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Serie:

Ediert von Andrea Albrecht, Christian Benne and Kirk Wetters

Beginnend mit dem Jahrgang 2018 wird das Athenäum – Jahrbuch der Friedrich Schlegel-Gesellschaft gemeinsam von Andrea Albrecht (Universität Heidelberg), Christian Benne (Universität Kopenhagen) und Kirk Wetters (Yale University) herausgegeben. Wie schon das von August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schlegel und unter stiller Mitarbeit „weiblicher Federn“ wie Dorothea Schlegel und Caroline Schlegel herausgegebene ursprüngliche Athenaeum strebt auch das neue Athenäum nach weltbürgerlicher „möglichster Allgemeinheit“ und „freiyeste[r] Mittheilung“. Es versteht sich als Organ der Schlegel-Philologie und als Forum für die Romantikforschung in all ihren theoretischen und methodischen Ausdifferenzierungen und Schattierungen.

Serie:

Ediert von Christian Kirchmeier

Die Beiträge in diesem Band verbindet eine gemeinsame Idee: Um besser zu verstehen, worin das Politische der Romantik besteht, lohnt sich ein Blick auf das romantische Drama.

Unter dem Schlagwort des ‚Politischen der Romantik‘ hat die Germanistik eine Antwort auf die grundlegende Frage gesucht, welche soziale Funktion moderne Kunst erfüllt. Die Gattung des Dramas stand dabei bislang nicht im Fokus – und das, obwohl sie die eigentlich ‚politische‘ literarische Gattung ist.

Die Autorinnen und Autoren gehen von der Hypothese aus, dass sich die beiden Fragen ‚Was ist das Politische der Romantik?‘ und ‚Was ist das romantische Drama?‘ wechselseitig erhellen. Sie liefern damit nicht nur einen Beitrag zur dramengeschichtlichen Forschung, sondern auch zur Beantwortung der Frage, inwiefern moderne Literatur politisch ist.

Thomas Bernhards Prosa

Krise der Sprache und des dialogischen Wortes

Serie:

Sergej Taškenov

Redaktion Ekaterina Dmitrieva, Weertje Willms, Paweł Zajas and Aleksej Zerebin

Thomas Bernhard nörgelt am Steinhof: Zwischen Sprechen und Schweigen, Atemnot und Wahnsinn, Komik und Tragik wird das österreichische Enfant terrible neu gelesen.
Die in der Tradition der russischen Germanistik verfasste Studie versucht – interkulturell und interdisziplinär – aufzuzeigen, wie die kalkulierte Bernhard’sche Schreibweise zwischen seiner Produktions- und Rezeptionsästhetik oszilliert, und eröffnet dadurch überraschende Wege zu einer neuen Lektüre des vertrauten Stils. Im Spannungsfeld zwischen der „untauglichen“ Sprache und dem „unmöglichen“ Dialog werden von dem österreichischen Meister neue Methoden erzeugt, die seine „Textbestattung“ und „Selbstgesprächigkeit“ in tiefere rezeptive Funktionalität und Wirksamkeit wenden und von einem komplexen künstlerischen „System Bernhard“ sprechen lassen.

Auf dem Weg zur Philosophie

Friedrich Nietzsche schreibt «Der Wanderer und sein Schatten»

Serie:

Tobias Brücker

Kaum jemand hat die Vorstellung des wandernden Philosophen so nachhaltig geprägt wie Friedrich Nietzsche. Mit Bleistift und Notizbuch wanderte er durch die Engadiner Berglandschaft. Doch wie werden aus Spaziergängen Gedanken und wie entsteht dabei ein Buch?
Tobias Brücker versucht die Frage nach der Werkstatt der Philosophie exemplarisch anhand von Nietzsches 1879 entstandenem Aphorismenbuch Der Wanderer und sein Schatten zu beantworten. Durch den Einbezug aller Manuskripte, Korrespondenzen und Belege wird ein detailliertes Bild vom Entstehungsprozess eines Buches bei Nietzsche gezeichnet. Dabei spielen Notizbücher, Hefte, Schreibzeug, Spaziergänge, Lektüren, Landschaften und Diäten eine wichtige Rolle. Entlang von vier Thematiken wird untersucht, wie das Schreiben und die Philosophie zusammenhängen. Brücker zeigt, dass Nietzsches Buch das Ergebnis eines produktiven Zusammenspiels zwischen der Schreibsituation in St. Moritz und den darauf zurückbezogenen Auffassungen von Schreiben, Denken, Autorschaft und Werk ist. Der Wanderer und sein Schatten ist nicht bloß ein Aphorismenbuch, sondern das Resultat eines Experiments.

Gedichte von Thomas Kling

Interpretationen

Ediert von Rüdiger Zymner and Frieder von Ammon

IIn einer Reihe von Interpretationen verschafft dieser Band einen Überblick über Klings lyrisches Gesamtwerk sowie Zugänge zu seinen wichtigsten Gedichten. Die Analysen und Interpretationen erläutern den literaturgeschichtlichen Kontext der Gedichte, erklären ihre Machart und erschließen ihren Sinn.

