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Das deutsche Paris

Der Blick der Besatzer 1940-1944

Bernd Wegner

Paris nimmt unter den im Zweiten Weltkrieg besetzten Städten einen besonderen Platz ein: Für die deutschen Besatzer war die Stadt ein von vielerlei Klischees besetzter Sehnsuchtsort, für die Pariser ein Raum gefährlicher Balance zwischen Widerstand und Kollaboration.
Bernd Wegners Buch zeichnet ein Bild davon, wie deutsche Soldaten und zivile Besatzer Paris in den Jahren des Krieges sahen. Die französische Hauptstadt in deutscher Hand – das war keine gemeinsame Realität, sondern eine Fülle konkurrierender, oftmals widersprüchlicher Erfahrungen. Wegner gibt in seiner dokumentarischen Collage einer größtmöglichen Vielfalt zeitgenössischer Stimmen und Bilder Raum. Im kritischen Blick des Historikers werden diese Eindrücke vom Leben der Besatzer zwischen Siegeseuphorie und Zukunftsangst in ihrer Doppeldeutigkeit erkennbar: Sie zeigen auf den ersten Blick nur das, was die Besatzer sehen und berichten wollten. Aber dennoch scheint hinter Ihnen die harsche Wirklichkeit einer besetzten Stadt auf.

Provokationen der Technikgeschichte

Zum Reflexionszwang historischer Forschung

Ediert von Martina Heßler and Heike Weber

Technisierungsprozesse verändern derzeit die Lebenswelt in einer Weise, wie es zuvor nur der Industrialisierung attestiert wurde. Diese Herausforderungen der Gegenwart provozieren die historische Technikforschung, neue und große Fragen zu stellen.

Im Sinne einer gegenwartsorientierten Geschichtsschreibung kann Technikgeschichte nur dann zu aktuellen Debatten beitragen, wenn sie sich dem Zwang zur kritischen Reflexion stellt und neue Konzepte, Herangehensweisen und Untersuchungsfelder entwickelt. Der Band macht daher Vorschläge zur Erforschung von Digitalisierungs- und Globalisierungsprozessen sowie zur Reflexion des Menschseins in einer technisierten Welt. Weiter nimmt der Band zur Ausrufung des Anthropozäns und zur Problematik der unterschiedlichen Temporalitäten von Technik Stellung.

Preußische Geschichte als gesellschaftliche Veranstaltung

Historiographie vom Mittelalter bis zum Jahr 2000

Wolfgang Neugebauer

Der Berliner Historiker Wolfgang Neugebauer schildert, wie vom Mittelalter bis heute das Wissen von der preußischen Geschichte und unser Bild von Preußen entstanden ist. Auf Grundlage einer reichen, nicht zuletzt handschriftlichen Quellenbasis kann Neugebauer zeigen, dass das Interesse an Preußen aus der Gesellschaft selbst, insbesondere aus dem Bildungsbürgertum kam.

Die politisch-nationalistische Instrumentalisierung des Preußen-Themas hingegen erweist sich als ein erstaunlich spätes Phänomen. Über die Gelehrten hinaus geraten Geschichtsvereine und Laienhistoriker, Publikationskulturen und Zeitschriftennetze der jeweiligen Epoche in den Blick – Geschichtsschreibung wurde als gesellschaftliche Veranstaltung betrieben. So geht dieses Buch mit seinem weiten Horizont über die klassische Wissenschaftsgeschichte hinaus. Es ist eine umfassende Wissensgeschichte Preußens und zeigt exemplarisch, wie historisches Wissen im gesellschaftlichen Zusammenhang entsteht.

Ediert von Winfried Baumgart

Mit dieser Ausgabe ist die bewährte „Quellenkunde“ in einer grundlegend aktualisierten Fassung wieder greifbar. Das Werk verzeichnet die veröffentlichten Quellen größeren Umfangs zur deutschen Geschichte der Neuzeit von 1500 bis 2000. Die etwa 5.200 Titel werden bibliographisch genau erfasst und kommentiert. Erstmals sind Verweise auf digital verfügbare Quellen aufgenommen. Berücksichtigt sind selbstständige Dokumentationen (zeitgenössische Druckwerke oder spätere wissenschaftliche Akteneditionen) und auch monographische Traditionsquellen (wie Memoiren).

