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Mystik und Idealismus: Eine Lichtung des deutschen Waldes

Akten der vom 19. bis 21. Mai 2016 im Kapitelsaal des Predigerklosters in Erfurt stattgefundenen internationalen interdisziplinären Tagung (Meister-Eckhart-Forschungsstelle am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt)

Serie:

Ediert von Andrés Quero-Sánchez

The book contains the proceedings of the conference ‘A Clearing of the German Forest: Mysticism, Idealism and Romanticism’ (“Eine Lichtung des deutschen Waldes: Mystik, Idealismus und Romantik“) (May, 19-21, 2016, Dominican Convent, Erfurt), including contributions by some of the most important representatives in this field (Jens Halfwassen, Theo Kobusch, Johann Kreuzer, José, Sánchez de Murillo, Glenn A. Magee, Markus Vinzent, Rudolf K. Weigand, Christian Danz, Markus Enders, et al.). The volume presents articles concerning the relationship of Fichte, Hegel, Hölderlin and Schelling with the most characteristic German mystics. The conference was organized in the context of the research project “A Historical, Philological and Systematic Study on Mystical Reason and its Reception in Schelling‘s Works”, funded by the German Research Foundation.

Der Band enthält die Akten der vom 19. bis 21. Mai im Kapitelsaal des Predigerklosters in Erfurt organisierten internationalen interdisziplinären Tagung „Eine Lichtung des deutschen Waldes: Mystik, Idealismus und Romantik“, mit Beiträgen von einigen der wichtigsten Forscher in diesem Gebiet (Jens Halfwassen, Theo Kobusch, Johann Kreuzer, José Sánchez de Murillo, Glenn A. Magee, Markus Vinzent, Rudolf K. Weigand, Christian Danz, Markus Enders, usw.). Gesammelt werden in diesem Band die das Verhältnis von Fichte, Hegel, Hölderlin und Schelling zu den zentralen Autoren der deutschen Mystik betreffenden Aufsätze. Die Tagung fand im Kontext des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts „‘Der ewige Begriff des Individuums‘: Eine historisch-philologische-systematische Untersuchung der mystischen Vernunft und deren Rezeption im Werk Schellings“ statt.

Kulturtransfer um 1900

Rilke und Russland

Serie:

Ediert von Dirk Kemper, Ulrich von Bülow and Jurij Lileev

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts interessierten sich russische Schriftsteller und Intellektuelle intensiv für die deutsche Romantik, sogen sie auf und transformierten sie in etwas spezifisch Russisches. Ein Ergebnis dieses Transformationsprozesse war das slavophile Denken seit der Mitte des Jahrhunderts. In den Jahren um 1900 interessierten sich wiederum deutsche Schriftsteller und Intellektuelle intensiv für diese angeblich „genuin russische“ Slavophilie.
Thomas Mann etwa gewann daraus die geistige Grundlage für seine Betrachtungen eines Unpolitischen. Früher noch als Mann nahm Rilke begierig slavophiles Denken auf, das ihm vor allem von Lou Andreas-Salomé vor und während ihrer gemeinsamen Russlandreisen vermittelt wurde.

Epiphanien

Religiöse Erfahrungen in deutschsprachiger Prosa der ästhetischen Moderne

Serie:

Hendrick Heimböckel

Seit den frühen Schriftzeugnissen ist die religiöse Erfahrung ein wesentlicher Topos von Literatur: in kosmologischen und prophetischen Texten über philosophische Dialoge bis hin zu Epos, Drama und Lyrik.
In der deutschsprachigen Prosa der Romantik zeichnet sich ein Funktionswandel von religiösen Erfahrungen ab, der sich durch die ästhetische Moderne zieht. Diesen Auswirkungen widmet sich die hier vorliegende Studie anhand der systematischen Analyse von Epiphanien in deutschsprachiger Prosa der Romantik und der 1920er bis 1950er Jahre.

Klabund: Sämtliche Werke, Band III: Dramen, Dritter Teil

Cromwell, Johann Fust, Der Fächer (Libretto)

Serie:

Ediert von Hans-Gert Roloff

This text edition is the third part on drama in the Klabund - Complete Works series. The series deals with the works of German author Klabund (1890, Poland -1928, Switzerland). This volume, focuses on Cromwell, Johann Fust, and Der Fächer (Libretto). It forms an indispensable basis for any further involvement with the author and his plays.

Poetik der Nation

Englishness in der englischen Romantik

Serie:

Ulrike Kristina Köhler

This comparative study focuses on the manifestations of Englishness in various literary genres of English Romanticism. Political essays, travelogues, the Gothic novel and balladry are scrutinized from a production-oriented and context-sensitive perspective and through an imagological lens. This book centres around the interplay between national stereotypes and genre-specific (and nationally unspecific) tropes and conventions. Attention is given to the implied reader, cultural knowledge, the narrative situation and to focalization, as well as lyric-specific elements. The book demonstrates how narratology, cultural memory studies, reception theory, rhetoric and text linguistics can be integrated more effectively into the toolkit of imagology. This will allow national images to be deconstructed in a more fine-grained manner.

Diese vergleichende Fallstudie richtet den Blick auf die Erscheinungsformen von Englishness in Gattungen der englischen Romantik. Aus einer produktionsästhetischen wie kontextbewussten Perspektive legt sie den politischen Essay, den Reisebericht, die Gothic novel und die Ballade unter das imagologische Mikroskop. Dabei gilt das Interesse dem Zusammenspiel von nationalen Stereotypen und Topoi mit Gattungselementen ohne nationale Konnotation. Der Adressat, kulturelles Wissen, Erzählsituation und Fokalisierung sowie lyrikspezifische Elemente stehen dabei im Fokus. In theoretischer Hinsicht zeigt dieses Buch, wie sich das Handwerkszeug der Narratologie, der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung, der Rezeptionsästhetik, der Rhetorik und der Textlinguistik weit stärker als bisher gewinnbringend in das Analyseinstrumentarium der Imagologie integrieren lässt. So lassen sich nationenbezogene Bilder zukünftig nuancierter nachzeichnen und im Zuge dessen besser dekonstruieren.

