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Perspectives on Evil

From Banality to Genocide

Series:

Edited by Kanta Dihal

The question of evil is one of the oldest and most intensely studied topics in intellectual history. In fiction, legend and mythology the boundary between good and evil is often depicted as clear-cut, at least to the reader or listener, who is supposed to understand such tales as lessons and warnings. Evil is something that must be avoided by the hero in some cases and vanquished in others; it is either the exact opposite of the expected good behaviour, or its complete absence. Even so, for the characters in these didactic fictions, it turns out to be deceptively easy to fall to the infernal, ‘dark’ side. The chapters in this volume share a common thread – they all engage with ‘real’ evil: events and deeds of an evil nature that have been lived in the (recent) past and have become part of history, rather than fictional evil.

Mozambique on the Move

Challenges and Reflections

Series:

Edited by Sheila Pereira Khan, Maria Paula Meneses and Bjørn Enge Bertelsen

Being a first of its kind, this volume comprises a multi-disciplinary exploration of Mozambique’s contemporary and historical dynamics, bringing together scholars from across the globe. Focusing on the country’s vibrant cultural, political, economic and social world – including the transition from the colonial to the postcolonial era – the book argues that Mozambique is a country still emergent, still unfolding, still on the move.
Drawing on the disciplines of history, literature studies, anthropology, political science, economy and art history, the book serves not only as a generous introduction to Mozambique but also as a case study of a southern African country.

Contributors are: Signe Arnfred, Bjørn Enge Bertelsen, José Luís Cabaço, Ana Bénard da Costa, Anna Maria Gentili, Ana Margarida Fonseca, Randi Kaarhus, Sheila Pereira Khan, Maria Paula Meneses, Lia Quartapelle, Amy Schwartzott, Leonor Simas-Almeida, Anne Sletsjøe, Sandra Sousa, Linda van de Kamp.

Gudrun Ensslin

Die Geschichte einer Radikalisierung

Alex Aßmann

Gudrun Ensslin – Pastorentochter, Studienstiftlerin, Terroristin: Was sagen diese Schlagworte über die Person? Wie kam es zu ihrer Radikalisierung?

Im Fokus des Buches steht die Kehrtwendung Gudrun Ensslins aus einer vornehmlich bürgerlichen Existenz zu einem Dasein im Untergrund. Diese Wende der späteren Mitbegründerin der RAF in die Militanz und den Terrorismus scheint sich ohne nennenswerten ideologischen Anlauf vollzogen zu haben. Bis ins Jahr 1967 nimmt Ensslin beispielsweise kaum an Demonstrationen teil. Im Vordergrund steht für sie der Aufstieg ins linksliberale Kulturestablishment der Bundesrepublik, eine geplante Dissertation über Hans Henny Jahnn, schließlich auch ihr Kind. Der Tod Benno Ohnesorgs am 2. Juni 1967 markiert den Beginn ihrer Radikalisierung, die sie geradezu zur Kaufhausbrandstiftung und daran anschließend zur RAF-Gründung katapultiert. Was den Zeitgenossen damals schon rätselhaft erschien, ist auch heute für uns ein aktuelles Problem. Immer wieder fragen wir uns, wie Radikalisierung unbemerkt entstehen konnte (und kann). Folgt man dem Radikalisierungsverlauf Gudrun Ensslins durch die Bildungsinstitutionen hindurch, dann wird sichtbar, wie sich darin langsam das Erleben von Bildung und das von Radikalität immer ähnlicher werden.
Alex Aßmann rekonstruiert den Weg Ensslins von der Studentenbewegung in den Linksradikalismus als Bildungsgeschichte. Ihren Ausgang nimmt diese Entwicklung in den 1940er und 50er Jahren, denen das besondere Augenmerk des Autors gilt. Sein Buch eröffnet auf diese Weise einen neuen Blick auf die RAF-Protagonistin und räumt mit weit verbreiteten Missverständnissen auf.

