Gedankengänge

Wegmarken der Philosophie Schellings

Edited by Frank Büttner and Arne Zerbst

Es ist Schelling, der das Ideal der gedanklichen Bewegungsfreiheit verkörpert wie kaum ein Zweiter in der Philosophiegeschichte.
Das polemisch in die Welt gesetzte Proteushafte des Schellingschen Philosophierens zeigt sich bei näherer Betrachtung als eine positive und ganz gegenwärtige Eigenschaft, als eine in steter und freier Bewegung befindliche Anpassungsfähigkeit an die Erfordernisse des geschichtlich Gegebenen. Deshalb trägt das Buch den Titel Gedankengänge. Wegmarken der Philosophie Schellings. Die Autoren gehen dem Schellingschen Lebens- und Denk-
weg nach. Dabei kann das topographisch-chronologisch ausgerichtete Buch mit seinen Beiträgen wesentliche Stationen dieses Weges näher beleuchten: Von Wörlitz über Jena, mit einem chronologischen »Sprung« von Würzburg nach München und Berlin.

Grund der Kunst

Schelling und Runge

Edited by Frank Büttner and Arne Zerbst

Zeitgenossenschaft, die gleichzeitige Befragung der Kunst vonseiten der Philosophie und der bildenden Kunst, der historische Horizont, der sich zwischen den paradigmatischen Positionen Schellings und Runges eröffnet -– das sind die Themen dieses Bandes, in dem sich alles um Konstellationen dreht.
Die Kunst genoss um 1800 in Deutschland hohes Ansehen wie nie zuvor. Zugleich steckte die zeitgenössische bildende Kunst in einer tiefen Krise. Es mehrten sich Zweifel an Winckelmanns am griechischen Vorbild orientierten Postulat, die Schönheit sei »der höchste Endzweck und Mittelpunkt der Kunst«. Die idealistischen Philosophen wie die Künstler der jungen, »romantischen« Generation drängten auf eine Neubegründung der Kunst. In dieser historischen Konstellation leisteten Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775–1854) und Philipp Otto Runge (1777–1810) einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Kunst des 19. Jahrhunderts.

Landschaft - Mythos - Geschichte

Entwürfe der Ästhetik zwischen Schiller und Schelling

Edited by Friedrich Vollhardt, Frank Büttner and Arne Zerbst

Für die europäische Geschichte der Ästhetik ist die Zeit um 1800 in Deutschland bedeutsam und das Verhältnis von Philosophie und Kunst zentral.
Schiller und Schelling besetzen paradigmatische Positionen. Ausgehend von Kant und Fichte versucht Schiller, die autonom gesetzte Kunst an den funktionalen Zusammenhang bewussten Lebens zurückzubinden und ihr einen Ort zwischen Stoff und Form, Notwendigkeit und Freiheit zuzuweisen. Anders Schelling: Er denkt die besondere Objektivität des Kunstwerks nach Kant systematisch als Verwirklichung eines absoluten Standpunkts weiter. Aber die »Philosophie der Kunst« muss immer auch Konstruktion des Besonderen sein und sich als Darlegung des einzelnen Kunstwerks bewähren – diesem Anspruch stellt sich Schelling in den Vorlesungen, die er erstmals 1802/1803 in Jena hält.

Vernunft - Freiheit - Offenbarung

Der Streit zwischen Jacobi und Schelling 1811/1812

Edited by Wilhelm G. Jacobs, Frank Büttner, Arne Zerbst and Gunther Wenz

Für Jacobi ist der Glaube das »Element aller Erkenntnis und Wirksamkeit«, er bestimmt die Vernunft als »Vernehmen des Uebersinnlichen« und möchte die Philosophie »vermittelst eines […] salto mortale« retten. Ein Verfechter solcher Überzeugungen musste mit Schelling, einem der Hauptvertreter des Deutschen Idealismus, aneinandergeraten.
Der Streit beginnt mit der Ende 1811 von Jacobi publizierten Schrift Von den Göttlichen Dingen und ihrer Offenbarung, die Schelling nicht namentlich nennt, aber klar im Visier hat, sofern darin gegen Pantheismus und Atheismus polemisiert wird. Schelling antwortet Anfang 1812 nicht minder polemisch. Sein Denkmal der Schrift von den göttlichen Dingen ist »offener Krieg«. Wie wurde dieser Streit konkret ausgetragen? Wie bettet er sich in den historischen Horizont?

Series:

Edited by Efraim Podoksik

Doing Humanities in Nineteenth-Century Germany, edited by Efraim Podoksik, is a collaborative project by leading scholars in German studies that examines the practices of theorising and researching in the humanities as pursued by German thinkers and scholars during the long nineteenth century, and the relevance of those practices for the humanities today.
Each chapter focuses on a particular branch of the humanities, such as philosophy, history, classical philology, theology, or history of art. The volume both offers a broad overview of the history of German humanities and examines an array of particular cases that illustrate their inner dilemmas, ranging from Ranke’s engagement with the world of poetry to Max Weber’s appropriation of the notion of causality.

