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Heimattage

Methoden der Beheimatung in Hessen, Baden-Württemberg und Westfalen (1945-1985)

Serie:

Sebastian Hösch

„Heimat“ ist in aller Munde. Was aber konkret damit gemeint ist, wenn von Heimat die Rede ist, wird in der Regel nicht gesagt. Die Erarbeitung einer Definition ist aber unabdingbar, wenn es um mehr gehen soll als um einen Bezug zu einem Ort oder zu einem geografischen Raum.
Dieser Band vergleicht anhand von fünf heimatorientierten Festen die unterschiedlichen Visionen von Heimat und behandelt die vielfältigen Versuche, diese Visionen umzusetzen. Analog zu den Konjunkturen des Heimatbegriffs setzt die Untersuchung in den Anfangsjahren der Bundesrepublik an und führt bis in die 1980er Jahre.
Im Mittelpunkt stehen neben den Fragen nach Form und Wirkung auch die nach dem gesellschaftlichen Umfeld und den Motiven der Organisatoren.

Neues Deutschland – neues Deutschlandbild?

Selbstdarstellung und Rezeption der Berliner Republik in Frankreich seit 1990

Serie:

Jean-Samuel Marx

Die Wiedervereinigung veränderte Deutschland nicht nur im Inneren, sondern wirkte sich auch in hohem Maße auf die deutsche Stellung in Europa und in der Welt aus. Die neuen Rahmenbedingungen sowie der Generationswechsel in der Politik führten in den Folgejahren zu einer Veränderung der deutschen Selbstdarstellung. All dies blieb nicht ohne Folgen auf ihre Wahrnehmung im Ausland.
Der promovierte Historiker Jean-Samuel Marx untersucht in diesem Band die Selbstdarstellung und die Rezeption des wiedervereinigten Deutschlands in Frankreich seit 1990. Dabei arbeitet er heraus, anhand welcher Faktoren diese Entwicklungen zu erklären sind und inwiefern die Selbstdarstellung der Bundesrepublik und ihre Rezeption miteinander korrelieren.

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Verhandelte Erinnerungen

Der Umgang mit Ehrungen, Denkmälern und Gedenkorten nach 1945

Serie:

Ediert von Matthias Frese and Marcus Weidner

Erinnerung, Ehrung und Politik beschreiben einen Spannungsbogen, der viele Auseinandersetzungen um Gedenkstätten, Denkmäler, Erinnerungsplätze und Namensgeber von Preisen, Gebäuden oder Straßen kennzeichnet.
Diese »Erinnerungsmedien« verweisen auf die Zeit ihrer Einrichtung und auf die Erinnerungsziele der Gruppen und Institutionen, die eine solche Gedenkstätte oder Benennung durchgesetzt haben. Zugleich markieren sie das offizielle Gedächtnis einer Stadt oder einer Organisation. Hingegen greifen Änderungen und Zusätze, die durch Umwidmungen oder Neuausrichtungen hervorgerufen werden, in dieses offizielle Gedächtnis ein und spiegeln damit aktuelle Vergangenheitspolitik – begleitet von zum Teil vehementen Konflikten innerhalb der Stadtgesellschaft oder zwischen den beteiligten Gruppen. Solche Konflikte untersuchen die Beiträge des Bandes anhand von lokalen und regionalen Vorgängen in Westfalen im Vergleich mit anderen Regionen und Ländern seit 1945.

Atomkrieg und andere Katastrophen

Zivil- und Katastrophenschutz in der Bundesrepublik und Großbritannien nach 1945

Serie:

