Nach Titel durchsuchen

Klabund: Sämtliche Werke, Band III: Dramen, Dritter Teil

Cromwell, Johann Fust, Der Fächer (Libretto)

Serie:

Ediert von Hans-Gert Roloff

This text edition is the third part on drama in the Klabund - Complete Works series. The series deals with the works of German author Klabund (1890, Poland -1928, Switzerland). This volume, focuses on Cromwell, Johann Fust, and Der Fächer (Libretto). It forms an indispensable basis for any further involvement with the author and his plays.

Der Essay als Universalgattung des Zeitalters

Diskurse, Themen und Positionen zwischen Jahrhundertwende und Nachkriegszeit

Serie:

Ediert von Michael Ansel, Jürgen Egyptien and Hans-Edwin Friedrich

Seit Mitte der 1990er Jahre ist die Essay-Forschung wieder in Bewegung geraten. Während ältere Untersuchungen auf einen Überblick der Gattungsgeschichte fixiert waren, hat sich nunmehr das Postulat einer notwendigen Historisierung der Essayproduktion durchgesetzt. Zugleich ist die Einsicht in die besondere Bedeutung des Reflexionsmediums Essay für die gattungsauflösende literarische Moderne und die durch vielfältige Medieninnovationen geprägte Postmoderne gewachsen. Daher begreift der Sammelband, der sich bewusst von gängigen literaturgeschichtlichen Epochengliederungen abgrenzt, den bis heute in fast unüberschaubarer Vielfältigkeit auftretenden Essay als Universalgattung des Zeitalters. Präsentiert werden neben bereits bekannte(re)n Autoren auch solche, deren einschlägiges Werk bislang kaum Aufmerksamkeit erregt hat. Die behandelten Essays werden unter vier systematischen Fragestellungen diskutiert: Gattung und Form, kognitive Aspekte, Themenspektrum und institutionelle Verortung sowie Medialität.

Serie:

Ediert von Elke Huwiler, Elisabeth Meyer and Arend Quak

Der Band enthält 13 Studien zum Schauspiel des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Dabei werden einerseits theoretische Betrachtungen, etwa zum Unterschied zwischen Osterfeier und Osterspiel oder zur Bedeutung der Musik für die Spiele, vorgelegt. Andererseits wird auf spezifische Spiele eingegangen, wie etwa auf das Heidelberger Passionsspiel von 1514, das Lübener Osterspielfragment, das älteste schwedische Spiel 'De uno peccatore', das Theophilusspiel, das Berliner Weihnachtsspiel von 1589 und Sebastian Brants 'Tugent Spyl'. Aber auch die Rezeption der Komödien des Terenz, die Entwicklung des Fasnachtspiels, das Puppenspiel in den Bearbeitungen des Maugis d'Aigremont sowie der Inseldiskurs und dessen Einfluss etwa auf Shakespeares 'The Tempest' werden behandelt.

Die Beiträge stammen von Bernd Bastert, Bart Besamusca, Cornelia Herberichs, Johannes Janota, Cobie Kuné, Tanja Mattern, Volker Mertens, Christian Moser, Arend Quak, Werner Röcke, Eckehard Simon, Clara Strijbosch und Elke Ukena-Best.

Serie:

Ediert von Torben Fischer, Philipp Hammermeister and Sven Kramer

Auch im beginnenden 21. Jahrhundert bleiben der Nationalsozialismus und die Shoah in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur präsent. Wie schon in den vorangegangenen Jahrzehnten wandeln sich dabei zugleich die Darstellungen kontinuierlich. Literaturwissenschaftler und Literaturwissenschaftlerinnen aus mehreren Ländern analysieren Schlüsseltexte aus dem ersten Jahrzehnt und ordnen sie in die neuesten Entwicklungen ein. Dabei werden Themen aus der Gedächtnis- und Erinnerungsforschung (z.B. Postmemory, Normierung und Globalisierung der Erinnerung) ebenso angesprochen wie ästhetische Verfahrensweisen (Schreiben zwischen Fakt und Fiktion) und narratologische Fragen (Rekonstruktion versus Reflexion, Familiengedächtnis und Generationenroman).

