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Serie:

Ediert von Andreas Christoph

Erst um 1800 wird die Landschaft geometrisch erfasst. Während vordem Zeitdistanzen aus der Karte auszulesen und landschaftliche Besonderheiten in graphischen Kürzeln notiert waren, wird die Landschaft nunmehr in ihren topographischen Größenbeziehungen dargestellt.
Gebirge erscheinen in ihren Konturen, Landschaftstypen sind in eine geometrisch exakte Darstellung von Distanzverhältnissen eingebunden. Die Karte gewinnt damit eine neue Bedeutung, sind doch so Informationen über die Landschaft in die Karte implementiert.
Der Band beschreibt in einer Folge von Einzelbeiträgen die neuen Verfahren der Landvermessung und die neue Nutzung der Karten sowie die Geräte, die mathematischen Darstellungsverfahren und die Frage der Vermittlung des neuen kartographischen Wissens um 1800.

Fichtes Bildtheorie im Kontext

Teil I: Entwicklungsgeschichtliche und systematische Aspekte

Serie:

Ediert von Christian Klotz and Matteo Vincenzo d'Alfonso

In Fichte’s late philosophy, the concept of image becomes the central notion of the Science of Knowledge. Both the representational reference of consciousness to the objects of its experience and its relation to an absolute being which transcends all appearances are explained from the image-like character which consciousness acquires through its own activity.

The present volume collects contributions which contextualize Fichte’s theory of image in various respects, focusing on its relation to pre-modern theories of image, its changing role in the development of Fichte’s thinking and its place within Fichte’s foundation of philosophy in the area between theory of truth or validity and ontology.


Der Bildbegriff wird in Fichtes Spätphilosophie zum zentralen Begriff der Wissenschaftslehre. Sowohl der repräsentationale Bezug des Bewusstseins zu den Gegenständen seiner Erfahrung, als auch sein Verhältnis zu einem alle Erscheinungen übersteigenden absoluten Sein wird hierbei aus der von ihm selbst aktiv ausgebildeten Bildeigenschaft des Bewusstseins verstanden.

Der vorliegende Band versammelt Beiträge, die Fichtes Bildtheorie in verschiedenen Hinsichten kontextualisieren, wobei ihr Verhältnis zu prä-modernen Bildtheorien, ihre wechselnde Rolle in der Entwicklung von Fichtes Denken und ihre im Spannungsfeld von Wahrheits- bzw. Geltungstheorie und Ontologie angesiedelte Stellung in Fichtes Grundlegung der Philosophie im Mittelpunkt stehen.

Freiheit nach Kant

Tradition, Rezeption, Transformation, Aktualität

Serie:

Ediert von Saša Josifović and Jörg Noller

Kant’s conception of freedom is of special importance in the history of philosophy. It not only brings together older traditions but has great influence on later theories of freedom. The edited volume analyzes Kant’s theory, referring to the concepts of will, choice, autonomy, and reason. It consists of four parts: Kant’s theory in its historical context; Kant’s own conception as developed in his various philosophical works; central conceptions of freedom in German Idealism after Kant (including Reinhold, Schiller, Maimon, Jacobi, Fichte, Schelling, Hegel, Schopenhauer); the systematic relevance of Kant’s conception of freedom with regard to recent debates in analytic philosophy (agent causality, compatibilism and incompatibilism).

Rationis Imago

Descartes' Dichten, Träumen, Denken

Jakob Moser

Zum Abschluss seines Studiums entwirft Descartes ein Thesenblatt. Darin dichtet er eine Allegorie seines Bildungsweges, die unser Bild vom Begründer des modernen Rationalismus irritiert.
Für den klassischen Descartes gilt allein das rationale Denken als unbezweifelbare Quelle aller Wissenschaft. Dahingegen schöpfte er in seinem frühsten Text, der Widmung seines Thesenblatts von 1616, aus den Quellen der Musen, der antiken Poesie und Mythologie. Wenige Jahre später erblickte er in seinen Träumen eine Anthologie römischer Dichter und deutet sie als Verheißung seiner künftigen Philosophie. Die intuitive Einbildungskraft der Dichter überflügelt das deduktive Denken der Philosophen. Ausgehend vom Thesenblatt zeichnet Moser ein ungewöhnliches Portrait des jungen Descartes, um es schlaglichtartig mit seinen späteren Werken zu kontrastieren. Die nackte Vernunft erscheint dabei immer wieder neu im Kleid der Imagination.