Martin Diebel

Mehr als nur ein Bunker: Zivilschutz ist eine Form der Sicherheitspolitik, deren Betrachtung einen umfassenden Einblick in den sozialen sowie politischen Zustand westlicher Industriegesellschaften im 20. Jahrhundert verspricht.
Krieg, Überschwemmung und Atomkraft – westliche Gesellschaften standen nach 1945 vielfältigen Bedrohungen gegenüber. Sicherheit avancierte zu einem Schlüsselbegriff des 20. Jahrhunderts. Dieser Spur folgend, zeichnet Martin Diebel die Geschichte des Zivil- und Katastrophenschutzes in der Bundesrepublik und Großbritannien nach. Es ist eine Erzählung des Wandels, dessen Ursprünge bis weit in den Zweiten Weltkrieg zurückreichen. Das Buch geht dabei über die Grenzen des Ost-West-Konfliktes hinaus. Zivilschutz war weit mehr als eine Antwort auf die atomare Bedrohung. Er war Ausdruck sich wandelnder gesellschaftlicher Sicherheitsvorstellungen seit den 1970er Jahren. Eine Entwicklung, die angesichts terroristischer Bedrohung und ökologischer Katastrophen bis in die jüngste Gegenwart reicht.

Doppelagent Heinz Felfe entdeckt Amerika

Der BND, die CIA und eine geheime Reise im Jahr 1956

Bodo Hechelhammer and Bodo V. Hechelhammer

Im Herbst 1956 besuchten BND-Mitarbeiter auf Einladung der CIA die USA. Über mehrere Wochen bereisten sie das Land von der West- bis zur Ostküste, um die amerikanische Kultur besser kennenzulernen. Doch in der Reisegruppe befand sich unerkannt auch ein KGB-Spion: Heinz Felfe. Er entdeckte Amerika im Auftrag Moskaus.
Seit Anfang der fünfziger Jahre organisierte die CIA für hand-verlesene westdeutsche Geheimdienstmitarbeiter Rundreisen durch die USA. Hinter dem Programm stand die Überlegung, den Teilnehmern die Größe und Vielfalt, vor allem aber die politische, technologische und wirtschaftliche Überlegenheit des Landes vor Augen zu führen. Erstmalig zeichnet der Autor anhand von unveröffentlichten Originalfotos und Reisenotizen detailliert eine dieser Reisen nach. Die Lektüre der Dokumentation ist deshalb so spannend, weil wir mit unserem heutigen Wissen dem Agenten Felfe über die Schulter schauen können. Jahre später wurde er als Spion im BND enttarnt, was den wohl größten Geheimdienst-Skandal in der Geschichte des BND auslöste. Seine Amerika-Reise sollte dabei eine entscheidende Rolle spielen. Bodo Hechelhammer, Chef-Historiker des BND, und sein US-Kollege Kevin C. Ruffner ordnen das damalige Geschehen ein und zeigen, welche Rätsel bis heute weiterbestehen.

Briten in Westfalen

Beziehungen und Begegnungen 1945–2017

Serie:

Ediert von Ulrike Gilhaus and Andreas Neuwöhner

Der reich bebilderte Band zur gleichnamigen Wanderausstellung widmet sich der gegenseitigen Wahrnehmung von Briten und Westfalen. Denn die Briten haben Westfalen verändert. Sie kamen als Sieger, Befreier, Besatzer. Sie führten demokratische Strukturen ein und gründeten das Land Nordrhein-Westfalen.
Die dauerhafte Anwesenheit der Briten in Westfalen als Stationierungsstreitkräfte der NATO ermöglichte Begegnungen zwischen Deutschen und Briten – im offiziellen und im privaten Rahmen. Aber auch das Alltagsleben in den britischen Garnisonen wird beleuchtet, samt den unvermeidlichen Konflikten zwischen Militär und Zivilgesellschaft. Zudem nehmen die Autoren das zukünftige Erbe denkmalgeschützter Kasernen, Siedlungen sowie die Perspektiven für die ehemaligen Truppenübungsplätze in den Blick, prägen sie doch die Region mit.

"Er war ein ganz großer Häuptling"

Neues über Konrad Adenauer

Jürgen Rüttgers

Ediert von Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus and Bad Honnef-Rhöndorf

