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Perspektiven der Philosophie

Neues Jahrbuch. Band 45 – 2019

Serie:

Ediert von Georges Goedert and Martina Scherbel

Perspektiven der Philosophie. Neues Jahrbuch eröffnet Forschern, denen die philosophische Begründung des Denkens wichtig ist, eine Publikationsmöglichkeit. Wir verstehen uns nicht als Schulorgan einer philosophischen Lehrmeinung, sondern sehen unsere Aufgabe darin, an der Intensivierung des wissenschaftlichen Philosophierens mitzuwirken. Besonders fördern wir den wissenschaftlichen Nachwuchs und laden ihn zur Mitarbeit ein. Beitragende sind Paola-Ludovika Coriando, Dagmar Fenner, Jutta Georg, Georges Goedert, Boris Hogenmüller, Christian E. W. Kremser, Rolf Kühn, Lucie Lebreton, Thorsten Lerchner, Rosa Maria Marafioti, Rudi Ott, Birger P. Priddat, Harald Seubert und Thorsten Streubel,

Freiheit trotz Zugehörigkeit

Über den Ausstieg aus kulturellen und religiösen Gruppen

Dagmar Borchers

Als Bürger liberaler Rechtsstaaten begreifen wir die Möglichkeit, eine Gruppe zu verlassen, der wir nicht länger angehören möchten, als Teil unseres alltäglichen Lebens. Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Frage, ob bzw. in welcher Weise ein Ausstieg aus religiösen und kulturellen Gruppen möglich ist und welche Verantwortlichkeiten sich für den oder die Ausstiegswillige/n selbst, die betroffene Gruppe und vor allem den liberalen Rechtsstaat ergeben.
Hintergrund ist die Tatsache, dass Fälle denkbar sind, in denen die durch Minderheitenrechte institutionell gesicherte Autorität der kulturellen oder religiösen Gruppe für gruppeninterne Minderheiten ein Problem wird.

Kritik des Postfaktischen

Der Kapitalismus und seine Spätfolgen

Lars Distelhorst

Allerorten wird über Postfaktizität geklagt. Politische Werte weichen dem Schüren von Ressentiments und der Manipulation von Gefühlen. Fake News, alternative Fakten oder Faktenchecks finden als letzte Rettung immer mehr gläubige Anhänger. Wie können wir dem Postfaktischen begegnen, das inzwischen sogar als geopolitische Strategie — ausgehend von Trump, Orban & Co. — erfolgreich Demokratie und Rechtsstaatlichkeit auszuhöhlen droht?
Wir müssen das Phänomen systematisch unter die Lupe nehmen. Lars Distelhorst zufolge wurzelt das Postfaktische in der fortschreitenden kapitalistischen Ökonomisierung der Gesellschaft, in deren Folge Sinn- und Bedeutungsverhältnisse sich zusehends auflösen. Können Affen, die Pfeile auf den Finanzteil einer Zeitung werfen, ein ebenso gutes Aktienportfolio erzielen wie Investmentbanker? Ergibt es ernsthaft Sinn, über alternative Fakten nachzudenken? Oder ist es an der Zeit, grundlegend zu diskutieren, ob die heutige Gesellschaft noch eine Perspektive für die Zukunft darstellt?

›Fake News‹, also mit Hilfe digitaler Medien in Blitzeseile verbreitete Falschmeldungen sind weitaus mehr als nur ein zeitgemäßes taktisches Mittel politischer Auseinandersetzung. Sie sind vielmehr — das beweist Lars Distelhorsts neue, bahnbrechende Untersuchung — ein, nein, das strukturelle Merkmal der gegenwärtig weltweit herrschenden Ökonomie: des ›Kapitalismus‹ im Zeitalter der Globalisierung. Der von Distelhorst hier erstmals gesellschaftstheoretisch analysierte Begriff der ›Postfaktizität‹ weist auf den historisch so noch nie gekannten Umstand hin, dass erfahrene Sinnlosigkeit nicht nur Aus-druck individueller Lebenskrisen, sondern — mehr noch — die wesentliche Produktionsbedingung des gegenwärtig herrschenden weltweiten Kapitalverhältnisses ist. Mit Distelhorsts neuer Studie ist die Kritische Theorie der Gesellschaft endlich auf der Höhe ihrer Zeit.«

Serie:

Jacob Langeloh

In Erzählte Argumente. Exempla und historische Argumentation in politischen Traktaten c. 1265–1325, Jacob Langeloh describes how medieval political writers around the year 1300 employed historical arguments.
Scholastic authors are commonly thought to be oblivious to history. This study shows that they not only showed great respect for historical arguments, but that they also displayed a refined technique in using them. In addition to case studies ranging from Thomas Aquinas to Dante Alighieri and up to Marsilius of Padua, Jacob Langeloh also offers a functional description of both Exempla and narrated historical argument.