Ediert von Winfried Baumgart

Mit dieser Ausgabe ist die bewährte „Quellenkunde“ in einer grundlegend aktualisierten Fassung wieder greifbar. Das Werk verzeichnet die veröffentlichten Quellen größeren Umfangs zur deutschen Geschichte der Neuzeit von 1500 bis 2000. Die etwa 5.200 Titel werden bibliographisch genau erfasst und kommentiert. Erstmals sind Verweise auf digital verfügbare Quellen aufgenommen. Berücksichtigt sind selbstständige Dokumentationen (zeitgenössische Druckwerke oder spätere wissenschaftliche Akteneditionen) und auch monographische Traditionsquellen (wie Memoiren).

Ediert von Winfried Baumgart

Mit dieser Ausgabe ist die bewährte „Quellenkunde“ in einer grundlegend aktualisierten Fassung wieder greifbar. Das Werk verzeichnet die veröffentlichten Quellen größeren Umfangs zur deutschen Geschichte der Neuzeit von 1500 bis 2000. Die etwa 5.200 Titel werden bibliographisch genau erfasst und kommentiert. Erstmals sind Verweise auf digital verfügbare Quellen aufgenommen. Berücksichtigt sind selbstständige Dokumentationen (zeitgenössische Druckwerke oder spätere wissenschaftliche Akteneditionen) und auch monographische Traditionsquellen (wie Memoiren).

Das Erzählen in frühen Hochkulturen

II. Eine Archäologie der narrativen Sinnbildung

Serie:

Ediert von Hubert Roeder

Ediert von Winfried Baumgart

Mit dieser Ausgabe ist die bewährte „Quellenkunde“ in einer grundlegend aktualisierten Fassung wieder greifbar. Das Werk verzeichnet die veröffentlichten Quellen größeren Umfangs zur deutschen Geschichte der Neuzeit von 1500 bis 2000. Die etwa 5.200 Titel werden bibliographisch genau erfasst und kommentiert. Erstmals sind Verweise auf digital verfügbare Quellen aufgenommen. Berücksichtigt sind selbstständige Dokumentationen (zeitgenössische Druckwerke oder spätere wissenschaftliche Akteneditionen) und auch monographische Traditionsquellen (wie Memoiren).

Ediert von Tobias Winnerling and Christoph Nonn

Die Neuzeit ohne Martin Luther – Der 20jährige Krieg – Die glorreiche Revolution von 1848 – Deutschland ohne Hitler – Die deutsche Wiedervereinigung 1953...
Was wäre die deutsche Geschichte ohne Reformation? Oder ohne Bismarck? Oder ohne die Einigung Europas? Das Gedankenspiel mit kontrafaktischer Geschichte ist in der Wissenschaft nicht länger ein Tabu. In diesem Buch fragen renommierte Historiker: Wären Alternativen zur deutschen Geschichte, wie wir sie kennen, möglich gewesen?
Die letzten 500 Jahre stehen auf dem Prüfstand: Was war notwendig? Unvermeidlich? Alternativlos? Welche anderen Entwicklungen wären möglich gewesen? Wie wahrscheinlich waren sie? Bislang ist die deutsche Geschichtswissenschaft solchen kontrafaktischen Gedankenspielen kaum nachgegangen. Sie galten als wissenschaftlich unsolide. Aber wer sagt, dass eine Entwicklung alternativlos war, muss zuvor über Alternativen nachgedacht und sie verworfen haben. Die Autoren dieses Bandes machen das Nachdenken öffentlich, um zum eigenen Nachdenken darüber anzuregen, was im Lauf der Geschichte wir für selbstverständlich halten.
Mit Beiträgen von Johannes Dillinger, Marian Füssel, Dieter Langewiesche, Wilfried Loth, Werner Plumpe, Matthias Pohlig, Wolfgang Schieder, Michael Schneider, Guido Thiemeyer u. a.

Serie:

Miriam Rürup

Ediert von Stefanie Schüler-Springorum and Rainer Liedtke

In diesem Buch wird die Geschichte des modernen deutschen Judentums vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg nachgezeichnet. Es wird der Aufstieg der deutschen Juden ins mittlere und gehobene Bürgertum genauso geschildert, wie die wiederholten Erfahrungen von Rückschlägen, aber auch die verschiedenen Formen jüdischer Selbstbehauptung.
Wie sich die jüdischen Lebenswelten unter den Vorzeichen des Emanzipationszeitalters veränderten, ist Teil dieses Buches, ebenso wie die Auswirkungen dieser Veränderungen auf das demographische und soziale Profil der jüdischen Minderheit. Es geht dabei immer auch um die Interaktion von Juden und anderen Deutschen: bei der Wahl des Wohnortes, der Berufe, der Schule, der Vereine, der Religiosität und vielen Aspekten des Alltages mehr. Mit einem lebensweltlichen Ansatz soll also eine Einführung in die Prozesse von Integration und Exklusion gleichermaßen gegeben werden.