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Igor’ Stravinskijs Theater der Zukunft

Das Choreodrama "Le Sacre du printemps" im Spiegel der 'Theaterreform um 1900'

Leila Zickgraf

Igor’ Stravinskijs Le Sacre du printemps gilt als Meilenstein der Musik- und Tanzgeschichte. Gleichwohl hat die Wissenschaft einen Schlüsselaspekt zum Verständnis des Werkes bislang übersehen: die ‚Theaterreform um 1900‘.
Leila Zickgraf zeigt erstmals, dass Stravinskij mit dem Sacre sein höchst eigenes ‚Theater der Zukunft‘ verwirklichte. Durch die Rhythmen seiner Komposition versetzte er Tänzer wie Publikum in einen körperlich erfahrbaren Rausch, wodurch er die Zuschauer ins Bühnengeschehen integrierte. Mit seiner interdisziplinären Ausrichtung sowie seiner umfassenden Quellenerschließung leistet das Buch einen wichtigen Forschungsbeitrag zu einem noch immer ungenügend ausgeleuchteten Meisterwerk.

Europäischer Musiktransfer

Russland im späten 18. Jahrhundert

Sonja Erhardt

Die vorliegende Monografie widmet sich den musikkulturellen Transferprozessen zwischen dem westlichen Europa und Russland in den Jahren 1775 bis 1800.
Diese Zeit kann als Ausgangspunkt für die spätere nationale Entwicklung der Musik in Russland erachtet werden, die zwar im musikalischen Kontext in der Nationaloper Glinkas ihren historiografischen Beginn nahm, ihren Ursprung allerdings im Wechselspiel der europäischen Musikkulturen hatte. Im Fokus steht das enge Beziehungsgeflecht von Kulturvermittlern innerhalb der dynastischen Kontakte sowie innerhalb des europäischen Kommunikationssystems.

Edited by Ulrich Konrad

Das Kirchenmusikalische Jahrbuch bietet ein ökumenisches Forum für wissenschaftliche Studien zum weiten Feld der liturgischen, geistlichen und religiösen Musik vom Altertum bis zur Gegenwart.
Kirchenmusik im engsten Sinne als Musik zur Liturgie bis hin zu allen Formen religiöser Musik im weitesten Sinne umfasst ein kaum überschaubares Repertoire an Werken aus der kulturgeschichtlichen Spanne von der Antike bis zur Gegenwart. Das Kirchenmusikalische Jahrbuch erforscht dieses Repertoire jenseits konfessioneller Grenzen und zeigt sich offen für analytische, historische, philologische, soziologische, theologische und hermeneutische Methoden.

Musik und Schrift

Interdisziplinäre Perspektiven auf musikalische Notationen

Edited by Carolin Ratzinger, Nikolaus Urbanek and Sophie Zehetmayer

Musiknotationen wurden lange nur als „aufgeschriebener Klang“, in der Rolle eines Speicher- und Kommunikationsmediums, verstanden. Ausgehend von neuerer Schriftforschung wird in diesem Band ein Perspektivenwechsel auf musikalische Schrift vorgenommen.
Die Beiträge eröffnen kulturwissenschaftliche, philosophische, musikhistorische, bildtheoretische und musikästhetische Perspektiven auf musikalische Notation. Daran anknüpfend werden exemplarisch musikalische Notationssysteme aus Geschichte und Gegenwart auf ihre schriftspezifische ‚Eigensinnlichkeit‘ befragt.

Edited by Federico Celestini, Matteo Nanni, Simon Obert and Nikolaus Urbanek

Miguel Venegas and the Earliest Jesuit Theater

Choruses for Tragedies in Sixteenth-Century Europe

Series:

Margarida Miranda

In Miguel Venegas and the Earliest Jesuit Theater, Margarida Miranda takes a fresh look at the origins of Jesuit theater and provides a detailed account of the life and work of Miguel Venegas (1529–after 1588) within the Iberian tradition. The book details Venegas’s role as the founder of Jesuit theater in Portugal and the creator of a new musical genre, choruses for tragedies, which was gradually codified and emulated by successive generations of Jesuits. Venegas’s Latin tragedies in turn provided the model for regular dramatic activities in the global network of Jesuit schools, including, significantly, the first tragedies to be staged in Rome: Saul Gelboeus and Achabus, both of which had originally been performed in Coimbra in the mid-sixteenth century.

Edited by Christiane Wiesenfeldt and Stefan Menzel

Das Reformationsjubiläum im Jahr 2017 ging mit einer ‚kulturellen Wende‘ in der Forschung einher. Musik, Literatur, Kunst, Alltags- und Frömmigkeitskultur werden mit wachsender Selbstverständlichkeit als reformationsrelevante Gegenstände behandelt.
Der vorliegende Band untersucht zum einen, wie sich Reformationspolitik, konfessionelle Propaganda, Mission und Kolonialisierung in den verschiedenen Künsten und Kulturformen widerspiegeln, zum anderen wie diese Künste und Kulturformen ihrerseits den Prozess der Reformation prägten. Im Zentrum des Bandes steht die Musik, ihr zur Seite stehen theologische, alltagshistorische, literatur- und kunstwissenschaftliche Beiträge.

Series:

Edited by Jennifer Saltzstein

In Musical Culture in the World of Adam de la Halle, contributors from musicology, literary studies, history, and art history provide an account of the works of 13th-century composer Adam de la Halle, one of the first named authors of medieval vernacular music for whom a complete works manuscript survives. The essays illuminate Adam’s generic transformations in polyphony, drama, debate poetry, and other genres, while also emphasizing his place in a large community of trouvères active in the bustling urban environment of Arras. Exploring issues of authorship and authority, tradition and innovation, the material contexts of his works, and his influence on later generations, this book provides the most complete and up-to-date picture available in English of Adam’s œuvre.
Contributors are Alain Corbellari, Mark Everist, Anna Kathryn Grau, John Haines, Anne Ibos-Augé, Daniel E. O’Sullivan, Judith A. Peraino, Isabelle Ragnard, Jennifer Saltzstein, Alison Stones, Carol Symes, and Eliza Zingesser.