Goldenes Anfängliches

Neue Beiträge zur Robert Walser-Forschung

Serie:

Ediert von Lukas Gloor and Rebecca Lötscher

Als Autor hat Robert Walser dem Anfangen, dem Unfertigen und Spontanen stets die größte Bedeutung beigemessen: denn die Anfänge sind ein Reichtum / laß uns sorgen, daß goldenes / Anfängliches uns nie verläßt. / […] / Vollendetheiten / sind eine Fäulnis.
Dieser Band versammelt neue Beiträge zur Erforschung von Werk und Leben Robert Walsers und deckt mit ihnen ein breites Spektrum ab: Narratologie, Intermedialität, Editionsphilologie und Kontextstudien. Inwiefern hat Walser schon 1908 mit dem Roman Der Gehülfe die „bullshit jobs“ von heute vorweggenommen? Und wie lässt sich sein scheinbar chaotisches Schreiben dennoch als narrative Ordnung verstehen?

Serie:

Ediert von Dirk Kemper, Natalia Bakshi, Elisabeth Cheauré and Paweł Zajas

Seit 1919 befasst sich im Auswärtigen Amt eine eigene Abteilung mit auswärtiger Kulturpolitik: Mit deutscher Kultur sollte implizit eine Vorstellung von Identität und Gesellschaftsform vermittelt werden.
Heute geht es nicht mehr nur um Imagewerbung, sondern auch um die Herstellung von Dialogräumen, die ein internationales Miteinander ermöglichen. Denkmodelle, Diskursverhalten oder gesellschaftliche Selbstorganisationsformen sollen vermittelt werden, auf die sich die politische Selbstbegründung der Bundesrepublik stützt. Der vorliegende Band untersucht das Thema aus literaturwissenschaftlicher Perspektive.

Gerechtigkeit in Russland

Sprachen, Konzepte, Praktiken

Serie:

Ediert von Nikolaj Plotnikov

Die aktuellen Nachrichten in den Medien bringen fast täglich Meldungen aus Russland über staatliche Willkür und Unrecht, aber auch über die Proteste der Menschen gegen die herrschende Ungerechtigkeit. Wie denken jedoch die Menschen in Russland über die Gerechtigkeit nach? Und wie wurde in der Geschichte Russlands über die Idee der Gerechtigkeit nachgedacht?
In den Beiträgen des Bandes setzen sich ausgewiesene Russland-Spezialisten mit der Stellung von Gerechtigkeitsvorstellungen in der Geschichte und Gegenwart Russlands auseinander. Aus der Perspektive verschiedener Disziplinen wird das Zusammenspiel sprachlicher Artikulationen, literarischer Inszenierungen, philosophischer und religiöser Diskurse sowie politischer und gesellschaftlicher Praktiken untersucht. In diesem Kontext werden auch die gegenwärtigen Defizite an Rechtstaatlichkeit in Russland problematisiert.

Eros - Wunde - Restauration

Stendhal und die Entstehung des Realismus

Serie:

Anna-Lisa Dieter

1814 kehren die bourbonischen Könige nach Frankreich zurück, »um die letzten Wunden der Revolution zu schließen« – Restauration als Projekt der Wundheilung mit den Mitteln der Politik.

Stendhals literarisches Werk leistet dieser Politik Widerstand und macht den Raum der Widersprüche, in dem das Regime der Restauration operiert, ästhetisch produktiv. Den restaurativen Wunsch nach Heilung und Vergessen beantworten seine Romane durch ein Öffnen und Erinnern der durch die Geschichte beigebrachten Wunden. Das Scheitern der Restauration verdichtet Stendhal zu sexuellen Phantasmen. Anna-Lisa Dieter geht diesen Phantasmen auf den Grund und zeichnet die Entstehung des Realismus aus der Abwehr der Restauration nach. Die Restauration tritt aus dem Schatten der Revolution und wird als Schlüsselepoche für die Entwicklung der französischen Literatur im 19. Jahrhundert sichtbar.

Raketenträume

Raumfahrt- und Technikenthusiasmus in Deutschland 1923–1963

Serie:

Daniel Brandau

Daniel Brandau legt die erste Kulturgeschichte der deutschen Raumfahrtbegeisterung vor – und schildert, wie der Enthusiasmus in Skepsis umschlug.
Von der Weimarer Republik bis in die 1960er Jahre organisierten sich deutsche Raumfahrt-Interessierte in Vereinen, in denen sie an Raketen bastelten und für militärische wie zivile Visionen warben. Doch viele dieser Visionäre und Ingenieure verschrieben sich dem NS-Regime und entwickelten die Großrakete als Waffe. Den neuen, nunmehr friedlichen Raumfahrt- und Technikvisionen der Nachkriegszeit wurde daher mit Misstrauen begegnet. Während in der Bundesrepublik eine Debatte über die gesellschaftliche Kontrolle des Wissens der Techniker entbrannte, prallte in der DDR in der ‚Raketenfrage‘ die Kritik am Faschismus und seinen Waffensystemen auf die sozialistische Raumfahrt-Utopie. Durch zahlreiche Abbildungen werden auch die kosmischen Bildwelten der 1920er bis 1960er Jahre dem Leser vor Augen geführt.