"Nach der Mauer der Abgrund"?

(Wieder-)Annäherungen an die DDR-Literatur

Serie:

Ediert von Norbert Otto Eke

Die Beiträge des vorliegenden Bandes unterziehen eingeführte Diskurs- und Argumentationslinien der Forschung zur DDR-Literatur einer kritischen Relektüre. Im zeitlichen Anstand von nun bald einem Vierteljahrhundert zum Fall der Mauer richten sie noch einmal den Blick auf Formierungen normativen Handelns im Umgang mit Literatur und damit den Voraussetzungen von Wertungen innerhalb der Literaturgeschichtsschreibung, ihren Bedingungen, Ausprägungen, Konzepten und ihrem Wandel. Zugleich damit stellen sie Fragen der Gattungsentwicklung und Beobachtungen zu diskursiven Leitvorstellungen, ästhetischen und politischen Kontexten der frühen SBZ/DDR-Zeit zur Diskussion. Einen dritten Schwerpunkt der Auseinandersetzung bilden darüber hinaus die späte DDR-Literatur und die Literatur um die Wende herum mit ihren literarischen Inszenierungen von Traumata, (Ab-)Brüchen und Neuanfängen. Den Abschluss bilden drei Fallstudien zu Franz Fühmanns fragmentarischem Prosatext Im Berg und Uwe Tellkamps Roman Der Turm.

Boccaccio deutsch

Die Dekameron-Rezeption in der deutschen Literatur (15. – 17. Jahrhundert)

Serie:

Luisa Rubini Messerli

Auf der Basis einer neuen Sichtung der italienischen, lateinischen und deutschsprachigen Überlieferung in Handschrift und Druck hat diese Studie zum Ziel, die Frühphase der Boccaccio-Rezeption im deutschsprachigen Raum neu zu schreiben. Zwei Phasen zeichnen sich ab: Einer ersten, humanistischen, die in den 1460er Jahren einsetzt und über lateinische Zwischenstufen verläuft, folgt eine zweite, populäre, in der die Novellen in der Mehrheit aus Kompilationen gezogen sind. Die Publikation des um 1476/77 ins Deutsche übertragenen Dekameron situiert sich dazwischen. Ältere und neuere Fragestellungen um die Diffusion der Novellen und den Kulturtransfer zwischen Italien und Deutschland, um Figuren wie Niklas von Wyle, Arigo, Albrecht von Eyb und seine Paveser Universitätskommilitonen sowie Georg Wickram werden hier aufgegriffen und neu beantwortet. Die Analyse der Novellen, die vereinzelt gedruckt wurden, dabei bleibt die in der Forschung am meisten untersuchte “Griseldis” im Hintergrund, während sich “Guiscard und Sigismunde” als der rote Faden durch mehrere Kapitel zieht – schließt mit der anonymen Übersetzung der “Francisca”-Novelle ( Dekameron IX,1), einem Neufund, ab. Band zwei bietet, neben einem umfassenden Katalog der handschriftlichen und gedruckten Novellen, ihre philologisch-kritische Textedition neben einer Neuausgabe von Wyles Übertragung von Dekameron IV,1 sowie der “Cymon”-Novelle von Johann Haselberg (1516).

Deutsch-afrikanische Diskurse in Geschichte und Gegenwart

Literatur- und kulturwissenschaftliche Perspektiven

Serie:

