Browse results

You are looking at 1 - 10 of 74 items for :

  • Brill | Sense x
  • Status (Books): Published x
Clear All Modify Search

Erziehung und Unterricht

Neue Perspektiven auf Johann Friedrich Herbarts Allgemeine Pädagogik

Series:

Edited by Alexandra Schotte, Katja Grundig de Vazquez and Katja Grundig de Vazquez

Der Band verweist auf Johann Friedrich Herbarts »Allgemeine Pädagogik« (1806), eines der wichtigsten grundlegenden Werke in der Entwicklung der wissenschaftlichen Pädagogik, auf allgemeingültige systematische und begriffliche pädagogische Positionen und verknüpft diese mit Aspekten aktueller erziehungswissenschaftlicher Diskurse.
Die »Allgemeine Pädagogik« von Johann Friedrich Herbart gilt als eine Grundlagenschrift der Pädagogik, die im Hinblick auf die Herausbildung der Pädagogik als Wissenschaftsdisziplin und Profession von großer Bedeutung war. Herbarts Lehre erfuhr sowohl national als auch international eine breite Rezeption. Rotraud Coriand kommt – neben weiteren Kollegen – das Verdienst zu, eine Aufarbeitung der »vergessenen Wissenschaftsgeschichte« des Herbartianismus initiiert und eine quellenbasierte Rezeption Herbartscher und Herbartianischer Positionen etabliert zu haben. Gleichzeitig macht sie sich um eine der grundlegenden Disziplinen der Pädagogik, die Allgemeine Didaktik, verdient.

Bildung und soziale Bewegung

Die brasilianische Landlosenbewegung und das Weltsozialforum als Räume für Bildungsprozesse

Series:

Benjamin Bunk

Soziale Bewegungen sind zentrale Akteure unserer Zeit. In und durch Soziale Bewegungen findet Bildung statt, wie anhand zweier Modelle aufgezeigt wird.
Wie findet Bildung in Sozialer Bewegung statt? Die brasilianische Landlosenbewegung »Movimento dos Sem Terra« und das Weltsozialforum repräsentieren zwei Modelle, anhand derer diese Frage beantwortet werden kann. Eine bildungstheoretische Perspektive betrachtet Soziale Bewegungen vor allem als soziale Praxis, an der Menschen teilhaben und durch sie in ihrer Biographie geprägt werden. Dieser sozial-anthropologische Zugang steht innerhalb der Bewegungsforschung neben Ansätzen, die primär nach den gesellschaftlichen Ursachen oder politischen Wirkungen Sozialer Bewegungen fragen. Als kollektive, gestaltbare und sich selbst bildende Akteure kommt den Sozialen Bewegungen eine wichtige Rolle in der Vermittlung zwischen Bildung und Kultur zu.

Kant als Pädagoge

Einführung mit zentralen Texten

Thomas Mikhail

Zweifellos hat kaum ein Denker die abendländische Philosophie und Geistesgeschichte so maßgebend geprägt wie Immanuel Kant. In der Pädagogik kommt ihm dagegen keine annähernd tragende Bedeutung zu. Im Gegensatz zu Rousseau und Herbart schafft es Kant nur selten, in den Rang eines pädagogischen Klassikers gehoben zu werden. Dies mag mit der Sperrigkeit seiner Texte, dem Gewicht auf philosophischen Fragen oder dem Eigentümlichen seiner Denkungsart zusammenhängen.
Dennoch macht sich der vorliegende Einführungsband zur Aufgabe, die Bedeutung Kants für die Pädagogik herauszuarbeiten. Dazu widmet er sich zentral der Transzendentalphilosophie und versucht, deren Kern anschaulich und verständlich freizulegen, um Bezüge aus Kants theoretischer und praktischer Philosophie für die Pädagogik als Erziehungslehre und Wissenschaft herzustellen.

Die Texte sind so gewählt, dass sie pädagogisch Relevantes aus dem gesamten Werk des Königsberger Denkers bieten und nicht bloß dessen Pädagogikvorlesung entnommen sind.

