminous correspondence presented in this work is an important source for the history of both Turkey and Germany during the years 1937 to 1950.

Der deutsche Assyriologe Fritz Rudolf Kraus war ein Wissenschaftler, der Deutschland während der Nazizeit gezwungenermaßen verlassen musste. Kraus verbrachte 13 Jahre im Exil in Istanbul, wo er zum Katalogisierer im Archäologischen Museum ernannt wurde. Während seines Exils blieb er in Kontakt mit seiner Familie und den Kollegen in Deutschland, insbesondere mit seinem ehemaligen Lehrer, Benno Landsberger, der im Jahr 1935 nach Ankara emigrierte. Die in diesem Werk zusammengestellte Auswahl seiner umfangreichen Korrespondenz ist eine bedeutende Quelle für die Geschichte der Türkei und Deutschland in den Jahren 1937 bis 1950.

Der SS-Sport

Organisation - Funktion - Bedeutung

Berno Bahro

Verfolgt von Land zu Land

Jüdische Flüchtlinge in Westeuropa 1938 - 1944

Ahlrich Meyer and Insa Meinen

Fluchten als Reaktion auf Verfolgung und Deportation zählten zu den wichtigsten Überlebensstrategien der Juden während der Zeit des Nationalsozialismus.
Insa Meinen und Ahlrich Meyer begeben sich auf die Spuren von Juden aus Deutschland und Österreich, die ab 1938 vor der antisemitischen Gewalt nach Belgien flüchteten. Auch berichten sie erstmals über die schon im Zeichen des Genozid stehenden Fluchten von Juden innerhalb Westeuropas ab 1941/42. Der Leser bekommt ein eindrückliches Bild davon, welche immer neuen Anstrengungen die Menschen auf sich nahmen, um sich und ihre Familien vor dem Untergang zu bewahren. Im Mittelpunkt stehen die Rettungsversuche der vielen »namenlosen« jüdischen Flüchtlinge. Ihre Schicksale werden aus verstreuten Akten, Karteien und Transportlisten der Todeszüge nach Auschwitz erschlossen. Das Buch würdigt diejenigen, die der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik zum Opfer fielen und über deren Widerstand bislang kaum etwas bekannt war.

Unter Soldaten und Agitatoren

Hitlers prägende Jahre im deutschen Militär 1918-1920

Othmar Plöckinger

Mit kriminalistischer Sorgfalt rekonstruiert Othmar Plöckinger erstmals detailliert, wie aus dem Kriegsheimkehrer Adolf Hitler der Parteiführer der NSDAP und ein radikaler Antisemit wurde.
Die Auflösung des alten Weltkriegsheeres nach der Niederlage 1918 und der gleichzeitige Aufbau der neuen Reichswehr führten zu Konflikten innerhalb des Militärs. Die unübersichtliche Situation eröffnete einfachen Soldaten wie Adolf Hitler große Handlungsspielräume. Die revolutionären Ereignisse trugen dazu ebenso bei wie die vom Militär geduldeten und geförderten völkisch-radikalen Bewegungen - darunter die Deutsche Arbeiterpartei - die zukünftige NSDAP.
Auf breiter Quellenbasis schildert das Buch Hitlers Wechsel vom Militär zur Politik, korrigiert verbreitete Annahmen und analysiert die antisemitischen und antibolschewistischen Einflüsse auf ihn. Das Buch führt die Leser in die unruhige Szenerie Münchens, die in jenen Jahren von Kriegserfahrung, Revolution und rechtsgerichteter Gewalt geprägt war. So wird das gesellschaftliche und politische Milieu lebendig, in dem sich Hitler damals bewegte.
Bis in die Vortragsthemen rechtsnationaler Agitatoren und bis zum Lesestoff, den die Truppenbibliotheken bereitstellten, trägt der Autor die Mosaiksteine zusammen, aus denen sich ein genaues Bild des ideologischen Nährbodens ergibt, auf dem sich Hitlers Weltanschauung formierte. Der Antisemitismus spielte darin schon frühzeitig eine zentrale Rolle.

Blutiger Juli

Rumäniens Vernichtungskrieg und der vergessene Massenmord an den Juden 1941

Simon Geissbühler

Anfang Juli 1941 begann Rumänien an der Seite Deutschlands seinen Vernichtungskrieg im Osten. In den ersten Kriegstagen kam es in der Nordbukowina und in Bessarabien zu Massenmorden an der jüdischen Bevölkerung. Täter waren meist rumänische Soldaten und Gendarmen. Vielerorts beteiligten sich die Nachbarn der Juden an den Massakern oder initiierten selbst Pogrome.
Simon Geissbühler schildert die Vorgeschichte der antisemitischen Radikalisierung im Rumänien der Zwischenkriegszeit und rekonstruiert die bislang kaum untersuchten blutigen Ereignisse des Sommers 1941. Er analysiert die Motive und Handlungsspielräume der Täter und fügt die wenigen Zeugnisse zusammen, die vom Leiden der Opfer berichten.
Die Suche nach der Erinnerung an den Holocaust in Ru-mä-nien ist Thema des letzten Teils des Buches. Beeindruckende Fotografien verfallender Mahnmale, Massengräber und Friedhöfe zeigen: Viel ist nicht geblieben; die jüdische Vergangenheit wurde weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannt.
Ein eindringliches Buch, das durch den Blick aufs Detail neue Einsichten in die regionalen Variationen des Holocausts in Osteuropa eröffnet und die historische Analyse mit dem kritischen Blick auf die Gegenwart verbindet.