»Er war ein ganz großer Häuptling«, schrieb der Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein nicht ohne Respekt u¨ber Konrad Adenauer. Die großen Leitentscheidungen der Ära Adenauer sind heute unumstritten: der Aufbau einer Demokratie mit Menschenrechten, Rechtsstaat und Gewaltenteilung, die Schaffung des Vereinten Europas und die Soziale Marktwirtschaft. Adenauers Politik war jedoch von Anfang an strittig, und es dauerte geraume Zeit, bis diese Leitentscheidungen allgemein akzeptiert wurden.
Ju¨rgen Ru¨ttgers geht aus von der Kritik an Adenauer und fragt: Was war das fu¨r ein Mann? Es zeigt sich: Der erste Bundeskanzler war einer der wenigen, die nach dem Ende der Diktatur wussten, was sie wollten. Er konnte seine Ziele so beschreiben und begru¨nden, dass die Menschen sie verstanden.
Das machte ihn zum Gegner derjenigen, die sich nicht aus den bekannten Systemen herausl.sen wollen. Dieses Buch ist keine weitere Adenauer-Biographie, sondern will Neues u¨ber Adenauer aus alten und neuen Quellen darstellen – vor dem Hintergrund der Herausforderungen und Gfahren unserer heutigen Zeit.

Eine neue Form von Akademie

"Poetik und Hermeneutik" – die Anfänge

Julia Amslinger

Die in den frühen 60er Jahren gegründete Forschungsgruppe »Poetik und Hermeneutik« hat maßgeblichen Anteil an der intellectual history der Bundesrepublik. Das vorliegende Buch ist die erste wissenschaftsgeschichtliche Monographie zu dieser bemerkenswerten ›Akademie‹.
Hans Robert Jauß, Hans Blumenberg und Clemens Heselhaus – allesamt ordentliche Professoren für Romanistik, Philosophie und Germanistik in Gießen – luden im Sommer 1963, achtzehn Jahre nach dem Ende der Nationalsozialistischen Diktatur einen Kreis von zwanzig Personen zu einem Kolloquium der besonderen Art an ihre Universität: dem ersten Treffen der Gruppe »Poetik und Hermeneutik«.
Das vorliegende Buch beschreibt entlang der Nachlässe von Hans Blumenberg, Hans Robert Jauß und anderer Teilnehmer die Anfangsphase der Forschungsgruppe. Der Traum einer forschenden Gemeinschaft wurde unter Ausschöpfung intellektueller, finanzieller, theoretischer, bürokratischer und medientechnischer Mittel in die Tat umgesetzt und gestaltete sich dann in der Realität gänzlich anders als geplant.

Ediert von Sebastian Rosenbaum, Adam Dziurok and Piotr Madajczyk

Die konkreten Geschicke der deutschen Minderheit im sozialistischen Polen lagen über lange Zeit im Dunkeln. Die Beiträge im vorliegenden Band bieten erste Schritte zur Schließung dieser Wissens- und Forschungslücke.
Mit besonderem Fokus auf den ehemaligen deutschen Ostgebieten werden die Wahrnehmung der deutschen Minderheit seitens der neuen Machthaber, deren Politik in Bezug auf diese Bevölkerungsgruppe, Propaganda und Unterdrückungsmaßnahmen dargestellt. Auch Fragen der Kultur- und Bildungspolitik sowie die Rolle der deutschen Minderheit in den deutsch-polnischen Beziehungen werden beleuchtet.

Streiten für eine Welt jenseits des Kapitalismus

Fritz Sternberg – Wissenschaftler, Vordenker, Sozialist

Ediert von Helga Grebing and Klaus-Jürgen Scherer

Der marxistisch inspirierte freiheitliche Sozialismus von Fritz Sternberg (1895–1963) hat uns heute noch viel zu sagen. Die Lektüre passt in eine Zeit, in der sich grundlegende Zukunftsfragen erneut stellen.
Seine Entwicklung eines freiheitlichen Sozialismus steht in der Tradition des radikalen Reformismus, für den Marxsche und andere Analysen der Arbeiterbewegung eine undogmatische Grundlage bilden.
Dieser Band versammelt renommierte Autoren, die die bisher zu wenig rezipierten Texte Fritz Sternbergs neu gelesen haben und zahlreiche Bezüge zu heutigen Debatten um eine linke Politik von Gerechtigkeit, Emanzipation und Demokratie herstellen. Der Sammelband enthält Texte von Helga Grebing, Marcel van der Linden, Thilo Scholle, Richard Saage, Klaus-Jürgen Scherer, Terence Renaud, Nikolas Dörr und Bernd Rudolph sowie einen umfangreichen Dokumententeil.