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Die Römische Armee auf dem Oceanus

Zur römischen Seekriegsgeschichte in Nordwesteuropa

Serie:

Jorit Wintjes

Während sich Rom schon in der späten Republik zur wichtigsten Seemacht des Mittelmeers entwickelte, läßt sich erstmals im frühen Prinzipat in den Gewässern Nordwesteuropas beobachten, daß Rom das gesamte Spektrum der Operationen zur See beherrschte und Operationen unternahm, an denen hunderte von Schiffen und tausende von Mann beteiligt sein konnten. Trotz ihrer Bedeutung ist die Geschichte dieser Operationen bislang nicht systematisch aufgearbeitet worden. Die römische Armee auf dem Oceanus bietet daher zum ersten Mal einen Überblick über die Geschichte römischer Operationen zur See in Nordwesteuropa sowie eine eingehende Analyse von zwei wichtigen Operationstypen – Transportoperationen und amphibischen Angriffsunternehmungen.
While Rome became the Mediterranean’s premier sea power during the later Republic, it mastered the full spectrum of naval operations only outside the Mediterranean during the Principate, when North-Western Europe saw large-scale naval operations taking place on a regular basis, often involving hundreds of ships and thousands of men. Despite its importance however Roman naval history in North-Western Europe has never been systematically explored. Die römische Armee auf dem Oceanus offers for the first an operational history of Roman naval forces in North-Western Europe. As furthermore Roman operational procedures are rarely in the focus of scholarly attention. Die römische Armee auf dem Oceanus provides an in-depth analysis of two important large-scale naval operation types – transport operations and amphibious assaults.

Aurelius Victor

Historiae Abbreviatae

Serie:

Ediert von PD Dr. Carlo Scardino and Mehran A. Nickbakht

Das um 360/61 n. Chr. verfasste Geschichtswerk des Aurelius Victor behandelt die römische Kaisergeschichte von ihren Anfängen unter Augustus bis in die eigene Gegenwart des Verfassers. Die vorliegende Ausgabe bietet einen revidierten lateinischen Text und eine neue Übersetzung.
Im Unterschied zu anderen Breviarien des 4. Jahrhunderts zeichnet sich das Werk durch seine moralischen Bewertungen sowie seinen anspruchsvollen Schreibstil aus. Seinen besonderen Quellenwert verdankt es den oft wichtigen und einzigartigen Nachrichten für die Geschichte des 3. und
4. Jahrhunderts, die im historischen Kommentarteil erörtert werden. Der philologische Kommentar erläutert Textgestaltung, Übersetzung und die eine oder andere sprachliche Besonderheit des Autors.

Erzählte Bewegung

Narrationsstrategien und Funktionsweisen lateinischer Pilgertexte (4.-15. Jahrhundert)

Serie:

Susanna Fischer

In Erzählte Bewegung. Narrationsstrategien und Funktionsweisen lateinischer Pilgertexte (4.-15. Jahrhundert), Susanna Fischer analyzes the function and structure of the genre of pilgrimage narratives from a literary point of view.
The first part of the book is devoted to theoretical reflections and a systematic analysis of characteristic elements of pilgrimage narratives. Interpreting the texts from a narrative perspective, she focuses not only on formal characteristics but also on narrative structures and thus takes a closer look at the poetics of pilgrimage narratives. Through the detailed analysis of fourteen Latin texts about pilgrimage to the Holy Land from the 4th to the 15th century, she illustrates the development of a literary tradition with specific structural, stylistic and narrative characteristics.

Serie:

Ediert von Jan-Markus Kötter and Carlo Scardino

Die Chronik des spätantiken spanischen Bischofs Hydatius, eine der wichtigsten Fortsetzungen der Weltchronik des Kirchenvaters Hieronymus, liegt nun in einer kritischen Neuedition und erstmals auch in einer vollständigen deut-schen Übersetzung vor.

Hydatius ist einer der wenigen erhaltenen Zeitzeugen der wechselhaften Geschichte des Weströmischen Reichs im fünften Jahrhundert. Gerade in Bezug auf seine Heimat und seinen Wirkungsort Spanien liefert er einzigartige und wertvolle Einblicke in lokale Wahrnehmungsmuster historisch so bedeutsamer Vorgänge wie der Völkerwan-derung oder dem Zerfall der römischen Ordnung in den Provinzen Westroms. Die neu edierte und übersetzte Chronik, zusammen mit ihrer ausführlichen philologischen und historischen Kommentierung, eröffnet dem Benutzer damit ein vertieftes Verständnis für den historischen Prozess des Übergangs von der Antike zum Mittelalter in Westeuropa.

