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Serie:

Ediert von Friedrich Balke, Bernhard Siegert and Joseph Vogl

Die 18. Ausgabe des Archivs für Mediengeschichte ist den Folgen gewidmet, denen Geschichte – sei es als Ereignis, Struktur, Repräsentations- oder Denkform – durch die medialen Konstruktionen von „Deep Time“ und Mikrotemporalität ausgesetzt ist.
Damit schließt die Themenstellung vor allem an die Anthropozän-Debatte an, mit der der Begriff der Tiefenzeit eine aktuelle Konjunktur und in Bezug auf die Konzeptualisierung von Mediengeschichte verschiedene neue Akzentuierungen erfahren hat. Das Heft setzt sich zum Ziel, neben der Medialität der Tiefenzeit auch die Medialität der Mikrozeit und insbesondere die Art und die Konsequenzen ihrer operativen und epistemischen Verzahnung zu thematisieren. Es strebt an, die mit diesen Begriffen verbundenen Medien, Kulturtechniken, epistemologischen Sachverhalte, politischen Zwangslagen und geschichtstheoretischen Probleme aufeinander zu beziehen.
Mit Beiträgen von Lorenz Engell, Wolfgang Ernst, Abelardo Gil-Fournier, Patricia A. Gwozdz, Ann McGrath, Jussi Parikka, Jörg Paulus, Irina Podgorny, Reto Rössler, Eva Schauerte, Peter Schnyder, Patrick Stoffel, Oliver Völker, Geoffrey Winthrop-Young.

Serie:

Ediert von Norbert Otto Eke, Annette Brauerhoch, Anke Zechner and Renate Wieser

In den bisherigen Bänden der Schriftenreihe »Automatismen« widmeten sich Forscher aus den Kulturwissenschaften, der Medienwissenschaft, Psychologie, Soziologie und der Informatik den Erscheinungsformen von Automatismen. Der neueste Band nähert sich ihnen aus der entgegengesetzten Perspektive der Entautomatisierung und ihrer Bedeutung für die Veränderung etablierter Strukturen.
Die Beiträge fragen u.a., ob und inwiefern Entautomatisierung mit der strukturbildenden Funktion von Automatismen zusammenhängt, ob und welche geregelte Rolle Zäsuren und Singularitäten in beider Beziehung spielen oder ob sich Momente der Entautomatisierung subjektiv verorten lassen. Mit Beiträgen von Amy Alexander, Christopher Balme, Annette Brauerhoch, Martin Doll, Norbert Otto Eke, Lioba Foit, Ute Holl, Timo Kaerlein, Carmin Karasic, Laura Marks, Michaela Ott, Drehli Robnik, Chris Tedjasukmana, Renate Wieser und Anke Zechner.

Handbuch der Mediologie

Signaturen des Medialen

Ediert von Ludwig Jäger, Erika Linz, Marcus Krause and Christina Bartz

Das Handbuch Mediologie präsentiert zweiundvierzig Stichworte zu einer kulturwissenschaftlichen Medientheorie, wie sie während des zehnjährigen Bestehens des Forschungskollegs »Medien und kulturelle Kommunikation« nicht zuletzt in der Kolleg-Schriftenreihe »Mediologie« entworfen worden ist.
Diesem Kontext entsprechend verzichtet das Handbuch auf mögliche Definitionsversuche des Medialen oder bestimmter Einzelmedien. An deren Stelle setzt es Beschreibungen der Operationsweisen von Medien, die deren technologisch-apparativen Grundlagen genauso zu erfassen suchen wie ihre Verflechtungen mit sozialen Institutionen und ästhetisch-semiotischen Ordnungen. Neben Darstellungen zu den wichtigsten medialen Verfahren versammelt der vorliegende Band vor allem Beiträge, die die interdisziplinäre Reichweite einer kulturwissenschaftlichen Medientheorie dokumentieren.

Im Tribunal der Bilder

Politische Interventionen durch Theater und Musikvideo

Daniel Hornuff

Das Theater war schon immer eine moralische Anstalt. Videoclips sind es auch. Beide verhandeln die Realität nach. Und beide überführen Chor, Botenbericht und Mauerschau in dokumentarische Bilder. Ein Buch über engagierte Inszenierungen.
Stets geht es um Skandale. Und immer gibt es Schuldige. Nicht nur das Theater fühlt sich angesprochen, oft führen auch Musikvideos Schauprozesse gegen das Böse in der Welt. Die Studie erzählt die Geschichte eines Theaters, das Bilder zur Beglaubigung einsetzt und in besonders engagierten Videoclips seine zeitgenössische Fortsetzung findet.

Messages and Messengers - Von Boten und Botschaften

Angeletics as an Approach to the Phenomenology of Communication - Die Angeletik als Weg zur Phänomenologie der Kommunikation

Serie:

Ediert von Rafael Capurro and John Holgate

Wir leben in einer Gesellschaft, die stark durch digitale Botschaften geprägt wird. Im Gegensatz zur Hermeneutik, die sich mit deren Deutung befasst, will die Angeletik das Phänomen von Boten und Botschaften selbst philosophisch erörtern.
Gegenwärtig führt die interaktive digitale Informationstechnik zu einer Verschiebung von Machtstrukturen bezüglich Boten und Botschaftsverbreitung, einem »angeletic turn«.
Die Angeletik bietet einen Reflexionsraum, in dem die Bezüge zwischen Sendern, Nachrichten und Empfängern ergründet werden können.

Resonanz

Potentiale einer akustischen Figur

Ulrike Hanstein

Ediert von Rebecca Wolf, Viktoria Tkaczyk and Karsten Lichau

Mediendemokratie

Die Agenda-Setting-Funktion der Massenmedien

Markus Rhomberg