Serie:

Ansgar Lorenz and Heiner F. Klemme

Im Jahre 1781 ruft der Philosoph Immanuel Kant (1724–1804) das »Zeitalter der Kritik« aus. Alles muss sich der »freien und öffentlichen Prüfung« durch die Vernunft unterwerfen: die Religion, die Gesetzgebung, in erster Linie aber die reine Vernunft selbst. In ihrem ungezügelten Verlangen nach Erkenntnis verstrickt sie sich in endlose Streitigkeiten mit sich selbst. Kein Wunder also, dass die alte Metaphysik ein Kampfplatz ist, auf dem ein »rüstiger Ritter« den »Siegeskranz« davonträgt, solange er keinen neuen Angriff des Gegners aushalten muss. Abhilfe schafft die Kritik, ein Gerichtshof, den die reine Vernunft einsetzt, um über ihre berechtigten und unberechtigten Ansprüche zu entscheiden. Die Kritik stiftet Frieden im Reich des Denkens. Wir erkennen die Bedingungen, unter denen Metaphysik, Mathematik und Naturwissenschaft als Wissenschaften möglich sind.
Der Comic bietet anschaulich und leicht verständlich Einblicke in Kants Leben sowie den historischen und intellektuellen Kontexten seines Wirkens. Wir schauen dem »Fürsten der deutschen Denker« (K. von Knoblauch) beim Philosophieren über Gut und Böse, Freiheit und Natur, Politik und Recht, das Schöne und Erhabene, die Entstehung des Universums und vieles andere mehr über die Schulter. Und natürlich kommen auch seine Anhänger und Kritiker zu Wort.

Der sokratische Künstler

Studien zu Rembrandts Nachtwache

Serie:

Jürgen Müller

Im Fokus der Studie steht eine neue Deutung von Rembrandts Nachtwache aus dem Jahre 1642. Zentral ist dabei die Auseinandersetzung des Malers mit der klassizistischen Kunsttheorie von Franciscus Junius. Dessen Werk "De pictura veterum" war 1637 in lateinischer und 1641 in niederländischer Sprache erschienen. So lautet die These, dass Rembrandts Gruppenporträt auf eine Kritik italienisch-klassizistischer Imitatio-Konzepte zielt und zugleich Werke der Antike und der italienischen Hochrenaissance ironisiert. Der Leidener Maler orientiert sich an Raffaels Schule von Athen, um damit implizit die Frage angemessener und unangemessener Nachahmung zu stellen. Die Studie insgesamt will zeigen, wie differenziert Rembrandt mit Vorbildern umzugehen vermag. Steht auch die Nachtwache im Zentrum der Untersuchung, so werden auch andere Gemälde sowie Radierungen und Zeichnungen interpretiert und nach der ironischen Dimension von Rembrandts Kunst im Ganzen gefragt.

The focus of Müller’s study is a new interpretation of Rembrandt’s Night Watch from 1642, which highlights the painter’s engagement with the classical art theory of Franciscus Junius. Junius’s treatise, "De pictura veterum", was published in Latin in 1637 and in Dutch in 1641. Ultimately, Müller argues that Rembrandt’s group portrait was designed to present a critique of the Italianate/classical concepts of Imitatio in addition to offering an ironic commentary on artworks of the Antique and High Renaissance periods. The Dutch artist takes Raphael’s School of Athens as a reference point, thereby implicitly posing questions about appropriate and inappropriate forms of imitation. The study as a whole shows how complex and witty Rembrandt’s approach to his models could be. Although the Night Watch occupies a central place in the inquiry, the author also engages with other paintings, etchings and drawings in order to sketch the contours of Rembrandt’s ironic image making.

Pietro Pomponazzis Erkenntnistheorie

Naturalisierung des menschlichen Geistes im Spätaristotelismus

Serie:

Paolo Rubini

The Renaissance philosopher Pietro Pomponazzi (1462-1525) is mostly known for denying the human mind’s immateriality (and immortality) in accordance with his radical understanding of Aristotelianism. Pomponazzis Erkenntnistheorie attempts to reconstruct his theory of cognition. The author, Paolo Rubini, focuses on Pomponazzi’s scattered views about the mind’s ontological status and cognitive capacities, puts them into the context of Aristotelian-Scholastic psychology, and interprets them by reference to Pomponazzi’s ‘naturalistic’ approach to the human soul. Particular interest is devoted to the role of representations in cognitive acts, the functional link between intellect and imagination, and the process of abstraction. The study is based on Pomponazzi’s published writings about immortality as well as on unpublished records of his lectures about Aristotle’s De anima.

Ereignis Weimar-Jena

Kultur um 1800

Serie:

Ediert von Olaf Breidbach, Klaus Manger and Georg Schmidt

Der Band dokumentiert die Arbeit eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft über 12 Jahre geförderten Großunternehmens, das sich dem zentralen Ereignis der Deutschen Kultur, der Periode um 1800 in Weimar/Jena widmete.
Unter dem Begriff "Ereignis" erfassen die Beiträge dieses Buchs einen zeitlich und räumlich lokalisierbaren Wirk- und Handlungsraum. Hier kulminierte die Aufklärung, weil bestehendes Gedankengut neu gedacht und experimentell in die soziale und wissenschaftliche Praxis überführt wurde. Jena, die »Stapelstadt des Wissens« machte dabei aus Wissen Kapital.

Montaignes exemplarische Ethik

Auf dem Weg zur Konzeption des souveränen Individuums

Charlotte Bretschneider