Ediert von Michael Hofmann and Rita Morrien

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt Deutschland, seinen ‘Platz an der Sonne’ zu erobern. Während die deutsche Kolonialgeschichte in Afrika jedoch ein vergleichsweise kurzes Intermezzo bleibt, das nach dem Ersten Weltkrieg mit den Versailler Verträgen seinen unrühmlichen politischen Abschluss findet, floriert der Afrika-Diskurs auf literarischer und kultureller Ebene bis in die Gegenwart hinein und läuft anderen Projektionsräumen des Fremden/Exotischen – gerade in der jüngsten Vergangenheit – den Rang ab. Wie haben sich deutsche Diskurse über Afrika und Afrikaner vom späten 19. bis in das 21. Jahrhundert entwickelt? Und was wird aus den tradierten Projektionen und negativen wie positiven Stereotypisierungen im Zeitalter der Globalisierung, des Multikulturalismus und weltweiter Migrationsbewegungen?
Die vorliegende Aufsatzsammlung liefert ein in diesem Facettenreichtum bisher nicht gegebenes Spektrum: Afrikanische und deutsche Wissenschaftler befragen nicht nur Literatur (darunter auch afrikanische und afrodeutsche Texte) im engeren Sinne, sondern werten auch historische Bild- und Textdokumente zur Situation von schwarzen Kriegsgefangenen während des Ersten Weltkrieges aus, beschäftigen sich mit der Darstellung des ‘Katastrophenkontinents’ in der Gegenwartskunst und in den populären Medien (journalistische Berichterstattung, Dokumentarisches, Spielfilm) und rekonstruieren die Geschichte afrikanischer Germanisten in Deutschland.

Klabund: Sämtliche Werke, Band I: Lyrik, Vierter Teil

Textkritischer Apparat, Erläuterungen

Serie:

Ediert von Ramazan Şen

GeschlechterSpielRäume

Dramatik, Theater, Performance und Gender

Serie:

Ediert von Gaby Pailer and Franziska Schößler

Das Theater als körperbezogene Kunst eignet sich in besonderem Maße für Geschlechterexperimente. Es stellt einen ästhetischen Raum bereit, in dem weitgehend gezielte und reflektierte (Körper-)Aktionen stattfinden, während sich alltägliche Geschlechterperformanzen eher unbewusst vollziehen. Das Theater übersetzt diese ‘natürlichen Prozesse’ in ästhetische Spiele und eröffnet damit sowohl in seiner illusionistisch-mimetischen wie postdramatischen Variante GeschlechterSpielRäume. Der vorliegende Sammelband untersucht aus interdisziplinärer Perspektive die Gender-Konstellationen in Dramen und Theatertexten vom 17. bis zum 21. Jahrhundert in unterschiedlichen Nationalliteraturen und er nimmt das Theater als Institution in den Blick, um den Zusammenhang von Gender, Kunstsparten und Beruf zu verdeutlichen. Darüber hinaus werden sowohl die Performativität anderer Wirklichkeiten wie Medizin und Museum als auch die zeitgenössische Performance fokussiert.

Eulenspiegel trifft Melusine

Der frühneuhochdeutsche Prosaroman im Licht neuer Forschungen und Methoden

Serie:

Ediert von Catherine Drittenbass and André Schnyder

Die Ausschreibung der hier dokumentierten Tagung hatte den umfassenden Literaturbericht Jan-Dirk Müllers von 1985 als Ausgangspunkt genommen, an die Menge und die Vielfalt der seither geleisteten Forschung über den Prosaroman erinnert und zudem darauf verwiesen, dass in diesem Vierteljahrhundert wie wohl nie zuvor in der Fachgeschichte Forschungsparadigmen formuliert, diskutiert und propagiert worden waren; eine Vielzahl von ihnen betraf gerade auch den Prosaroman. Vor diesem Hintergrund steht die an der Jahrtausendwende getroffene Feststellung Müllers: “Eine Geschichte der Prosaromane, die sie nicht mehr nur vor dem Hintergrund ihrer mittelalterlichen Vorläufer betrachtet, ist noch zu schreiben” – ein Ziel, das weiter als je in der Ferne liegen dürfte. Insofern wollen die zwei Dutzend hier vorgelegten Tagungsbeiträge einzig neue Annäherungen an den ebenso vielfältigen wie reizvollen Gegenstand bieten. Günstig mag immerhin zu Buche schlagen, dass er in der Optik verschiedener Disziplinen (neben der Germanistik: Kunst-, Sprach-, Buchwissenschaft, Romanistik) betrachtet wird, dass ferner das Einleitungskapitel eine Tagungsbilanz erstellt und dass abschliessend eine Bibliographie die seit 1985 geleistete Forschung wenigstens als Titelliste fassbar macht.