Mystik und Idealismus: Eine Lichtung des deutschen Waldes

Akten der vom 19. bis 21. Mai 2016 im Kapitelsaal des Predigerklosters in Erfurt stattgefundenen internationalen interdisziplinären Tagung (Meister-Eckhart-Forschungsstelle am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt)

Series:

Edited by Andrés Quero-Sánchez

The book contains the proceedings of the conference ‘A Clearing of the German Forest: Mysticism, Idealism and Romanticism’ (“Eine Lichtung des deutschen Waldes: Mystik, Idealismus und Romantik“) (May, 19-21, 2016, Dominican Convent, Erfurt), including contributions by some of the most important representatives in this field (Jens Halfwassen, Theo Kobusch, Johann Kreuzer, José, Sánchez de Murillo, Glenn A. Magee, Markus Vinzent, Rudolf K. Weigand, Christian Danz, Markus Enders, et al.). The volume presents articles concerning the relationship of Fichte, Hegel, Hölderlin and Schelling with the most characteristic German mystics. The conference was organized in the context of the research project “A Historical, Philological and Systematic Study on Mystical Reason and its Reception in Schelling‘s Works”, funded by the German Research Foundation.

Der Band enthält die Akten der vom 19. bis 21. Mai im Kapitelsaal des Predigerklosters in Erfurt organisierten internationalen interdisziplinären Tagung „Eine Lichtung des deutschen Waldes: Mystik, Idealismus und Romantik“, mit Beiträgen von einigen der wichtigsten Forscher in diesem Gebiet (Jens Halfwassen, Theo Kobusch, Johann Kreuzer, José Sánchez de Murillo, Glenn A. Magee, Markus Vinzent, Rudolf K. Weigand, Christian Danz, Markus Enders, usw.). Gesammelt werden in diesem Band die das Verhältnis von Fichte, Hegel, Hölderlin und Schelling zu den zentralen Autoren der deutschen Mystik betreffenden Aufsätze. Die Tagung fand im Kontext des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts „‘Der ewige Begriff des Individuums‘: Eine historisch-philologische-systematische Untersuchung der mystischen Vernunft und deren Rezeption im Werk Schellings“ statt.

Edited by Michael Quante, Douglas Moggach and Nadine Mooren

Der Band versammelt philosophische Beiträge, die den Theorietyp des Autonomieperfektionismus in historischer und systematischer Perspektive beleuchten.

Im Zuge von Kants Kritik an früheren perfektionistischen Ethikentwürfen (insbesondere die von Gottfried Wilhelm Leibniz und Christian Wolff) entsteht ein neuer Theorietyp, der nicht wie die früheren Konzeptionen auf die Beförderung von Glück (Eudaimonie) abzielt, sondern auf die Beförderung von Freiheit, die Bedingungen ihrer Ausübung sowie eine Bestimmung der Grenzen staatlicher Interventionen. Die Beiträge beschäftigen sich in historisch-systematischer Absicht mit Positionen des 18. und 19. Jahrhunderts und bieten Darstellungen zu Fichte, Schiller, Humboldt, Hegel, den Britischen Idealisten und anderen Autoren.

Series:

Edited by Christian H. Krijnen

The influence of Kant’s understanding of morality is too strong to be ignored. Hegel, however, fundamentally criticized Kant for offering merely a ‘formal’ model of normativity that cannot sufficiently comprehend human action as free. Instead, Hegel argues in his doctrine of ethical life ( Sittlichkeit) that the embeddedness of the acting subject must be taken into account when identifying normativity. Yet the issue of normativity in Kant and Hegel remains contested even today, not least due to the misunderstandings of their conceptions of the topic. The present volume explores developments within recent scholarship which enable a better understanding of the concept of normativity in the thought of Kant and Hegel.

Hegels Begriff der "eigentlichen Metaphysik"

Systematische Untersuchungen zum Metaphysikverständnis Hegels

Series:

Zhili Xiong

Woran liegt es, dass trotz Hegels Behauptung, die spekulative Logik sei die eigentliche Metaphysik, ein Zwiespalt zwischen der metaphysischen Lesart und der nicht-metaphysischen bzw. transzendentalphilosophischen Lesart der Wissenschaft der Logik in der Hegelforschung zum Vorschein gekommen ist? Was für eine systematische Untersuchung der Wissenschaft der Logik wird methodologisch Hegels metaphysischem Anspruch gerecht?
Anhand eines Überblicks über Hegels gesamte logische und enzyklopädische Philosophie versucht Zhili Xiong sowohl eine begleitende Lektüre für Hegel-Anfänger als auch eine erweiterte epistemische Lesart der Hegelschen Metaphysik für Hegel-Kenner anzubieten.

Series:

Edited by Jindrich Karásek, Lukàs Kollert and Tereza Matejckova

Wie hängt Theorie und Praxis, Geist und Natur, Welt und Ich, Zeit und Ewigkeit zusammen? Aus einer spezifischen Perspektive können diese disparaten Themen auf einen Nenner gebracht werden.
Genau dies versuchen die Autoren, indem sie sich die Frage stellen, wie der Übergang vom einen zum anderen gelingt. Sie beleuchten die Knotenpunkte im Werke derjenigen Philosophen, die ihr Denken als ein systematisches begreifen und an den Grenzübergängen ihre Denkkraft unter Beweis stellen. Kant, Fichte, Schelling und Hegel nehmen somit klassische philosophische Fragen mit neuer Brisanz auf.