Briten in Westfalen

Beziehungen und Begegnungen 1945–2017

Series:

Edited by Ulrike Gilhaus and Andreas Neuwöhner

Der reich bebilderte Band zur gleichnamigen Wanderausstellung widmet sich der gegenseitigen Wahrnehmung von Briten und Westfalen. Denn die Briten haben Westfalen verändert. Sie kamen als Sieger, Befreier, Besatzer. Sie führten demokratische Strukturen ein und gründeten das Land Nordrhein-Westfalen.
Die dauerhafte Anwesenheit der Briten in Westfalen als Stationierungsstreitkräfte der NATO ermöglichte Begegnungen zwischen Deutschen und Briten – im offiziellen und im privaten Rahmen. Aber auch das Alltagsleben in den britischen Garnisonen wird beleuchtet, samt den unvermeidlichen Konflikten zwischen Militär und Zivilgesellschaft. Zudem nehmen die Autoren das zukünftige Erbe denkmalgeschützter Kasernen, Siedlungen sowie die Perspektiven für die ehemaligen Truppenübungsplätze in den Blick, prägen sie doch die Region mit.

Eine neue Form von Akademie

"Poetik und Hermeneutik" – die Anfänge

Julia Amslinger

Die in den frühen 60er Jahren gegründete Forschungsgruppe »Poetik und Hermeneutik« hat maßgeblichen Anteil an der intellectual history der Bundesrepublik. Das vorliegende Buch ist die erste wissenschaftsgeschichtliche Monographie zu dieser bemerkenswerten ›Akademie‹.
Hans Robert Jauß, Hans Blumenberg und Clemens Heselhaus – allesamt ordentliche Professoren für Romanistik, Philosophie und Germanistik in Gießen – luden im Sommer 1963, achtzehn Jahre nach dem Ende der Nationalsozialistischen Diktatur einen Kreis von zwanzig Personen zu einem Kolloquium der besonderen Art an ihre Universität: dem ersten Treffen der Gruppe »Poetik und Hermeneutik«.
Das vorliegende Buch beschreibt entlang der Nachlässe von Hans Blumenberg, Hans Robert Jauß und anderer Teilnehmer die Anfangsphase der Forschungsgruppe. Der Traum einer forschenden Gemeinschaft wurde unter Ausschöpfung intellektueller, finanzieller, theoretischer, bürokratischer und medientechnischer Mittel in die Tat umgesetzt und gestaltete sich dann in der Realität gänzlich anders als geplant.

Edited by Sebastian Rosenbaum, Adam Dziurok and Piotr Madajczyk

Die konkreten Geschicke der deutschen Minderheit im sozialistischen Polen lagen über lange Zeit im Dunkeln. Die Beiträge im vorliegenden Band bieten erste Schritte zur Schließung dieser Wissens- und Forschungslücke.
Mit besonderem Fokus auf den ehemaligen deutschen Ostgebieten werden die Wahrnehmung der deutschen Minderheit seitens der neuen Machthaber, deren Politik in Bezug auf diese Bevölkerungsgruppe, Propaganda und Unterdrückungsmaßnahmen dargestellt. Auch Fragen der Kultur- und Bildungspolitik sowie die Rolle der deutschen Minderheit in den deutsch-polnischen Beziehungen werden beleuchtet.

Kriegsgedenken als Event

Der 9. Mai 2015 im postsozialistischen Europa

Edited by Cordula Gdaniec, Mischa Gabowitsch and Ekaterina Makhotina

Der 9. Mai ist der weltweit wahrscheinlich am breitesten zelebrierte Kriegsgedenktag und vor allem in Russland, den ehemaligen Sowjetrepubliken und Ländern mit großen russischsprachigen Bevölkerungsanteilen ein Volks- und Familienfest.
Der 2015 gefeierte 70. Jahrestag des Kriegsendes 1945 war mit besonderer Emotionalität aufgeladen. Das Buch liefert eine Biographie dieses Tages, beschreibt Nachleben und Verwandlungen der sowjetischen Festkultur, Initiativen wie das »Unsterbliche Regiment« in Russland, den Kampf um das Kriegsgedenken in der Ukraine und anderen postsozialistischen Staaten. Aber auch die liberale und linke Kritik an der »Vereinnahmung« des 9. Mai durch die russische Staatsführung oder die Bedeutung dieses Tages für das Selbstverständnis der russischsprachigen Minderheiten von Estland bis Deutschland werden betrachtet.

