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Spaces of Longing and Belonging

Territoriality, Ideology and Creative Identity in Literature and Film

Series:

Edited by Brigitte le Juez and Bill Richardson

Spaces of Longing and Belonging contains theoretical and interpretative studies of spatiality centered on a variety of literary and cultural contexts. It offers new and complementary insights into creative uses of spatiality in artistic texts and generally into the field of spatiality as a cultural phenomenon, especially, although not exclusively, in terms of literary space. Ranging over questions of aesthetics, politics, sociohistorical concerns, issues of postcoloniality, transculturality, ecology and features of interpersonal spaces, among others, the essays provide a considerable collection of innovative scholarship on crucial questions relating to literary spatiality generally, as well as detailed analyses of particular works and authors. The volume includes ground-breaking theoretical investigations of crucial dimensions of spatiality in a context of increased global awareness.

Music, Narrative and the Moving Image

Varieties of Plurimedial Interrelations

Series:

Edited by Walter Bernhart and David Francis Urrows

Bild und Spiel

Medien der Ungewissheit

Markus Rautzenberg

In einer Welt voller Ungewissheit sind Medien Techniken zu deren Bewältigung. In diesem Buch werden die medialen Konfigurationen Bild und Spiel daher über ihren jeweiligen Umgang mit Ungewissheit in Beziehung gesetzt.
Diese Arbeit geht davon aus, dass die Auseinandersetzung mit Ungewissheit mehr denn je den geistigen Problemhorizont der Gegenwart bestimmt und auch zukünftig bestimmen wird. Die Rolle der Medien besteht dabei unter anderem darin, die paradoxe Erfahrung, dass alles kontingent ist, außer der Kontingenz selbst, in einen Umgang mit Ungewissheit zu transformieren, in dem letztere zwar nicht getilgt, aber eben „umgänglich“ gemacht wird. Hier liegt der Einsatzpunkt des Buches: Formen des Wissensgenerierung, die sich des Spiels bedienen, um mit Kontingenz umzugehen.

Series:

Edited by Jörn Glasenapp

Jedes Porträt, das mit Empfindung gemalt ist, ist ein Porträt des Künstlers, nicht dessen, der ihm sitzt. Der ist bloß der Anlass, die Gelegenheit.« Dies behauptet Basil Hallward, der Maler aus Oscar Wildes The Picture of Dorian Gray, der damit einmal mehr bestätigt, was seit jeher für das Porträt, und nicht nur das gemalte, konstitutiv ist: dass es die Spannung einer Relation ins Bild setzt. Der vorliegende Band spürt dieser Spannung in den unterschiedlichsten Porträt- und Medienkulturen des 20. und 21. Jahrhunderts nach.

Archäologie der Tastatur

Musikalische Medien nach Friedrich Kittler und Wolfgang Scherer

Maren Haffke

Das Buch entwirft eine Medienarchäologie musikalischer Tateninstrumente. Dabei widmet es sich zum einen der musikalischen Tastatur als Medium eigener Materialität und erforscht das Potential dieser Perspektive für die Fragestellungen der Medienwissenschaft. Tastaturen werden als diskrete Interfaces einer Geschichte protodigitaler Verfahren zugeordnet. Die Möglichkeit einer solchen Untersuchung wird bereits in den frühen Schriften des Medienwissenschaftlers Friedrich Kittler angedeutet.

Das Buch untersucht außerdem, wie eine solche Perspektive in Kittlers Argumentationen zu Gunsten einer Emphase analoger Klangmedien zurück tritt. Diese Emphase verweist auf den Übergang in Kittlers Arbeit von einer Medienarchäologie zu einer Medienontologie.

Anhand von Kittlers und Wolfgang Scherers Zugriff auf Tastaturen wird der fachgeschichtliche Status medienwissenschaftlicher Kritik an der literarischen Hermeneutik befragt.

Von der Idee zum Medium

Resonanzfelder zwischen Aufklärung und Gegenwart

Series:

Edited by Felix Lenz and Christine Schramm

Nicht allein Geräte begründen die mediale Moderne. Vielmehr setzen Ideen und Konzepte der Aufklärung die Medialisierung überhaupt erst in Gang. Die Kulturwelt der Aufklärung und Medien der Gegenwart werden von hier aus völlig neu einschätzbar.
Achtzehn Pioniere dieser Perspektive beleuchten die Mediensehnsüchte der Aufklärung: frühe Formen von Hypertext und algorithmischer Empfehlung, Camera obscura, Farbenlehre und Physiognomik, Medien der Aufzeichnung, Messung und Präsentation, Reise- und Forschungskulturen, virtuelle Gartenwelten sowie Umwälzungen in Theater und öffentlichem Austausch. Gegensätzliche Ziele wie äußere Objektivität und subjektive Entfaltung sowie Funktionen der Abbildung, Messung, Speicherung und Verbreitung erweisen sich hierbei als medienbildende Energien, die sich aus der Aufklärung ableiten und in die Gegenwart führen.

