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Barnaul und die Region Altai 1953–1964
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Stalins Tod 1953 und der 20. Parteitag der KPdSU 1956 markierten eine Wende in der Geschichte der Sowjetunion. Chruščevs Jahrzehnt von 1953 bis 1964 war ein Phänomen der Entstalinisierung, eine Zeit der Neubewertung Stalins und seiner Politik.
Das Buch betrachtet die sowjetische Provinz in der Region Altai während dieser Ära des Wandels. Oleg Garms gelingt es, ein facettenreiches Bild der Epoche zu zeichnen, das sowohl die großen historischen Prozesse und regionalen Besonderheiten als auch die kleinen Akteure, ihre Lebensweisen und Alltagspraktiken berücksichtigt.
Die Studie zeigt die Entstalinisierung nicht nur als Demontage der repressiven Staatspolitik und Ende des Terrors, sondern auch als eine umfassende Reform des sowjetischen Alltags, die vielfältige Bereiche des Lebens in Staat und Öffentlichkeit umfasste.
Migration, Unterbringung und Wohnungspolitik in West-Berlin von den 1960er bis zu den 1980er Jahren
Author:
Zwischen den 1960er und 1980er Jahren versuchten zahlreiche Akteure, über die Regulierung des Zugangs zu bestimmten Unterbringungs- und Wohnformen, die Aufenthaltsdauer von Migrant*innen in West-Berlin zu beeinflussen und ihre Ansiedlung innerhalb der Stadt zu steuern. Das Buch zeichnet die Motive und (Miss-)Erfolge dieser Bestrebungen, die zugrunde liegenden Kategorisierungsprozesse sowie die Handlungsspielräume und Proteste der Betroffenen nach. Einbezogen werden Binnenmigrant*innen aus Westdeutschland, Arbeitsmigrant*innen aus Südosteuropa, Asylsuchende, DDR-Bürger*innen und sogenannte ‚Aussiedler*innen‘. Dieser innovative Ansatz bedeutet die Überwindung des bisherigen Fokus auf bestimmte nationale Gruppen und ermöglicht eine rassismustheoretisch informierte Analyse.
Author:
This book examines the interrelationships between trauma, time, and narrative in the novel “The Journey” (1962) by the scholar, novelist, poet, and Holocaust survivor H. G. Adler. Drawing on Paul Ricœur’s philosophy of time and studies of time in literature, Julia Menzel analyzes how Adler’s novel depicts the experience of time as a dimension of Holocaust victims’ trauma. She explores the aesthetic temporality of “The Journey” and presents a new interpretation of the literary text, which she conceives of as a modern “Zeit-Roman” (time novel).

Die Studie untersucht die Wechselbeziehungen zwischen Trauma, Zeit und Erzählung in dem Roman „Eine Reise“ (1962) des Wissenschaftlers, Schriftstellers, Dichters und Holocaust-Überlebenden H. G. Adler. Unter Bezugnahme auf Paul Ricœurs Zeitphilosophie und die literaturwissenschaftliche Zeitforschung analysiert Julia Menzel, wie Adlers Roman traumatische Zeiterfahrungen der Opfer des Holocaust zur Darstellung bringt. Sie erkundet die ästhetische Eigenzeit von „Eine Reise“ und eröffnet eine neue Lesart des literarischen Texts, den sie als modernen Zeit-Roman begreift.
African Studies at the Crossroads
This book emerges at a time when critical race studies, postcolonial thought, and decolonial theory are under enormous pressure as part of a global conservative backlash. However, this is also an exciting moment, where new horizons of knowledge appear and new epistemic practices (e.g. symmetry, collaboration, undisciplining) gain traction. Through our critical engagements with structural, relational, and personal aspects of knowing and unknowing we work towards a greater multiplicity of knowledges and practices. Calling into question the asymmetrical global economy of knowledge and its uneven division of intellectual labour, our interdisciplinary volume explores what a decolonial horizon could entail for African Studies at the crossroads.

Contributors are Akosua Adomako Ampofo, Eric A. Anchimbe, Edwin Asa Adjei, Susan Arndt, Muyiwa Falaiye, Katharina Greven, Christine Hanke, Amanda Hlengwa, Catherine Kiprop, Elísio Macamo, Nelson Maldonado-Torres, Cassandra Mark-Thiesen, Lena Naumann, Thando Njovane, Samuel Ntewusu, Anthony Okeregbe, Zandisiwe Radebe, Elelwani Ramugondo, Eleanor Schaumann
Porträt eines völkischen Kulturvereins und seiner Schriften
Der Kulturverein „Deutsches Kulturwerk Europäischen Geistes“ war zeitweise die zweitgrößte rechtsextreme Gruppierung der Bundesrepublik nach der NPD. Die 1950 vom ehemaligen NS-Kulturfunktionär Herbert Böhme gegründete Organisation diente mit dem Türmer-Verlag und ihren Zeitschriften als Plattform für frühere NS-Schriftsteller und völkische Autoren. In über 120 Ortsvereinen organisierte sie bis zur Auflösung 1996 Dichterlesungen, Vorträge und "Brauchtumsabende". Die Studie untersucht die Strukturen des Vereins, die Verbindungen zu rechten Gruppen und politischen Parteien sowie dessen Einflussversuche. Außerdem analysiert sie über 500 literarische Texte hinsichtlich des ideologischen Gehalts. Ein umfangreicher Anhang enthält u. a. biografische Informationen zu den wichtigsten Mitgliedern sowie Übersichten zu Akteuren, Publikationsorganen, Pflegstätten und Preisen. Somit bietet der Band einen wertvollen Beitrag zur Erschließung rechtsextremer Netzwerke im westdeutschen bürgerlichen Milieu.
Social and Political Engagement of Roma in Communist Czechoslovakia 1948-1968
This book challenges the notion of Roma as mere victims of human rights violations in 20th century Europe and as another collective victim of Nazism and Stalinism. Focusing on post-war Czechoslovakia in the first 20 years of its existence as a communist state, the book explores various spheres of public life in which it is possible to trace the agency of Romani individuals and collective initiatives. As citizens and Holocaust survivors they fought for equal rights, social and political participation under conditions which appeared to be a dramatic reformulation of the state’s approach to Roma under communist rule. The book offers a collection of texts, a unique selection of historical sources of predominantly Romani provenance, and commentaries that contextualise these sources within the history of post-war Czechoslovakia and the local nascent Romani movement.
Angela Merkel und Donald Tusk standen symbolhaft für die deutsch-polnische Partnerschaft in der jüngsten Vergangenheit. Doch hält diese Partnerschaft dem Blick hinter die Kulissen stand? Wie erfolgreich war die damalige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen in der Europäischen Union und Nordatlantischen Allianz tatsächlich? Und was können wir daraus für die Herausforderungen unserer Gegenwart und Zukunft lernen? Diese Fragen untersucht die Studie und stellt dadurch die deutsch-polnischen Beziehungen in der Außen- und Sicherheitspolitik 2007–2015 aus zeitgeschichtlicher Perspektive auf den Prüfstand. Dabei wird der Eindruck einer Partnerschaft widerlegt. Zwar waren die bilateralen Kontakte so eng wie nie zuvor, doch beide Seiten kamen nicht über den reinen Dialog hinaus zu gemeinsamem Handeln. Nicht zuletzt warf auch die belastende Vergangenheit immer wieder ihren Schatten auf das bilaterale Verhältnis.