Kontinuität und Wandel des Senatorenstandes im Zeitalter der Soldatenkaiser

Prosopographische Untersuchungen zu Zusammensetzung, Funktion und Bedeutung des amplissimus ordo zwischen 235-284 n. Chr.

Serie:

Nikolas Hächler

In Kontinuität und Wandel des Senatorenstandes im Zeitalter der Soldatenkaiser untersucht Nikolas Hächler die Zusammensetzung, Funktion und Bedeutung des ordo senatorius zwischen 235-284 n. Chr., als das Imperium Romanum eine Reihe tiefgreifender Veränderungen durchlief.
Grundlage der vorliegenden Studie stellt eine prosopographische Zusammenstellung dar, in welcher Lebensläufe senatorischer Amtsträger ausgehend von aktuell bekannten Quellenzeugnissen rekonstruiert werden. Obschon militärische Spitzenfunktionen im Laufe des 3. Jhs. zusehends von Rittern anstelle von Senatoren ausgeübt wurden und der ordo amplissimus damit an Bedeutung verlor, stellt sich bei näherer Betrachtung tatsächlich heraus, dass ihm für den Erhalt des Römischen Reiches während der so genannten Reichskrise noch immer grundlegend stabilisierende Funktionen zukamen.

In Kontinuität und Wandel des Senatorenstandes im Zeitalter der Soldatenkaiser Nikolas Hächler observes the composition, function and general importance of the ordo senatorius during 235-284 C.E. when the Roman Empire was affected by a series of radical changes. The study is grounded on a prosopographical analysis, in which Hächler presents a reconstruction of senatorial cursus based on the currently known source material. Although the most important functions within the Roman army were gradually filled by members of the ordo equester instead of viri clarissimi and the senatorial order thereby suffered a loss of importance during the 3rd century, it remained of utmost significance for the stability of the Imperium Romanum in times of crisis.

Palastrevolution

Der Weg zum hauptstädtischen Kaisertum im Römischen Reich des vierten Jahrhunderts

Serie:

Felix K. Maier

Im 4. Jahrhundert n. Chr. etablierte Kaiser Theodosius das sogenannte Palastkaisertum und verbrachte einen großen Teil seiner Regierungszeit in Konstantinopel.

Dieser wichtige Umbruch, der eine Tradition begründete, die in Ostrom bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. andauern sollte, ist insofern erklärungsbedürftig, als sich die römischen Kaiser ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. vor allem durch ihre Rolle als Verteidiger des Reiches an der Front legitimierten. Die vorliegende Studie analysiert, wie schon seit der Mitte des 4. Jahrhunderts Vorgänger von Theodosius eine Neudefinition des Kaisertums versuchten und auf welche Weise es erst Theodosius gelang, das Palastkaisertum als akzeptierte Form der Kaiserherrschaft zu etablieren.

Die Verwaltung der Stadt Rom in der Hohen Kaiserzeit

Formen der Kommunikation, Interaktion und Vernetzung

Serie:

Ediert von Peter Eich and Katharina Wojciech

Das kaiserzeitliche Rom, die Hauptstadt des Imperium Romanum, war die erste Weltstadt des Okzidents. Diese Megalopolis als Herrschaftsraum, Ort der Konsensfindung und des Zusammenlebens von vielleicht einer Million Menschen zu strukturieren, war eine für die Zeit einmalige Herausforderung.

Der Band untersucht die von oben gelenkten Reaktionen auf die „Herausforderung Rom“ in ihren jeweiligen Wechselwirkungen. Um eine Gesamtschau der sozialen, rechtlichen und räumlichen Dimensionen des hauptstädtischen Lebens zu erreichen, versuchen die Beiträge zu klären, wie viel Administration unter den Bedingungen der Zeit notwendig und möglich war, nach welchen Prinzipien Aufgaben verteilt wurden, wie sich Administration innerhalb der Stadt konkretisierte und wie sich die Kaiserrolle und die republikanischen Traditionen zueinander verhielten.