Ritual und Ritualität im Drama nach 1945

Brecht, Frisch, Dürrenmatt, Sachs, Weiss, Hochhuth, Handke

Saskia Fischer

Rituale und religiöse Gattungen wie das Oratorium spielten für die politischen Inszenierungen der Nationalsozialisten eine zentrale Rolle. Dies ist bekannt. Umso erstaunlicher ist es, dass ausgerechnet im deutschsprachigen Drama nach 1945 rituell-sakrale Formen intensiv verwendet wurden.
Bertolt Brecht, Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt, Nelly Sachs, Peter Weiss, Rolf Hochhuth und Peter Handke, die das Nachkriegsdrama entscheidend geprägt haben, riskierten dadurch den Vorwurf, an die ritualisierte nationalsozialistische Ästhetik anzuschließen. Das aber wollten sie gerade nicht. Warum also gingen sie dieses ästhetische und politische Risiko überhaupt ein?
Saskia Fischer nimmt in differenzierten Einzelanalysen die komplexe Wechselbeziehung von Drama und Ritual in den Blick und entwickelt dabei ein Konzept reflektierter poetischer Ritualität.

"Spazieren muss ich unbedingt"

Robert Walser und die Kultur des Gehens

Serie:

Ediert von Reto Sorg and Annie Pfeifer

Die Kultur des Gehens entwickelt sich parallel zur mechanisierten Fortbewegung in Eisenbahn und Automobil und knüpft an die alte Tradition an, die zwischen Gehen, Denken und Schreiben Korrespondenzen entdeckt. Robert Walser setzt seinen romantischen Vorläufern und den urbanen Flaneuren seiner Zeit in seiner Erzählung Der Spaziergang von 1917 eine eigene, selbstreflexive Gangart entgegen.
Die deutsch- und englischsprachigen Beiträge untersuchen Walsers Spazieren als poetisches Konzept und als Schreibbewegung, als Form der Naturästhetik und als Absage an die Alpenideologie, im Kontext der Psychiatrie und im Vergleich zu Lessings ambulanter Rhetorik, Lucius Burckhardts Promenadologie sowie den zeichnerischen und architektonischen Spaziergängen von Paul Klee und Adolf Loos.

Anthropologie und Ästhetik

Interdisziplinäre Perspektiven

Ediert von Britta Herrmann

Die Kategorie des Menschseins wird aufgrund wechselnder Wissensbestände und Orientierungskrisen immer wieder neu bestimmt. Das Ästhetische ist damit eng verbunden.
‹Aisthesis› ist erstens eine Form der sinnlichen und empfindenden Wahrnehmung, ein vorrationaler ‚way of worldmaking’ (Nelson Goodman), der den Bezug des Menschen zu sich und seiner Welt moduliert. Ästhetische Vorstellungen grundieren zweitens aber auch die Idee des Humanen und die Normen menschlicher Handlungs-weisen. Und drittens sind ästhetische Erkenntnis- und Ausdrucksformen Teil eines ‚selbstgesponnenen Bedeutungsgewebes’ (Clifford Geertz) der Kultur, das die Grenzen und das ‚Andere’ des Menschen bestimmt. Der interdisziplinäre Sammelband vereint aus verschiedenen Fächern und Forschungsperspektiven heraus Einblicke in die Wechselwirkungen zwischen anthropologischen Fragestellungen und ästhetischen Formationen. Mit Beiträgen von Horst Bredekamp, Steffen Martus, Martin Seel, Christoph Wulf, Elisabeth Timm u.a.

Ichtexte

Beiträge zur Philologie des Individuellen

Ediert von Till Dembeck, Maren Jäger and Christopher Busch

Die Philologie ist allem Einzelnen, sei es noch so verquer, unschicklich oder ungeschickt, immer schon eng verbunden. Auch die Literatur hat seit jeher eine Affinität für einzigartige Charaktere und deren Kalamitäten – und sich in der Neuzeit nicht zufällig zum priorisierten Medium für Individualitätsdarstellung, Individualstile, kurzum: für Ichtexte entwickelt. Die Beiträge des vorliegenden Bandes widmen sich einer Philologie des Individuellen. Sie spüren den Formationsregeln von Texten als Medien und Schauplätzen von Singularität nach, die sich am Bekennen und am Ich-Schreiben versuchen – und entdecken so die intrikate Verstrickung von Ich und Text in ihrer singulären Vielgestalt.

Ediert von Stefan Matuschek and Sandra Kerschbaumer

Als Epoche ist Romantik Vergangenheit, als Phänomen bleibt Romantik aktuell. Das Buch will erklären, wie beide miteinander zusammenhängen.

Bis heute werden Literatur, Filme, Musik, aber auch Lebenspraktiken und Weltanschauungen als „romantisch“ bezeichnet. Der Band untersucht, worauf sich diese Bezeichnung gründet und was sie mit der historischen Romantik verbindet. Die These ist, dass die historische Romantik durch Modellbildungsprozesse in zeitlich späteren Phasen fortwirkt. Solche Prozesse werden in exemplarischen Fallstudien analysiert: Welche prägnanten Modelle von Romantik lassen sich in den Künsten, aber auch in der sozialen Lebenswelt und der Wissenschaft beobachten? Welche Darstellungs-, Deutungs- und Handlungsmuster bilden sich heraus, die für die weitere Wirkungsgeschichte von Bedeutung sind?