Praktische Pädagogik als Paradigma

Eine systematische Werklektüre der Schriften Günther Bucks

Series:

Sabrina Schenk

Der Stuttgarter Pädagoge Günther Buck (1925-1983) kann innerhalb der bildungsphilosophisch orientierten Pädagogik als ›heimlicher‹ Klassiker gelten. Die Rezeption seiner Schriften ist bislang gleichwohl zumeist nur in Auszügen erfolgt. Um die Bedeutung dieser Schriften für den Gegenwartsdiskurs der Allgemeinen Erziehungswissenschaft zu untersuchen, widmet sich die vorliegende Dissertation einer systematischen Aufarbeitung seines Gesamtwerks.
Unter Einbezug der aktuell in der Pädagogik verhandelten (bspw. dekonstruktiven bzw. poststrukturalistischen) Herausforderungen kann die Arbeit zeigen, welche Denkprobleme und Zugänge Bucks 30 Jahre nach seinem Tod an ihre Grenzen zu stoßen scheinen. Sie zeigt aber auch auf, in welcher Weise sie sich im Diskurs transformiert und verschoben haben und so der Pädagogik der Gegenwart neu zu denken aufgegeben sind – kurz: Sie lotet die Aktualität Bucks im Gegenwartsdiskurs der Pädagogik aus.

Lernen im Spannungsfeld von Finden und Erfinden

Zur schöpferischen Genese von Sinn im Vollzug der Erfahrung

Evi Agostini

Ist Lernen ein Finden oder ein Erfinden? In einer theoretisch präzisen und zugleich erfahrungsnahen Analyse legt das Buch Grundlagen für ein neues Verständnis von Lernen.
Evi Agostini widmet sich der Frage, wie das Lernen von Lernenden und Lehrenden verstanden und folglich besser gestützt und angestoßen werden kann, ohne den affektiven Teil des Geschehens aus dem Blick zu verlieren. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen Lernen als Finden (des Gegebenen) und Er-Finden (des Neuen) nicht einfach aufgelöst, sondern in seinem eigentümlichen Zusammenspiel von reproduktiven und produktiven Elementen im Zwischenfeld von Subjekt und Objekt gedeutet. Damit legt die Autorin Grundlagen für eine kritische Lerntheorie, die Wirkungen von Schule und Unterricht aufzeigt, und die Frage nach der schöpferischen Genese von neuen Selbst, Fremd- und Weltbildern vor dem Hintergrund der Möglichkeiten gegenwärtigen Bildungsdenkens diskutiert.

Geschwister als Erzieher?!

Bedingungsgefüge, Beziehung und das erzieherische Feld

Tillmann F. Kreuzer

Geschwisterbeziehungen stellen in der Regel die längsten Beziehungen in unserem Leben dar. Sie wirken auf und in uns auf positive und negative Weise.
Geschwisterbeziehungen sind vielfältig und eindrücklich. Sie gehören, wie die Elternbeziehung, zu den Primärbeziehungen und sind nicht frei wählbar. Wie ein roter Faden ziehen sich Rivalität, Neid und Eifersucht, aber auch Unterstützung, Liebe und Nähe durch die Geschwisterbeziehungen. Heute leben wir in einer Zeit, in der die Anzahl der Geschwister in direkter Linie immer weiter abnimmt. Das Kind wächst zunehmend mit wenigen oder gar keinen Geschwistern auf.
Tillmann F. Kreuzer greift in seiner Dissertation das weite Feld der Geschwisterbeziehungen, auch in Kultur und Literatur, auf. Er zeigt anhand narrativer Vignetten, dass in allen Familienkonstellationen eine formende Dynamik geschwisterlichen Zusammenlebens in Unterstützungs- und Betreuungssituationen entsteht und diese prägt.

Pädagogisch handeln

Theorie für die Praxis

Thomas Mikhail

Ist alles, was den Umgang mit Kindern und Jugendlichen betrifft bzw. in Familie und Schule geschieht, bereits pädagogisch? Wohl kaum! Aber woher weiß man, ob man pädagogisch handelt? Oder woran erkennt man, ob in einer Situation pädagogisch gehandelt wird? Wie lässt sich pädagogisches von anderem Handeln unterscheiden und abgrenzen?
Die vorliegende Untersuchung gibt Antwort auf diese Fragen – nicht nur für Eltern, Erzieher und Lehrer, sondern auch für die Bildungsforschung. Schließlich ist diese stets neu mit der Frage konfrontiert, ob ihr Untersuchungsgegenstand überhaupt mit Pädagogik zu tun hat. Der Autor sieht Pädagogik als eine Handlungswissenschaft an, die sich um die theoretische Analyse und Aufklärung pädagogischer Praxis bemüht. Sie muss sagen können, was pädagogische Praxis ist, und dies begründen. Und vor allem muss sie orientierende Grundsätze für pädagogisches Handeln in Familie und Schule formulieren. Neben der Bestimmung der Maßgaben und Kriterien für pädagogisches Handeln kommt es insbesondere auf deren Legitimation an, auf deren Grundlage eine Handlung zu Recht pädagogisch zu nennen ist.