Series:

Edited by Hannelore Bublitz, Käthe von Bose, Jutta Weber, Matthias Fuchs and Käthe von Bose

Der Band untersucht dynamische Konfigurationen, die in der Interaktion von menschlichen und nicht-menschlichen Körpern, von Materialitäten und Technologien entstehen und fragt nach Konzepten, die deren gegenseitige Abhängigkeiten jenseits von Reifizierung und Naturalisierung denken.

Mit dem Konzept der Automatismen werden insbesondere jene Prozesse der Materialisierung und Verkörperung ins Auge gefasst, die sich der bewussten Kontrolle entziehen. So werden die unterschiedlichsten Assemblagen von Körpern, Materialitäten und Technologien in Bereichen wie Data Science, Navigation, Fotografie bis zu Nähpraktiken untersucht. Die Autorinnen und Autoren des Bandes analysieren in ihren Beiträgen die komplexen Prozesse, in denen materialisierte und verkörperte Routinen sich zu etablierten Strukturen verdichten, diese aber auch unterlaufen oder überschreiten.

Display und Dispositiv

Ästhetische Ordnungen

Edited by Lilian Haberer, Ursula Frohne and Annette Urban

Displays formieren das Betrachten und die ästhetische Erfahrung in neuer Weise: Sie bringen Bildfelder und Rahmungen in Konstellation und koordinieren verschiedene Benutzeroberflächen wie auch Interfaces. Als ästhetische Anordnungen werden sie im Raum wirksam, stellen sowohl einen taktilen Zugang zu Artefakten als auch eine Reflexions- und Vermittlungsebene her. Displays schließen an Praktiken des Ausstellens an, da sie zugleich die bilderzeugenden Apparaturen selbst zur Anschauung bringen. Dispositive konstituieren apparative Gefüge, wie diejenigen des Kinos, und auch die mit ihnen verbundenen Wahrnehmungsmodelle. Dabei geben sie seismographisch Aufschluss über sichtbare mediale Umbrüche sowie verdeckte Ordnungen von Macht und Gesellschaft. Im Wechselspiel von Projektion, Installation und Ausstellung lassen Displays und Dispositive transmediale und transkulturelle Verflechtungen sichtbar werden.
Ausgangs- und Referenzpunkt der Beiträge bilden sowohl kinematografische Installationen der Gegenwartskunst und Filmdispositive in ihrer spezifischen Ästhetik, für die das Zusammenspiel von Display und Dispositiv konstitutiv ist. In Betracht kommen ebenso die Höhle als primordiales kinematografisches Dispositiv wie Hotelarchitekturen, Projektionsräume und Displays der Versammlung, mobile Endgeräte und die Stadt als Dispositiv.

Michael Haneke

Einführung in seine Filme und Filmästhetik

Series:

Susanne Kaul and Jean-Pierre Palmier

Edited by Jean-Pierre Palmier and Susanne Kaul

Hanekes Filme sind preisgekrönt und umstritten. Sie sind formbewusst gestaltet und stellen auf provokative Art moralisch brisante Themen dar. Die erzählten Geschichten sind sowohl realistisch als auch modellhaft. Sie bieten keine offensichtlichen psychologischen Erklärungen und gesellschaftlichen Lösungen für die dargebotenen Charaktere und deren Konflikte.
Dieses Buch erklärt die Formstrenge sowie die Medienreflexivität der Filme Hanekes und diskutiert auch die Fragen nach der Gewaltdarstellung und der moralischen Wirkung.
Alle Kinofilme Hanekes, bis hin zu Happy End, werden analysiert. Darüber hinaus werden auch die Fernsehfilme Hanekes und seine Operninszenierungen in den Blick genommen. Die Interpretationen liefern Informationen zu den Produktions- und Rezeptionshintergründen der Filme sowie eingehende Analysen der Handlung und der audiovisuellen Gestaltung. Jedes Filmkapitel wird zudem mit einer exemplarischen Szenenanalyse abgeschlossen.

Fotografie der Performance

Live Art im Zeitalter ihrer Reproduzierbarkeit

Burcu Dogramaci

Das Buch untersucht das Verhältnis von ephemerer Kunst, ihrer Speicherung und Reproduktion in analogen und digitalen Medien von den 1960er Jahren bis zur Gegenwart.

Mit der Herausbildung neuer ästhetischer Praktiken (Performance Art, Aktionskunst, Happening etc.) kam der Status ihrer medialen Aufzeichnung in den Blick. Fotografie und Video prägen die Rezeption eigentlich vergänglicher Arbeiten bis in die Gegenwart. Sie vertreten die Aktionen, die für das Publikum nicht mehr leiblich erfahrbar sind, und entreißen sie ihrer Zeitgebundenheit. Das Konzept des anachronistischen „Nachlebens“ (Aby Warburg) kann helfen, Hierarchien zwischen dem Ereignis und seiner Reproduktion in produktiver Weise zu befragen. Das Buch nimmt sich der Aufgabe an, das vieldimensionale und komplizierte Verhältnis zwischen den transitorischen Formen der Kunst und ihrer medialen Aufzeichnung in systematischer und exemplarischer Perspektive zu untersuchen.