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Zwischen Schein und Sein

Die Magieproblematik aus der Perspektive früher Hochkulturen

Serie:

Ediert von Frank Röpke and Hubert Roeder

Inwieweit ist »Magie« eine tragfähige Kategorie für Altertumswissenschaften? Kann die Ägyptologie ohne einen solchen Begriff auskommen? Was vermag eine solche Kategorie für die Erforschung neuzeitlich-moderner Texte zu leisten?
Vorbelastet durch die ethisch-religiösen Ideale der antiken Traditionen ist »Magie« eine ebenso populäre wie diffuse Kategorie. Obwohl die jüngere Forschung betont, dass es sich bei »Magie« nur bedingt um eine eigenständige operative Kategorie handelt und die Rede davon oftmals nur ein Zugeständnis an den konventionellen Sprachgebrauch ist, wird »Magie« in der Ägyptologie und anderen Altertumswissenschaften weiterhin inflationär und undifferenziert bemüht. Ziel des vorliegenden Tagungsbandes ist eine kritische interdisziplinäre Diskussion insbesondere des traditionellen ägyptologischen Magiebegriffes.

Preußische Geschichte als gesellschaftliche Veranstaltung

Historiographie vom Mittelalter bis zum Jahr 2000

Wolfgang Neugebauer

Der Berliner Historiker Wolfgang Neugebauer schildert, wie vom Mittelalter bis heute das Wissen von der preußischen Geschichte und unser Bild von Preußen entstanden ist. Auf Grundlage einer reichen, nicht zuletzt handschriftlichen Quellenbasis kann Neugebauer zeigen, dass das Interesse an Preußen aus der Gesellschaft selbst, insbesondere aus dem Bildungsbürgertum kam.

Die politisch-nationalistische Instrumentalisierung des Preußen-Themas hingegen erweist sich als ein erstaunlich spätes Phänomen. Über die Gelehrten hinaus geraten Geschichtsvereine und Laienhistoriker, Publikationskulturen und Zeitschriftennetze der jeweiligen Epoche in den Blick – Geschichtsschreibung wurde als gesellschaftliche Veranstaltung betrieben. So geht dieses Buch mit seinem weiten Horizont über die klassische Wissenschaftsgeschichte hinaus. Es ist eine umfassende Wissensgeschichte Preußens und zeigt exemplarisch, wie historisches Wissen im gesellschaftlichen Zusammenhang entsteht.

Ediert von Winfried Baumgart

Mit dieser Ausgabe ist die bewährte „Quellenkunde“ in einer grundlegend aktualisierten Fassung wieder greifbar. Das Werk verzeichnet die veröffentlichten Quellen größeren Umfangs zur deutschen Geschichte der Neuzeit von 1500 bis 2000. Die etwa 5.200 Titel werden bibliographisch genau erfasst und kommentiert. Erstmals sind Verweise auf digital verfügbare Quellen aufgenommen. Berücksichtigt sind selbstständige Dokumentationen (zeitgenössische Druckwerke oder spätere wissenschaftliche Akteneditionen) und auch monographische Traditionsquellen (wie Memoiren).

Ediert von Tobias Winnerling and Christoph Nonn

Die Neuzeit ohne Martin Luther – Der 20jährige Krieg – Die glorreiche Revolution von 1848 – Deutschland ohne Hitler – Die deutsche Wiedervereinigung 1953...
Was wäre die deutsche Geschichte ohne Reformation? Oder ohne Bismarck? Oder ohne die Einigung Europas? Das Gedankenspiel mit kontrafaktischer Geschichte ist in der Wissenschaft nicht länger ein Tabu. In diesem Buch fragen renommierte Historiker: Wären Alternativen zur deutschen Geschichte, wie wir sie kennen, möglich gewesen?
Die letzten 500 Jahre stehen auf dem Prüfstand: Was war notwendig? Unvermeidlich? Alternativlos? Welche anderen Entwicklungen wären möglich gewesen? Wie wahrscheinlich waren sie? Bislang ist die deutsche Geschichtswissenschaft solchen kontrafaktischen Gedankenspielen kaum nachgegangen. Sie galten als wissenschaftlich unsolide. Aber wer sagt, dass eine Entwicklung alternativlos war, muss zuvor über Alternativen nachgedacht und sie verworfen haben. Die Autoren dieses Bandes machen das Nachdenken öffentlich, um zum eigenen Nachdenken darüber anzuregen, was im Lauf der Geschichte wir für selbstverständlich halten.
Mit Beiträgen von Johannes Dillinger, Marian Füssel, Dieter Langewiesche, Wilfried Loth, Werner Plumpe, Matthias Pohlig, Wolfgang Schieder, Michael Schneider, Guido Thiemeyer u. a.

Serie:

Friedrich-Wilhelm Henning

Das Handbuch der Wirtschafts- und Sozialgeschichte Deutschlands von Friedrich-Wilhelm Henning ist zu einem Klassiker der historischen Grundlagenliteratur geworden.
Wir bieten dieses immer noch hilfreiche Standardwerk als Komplettpaket zum erschwinglichen Sonderpreis an.
Es ist fraglich, ob jemals wieder ein einzelner Wissenschaftler in der Lage sein wird, so grundlegend, umfassend und souverän die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands vom frühen Mittelalter bis zum Jahr 1945 darzustellen. Der letzte Band des Werkes wurde von Markus Denzel, Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Leipzig auf Grundlage weit fortgeschrittener Manuskripte Friedrich-Wilhelm Hennings ediert.

