Nach Titel durchsuchen

Sie sehen 1 - 10 von 81 Elemente für :

  • Religionswissenschaften x
  • Primary Language: de x
Alles löschen

Serie:

Ediert von Britta Konz, Bernard Ortmann and Christian Wetz

Postkolonialismus bezeichnet nicht nur die historische Epoche nach dem Ende der Kolonialzeit, sondern auch ein theoretisches Konzept zur Analyse von Herrschaftsverhältnissen. In der deutschsprachigen Theologie wurde dieses Konzept bisher wenig beachtet. Im zweisprachigen Sammelband Postkolonialismus, Theologie und die Konstruktion des Anderen erkunden Vertreter aller theologischen Disziplinen einschließlich der Religionswissenschaft die heuristischen Möglichkeiten, die der Postkolonialismus für ihr Fach bietet. Es geht dabei insbesondere um die Frage, wie „der Andere“ als Gegenüber eines „Wir“ konstruiert wird. Gerade in Zeiten globaler Migration und erstarkenden Rechtsextremismus muss Theologie sprachfähig bleiben, um den drängenden Fragen der Gegenwart Antwortangebote bieten zu können. Postcolonialism refers not only to the historical epoch after the end of the colonial era, but also to a theoretical concept for the analysis of power relations. In German-speaking theology, this concept has so far received little attention. In the bilingual volume Postcolonialism, theology and the construction of the other, scholars of all theological disciplines, including religious studies, explore the heuristic possibilities that postcolonialism provides for their subject. In particular, the question is how “the other” is constructed as the counterpart of a "we". In times of global migration and growing right-wing extremism, theology must remain capable to offer answers to the urgent questions of the present.

Der Papst als Antichrist

Kirchenkritik und Apokalyptik im 13. und frühen 14. Jahrhundert

Serie:

Nelly Ficzel

English
Der Papst als Antichrist explores the late medieval eschatological framing and the apocalyptic enemy stereotypes, which progressively corroborated the conviction that evil was to take possession of the highest ecclesiastical offices at the end of time. Nelly Ficzel observes a master narrative – established in the aftermath of Joachim of Fiore and first reflected in his spurious works during the thirteenth century – that heavily effected the paradigms of soteriological alignment: This narrative located the powers of the apocalypse within the Christian community of the Latin West and handed the task of rescuing the Christian message over to an apocalyptic elite which had yet to be defined and would - at the crucial moment - be ready and willing to oppose Rome.

German
Der Papst als Antichrist untersucht das diskurs- und genreübergreifende eschatologische Framing und die apokalyptischen Feindbilder, die im späten Mittelalter den Verdacht erhärteten, das Böse würde sich am Ende der Zeit der höchsten kirchlichen Ämter bemächtigen. Nelly Ficzel identifiziert eine Meistererzählung, die sich im Anschluss an Joachim von Fiore etablierte und die – angefangen bei den ersten pseudo-joachimischen Werken im 13. Jahrhundert – in die Paradigmen heilsgeschichtlicher Selbstvergewisserung hineinwirkte. Dieses Narrativ verortete die Mächte der Apokalypse innerhalb der Religionsgemeinschaft des lateinischen Westens und legte die Rettung der christlichen Botschaft in die Hände einer noch zu definierenden apokalyptischen Elite, die bereit sein würde, sich im entscheidenden Moment gegen Rom zu wenden.

Serie:

Ediert von Sebastian Günther and Dorothee Pielow

Die Geheimnisse der oberen und der unteren Welt ( The Secrets of the Upper and the Lower World) is a substantial new collection of essays on magic in Islamic cultural history. Both comprehensive and innovative in its approach, this book offers fresh insights into an important yet still understudied area of Islamic intellectual history. The seventeen chapters deal with key aspects of Islamic magic, including its historical developments, geographical variants, and modern-day practices. The general introduction identifies and problematizes numerous sub-topics and key practitioners/theoreticians in the Arabo-Islamic context. This, along with terminological and bibliographical appendices, makes the volume an unparalleled reference work for both specialists and a broader readership. Contributors: Ursula Bsees, Johann Christoph Bürgel, Susanne Enderwitz, Hans Daiber; Sebastian Günther, Mahmoud Haggag, Maher Jarrar, Anke Joisten-Pruschke, Fabian Käs, Ulrich Marzolph, Christian Mauder, Tobias Nünlist, Khanna Omarkhali, Eva Orthmann, Bernd-Christian Otto, Dorothee Pielow, Lutz Richter-Bernburg, Johanna Schott & Johannes Thomann.