Serie:

Meike Rühl

Die Monographie Ciceros Korrespondenz als Medium literarischen und gesellschaftlichen Handelns von Meike Rühl analysiert erstmals an den Briefen Ciceros die kommunikativen Praktiken und Besonderheiten einer Konversation, die nicht nur schriftlich erfolgt, sondern auch räumliche und soziale Distanz zwischen den Gesprächspartnern kompensiert. Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Zusammenhang der vielfältigen Semantisierung von Raum in den Briefen, durch die sich sowohl der Absender wie auch die Adressaten innerhalb der zentralen politischen und literarischen Diskurse der späten Republik verorten lassen.

In Ciceros Korrespondenz als Medium literarischen und gesellschaftlichen Handelns Meike Rühl sheds new light on the ‘epistolarity’ of Cicero’s letters. Her main focus is on the specificities of a written conversation between two spatially separated individuals. Rühl analyses the communicative strategies adopted by Cicero to compensate the multifaceted (spatial and social) distance between the author and the addressee. In a further step, the study takes a closer look at the space created within the letters and examines the political and literary standpoints of the correspondents in the cultural context of the late Roman republic.

Glaube Liebe Hoffnung

Zeitgenössische Kunst reflektiert das Christentum

Serie:

Barbara Steiner, Katrin Rosalind Bucher Trantow and Johannes Rauchenberger

Die „drei göttlichen Tugenden“ Glaube Liebe Hoffnung sind auch als künstlerisch dargestellte Allegorien und Symbole Teil des kulturellen Gedächtnisses. Heute zählen sie als Kreuz, Herz und Anker zu den beliebtesten Tattoo-Motiven und sind ein Beispiel für den Transfer und die Einverleibung christlicher Werte in unsere gegenwärtige Alltagskultur.
Mit Gesprächen, Textauszügen, Abbildungen und Werktexten von über 50 zeitgenössischen und auch alten Werken untersucht dieses Buch die christliche Prägung der westlichen Bildkultur. Es dokumentiert zugleich eine groß angelegte Ausstellung im Kunsthaus Graz und KULTUM Graz, die anlässlich des Jubiläums „800 Jahre Diözese Graz-Seckau“ realisiert worden ist und sich aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts mit diesem Erbe auseinandersetzt.

Gewalt und Unmaking in Lucans Bellum Civile

Textanalysen aus narratologischer, wirkungsästhetischer und gewaltsoziologischer Perspektive

Serie:

Hans-Peter Nill

In Gewalt und Unmaking in Lucans Bellum Civile entwickelt Hans-Peter Nill einen theoretischen Zugang zu zentralen Gewaltdarstellungen in Lucans Bürgerkriegsepos. Hierfür verknüpft er narratologische, wirkungsästhetische und soziologische Theorien und Methoden. Im Zentrum der Analysen stehen die Formen und Modalitäten der narrativ repräsentierten Gewalt. Ziel ist, ‚Lucanische Gewalt‘ als vielschichtiges, offenes Gebilde herauszustellen und sich von einer Reduzierung auf vermeintlich ‚typische‘ Partien zu distanzieren. Die Studie unternimmt den Versuch aufzuzeigen, dass über den Hebel der Gewalt erzählte Welt ( fabula) und narrative Repräsentation ( story) in eine dynamische Wechselwirkung treten, und so illusionsdurchbrechende Wirkung erzeugt wird. Insgesamt wird Unmaking an Aspekten wie Ästhetik und Zerstückelung, Verdichtung, Tension, Suspense und Exzess exemplarisch aufgezeigt.

In Gewalt und Unmaking in Lucans Bellum Civile Hans-Peter Nill offers a theoretical approach to essential narrative representations of violence in Lucan’s civil war epic, combining theories and methods of narratology, reception aesthetics, and sociology. The focus of the analyses lies on the configurations and modes of violence as represented in the text. The objective is to present ‘Lucanesque violence’ as a multifaceted, open structure, instead of reducing it to allegedly ‘typical’ scenes. The study aims to demonstrate that the narrated world ( fabula) and its narrative representation ( story) become dynamically intertwined by means of violence, which has a disturbing effect on narrative immersion. Altogether, Unmaking is exemplified by aspects such as aesthetics and mutilation, densification, tension, suspense,and excess.