Der „innere Gerichtshof“ der Vernunft

Normativität, Rationalität und Gewissen in der Philosophie Immanuel Kants und im Deutschen Idealismus

Serie:

Ediert von Saša Josifovic and Arthur Kok

The 11 contributions in Der „innere Gerichtshof“ der Vernunft: Normativität, Rationalität und Gewissen in der Philosophie Immanuel Kants und im Deutschen Idealismus explore Immanuel Kant’s description of the human conscience as an “internal court of justice”. Kant’s theory of conscience is discussed in the context of practical philosophy, philosophy of religion and its historical development after Kant, especially in Hegel’s philosophy.

Approaching general concepts such as "normativity" and "rationality" from the perspective of Kantian philosophy and German Idealism, the book goes beyond the limited scope of contemporary theories of action that often take these concepts for granted. In particular, Kant’s theory of conscience invites different perspectives that are both critical and more fruitful.

Perspektiven der Philosophie

Neues Jahrbuch. Band 42 – 2016

Serie:

Ediert von Georges Goedert and Martina Scherbel

Alexis de Tocqueville

Analytiker der Demokratie

Ediert von Harald Bluhm and Skadi Krause

Die moderne Demokratie wurde zuerst von Alexis de Tocqueville wegweisend und in einer nach wie vor aktuellen, komplexen, aber zu wenig untersuchten »neuen Wissenschaft der Politik« analysiert.
Ein internationaler Expertenkreis untersucht in verschiedenen Perspektiven Tocquevilles Konzeption einer »neuen Wissenschaft der Politik« in systematischen und historischen Kontexten. Neben dem breiten Demokratieverständnis, das politische, gesellschaftliche und sittliche Gesichtspunkte verbindet, rückt dabei sein stereoskopischer Blick in den Fokus, der ihn stets Vorteile und Nachteile von Institutionen und Handlungen untersuchen lässt. Gezeigt wird: Tocquevilles Demokratiewissenschaft ist erfahrungswissenschaftliche Aufklärung, die auf Gesellschafts- und Politikberatung zielt. In seinem Werk begründet er die vergleichende Forschung, Institutionenanalyse sowie politische Kulturforschung der Demokratie. Mit Beiträgen von Ewa Atanassow, Juri Auderset, Jean-Luis Benoît, Mathias Bohlender, Hubertus Buchstein, Aurelian Craiutu, Annelien de Dijn, Michael Drolet, Lucien Jaume, Alan Kahan, Françoise Mélonio, Walter Reese-Schäfer, Cheryl Welch und Siegfried Weichlein.

Serie:

Ediert von Oliver Kohns

Politische Macht an sich ist unsichtbar. Um zu erscheinen, ist sie auf Fiktionen angewiesen: Der machtvolle Politiker oder der Wille des »Volks« wird in politischen Inszenierungen sichtbar gemacht. Der Band untersucht ästhetische Konzepte, die in politischen Inszenierungen in der Geschichte Europas wirksam waren und sind.
Ziel des Bands ist eine Antwort auf die Frage, wie ästhetische Praktiken politisch wirksam werden – und wie sie in ästhetischen Werken reinszeniert werden. Die Beiträge analysieren in literatur-, kultur- und medienwissenschaftlicher Perspektive die politische Ästhetik ebenso in Schillers Jungfrau von Orleans oder Novalis’ Glauben und Liebe wie in der Tiersymbolik der Politik oder der politischen Ästhetik der Wahrheitskommissionen in Südafrika. Es geht weniger um eine Systematik möglicher Zugriffe auf die Frage der politischen Ästhetik als vielmehr um die Sichtbarmachung möglicher Forschungsperspektiven.

Serie:

Ediert von Oliver Kohns and Martin Doll

Politische Macht ist unsichtbar, sie beruht wesentlich auf Vorstellungen. Der Band analysiert diese »imaginäre Dimension der Politik« systematisch und gibt einen Überblick über gegenwärtige theoretische Konzepte.
Aus kulturwissenschaftlicher Perspektive ist in den letzten Jahren immer wieder darauf hingewiesen worden, dass die Einheit einer politischen Gemeinschaft nur qua Imagination erreichbar sei. Zumeist bleibt offen, wie das Konzept des Imaginären genau zu verstehen ist. Der Band versucht zur Klärung beizutragen und fragt, welche Rolle ›das Imaginäre‹ in den Modellen einflussreicher Theoretiker der neueren Zeit spielt (Althusser, Anderson, Badiou, Castoriadis, Iser, Lacan, Lefort, Rancière, Sartre u.a.). Im Fokus steht vor allem die Frage, wie Politik in verschiedenen kulturellen Bedeutungsträgern (Medien, Bilder, Narrative, Mythen) imaginär Gestalt annimmt.

Deutsche Wege zur Erlösung

Formen des Religiösen im Nationalsozialismus

Klaus Vondung