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Das Nichts und das Sein

Buddhistische Wissenstheorien und Transzendentalphilosophie

Serie:

Ediert von Helmut Girndt

Dreißig Jahre kollegialer Beziehung zwischen der Japanischen und der Internationalen Fichte Gesellschaft haben im Band 46 der Fichte Studien ihren Ausdruck gefunden, einer Sammlung von Aufsätzen auf der Grundlage transzendentaler Philosophie (Kants, Fichtes und Husserls) und klassischer Texte des Mahayana Buddhismus (und der japanischen Kyoto Schule). Ohne unvereinbare Unterschiede zwischen westlichem und östlichem Denken zu leugnen, finden sie ihre Grundlage in prä-reflexiver Erkenntnis.

Beitragende sind Kogaku Arifuko, Martin Bunte, Luis Fellipe Garcia, Lutz Geldsetzer, Helmut Girndt, Katsuki Hayashi, Saša Josifović, Michael Lewin, Hitoshi Minobe, Kunihiko Nagasawa, Akira Omine, Valentin Pluder, Raji C. Steineck, Johannes Stoffers und Fabian Völker.

Thirty years of friendly connections between the Japanese Fichte Association and the International Fichte Society have found expression in volume 46 of Fichte Studien. It contains a collection of comparative studies between European and Japanese philosophy centered on transcendental philosophy (of Kant, Fichte and Husserl) and classical Mahayana Buddhism (plus Japan´s Kyoto school). Without denying irreconcilable differences between western and eastern thinking these essays demonstrate that western as well as eastern thinking is based on the universal ground of pre-reflexive cognition.

Kire

Das Schöne in Japan

Ryosuke Ohashi, Niels Weidtmann c/o Ryosuke Ohashi and Ryosuke Ohashi

Im vorliegenden Buch erörtert Ryosuke Ohashi mit kire, dem ›Schnitt‹, eine philosophisch-ästhetische Grundkategorie, die als das Geheimnis der japanischen Kunst in Malerei, Architektur, Skulptur, Dichtung usw. gilt. Seine Darstellung ist zugleich ein Beitrag zur Auseinandersetzung zweier philosophischer Welten, der ostasiatischen und der europäischen.
Kire bezeichnet einen technisch-künstlerischen Eingriff in die Natur eines Gegenstands, durch den dessen Natürlichkeit scheinbar ›abgeschnitten‹ wird. Doch tatsächlich bringt der ›Schnitt‹ die innere Natürlichkeit als solche zum Vorschein. So schafft dieser technische Eingriff eine besondere Form künstlicher wie auch natürlicher Schönheit: Durch kire vereinigen sich das Kunstschöne und das Naturschöne im und als Kunstwerk. Kire (›Schnitt‹) bildet zusammen mit einem anderen Wort, tsuzuki (›Kontinuum‹), den in der japanischen Dichtkunst als Schlüsselbegriff verwendeten Ausdruck kire-tsuzuki (›Schnitt-Kontinuum‹). Anhand dieses Schlüsselbegriffs wird gezeigt, dass das Leben selbst, wie in der Atmung, d.h. im Ein- und Ausatmen, kein bloßes Kontinuum, sondern in jedem Augenblick ein Schnitt-Kontinuum ist. Kire gilt insofern auch als eine Lebenskunst.