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Die biblisch-hebräische Partikel נָא im Lichte der antiken Bibelübersetzungen

Unter besonderer Berücksichtigung ihrer vermuteten Höflichkeitsfunktion

Serie:

Peter Juhás

English:
In Die biblisch-hebräische Partikel נָא im Lichte der antiken Bibelübersetzungen Peter Juhás addresses the function of the much-debated particle -nā in Biblical Hebrew from the point of view of the most important ancient Bible translations (Greek, Syriac, Latin). His research combines textual criticism, translation technique, discourse pragmatics, and the study of politeness in language.

A systematic and comprehensive investigation of the evidence shows that the pragmatic function of this particle is strongly conditioned by the context and cannot be explained by a simple unified denominator. Hence an approach applying a differentiation of various discourse levels proves oneself to be very helpful for the interpretation of this complex particle.

Deutsch:
In der vorliegenden Monographie untersucht Peter Juhás die Funktion der viel diskutierten biblisch-hebräischen Partikel -nā im Lichte der wichtigsten antiken Bibelübersetzungen (LXX, Pšīṭtā und Vulgata). Dabei werden Textkritik, Übersetzungswissenschaft, Diskurspragmatik und Höflichkeitsforschung kombiniert.

Eine systematische und umfassende Untersuchung der textuellen Evidenz zeigt, dass die pragmatische Funktion dieser Partikel von jeweiligem Kontext stark konditioniert ist und mit einem einfachen gemeinsamen Nenner nicht erklärt werden kann. Ein Zugang, der verschiedene Diskursebenen unterscheidet, erweist sich daher für die Interpretation dieser komplexen Partikel als sehr hilfreich.

Serie:

Peter Juhás

Abstract

In diesem Kapitel werden zwei nicht-prophetische Korpora der hebräischen Poesie untersucht, nämlich Psalmen und Ijob. Da bei der Untersuchung der Psalmenübersetzungen notwendigerweise das Psalterium iuxta Hebraeos in Betracht gezogen werden muss, wird auch auf andere antike Übersetzungen als komparatives Material zurückgegriffen. Das Buch Ijob hat in mehrfacher Hinsicht eine Sonderstellung: In ihm zeigt sich einerseits eine gewisse Variation bei der griechischen Übersetzung der Partikel ‮נָא‬‎, andererseits enthält das Ijobbuch in der Pšīṭtā-Fassung die höchste Belegzahl des syrischen Kognats ‮ܢܐ‬‎. Einen Bestanteil des Kapitels bildet auch ein Exkurs, der diesen Kognat in der Pšīṭtā näher unter die Lupe nimmt. Des Weiteren wird die Problematik einer genauen Bestimmung der Nebeneffekte auf der Interaktionsebene beim Gebrauch des hebräischen ‮נָא‬‎ im Ijobbuch vorgestellt.

Serie:

Peter Juhás

Abstract

Zunächst wird die Partikel ‮נָא‬‎ in den narrativen Texten der Hebräischen Bibel untersucht. Die Pšīṭtā zeigt eine Tendenz, die hebräische Partikel nicht zu übersetzen. In seiner Vulgata übersetzt Hieronymus die Partikel sporadisch. Bei ihm ist die Verbindung der Partikel mit der Höflichkeit ersichtlich am klarsten, da er sie als Ausdruck einer Bitte wiedergibt. Ein Exkurs zu den Überschüssen der lateinischen Bittausdrucke stellt einen weiteren Teil des Kapitels dar. In der Septuaginta kristallisiert sich die Übersetzungsweise nur allmählich heraus. Das Buch Genesis LXX zeigt in dieser Hinsicht eine gewisse Verlegenheit des Übersetzers. Erst im Richterbuch zeigt sich eine konstante, ja schematische Übersetzung mit δή, die auch in den Samuel- und Königsbüchern zu beobachten ist. Was die hebräische Partikel selbst angeht, ist ihre Funktion vor allem auf der Repräsentationsebene zu suchen, und zwar als Emphase – verstanden als focalizing –, mit höflichen Nebeneffekten auf der Interaktionsebene. In einem weiteren Exkurs wird das Verhältnis zwischen ‮וְעַתָּה‬‎ und ‮נָא‬‎ und dessen Verständnis in der LXX und in der Vulgata behandelt.

Serie:

Peter Juhás

Abstract

Das vierte Kapitel bietet einen forschungsgeschichtlichen Überblick und erläutert die Unterscheidung zwischen einer polyfunktionalen und einer monofunktionalen Funktionsdeutung der Partikel. In diesem Kapitel werden auch die für die Untersuchung zentralen Kategorien wie z. B. Emphase beschrieben. Diese wird in Analogie zum koptischen Phänomen des focalizing verstanden. In Anlehnung an manche altphilologische Forschungen wird auch der Multi-Level-Zugang zu den Partikeln, der mit mehreren Diskursebenen und Nebeneffekten rechnet, dargestellt.

Serie:

Peter Juhás

Abstract

Die antiken Übersetzungen der prophetischen Schriften zeigen die schon bekannten Tendenzen. Allerdings findet sich das griechische δή, das in den Büchern Rich-2 Kön LXX schematisch gebraucht wurde, als Übersetzungsäquivalent des hebräischen ‮נָא‬‎ relativ selten; an mehreren Stellen wurde die hebräische Partikel nicht übersetzt. In der Pšīṭtā stellt nur das Buch Micha einen Sonderfall dar. Im prophetischen Korpus ist auch der „subversive“ Gebrauch der Partikel ‮נָא‬‎, d. h. letztlich zum Ausdruck der Unhöflichkeit, am deutlichsten ersichtlich.

Serie:

Peter Juhás

Abstract

Da die Analyse der biblisch-hebräischen Partikel ‮נָא‬‎ im Lichte der antiken Bibelübersetzungen vorgenommen wird, werden manche Kategorien der Übersetzungswissenschaft einerseits und die untersuchten antiken Bibelübersetzungen (d. h. Septuaginta, Pšīṭtā und Vulgata) andererseits im dritten Kapitel dargestellt.

Serie:

Peter Juhás

Abstract

Das Kapitel führt in die Problematik der linguistischen Höflichkeitsforschung ein. Es werden die fundamentalen Konzepte samt der betreffenden Begrifflichkeit erläutert. Insbesondere werden das klassische Model von Brown und Levinson und das face-Konzept mit der betreffenden Diskussion vorgestellt. Darüberhinaus führt das Kapitel auch in die Unhöflichkeit ein, ein Phänomen, das immer mehr wissenschaftliches Interesse weckt.