Zweite Industrialisierung und Konsum

Energieversorgung, Haushaltstechnik und Massenkultur am Beispiel nordenglischer und westfälischer Städte 1880-1939

Serie:

Karl Ditt

In den beiden letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts setzte mit der Entstehung der Elektro-, Chemie- und Automobilindustrie eine neue, zweite Phase der Industrialisierung ein. Die vergleichend angelegte Studie fragt danach, inwieweit Deutschland den Vorsprung Großbritanniens in der industriellen Produktion und im Konsumniveau bis zum Zweiten Weltkrieg aufholen konnte. Als Beispiele dienen die Energieversorgung, die Nutzung der Haushaltstechnik und das Konsum-verhalten in den Bereichen Sport, Film und Rundfunk.
In beiden Ländern bestanden deutliche Unterschiede zwischen den sozialen Schichten im Erwerb von materiellen Konsumgütern, während sich in der Teilhabe an der Massenkultur deutliche Nivellierungen zeigten. Generell bereitete die Zunahme des Konsums in den 1930er Jahren die Voraussetzung dafür, dass sich nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen Großbritannien und Deutschland eine Annäherung des Lebensstandards vollzog und sich in beiden Ländern die soziale Integration verstärkte.

Friedrich Gentz

Die Erfindung der Realpolitik

Harro Zimmermann

Harro Zimmermann begibt sich auf die Spur einer schillernden Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts. Er stellt Gentz in allen seinen Facetten vor: den staatsphilosophischen Theoretiker des moderaten Konservatismus, den antifranzösischen Publizisten, den Glücksspieler und Verführer von Theaterschönheiten, den altersmild gewordenen Sekretär Metternichs. Die lange überfällige neue Biographie einer zentralen Gestalt im Zeitalter des Wiener Kongresses!
Mit großer Sachkunde lässt der Autor die Epoche der Französischen Revolution und des Wiener Kongresses lebendig werden, wenn er seinen Helden an dessen Wirkungsstätten begleitet, die heißen Debatten für und wider Revolution und Napoleon erneut aufleben lässt oder nachspürt, mit wessen Hilfe Gentz seine immensen Spielschulden in letzter Minute begleichen konnte.

Imperialkriege von 1500 bis heute

Strukturen - Akteure - Lernprozesse

Ediert von Tanja Bührer, Christian Stachelbeck and Dierk Walter

Seit über 500 Jahren führen Staaten der westlichen Welt Kriege, die der Eroberung von peripheren Gebieten dienen. Die dafür geläufige Bezeichnung »Kolonialkriege« verengt den Blick und ignoriert die Kontinuitäten sowie die verblüffende strukturelle Konsistenz solcher Konflikte über die Jahrhunderte hinweg. Der neue Begriff »Imperialkriege« erweitert deutlich den Blick, räumlich, zeitlich und inhaltlich: Er umfasst die Gesamtgeschichte der europäischen Expansion seit 1500,
erlaubt aber auch die Einbeziehung außereuropäischer Mächte in die vergleichende Untersuchung einer Konfliktform, die nicht nur die in der Moderne häufigste gewesen ist, sondern auch die heutige Welt entscheidend geprägt hat. Dass sie es immer noch tut, zeigt die Gegenwart.

Rainer Bölling

Die erste Geschichte des Abiturs von den Anfängen bis heute – informativ und amüsant.
Seine »sittliche Aufführung war guth«, bescheinigte sein Reifezeugnis Karl Marx. Bismarck war mit seinem Gymnasium sehr zufrieden, während Wilhelm II. als Abiturient über 11stündige Arbeitstage klagte. Ein Bildungsexperte verurteilte 1910 die Abituranforderungen als »verwerfliches und unsittliches Folterverfahren«. Konrad Adenauer entzog sich dem wenigstens zum Teil – er brachte die Abituraufgaben Deutsch und Latein schon vorher in Erfahrung.
Gut und lebendig geschrieben, führt das Buch vom ersten Abiturreglement in Preußen 1788 bis zur Oberstufenreform der 1970er Jahre und den aktuellen Neuerungen Zentralabitur und G 8. Es ist ein weiter Weg, der hier nachgezeichnet wird, vom Tor zur Universität für eine verschwindend kleine Bildungselite im 19. Jahrhundert bis zur Erlangung der Hochschulreife für 45 % eines Jahrganges heute.
Doch nicht nur die Abiturientenzahlen, auch Inhalte und Anforderungen des Abiturs haben sich im Laufe der Zeit tiefgreifend verändert. Deutlich spiegeln sich in ihnen die Wandlungen des Zeitgeistes und der Gesellschaft, wie das Buch anschaulich vor Augen führt.
In diesen Kontext gehört auch das Abitur für Mädchen. War es 1872 noch das Ziel der »Höheren Töchterschulen«, »dem Weibe eine der Geistesbildung des Mannes ebenbürtige Bildung zu ermöglichen, damit der deutsche Mann nicht durch die geistige Kurzsichtigkeit seiner Frau an dem häuslichen Herde gelangweilt und gelähmt werde«, so ist die Koedukation heute schulischer Alltag. Den verschlungenen Weg dorthin beschreibt das Buch in einem hochinteressanten eigenen Kapitel.

Ediert von Sönke Neitzel and Bernd Heidenreich