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Serie:

Ediert von Britta Konz, Bernard Ortmann and Christian Wetz

Postkolonialismus bezeichnet nicht nur die historische Epoche nach dem Ende der Kolonialzeit, sondern auch ein theoretisches Konzept zur Analyse von Herrschaftsverhältnissen. In der deutschsprachigen Theologie wurde dieses Konzept bisher wenig beachtet. Im zweisprachigen Sammelband Postkolonialismus, Theologie und die Konstruktion des Anderen erkunden Vertreter aller theologischen Disziplinen einschließlich der Religionswissenschaft die heuristischen Möglichkeiten, die der Postkolonialismus für ihr Fach bietet. Es geht dabei insbesondere um die Frage, wie „der Andere“ als Gegenüber eines „Wir“ konstruiert wird. Gerade in Zeiten globaler Migration und erstarkenden Rechtsextremismus muss Theologie sprachfähig bleiben, um den drängenden Fragen der Gegenwart Antwortangebote bieten zu können. Postcolonialism refers not only to the historical epoch after the end of the colonial era, but also to a theoretical concept for the analysis of power relations. In German-speaking theology, this concept has so far received little attention. In the bilingual volume Postcolonialism, theology and the construction of the other, scholars of all theological disciplines, including religious studies, explore the heuristic possibilities that postcolonialism provides for their subject. In particular, the question is how “the other” is constructed as the counterpart of a "we". In times of global migration and growing right-wing extremism, theology must remain capable to offer answers to the urgent questions of the present.

Der Mythos der religiösen Neutralität

Eine Studie zum verborgenen Einfluss des religiösen Glaubens auf Theorien

Serie:

Roy Clouser

Geschrieben für Bachelor-Studenten, für gebildete Laien und für Wissenschaftler in anderen Feldern als der Philosophie – Der Mythos der religiösen Neutralität bietet eine radikale Neuinterpretation der allgemeinen Beziehungen zwischen Religion, Wissenschaft und Philosophie.

Übersetzung von: Clouser, Roy A., The Myth of Religious Neutrality. An Essay on the Hidden Role of Religious Belief in Theories. Notre Dame, London: University of Notre Dame Press, 2005 (1991) erw. u. verb. Neuausgabe

Höhlen, Kultplätze, sakrale Kunst

Kunst der Urgeschichte im Spiegel sprachdokumentierter Religionen

Ediert von Harald Strohm and Gerhard Bosinski

Religiosität scheint ein Merkmal des Menschen zu sein. Klare Indizien für diese Vermutung begegnen uns allerdings erst mit der Kunst des Jungpaläolithikums, also vor etwa 40.000 Jahren. Da Texte aus dieser Zeit und auch aus den folgenden Jahrtausenden jedoch fehlen, stehen uns diese Befunde zunächst schweigend gegenüber.
Auch für die spätere Religionsgeschichte ist noch vieles unklar. Dennoch haben die weit fortgeschrittenen Analysen der Schriftzeugnisse aus dem Zweistromland, Ägypten, dem alten Iran, Indien und inzwischen auch Altamerika unser Verständnis revolutioniert. Zielsetzung dieses Bandes ist es, die Befunde schriftloser Kulturepochen mit den schriftgestützten späterer Epochen gleichsam gegenzulesen und enger zusammenzuführen.

Serie:

Ediert von Clemens Pornschlegel and Thorben Päthe c/o Catherine Bouchard

Die politisch-ökonomische »Diesseitsreligion« des russischen Realsozialismus hat sich 1990 von der Bühne der Geschichte verabschiedet. Nicht verabschiedet haben sich die Motive der Kapitalismuskritik: die systemischen Krisen, das Elend, der Hunger, das System maßloser Verschuldung.
Fünf zentrale Fragestellungen lassen sich hieraus ableiten: nach den religiösen und theologischen Figuren der Ökonomiekritik im 19. und 20. Jahrhundert; nach dem Zusammenhang von Religion und Ökonomie; nach der Bedeutung und Tragfähigkeit der Säkularisierung angesichts der religiösen Implikationen sowohl der kapitalistischen Ökonomie als auch ihrer sozialistischen Kritik; nach der Bedeutung des Sakralen und Profanen in der bürgerlichen Moderne; nach der Religiosität der kommunistischen Bewegung, ihrer Heilserwartungen, politischen Kulte und Liturgien.

Hartmut Zinser

Homo religiosus

Vielfalt und Geschichte des religiösen Menschen

Serie:

Ediert von Jan und Aleida Assmann and Harald Strohm

Die seit der Antike gebräuchliche Wendung »homo religiosus« ist vielfach konnotiert. Seit Schleiermacher steht sie für die Frage, inwieweit Religion eine Anlage des Menschen sei. Von dieser Fragestellung war es nicht weit zu jenen »modernen«, oft salopp-populärwissenschaftlichen und mediengerechten Thesen, denen zufolge Religion ein soziales Instrument der (Ohn-)Mächtigen, ein bloßes Medium psychologischer Kompensation, ja womöglich nur eine Art Epiphänomen unserer Hirnphysiologie sei.
Es ist nicht Aufgabe der Religionswissenschaften, die in solchen Entwürfen zum Tragen kommenden Formen soziologischer, psychologischer, neurophysiologischer und biologischer Theoriebildung zu kritisieren. Es ist aber sehr wohl ihre Aufgabe zu überprüfen, inwieweit solche Theoriebildung ihr beanspruchtes Objekt, eben Religion, überhaupt angemessen erfasst. Ausgewiesenes Ziel der hier versammelten Beiträge ist die »schöpferische Zerstörung« überholter Religionsbegriffe. Mit Beiträgen von Bernhard Lang, Gerhard Bosinski, Léon Wurmser, Klaus E. Müller, Jan Assmann, Theo Sundermeier, Reinhard Schulze, Raimar Zons und Harald Strohm.

Serie:

Ediert von Clemens Pornschlegel and Sabine Biebl

Prophetie und Prognostik

Verfügungen über Zukunft in Wissenschaften, Religionen und Künsten

Serie:

Ediert von Daniel Weidner and Stefan Willer

Das Gift des alten Europa und die Arbeiter der Neuen Welt

Zum amerikanischen Hintergrund der Enzyklika Rerum novarum (1891)

Serie:

Sabine Schratz

Ediert von Hubert Wolf

Die erste historische Analyse des amerikanischen Einflusses auf die Auseinandersetzung des Papsttums mit der sozialen Frage im 19. Jahrhundert anhand der neu zugänglichen Inquisitionsquellen.
Mit der berühmten Enzyklika Rerum novarum Leos XIII. legte das Papsttum im Jahr 1891 eine originäre Antwort auf die sozialpolitischen Fragen im Zuge der Industrialisierung vor und prägte damit die katholische Soziallehre bis heute.
Die Autorin analysiert mit den Fällen Knights of Labor, Henry George, Edward McGlynn und Richard Burtsell erstmals die Prozesse, die die kuriale Diskussion um Sozialismus und Arbeitervereinigungen in den 1880er Jahren maßgeblich bestimmten.