Theorie der Bildung

Eine humanwissenschaftliche Grundlegung

Erhard Wiersing

Dieses Buch von der Menschenbildung ist Theorie, will auch nur Theorie sein und thematisiert Praxis nur insoweit, als sie Gegenstand der Theorie ist und damit ihrer Aufklärung dient. Es ist der im heutigen Wissenschaftsraum erstmals unternommene Versuch, das Phänomen Menschenbildung nicht allein erziehungswissenschaftlich, sondern umfassend humanwissenschaftlich zu begründen.
Neben der Grundwissenschaft der Pädagogik werden deshalb die Beiträge auch aller jener Wissenschaften konstitutiv in diese Grundlegung einbezogen, die Bildung zumindest in bestimmten Aspekten zu ihrem Gegenstand haben. Hierzu zählen vor allem die Beiträge der Epistemologie, der Bewußtseins- und Kulturphilosophie, der allgemeinen und der bereichsspezifischen Anthropologie(n), der Linguistik einschließlich der Kommunikationstheorien, der Ur- und Frühgeschichte, der Ethnologie, der Zivilisationstheorie, der Soziologie, der Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie, der Evolutionsbiologie, der Humanethologie und der Neurowissenschaften.
Unter Bildung wird dabei jener alles umfassende Wirkungs- und Handlungszusammenhang verstanden, in dem das menschliche Individuum vom Anbeginn seines Lebens bis zu seinem Tode geformt wird und sich selbst formt. Der Gegenstand dieses Buches ist deshalb zunächst alles das, was sich hauptsächlich der Naturgeschichte des Menschen unter Einschluß seiner Kulturalität verdankt, also Entwicklung, Personalisation, Spracherwerb, Sozialisation und (En-)Kulturation, und dann das, was der Mensch unter historisch-kulturellen und -gesellschaftlichen Bedingungen im lebensweltlichen Umgang und durch bewußt intendierte und verantwortete Erziehung, Unterweisung und Selbstbildung lernend erwirbt und gebraucht. Konzeptionell ist dabei das so vielgestaltige Bildungsphänomen einer personalistischen Theorie verpflichtet. Trotz der Vielzahl seiner Aspekte hat so dieses Buch von der Menschenbildung einen fest umrissenen Gegenstand, ist Bildung das eine und ganze Thema von deren Theorie und beansprucht damit ihr Autor, ein Grunddokument zu einer neuen Wissenschaft von der Bildung vorgelegt zu haben.

Klaus Mollenhauer

Vordenker der 68er – Begründer der emanzipatorischen Pädagogik. Eine Biografie

Alex Aßmann

Klaus Mollenhauer war nicht nur einer der bedeutendsten Erziehungswissenschaftler der Nachkriegszeit, sondern auch ein wichtiger Impulsgeber der deutschen Studentenbewegung.
Er gilt als Begründer der emanzipatorischen Pädagogik – einer gesellschaftskritischen Orientierung pädagogischer Theorie –, die landläufig in engem Zusammenhang mit der antiautoritären Erziehung der 68er gesehen wird. Mollenhauer, der ähnlich wie z.B. Jürgen Habermas nicht der 68er-Generation angehörte, sondern zur Generation der Flakhelfer, stammte aus einem reformpädagogischen Elternhaus und geriet über die Heimkampagne der späten 60er-Jahre in die Vorgeschichte der RAF-Gründung hinein. Seine Biografie ist die eines Mannes, der als Junge für das Hitlerregime in den Krieg musste, der als Universitätsprofessor Impulse für die bundesdeutschen Liberalisierungsprozesse der 60er- und 70er-Jahre setzte und der als renommierter Theoretiker der Ästhetik starb.