Schreibtischtäter vor Gericht

Das Verfahren vor dem Münchner Landgericht wegen der Deportation der niederländischen Juden (1959 - 1967)

Christian Ritz

Im Zentrum der Untersuchung steht das Gerichtsverfahren gegen Wilhelm Harster vor dem Münchener Landgericht wegen Beihilfe zum Mord in 82.854 Fällen.
Als Befehlshaber der Sicherheitspolizei in Den Haag war er maßgeblich mitverantwortlich für die Deportation eines Großteils der niederländischen Juden. Mitangeklagt waren Wilhelm Zoepf, der Leiter des Haager »Judenreferates«, sowie
die dort angestellte Gertrud Slottke. Die Darstellung setzt die Biographien der Beschuldigten in den Zusammenhang von Gene-ration und Weltanschauung und fragt nach ihrer Verantwortung für die Deportationen. Dabei wird die zeitgenössische Forschungsperspektive der 1960er Jahre auch mit dem aktuellen geschichtswissenschaftlichen Erkenntnishorizont abgeglichen. Resümierend stellt der Autor dieses erste Verfahren gegen einen sogenannten Schreibtischtäter in den Kontext der »Bewältigungsgeschichte« der jungen Bundesrepublik Deutschland.

Die Vertreibung im deutschen Erinnern

Legenden, Mythos, Geschichte

Edited by Hans Henning Hahn and Eva Hahn

Die Vertreibung der Deutschen im östlichen Europa infolge des Zweiten Weltkriegs gehört zu den umstrittensten Themen der deutschen Zeitgeschichte; denn die Geschichte und vielfältigen Erfahrungen der Vertriebenen sind trotz aufwändiger Quellen- sowie Zeitzeugeneditionen und vieler Detailstudien wenig bekannt. Wer wurde wo und wann von wem warum vertrieben?

Das vorliegende Buch klärt anhand einer umfassenden Untersuchung des Erinnerns im breitesten Sinne des Wortes zahlreiche bis heute kursierende Legenden, während es zugleich die ihnen zugrunde liegenden Vorgänge erläutert. Somit entsteht ein detailreiches Bild der gemeinhin als Vertreibung erinnerten Ereignisse. Zugleich zeigt diese Geschichte des öffentlichen Erinnerns, wie jenes Geschehen zwar häufig, meist aber nur metaphorisch erwähnt worden ist, wie manche Berichte der Betroffenen oft wiederholt worden, andere in Vergessenheit geraten sind, und wie aus gefestigten Redewendungen ein Mythos Vertreibung entstanden ist.

Friedrich Tomberg

Hitlers Verhältnis zum Christentum war zwiespältig: Er bekämpfte es erbittert und sah sich trotzdem als strahlenden Nachfolger Christi, einen neuen Messias. Friedrich Tomberg zeigt, welchen Einfluss diese paradoxe Konstellation in Hitlers Weltanschauung auf die nationalsozialistische Politik hatte.

Adolf Hitlers Berufung auf Jesus sollte nicht bloß sein Charisma erhöhen, sondern diente ihm als Rechtfertigung für seine Pläne. In seiner Vorstellung war er der Retter der europäischen Kultur und berufen zur gewaltsamen Neuordnung der Welt. Die Idee des »Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation« war die Grundlage seiner Expansionsziele. Das Christentum, wenngleich von ihm gehasst, war ihm gleichermaßen Mittel der Legitimation und praktisches Instrument, auch auf dem Weg zum Holocaust.
Daraus folgt eine überraschende Erkenntnis: Der Antisemitismus war die Konsequenz aus Hitlers Zielen, nicht deren Voraussetzung.

Robert Grunert

Die von den Nationalsozialisten im 2. Weltkrieg angestrebte Neuordnung Europas zielte auf einen deutsch dominierten europäischen Großraum ab. In den faschistischen Bewegungen der besetzten Länder kursierten jedoch auch alternative Pläne.
Im Zwiespalt zwischen ideologischer Solidarität mit dem Nationalsozialismus und Ablehnung seiner Annexionsansprüche entstanden politische Gegenentwürfe, die auf die Schaffung einer europäischen Föderation souveräner faschistischer Staaten hinausliefen. Diese Studie beleuchtet erstmals diese Europapläne und ihr Verhältnis zur NS-Außenpolitik anhand eines Vergleichs der faschistischen Bewegungen in den Niederlanden, Belgien und Frankreich.

Führerpersönlichkeiten

Deutungen und Interpretationen deutscher Wehrmachtgeneräle in britischer Kriegsgefangenschaft

Tobias Seidl

Welches Bild machten sich deutsche Wehrmachtgeneräle von den am Krieg beteiligten Staaten? Welche Feindbilder prägten ihr Denken? Wie bewerteten sie die Wehrmacht? Welche Einschätzung trafen sie über den Verlauf des Kriegs und welche Zukunftserwartung hatten sie? Welche Bedeutung nahm das Selbstverständnis als deutscher Offizier in ihrem Denken ein? Und auf welche Weise positionierten sie sich gegenüber dem Nationalsozialismus und seinen Exponenten?
Das Buch gibt Antworten auf diese Fragen und zeigt, dass die Deutungen und Interpretation der Offiziere deutlich heterogener waren als bislang angenommen. Die Erkenntnisse der Untersuchung legen eine partielle Neubewertung der Wehr-macht und ihres Personals nahe: Es erscheint notwendig, soldatisches Handeln deutlich von der politischen Einstellung der einzelnen Offiziere zu trennen.