Der historische Muhammad in der islamischen Theologie

Zur Kriterienfrage in der Leben-Muhammad-Forschung

Serie:

Zishan Ahmad Ghaffar

Wie können wir wissen, wer der historische Muhammad war? Welche Rolle spielt diese historiographische Fragestellung in der islamischen Theologie? Der Autor stellt die Frage nach zuverlässigen Kriterien für eine historische Rekonstruktion von Muhammad.
Zishan Ghaffar stellt dabei die Leben-Muhammad-Forschung der Leben-Jesu-Forschung gegenüber. Dieser vergleichende Ansatz erleichtert die Bestimmung der wichtigsten Kriterien für die historische Frage nach Muhammad. Mit dieser Grundlage hat der Autor eine geschichtshermeneutische Voraussetzung geschaffen, um Muhammed in einen breiten Kontext zu setzen, beispielsweise seine Bedeutung in der urmuslimischen Gemeinde in der spätantiken Umwelt und seine Einbeziehung in die islamische Theologie.

Moderne Tradition und religiöse Wissenschaft

Islam, Wissenschaft und Moderne bei I. Goldziher, C. Snouck Hurgronje und C. H. Becker

Lisa Anna Medrow

Ist der Islam wissenschaftsfeindlich? Hat sich im Islam eine eigene Moderne und Wissenschaft entwickeln? Kann die islamische Wissenschaft Fehlentwicklungen der Gegenwart vermeiden oder ihr sogar als Vorbild dienen?
Das Verhältnis des Islams zu Moderne und Wissenschaft wurde um 1900 von führenden europäischen Islamwissenschaftlern beobachtet und kontrovers diskutiert. Ihre Arbeiten enthalten polemische Abwertungen, aber auch Annäherungen an den Islam und selbstkritische Überlegungen zur Wissenschaft in Europa. Die Autorin zeigt die Vielfalt der Auseinandersetzung beispielhaft an den Arbeiten von drei Gründungsvätern der Islamwissenschaft: Ignaz Goldziher, Christiaan Snouck Hurgronje und Carl Heinrich Becker. Damit liefert sie einen Einblick auf die Entstehung der Islamwissenschaft, ihr Verhältnis zum zeitgenössischen Islam und die Internationalisierung der Wissenschaften.

Islam in der Moderne, Moderne im Islam

Eine Festschrift für Reinhard Schulze zum 65. Geburtstag

Serie:

Ediert von Florian Zemmin, Johannes Stephan and Monica Corrado

This Festschrift brings together a range of scholars who congratulate Reinhard Schulze on the occasion of his 65th birthday, by shedding light and reflecting on the relation between Islam and modernity. Scholars from the fields of Islamic studies, religious studies, sociology and Arabic literature connect in various ways to Reinhard Schulze’s work to constructively criticize a Eurocentric understanding of modernity. The more specific aspects dealt with under the overarching topic of Islam and modernity make for the four thematic sections of this volume: the study of religion, Islam, and Islamic studies; Islamic knowledge cultures and normativity; language and literature as media of modernity; Islam and Islamic studies in the public sphere.

Die Beitragenden zu dieser Festschrift gratulieren Reinhard Schulze zu seinem 65. Geburtstag, indem sie mit der Beziehung zwischen Islam und Moderne ein Lebensthema des Jubilars beleuchten. Vertretende der Islamwissenschaft, Religionswissenschaft, Soziologie und der arabischen Literaturwissenschaft beziehen sich in verschiedener Hinsicht auf Reinhard Schulzes Werk, um ein eurozentrisches Verständnis von Moderne konstruktiv zu kritisieren. Die unter dem Oberthema Islam und Moderne näher behandelten Aspekte sind aus den vier thematischen Sektionen des Bandes ersichtlich: Islam(wissenschaft), Religion und der Eigensinn der Moderne; islamische Wissenskulturen und Normativität; Sprache und Literatur als Medien der Moderne; Islam(wissenschaft) in der Öffentlichkeit.

Contributors are: Mona Abaza, Hüseyin Ağuiçenoğlu, Aziz al-Azmeh, Katajun Amirpur, Monica Corrado, Ahmad Dallal, Peter Dové, Susanne Enderwitz, Anne Grüne, Stephan Guth, Kai Hafez, Albrecht Hofheinz, Michael Kemper, Hans G. Kippenberg, Karénina Kollmar-Paulenz, Felix Konrad, Gudrun Krämer, Volkhard Krech, Anke von Kügelgen, Jamal Malik, Jürgen Paul, Frank Peter, Stefan Reichmuth, Armando Salvatore, Johannes Stephan, Anna Trechsel, Yves Wegelin, Florian Zemmin.