Bildtheologie

Position – Problem – Projekt

Series:

Peter Hofmann

Die theologische Frage nach dem wahren Bild als systematische Leitfrage.
Vom Eikon zum Logos und zurück – die Methode dieser Studie kehrt die übliche Fragerichtung um, die das Bild mit dem Begriff überwältigen und aufheben will, statt es zu sehen und sich seiner »Ansicht« zu stellen. Der Logos konkurriert mit dem Eikon, das Eikon provoziert den Logos, ohne dass beide einander ausschließen.
Die kunstwissenschaftliche Frage nach dem »wahren Bild« (Hans Belting) führt zu der systematisch-theologischen Frage nach der Ikonizität aller Offenbarung. Das II. Nizänum als Schlusspunkt der altkirchlichen chistologischen Konzilien ordnet die Verehrung der Kultbilder an, ohne in der westlichen und östlichen Theologie angemessen rezipiert zu werden. Das zentrale christliche Kultbild der römischen Veronika entfaltet seine eigene Logik, mit der die Desiderate eines theologischen Bildtraktats formuliert werden.

Hobsbawm, Newton und Jazz

Zum Verhältnis von Musik und Geschichtsschreibung

Edited by Andreas Linsenmann and Thorsten Hindrichs

Sein Name steht für brillante Begriffsprägungen und scharfe Analysen: Der 2012 im Alter von 95 Jahren verstorbene Universalhistoriker Eric J. Hobsbawm war zweifellos einer der anerkanntesten Historiker des von ihm als »Zeitalter der Extreme« beschriebenen 20. Jahrhunderts.
Weit weniger bekannt ist, dass sich Hobsbawm zeitlebens mit Jazz beschäftigte – und zwar sowohl als ästhetisches wie auch als politisches und geschichtliches Phänomen. Bereits 1958 hatte Hobsbawm ein Buch zum Thema publiziert: »The Jazz Scene«. Die bis heute frappierend aktuell wirkende Studie veröffentlichte Hobsbawm unter dem Pseudonym Francis Newton.
Der Band nimmt diesen Teil von Hobsbawms Werk in den Blick und diskutiert: Warum beschäftigte sich Hobsbawm so vertieft mit dem Thema Jazz? In welcher Beziehung steht Hobsbawms Nachdenken über Jazzmusik zu seiner geschichtswissenschaftlichen Arbeit? Inwiefern versteht Hobsbawm Jazz als emanzipatorisches oder gar revolutionäres Phänomen? Hobsbawm sah Jazz auch als Subkultur und fragte: Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang Aspekte wie »race«, »class« und »gender«?
Mit einem Exklusivbeitrag von Peter Burke!

Studio Moskau

Westdeutsche Korrespondenten im Kalten Krieg

Julia Metger

Wie war das eigentlich, als die ersten westdeutschen Korrespondenten begannen, aus der Sowjetunion zu berichten? Erst ein Jahrzehnt nach Kriegsende konnten sie ihre Tätigkeit in Moskau aufnehmen. Wie gelang die Berichterstattung unter den Bedingungen des Ost-West-Konflikts?
Westdeutsche Auslandskorrespondenten prägten während des Ost-West-Konflikts maßgeblich unser Wissen über die Sowjetunion. Julia Metger beleuchtet ihren Arbeitsalltag, ihre Handlungsspielräume und das gesellschaftliche Klima in Moskau. Sie analysiert, wie die politischen Rahmenbedingungen ihren Zugang zu Informationen beeinflussten und sie in ihrer Veröffentlichung einschränkten. So zeigt sie, in welchem Kontext Berichte und Reportagen über die Sowjetunion entstanden und welche Rolle die Auslandskorrespondenten als nicht-traditionelle politische Akteure während des Kalten Krieges spielten.