Serie:

Ediert von Bernhard Nitsche and Florian Baab

Im Kontext der Krise des Theismus stellt Bernhard Nitsche in diesem Band seine Theorie einer dreifachen Strukturie-rung menschlicher Transzendenzbezüge vor Theologen und Philosophen unterschiedlicher Fachdisziplinen zur Debatte.
Angesichts einer fluiden, fragilen und fragmentarischen Identitätskonstruktion der modernen, selbstermächtigten Subjekte verlieren klassische Containerbegriffe (Theismus versus Deismus, Pantheismus) allein und für sich ge-nommen ihre analytische Kraft. Es bedarf einer veränderten Typologie der spirituellen Strukturmuster, religiösen Formenkreise und der Bezugnahmen auf religiöse Transzendenz. Kann die anthropologische Unterscheidung von Selbstbezug, Sozialbezug und Weltbezug bzw. die Unterscheidung von kosmischen, sozial-relationalen und be-wusstseinsbestimmten Zugängen auch für eine Komparative Theologie fruchtbar sein?

Der Mythos der religiösen Neutralität

Eine Studie zum verborgenen Einfluss des religiösen Glaubens auf Theorien

Serie:

Roy Clouser

Geschrieben für Bachelor-Studenten, für gebildete Laien und für Wissenschaftler in anderen Feldern als der Philosophie – Der Mythos der religiösen Neutralität bietet eine radikale Neuinterpretation der allgemeinen Beziehungen zwischen Religion, Wissenschaft und Philosophie.

Übersetzung von: Clouser, Roy A., The Myth of Religious Neutrality. An Essay on the Hidden Role of Religious Belief in Theories. Notre Dame, London: University of Notre Dame Press, 2005 (1991) erw. u. verb. Neuausgabe

Sterben für den Glauben

Ursprung, Genese und Aktualität des Martyriums in Christentum und Islam

Serie:

Thorsten Hoffmann

Der Begriff »Märtyrer« erfährt aktuell eine geradezu inflationäre Verwendung: Popstars und Prominente werden ebenso zu Märtyrern stilisiert wie islamistische Selbstmordattentäter. Eine intensive Auseinandersetzung mit der Theologie des Martyriums im Christentum und im Islam hilft dabei, dieses Phänomen zu verstehen und kritisch zu hinterfragen.
Das Martyrium rührt an die Grundlagen des Menschseins, denn es gründet wesentlich in der Frage, wofür ein Mensch bereit ist, sein Leben zu geben. In diesem Sinne ist das Martyrium der »Ernstfall« des Glaubens, aber auch eine radikale Infragestellung weltlicher Machtansprüche.
Das Buch stellt die wichtigsten Etappen der Entstehung einer Theologie des Martyriums im Christentum und im Islam vor, analysiert die Texte beider Religionen und verfolgt die Differenzierung und Problematisierung des Martyriums. Systematisch-theologische Fragestellungen werden ebenso behandelt wie die Verbindung von Martyrium und Terrorismus. Davon ausgehend versucht das Buch Antworten auf die hochaktuelle Frage zu finden, ob Kämpfer und Selbstmordattentäter tatsächlich als Märtyrer gelten können.

Betender Anfang

Identitätsstiftende Momente christlicher Morgenliturgie im Dialog mit dem Judentum

Serie:

Nina Frenzel

Die historisch gewachsene und theologisch begründete Verbindung von Judentum und Christentum ist heute und zu-künftig als gemeinsame Verantwortung im Hinblick darauf wahrzunehmen, dass das Lob Gottes und die Präsenz des Transzendenten auch in der modernen Gesellschaft gegenwärtig bleibt.
Der Beitrag für die liturgiewissenschaftliche Erforschung von Judentum und Christentum liegt darin, Laudes und Shacharit einander in ihrer heutigen Form gegenüberzustellen. Bisherige Untersuchungen haben sich vor allem aus der liturgie-historischen Perspektive auf einzelne jüdische und christliche Gebete und ihre Abhängigkeiten bezogen. Der Wert dieser Arbeit dagegen besteht im Gegenwartsbezug. Gegenstand sind die morgendlichen Liturgien, so wie sie im christlichen Stundengebetbuch und dem jüdischen Siddur der Gegenwart vorliegen. In einer ganzheitlichen Betrachtung werden liturgietheologische Erkenntnisse zu den drei zentralen Kategorien von Identität, (Gebets-)Zeit und Bekenntnis gewonnen.